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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
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4,0 von 5 Sternen
Klaviermusik Vol. 5
Format: Audio CD|Ändern
Preis:11,82 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 13. April 2002
Konstantin Scherbakov legt hier nun schon die fünfte CD der geplanten Gesamteinspielung der Klavierwerke Leopold Godowskys vor und widmet sich diesmal insbesondere der monumentalen, fast 55 Minuten währenden Klaviersonate. Das Stück, welches aufgrund seiner Länge und der für den Pianisten relativ undankbaren Schreibweise - es gibt kaum Gelegen-heit, mit brillanter Virtuosität zu glänzen - praktisch nie aufgeführt wird, stellt den Pianisten vor allem vor gestalterische Hindernisse. Zwar ist der knapp zwanzigminütige erste Satz noch vergleichsweise zugänglich, aber auch dort ist es nicht leicht, die sich manchmal ins Nichts verlierenden Ideen des Komponisten zu einer Einheit zusammenzufügen. Der langsame, lyrische zweite Satz ist - im Gegensatz zu den folgenden Sätzen - melodisch einfallsreich und wurde auch für Violine und Klavier transkribiert. Die zwei folgenden und insbesondere der letzte Satz stellen sowohl den Aufführenden wie auch den Hörer vor nicht unbeträchtliche Probleme. Der zeitweise etwas ungelenk erscheinende Klaviersatz und die an den späten Liszt erinnernde Harmonik ist nicht sehr eingängig und erscheint manchmal etwas ziellos. Der nahezu ausschließlich im piano und langsamen Tempi gehaltene Schlußsatz ist nicht einfach darzustellen; nur die hohe Anschlagskultur Scherbakovs und sein Gespür für musikalische Zusammenhänge bewahren ihn vor dem Auseinanderfallen. Insgesamt überzeugt der Zugriff des Russen auf dieses seltene Werk - seine über alle Zweifel erhabenen technischen Fähigkeiten, aber insbesonders seine akribische Phrasierung und detaillierte Ausleuchtung des Stückes tragen diese Interpretation. Im Vergleich zu Hamelins nahezu zeitgleich erschienender Aufnahme des Stückes wirkt Scherbakov etwas bedächtiger und weniger leichtfingrig, kompensiert dies jedoch durch eine größere Dramatik und Dichte.
Die abschließenden vier kurzen Stücke sind gelungene und mit der nötigen Delikatesse gespielte Zugaben, die Godowskys eigentliche Stärke - die musikalische Kurzform - belegen. Scherbakov überzeugt auch hier mit einer kontrastreichen und in jeder Phase konzentrierten Darbietung. - Die Klangqualität ist sehr gut, das Beiheft jedoch viel zu oberflächlich. Insgesamt ist diese - mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnete - CD vor allem für Liebhaber des abseitigen Klavierrepertoires empfehlenswert; Scherbakov läßt es jedenfalls nicht schwerfallen, zu einem solchen zu werden.
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