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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
16
4,4 von 5 Sternen
Quills - Macht der Besessenheit
Format: DVD|Ändern
Preis:24,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 26. April 2017
Ich hätte den Film gerne auf Deutsch gesehen.Aber das war in ihrer Beschreibung nicht Ersichtlich.
So konnte ich leider nicht alles vom Text verstehen.Sonst fand ich ihn sehr beeindruckend.
Herzliche Grüße Bettina Küpfer
PS:Wäre natürlich schön wenn sie mir eine deutsch-Englischfassung schicken könnten.
Gruß Frau Bettina Küpfer
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HALL OF FAMEam 23. Mai 2003
Ehrlich gesagt, hat mich die Person des Marquis de Sade schon immer fasziniert. War er einfach nur ein perverser Zeitgenosse, der sein brutal-erotischen Ergüsse unters Volk bringen wollte? Lebte er die Phantasien seiner Romane tatsächlich aus? Was steckt hinter der Person des Marquis wirklich?
Natürlich kann auch dieser Film keine endgültige Antwort darauf geben (da auf sein Werk auch gar nicht genug eingegangen wird), aber doch zeichnet er den Marquis weder als abgrundtief böse, noch aber auch als missverstandenen Meinungsfreiheit liebenden Mann. Die Wahrheit liegt tatsächlich wohl irgendwo dazwischen.
Der Film ist wirklich ein grandioses Drama, das zu Unrecht vom Publikum übergangen wurde (allerdings war die Werbung für den Film wohl auch gleich null). Die Besetzung lässt jeden Film-Fan jubilieren. Geoffrey Rush spielt den Marquis dekadent, mit einem süffisanten Lachen auf dem Gesicht, aufbrausend, verzweifelt - einfach perfekt. Kate Winslet als Wäschemagd Madeline passt mit ihrer weiblichen Schönheit nicht nur optisch in den Film, sondern vermag wieder mal ihr großes schauspielerisches Können zu offenbaren. Auf der einen Seite die junge Frau, die voller Lebensfreude, Güte und Liebreiz ihr Leben bestreitet und damit jeden in ihren Bann schlägt (wie sich am Schluss zeigt sogar den Marquis), auf der anderen Seite aber auch ihre Lust an den verbotenen Schriften des Marquis'. Und schließlich noch Joaquin Phoenix, der den Abbe der Irrenanstalt spielt und versucht mit Offenheit und Geduld den Insassen zu helfen. Im krassen Gegensatz dazu steht Michael Caine, der den sadistischen Nervenarzt Dr. Royer-Collard spielt. Collard wird nach Charenton geschickt, um den Marquis zur Raison zu bringen. Denn der hat es mit Hilfe von Madeline geschafft, seine in der Anstalt geschriebenen Geschichten zu seinem Verleger zu bringen. Das Resultat ist der Roman "Justine" - der nach kurzer Zeit vergriffen ist und die Gemüter erregt. Schließlich lässt Napoleon das Buch verbrennen und er möchte den Marquis am liebsten tot sehen, weswegen er Collard in die Anstalt schickt.
Doch was dann zwischen dem Marquis, Madeline, dem Abbe und Collard geschieht, ist ein Wirrwarr an Gefühlen und nichts ist so wie es scheint. Trotz der Abscheu, die man gegenüber dem Marquis empfindet (schließlich sitzt er in der Anstalt, weil er als verrückter Mörder gilt), ist es doch eher Collard, den der Zuschauer als Bösewicht ansieht. Er treibt seinen Patienten mit grausamen Foltern den Wahnsinn aus dem Leib, nimmt sich eine minderjährige Braut, um sie roh zu vergewaltigen und macht es sich zur Aufgabe, den Marquis zu brechen. Wie süffisant makaber, das gerade Collards Braut Simone in den Besitz von "Justine" gelangt und mit ihrer Schläue den Dr. an der Nase herumführt und ihn schließlich sogar verlässt.
Besonders beeindruckt hat mich vor allen Dingen Joaquin Phoenix als Abbe. Er liebt die Wäschemagd Madeline, die ebenfalls Liebe für ihn empfindet, aber er hadert mit seinem Gelübde und ist doch zu schwach, um seinen Gefühlen völlig zu entsagen. Fatal, das gerade er ihr das Lesen beibringt und somit Madelines Lust an den Schriften des Marquis's schürrt.
Doch die Tage des Maquis sind gezählt. Er wird erwischt und alle Möglichkeiten zu schreiben werden ihm genommen bis er völlig nackt in seiner kahlen Zelle haust. Doch der Marquis ist noch nicht gebrochen und erhält eine letzte Chance eine Geschichte zu schreiben. Doch diese letzte Geschichte ist es, die alle ins Verderben stürzt und den Film mit einer wirklich apokalyptischen Anstaltsnacht enden und alle Protagonisten als Verlierer dastehen lässt.
Wer ein anspruchsvolles Drama sehen will, aber auch starke Nerven hat, der wird diesen Film zu schätzen wissen.
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am 23. November 2001
Geoffrey Rush ist der Marquis De Sade, eigentlich schon Grund genug, sich den Film anzusehen. Er scheint für seine Rolle geboren zu sein, mit einem leicht ins theatralische abgleitenden Touch spielt er seinne Rolle nicht, er lebt sie. Der Leiter der Nervenheilanstalt, in die er eingewiesen wurde, ist ein junger Priester, dargestellt von Joaquin Phoenix. Dieser ist in das junge Dienstmädchen, Kate Winslet, verliebt. Mit höchster schauspielerischer Kunst gelingt es Phoenix, die Tragik seines Charakteres zu vermitteln, jede Bewegung, jedes Stück Mimik ist von außergewöhnlicher Brillianz. Absolut fies dagegen ist Michael Caine, der etwas älter Doktor, der geschickt wird, um den jungen Priester zu kontrollieren. Er heißt die gute Beziehung zwischen dem jungen Priester und dem Marquis gar nicht gut, und tut alles, um diese zu unterbrechen.
Trotz aller Dramatik zeigt der Film auch die komische, humorvolle Seite des Marquis, der es partout nicht lassen kann, seine Geschichten zu schreiben, obwohl diese das gesamte Land in Aufruhr versetzen.
Getragen von großartig aufspielenden Schauspielern, die eine höchst tragische, verruchte und trotzdem amüsante Geschichte zum Leben bringen, vermag es der Film, den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen und bis zum Schluss nicht mehr loszulassen. Äußerst empfehlenswert!
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am 5. April 2006
Auf der Suche nach früheren Filmen von Joaquin „Cash" Phoenix bin ich auf diesen Film aus dem Jahr 2000/2001 gestoßen und muss ein großes Kompliment aussprechen. Sicher nicht der erste Film über den sadistischen Marquis de Sade, aber trotzdem sicher der film-, ausstattungs-, und besetzungstechnisch beste.
Zur genauen Story:
Der Marquis de Sade, der inzwischen dank seiner pornografischen Schriften in einer psyschatrischen Anstalt einsitzt - eingewiesen von seiner Ehefrau, mit der ihn immer noch eine Art Hassliebe verbindet - versucht er seine literarischen Ergüsse zwanghaft niederzuschreiben und zu veröffentlichen, wobei ihm das Wäschemädchen Madeleine tatkräftig unterstützt, indem sie seine Manuskripte mit der Schmutzwäsche herausschmuggelt.
So kommt es wie es kommen muss und de Sade zieht mit seinem neusten, provokativen Werk „Justine" den Unmut von Kaiser Napoleon auf sich und ruft den Nervenarzt Royer-Collard auf den Plan, der ausgesandt wird, um den unliebsamen Literaten zum Schweigen zu bringen.
Selbiger Arzt versucht mit mittelalterlichen Foltermethoden psychisch Kranke zu heilen oder bestenfalls gefügig zu machen, worauf er bei dem Leiter der Anstalt, einem jungen Geistlichen, der versucht mit Mal-, Schreib-, und Spieltherapie seinen Schützlingen zu helfen, auf unerwarteten Widerstand stößt.
Bedroht von der möglichen Schließung seines Hospitals muss der junge Abbé trotzdem versuchen, den exzentrischen de Sade zum Schweigen zu bringen und gleichzeitig seine Liebe zu Madeleine zu verheimlichen, der er das Lesen beibringt und die tragischerweise dieses Können einsetzt, um de Sades pornografische Schriften zu lesen, was ihr letztlich zum Verhängnis werden wird.
Geoffrey Rush beweist hier, dass er nicht umsonst als exzellenter Schauspieler gilt. Mit seiner Darstellung des Marquis de Sade lässt er den Zuschauer gefesselt innehalten und verstört die Beweggründe des Literaten halbwegs erahnen. Niemals wirklich sympathisch und niemals wirklich abstoßend erscheint er heute als Künstler, der in unserer Zeit bestenfalls als exzentrisch gelten würde, zur damaligen Zeit aber den reinen Hass von Kirche und Politik auf sich zog.
Ein wirklich toller Schauspieler, der gerade mit Phoenix brillant spielt.
Michael Caine als kaltblütiger Arzt und Ehemann ist unantastbar gut und zeigt auch mal in einer etwas unliebsameren Rolle, dass er ein schauspielerisches Genie ist. Kate Winslet als unschuldiges und trotzdem verruchtes Wäschemädchen spielt leicht und sympathisch, sodass man ihr das Happy End unter allen Umständen Wünschen möchte. Auch ohne großes Make-up und Kostüm vermag sie den Zuschauer durch ihre Natürlichkeit zu überzeugen und hat mir sehr gut gefallen.
Und Juaquin Phoenix spielt hier wirklich umwerfend gut. Seine Mimik ist wirklich einmalig, er versteht es die Naivität des Priesters genauso dazustellen, wie seine Gutherzigkeit, den Glauben an das Gute und die Liebe oder das Verzweifeln an seiner Aufgabe. Wirklich außergewöhnlich gut, vor allem in der zweiten Hälfte des Filmes kann man nicht die Augen von seinem Gesicht nehmen.
Eine Schande, dass der Film so wenig von den Medien und dem Publikum gewürdigt wurde, weil er nicht nur Drama ist, sondern gleichzeitig auch gesellschaftskritisch, sowie humoristisch ( z.B. wenn der Marquis ein komplettes Manuskript auf sein Bettlaken schreibt ).
An Extras bietet der Film keine überragenden Errungenschaften. Ein Audiokommentar ist mit drauf, Extras in Bezug auf den Marquis de Sade, sowie das Hospital, Trailer und TV-Spots, Filmfacts....nichts großes eben, was sehr schade ist.
Das DVD-Menü ist ansprechend gestaltet, der Ton und das Bild sind beide scharf und lassen keine Wünsche auftauchen.
Alles in allem ein toller Film, der durchaus mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Ich war jedenfalls schwer beeindruckt.
Und noch ein Tipp: Unbedingt im Originalton ansehen, es lohnt sich.
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am 30. September 2006
Frankreich im frühen neunzehnten Jahrhundert:

Der, wegen seiner perversen und abgrundtiefbösen Niederschriften, in Charenton, einem Irrenhaus, eingelieferte Marquis de Sade (Geoffry Rush) vergeht unter der, dennoch überaus gütigen Hand des Verwalters von Charenton (Joaquin Phoenix). Über das Dienstmädchen Maddelaine (Kate Winslet) gelingt es ihm, seine Bücher in die Außenwelt einzuschmuggeln, wo sie sich bestens verkaufen. Doch die Regierung empfindet seine Bücher als Beleidigung des humanitären Verstandesw und sendet den brutalen und hinterlistigen Irrenarzt Royer Collard (Michael Caine) aus, um de Sade zum Schweigen zu bringen.

Soviel zur Handlung. Na, neugierig geworden? ;-)

Dieser Film ist wirlich ein warres Meisterwerk. Die Atmosphäre, die Kameraführung, die Musik, die Kostüme, alles stimmt. Schon die Anfangsszene, in der eine Aristokratin 1794 auf dem Place de la Révolution hingerichtet wird ist schlichtweg großartig.

Doch wirklich getragen wird das ganze von schauspielerischen Leistungen, wie ich sie nebeneinander nahezu in keinem Film gesehen habe.

Geoffry Rush, für mich ein ganz großer Charakterdarsteller spielt den kranken Marquis so überzeugend... so mitleiderregnd... so teuflisch, dass es dem Zuschauer Schauer über den Rücken treibt. Ihm zur Seite die absolut brilliante Kate Winslet in ihrer besten Rolle. Herrlich, wie sie die Zerissenheit und die Neugier eines jungen, unbedarften Mädchens, das die Welt nicht kennt, in Szene setzt.

Kein Wunder, dass sie vom Abbé de Coulmier, den Joaquin Phoenix herrlich eindringlich verkörpert. Ihm gelingt eine perfekte Darstellung des lebenslustigen, liebenden Mannes, der doch von seinem Glauben in Schach gehalten wird. Fast ein "sehr gutmütiger" Frollo im positiven Sinn. ;-) Bravo, Joaquin Phoenix!

Das Juwel in der Krone schließlich ist Michael Caine als abgrundtiefböser Antagonist. Einfach unbeschreiblich mit welchem Witz und mit welcher Energie er sich in diese dämonische Rolle stürzt und den Zuschauer mit einem Blick erzittern lässt. (Ganz stark die Szene, in der er mit der Frau de Sades zusammen gegen den Marquis intrigiert!). Wunderbar!

Alles in allem einer der besten Filme die ich je sah!
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am 21. Januar 2002
...urteilte die amerikanische Kritikervereinigung. Dennoch blieb "Quills" (Federkiele) sowohl in Amerika als auch bei uns weitestgehend unbeachtet, was wohl auch am mangelnden Vertrauen der Filmverleiher in das Publikum liegt.
"Mainstream" ist dieser Streifen allerdings wirklich nicht: Er ist ungeheuer provokant und läßt einen sehr berührt und verwirrt zurück, denn die aufgeworfene alte Frage, ob Pornographie oder Gewaltdarstellungen eher zur Sublimation oder zur Stimulation entsprechender Gefühle geeignet sind, wird von dem Film bewußt offen gelassen.
Dem Autor Doug Wright (nach seinem gleichnamigen Bühnenstück) und dem Regisseur Philip Kaufman ist (nicht zuletzt dank eines absolut glänzenden Ensembles mit einem überragenden Geoffrey Rush) das Kunststück gelungen, anhand der umstrittenen Figur des Marquis de Sade darzulegen, daß Meinungsfreiheit ungeachtet der Person ein hohes Gut ist - "Meinungsfreiheit ist immer die Freiheit des anderen". Wir leiden mit dem Marquis, auch wenn wir seine Texte nicht mögen und einräumen müssen, daß sie und sein Verhalten zumindest zur Eskalation bis ins Chaos beitragen, auch wenn seitens seiner Unterdrücker mindestens ebensoviel in diese Richtung getan wird.
Und welch ein Chaos ist es, in das wir hier innerlich und äußerlich gestürzt werden! Eskalation bis zum fulminanten Höhepunkt, dessen Wirkung leider durch einen auf mich etwas konstruiert wirkenden Epilog gemildert wird.
Nachdem ich diesen Film fünfmal in verschiedenen Versionen im Kino gesehen habe, war die liebevoll gemachte DVD ein echtes Muss, das sich gelohnt hat. Neben drei sog. Featurettes zur Produktion enthält sie vor allem einen tollen Audiokommentar von Doug Wright, der mir viele neue Einsichten beschert hat.
Wer intelligentes Kino mag, belastbar ist und nicht unbedingt ein Happy-End braucht, dem sei diese DVD dringend ans Herz gelegt. Für mich war "Quills" in der Rubrik Drama definitiv der beste Film des Jahres 2001.
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am 19. November 2006
Wer kennt sie nicht die Geschichte des berüchtigten Autors Marquis de Sade! In diesem Film wird sein Leben, sein Leiden und seine Geschichten erzählt. In der Hauptrolle finden wir Oscarpreisträger Geoffrey Rush,welcher so gut spielt, dass er als Ebenbild von dem Schriftsteller gilt. Auch Joaquin Phoenix und Michael Caine spielen ihre Rollen gewissenhaft. Vor allem erfreut mich aber die schauspielerische Leistung Kate Winslets, welche die hin- und hergerissene Madeleine verkörpert. Die Kulisse in diesem Epos ist fabelhaft. Sie trifft ganz genau die Zeit und man fühlt sich mit jeder Minute mehr und mehr der Geschichte zugehörig!!!

Fazit: Grandios!
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am 7. Januar 2002
...urteilte die amerikanische Kritikervereinigung. Dennoch blieb "Quills" (Federkiele) sowohl in Amerika als auch bei uns weitestgehend unbeachtet, was wohl auch am mangelnden Vertrauen der Filmverleiher in das Publikum liegt.
"Mainstream" ist dieser Streifen allerdings wirklich nicht: Er ist ungeheuer provokant und läßt einen sehr berührt und verwirrt zurück, denn die aufgeworfene alte Frage, ob Pornographie oder Gewaltdarstellungen eher zur Sublimation oder zur Stimulation entsprechender Gefühle geeignet sind, wird von dem Film bewußt offen gelassen.
Dem Autor Doug Wright (nach seinem gleichnamigen Bühnenstück) und dem Regisseur Philip Kaufman ist (nicht zuletzt dank eines absolut glänzenden Ensembles mit einem überragenden Geoffrey Rush) das Kunststück gelungen, anhand der umstrittenen Figur des Marquis de Sade darzulegen, daß Meinungsfreiheit ungeachtet der Person ein hohes Gut ist - "Meinungsfreiheit ist immer die Freiheit des anderen". Wir leiden mit dem Marquis, auch wenn wir seine Texte nicht mögen und einräumen müssen, daß sie und sein Verhalten zumindest zur Eskalation bis ins Chaos beitragen, auch wenn seitens seiner Unterdrücker mindestens ebensoviel in diese Richtung getan wird.
Und welch ein Chaos ist es, in das wir hier innerlich und äußerlich gestürzt werden! Eskalation bis zum fulminanten Höhepunkt, dessen Wirkung leider durch einen auf mich etwas konstruiert wirkenden Epilog gemildert wird.
Nachdem ich diesen Film fünfmal in verschiedenen Versionen im Kino gesehen habe, war die liebevoll gemachte DVD ein echtes Muss, das sich gelohnt hat. Neben drei sog. Featurettes zur Produktion enthält sie vor allem einen tollen Audiokommentar von Doug Wright, der mir viele neue Einsichten beschert hat.
Wer intelligentes Kino mag, belastbar ist und nicht unbedingt ein Happy-End braucht, dem sei diese DVD dringend ans Herz gelegt. Für mich war "Quills" in der Rubrik Drama definitiv der beste Film des Jahres 2001.
Es gäbe noch so viel über diesen Film zu sagen... Über Fragen und Anmerkungen freue ich mich (E-Mail s.o.)
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am 9. August 2010
Die letzten Jahre des Marquis de Sade in einer Irrenanstalt - obgleich er kein Irrer war. Man schickte den Marquis de Sade nach Charenton, weil man ihn in der Bastille nicht mehr recht unter Kontrolle bekam.
Die Handlung des Films greift mitten ins Geschehen ein, das heißt der Marquis de Sade, gespielt von Goeffrey Rush,befindet sich schon eine Weile in seinem Kerkerzimmerchen, umgeben von meterdicken Mauern. In dem Film wird vor allem hervorgehoben, welchen "Luxus" er neben den anderen Insassen genießt, so besitzt er einen halben Weinkeller für sich, prunkvolle Möbel aus seinem Schloss La Coste wurden eigens für ihn her geliefert.
Viele seiner Werke, darunter auch "Justine", gelangen mithilfe der Wäscherin Madeleine ( Kate Winslet )an die Außenwelt, wo die lose Blattsammlung mehrfach gedruckt und zu Büchern gebunden wird. Das skandalöse Werk "verkauft sich teuflisch gut" so wie es auch Kate Winslet in der Rolle der Madeleine ausdrückt. Empört ordert Napoleon den Dr. Royer-Collard ( Michael Caine ), welche den Marquis "züchtigen" soll. Der Abbe du Coulmier ( Joaquin Phoenix )hegt eine freundschaftliche Beziehung zum Marquis, sieht seine Schreiberei als eine Art Therapie an. Er kümmert sich um die Insassen von Charenton. Dann stößt er auf den Dr. Royer-Collard, der ihn mehr und mehr gegen den Marquis aufbringt. Letzterer versucht auch nicht in der Gunst des Abbe zu stehen, immer wieder wirft er diesem schlüpfrige und zynische Kommentare an den Kopf. Die ganze Handlung des Film mündet in einer einzigen Katastrophe,in welcher nur der Dr- Royer-Collard einen Sieg davonträgt.

Auch wenn die Handlung hie und da frei erfunden ist und vor allem das Ende so nie stattgefunden hat, erweist sich dieser Film als ein kleines Meisterwerk. Die Schauspielerbesetzung wurde bedacht aufgestellt,doch vor allem Goeffrey Rush bringt seine Rolle sehr authentisch rüber.Einzig und alleine durch diesen Schauspieler, bekommt der Film die richtige Atmosphäre.

Auf jeden fall ein sehenswerter Film!
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am 24. Dezember 2002
Regisseur Philip Kaufmann ist es gelungen, die perfekten Schauspieler für sein Werk zu finden und ebenso bringt er die meiste Zeit in brillanter Art und Weise die Stimmung und den Zeitgeist von damals herüber. Geoffrey Rush verkörpert den Marquis nicht nur, er scheint sogar der echte zu sein, Phoenix und Caine bilden zwei mehr als interessante Gegenpole und Kate Winslet schafft es, die Hin- und Hergerissenheit ihrer Figur zwischen dem Marquis und dem Gott verschriebenen Phoenix glaubwürdig und echt darzustellen... Was zunächst recht harmlos beginnt, steigert sich im Laufe der zwei Stunden zu einer infernalischen Reise in die Gedankenwelt eines Irren und seiner Umgebung - zumindest eines Irren der damaligen Zeit. Der Wahnsinn ist allgegenwärtig, doch die Frage, die man sich stellt ist: Wie wahnsinnig war er wohl wirklich, wenn man heute einen Blick in die Zeitung wirft...
Was Schauspieler und Ausstattung an Positivem herüberbringen, muss man jedoch sagen, wird zu wenig auf die Reaktionen außerhalb der Mauern der Irrenanstalt eingegangen. Nur zu kurz wird auf den damaligen Kaiser Napoleon eingegangen, der befahl die Werke des Marquis zu verbrennen, ansonsten wird eigentlich nur eine Faszination der Bevölkerung die Schriften betreffend eingefangen, doch dürfte die Reaktion damals wesentlich ablehnender, gewiss jedoch vielschichtiger gewesen sein. Doch wie gesagt, die Inszenierung ist packend und eigentlich nie langweilig, daher kann man sagen, dass der Film zu Recht seine drei Oskarnominierungen erhalten hat.
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