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am 24. November 2004
Da denkt man, man kennt diese Oper, sei es von anderen Aufnahmen oder auch von Aufführungen, und dann diese Überraschung!
Vieles auf dieser neuen Aufnahme klingt, wie man es so noch nie gehört hat, und auch jedes Mal wieder neu erlebt. Auch beim x-ten Anhören kommt keine Langeweile auf, so als ob die Musik sich gleichsam aus sich selbst heraus immer wieder neu erschafft und den Hörer sogar immer wieder zu Tränen rührt.
René Jacobs, der noch nie der Mann fürs Grobe war, sondern immer fürs Überraschende, Leidenschaftliche und Phantasievolle, beglückt hier gar mit regelrechten "Special Effects" (Donnerblech in der Unterweltszene) und auch die berühmte Arie "Che farò senza Euridice" klingt hier völlig anders und viel frischer - was sicherlich nicht zuletzt auch an der großartigen Bernarda Fink liegt!
Verglichen mit vielen anderen "historisierenden" Aufnahmen (sogar mit der Kuijken'schen Einspielung mit René Jacobs damals noch als Orfeo) ist diese vorliegende mit Sicherheit als neue Referenzaufnahme zu sehen. Sie sollte nicht nur in keiner CD-Sammlung fehlen und auch in dieser Sammlung nicht verstauben, sondern immer wieder neu entdeckt werden.
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Die Glucksche Variante der zu allen Zeiten populären Orpheus-Sage hat ein Happy End. Keines wie bei Monteverdi, wo Orpheus -der arme Tropf - statt seiner Frau einen Platz im Himmel bekommt (schließlich habe er auf Erden ja nichts mehr zu erwarten). Nein! Just als der am Boden zerstörte Orpheus gerade Hand an sich legen möchte, taucht Amor auf und gibt ihm seine Herzdame zurück (Motto: Leide für die Liebe und alles wird gut!)
Klingt nach einer lahmen Moral-Oper?
Mitnichten. Glucks Musik ist eine faszinierende, harsche Mischung aus barocker Energie und klassischer Sanglichkeit.
Brillante Interpretinnen (kein männlicher Protagonist in Sicht!) brennen hier ein stimmtechnisches Feuerwerk ab, immer wieder angefacht durch den Furor des Dirigenten Réné Jacobs. Chor und Orchester bilden den energiegeladenen Rahmen.
Besondere Erwähnung verdient die Protagonistin Bernada Fink. Sie macht Orpheus' Leiden zu einer intensiven Hörerfahrung. Ob tiefe Trauer, stille Freude, Verzweiflung oder Euphorie - die Bandbreite der Emotionen, die da aus dem Lautsprecher strömt, ist unmitelbar anrührend!
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am 9. Januar 2003
Und immer wieder Orfeo auf seiner Flöte, der sich beim Rückweg aus dem Hades umdrehen musste und so seine Euridice für immer verlor.
Eine klassische Story, die immer wieder vertont wurde. Auch von Gluck. Diese Oper präsentiert René Jacobs mit dem Freiburger Barockorchester und drei hervorragenden Solisten, hervorzuheben besonders Bernarda Fink.
Aus Wunschkonzerten kennt man vielleicht die Stücke „Reigen seliger Geister" und „Che farò senza Euridice", auf diesen beiden CD-Scheiben lernt man aber eine kurzweilige, wunderbare Barockoper kennen, die Lust auf mehr macht. Gluck ist gar nicht der Langweiler, wie er immer wieder in (älteren) Opernführern geschildert wird.
Bei dieser Aufnahme ist dies sicher ein Verdienst von René Jacobs, beeindruckend, wie klar und spritzig hier musiziert wird. Da kommt in keinem Moment Langeweile auf. Und, wie bereits erwähnt, Bernarda Fink singt schlicht phänomenal.
Eine wunderbare Opernaufnahme.
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am 2. Juni 2015
Super Service, danke vielmals. Die beiden CD's sind in ausgezeichnetem Zustand angekommen und machen mir viel Freude. Die Aufnahme mit den Interpreten ist sicher eine der besten. Danke vielmals!
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am 24. Oktober 2013
nur wenn man die Geschichte, sprich den Text ignoriert und wenn einem ihre Stimme gefällt, kann man sich vielleicht mit dieser Version anfreunden. Auch vom Interpretatorischen her was die Tempi angeht, sind Aufnahmen wie zum Beispiel mit JESUS LOPEZ-COBOS und Juan Diego Florez als Orpheus weitaus überzeugender.
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