Jeans Store Hier klicken Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More 8in1 Promotion Hier klicken Fire Shop Kindle Roosevelt festival 16

Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
58
4,7 von 5 Sternen
5 Sterne
49
4 Sterne
7
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
2
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 10. April 2003
Zum Film will ich hier nicht so viel sagen. Es handelt sich um einen wirklich spannenden Katastrophenfilm, den ich immer noch für "den" Schiffuntergangs-Thriller halte, der selbst von Titanic nicht getoppt wurde.
Wer hier nachschaut, kennt den Film wahrscheinlich schon und interessiert sich eher dafür, ob die DVD-Umsetzung gut gelungen ist. Ich kann nur sagen: Ich bin zufrieden. Zwar liegt der Ton nur in Mono vor, aber das stört mich beim Alter des Filmes nicht besonders. Die Bildqualität überzeugt auf jeden Fall. Ich kenne den Film nur aus dem TV - und soweit ich mich erinnere, waren das alles Pan&Scan-Versionen, also auf 4:3-Vollbild gezoomte Ausstrahlungen. Auf der DVD liegt der Film im anamorphen Cinemascope-Format vor - das Bild wirkt zudem relativ frisch. Empfehlenswert - vielleicht auch für Titanic-Fans, die mal zur Abwechselung einen anderen Schiffskatastrophenfilm sehen möchten.
0Kommentar| 36 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. März 2012
Das Innere eines gekentetern Luxuxliners wird für eine Gruppe Überlebender zum Ort eines Kampfes ums nackte Überleben.

Zum Inhalt: Silvester an Bord des Luxusliners "Poseidon". Während die Passagiere in einem rauschenden Fest das neue Jahr feiern, kommt es zur Katastrophe: eine gigantische Flutwelle lässt das Schiff kentern. Während die Überlebenden auf baldige Hilfe hoffen, beschließt eine kleine Gruppe (u.a. Gene Hackmann "French Connection", Ernest Borgnine "The Wild Bunch)sich einen Weg an die Wasseroberfläche zu bahnen. Der Weg dorthin entwickelt sich zum tückischen und mörderischen Kampf ums nackte Überleben.

Zur Kritik: "Poseidon Inferno" (Deutscher Titel und DVD-Titel "Die Höllenfahrt der Poseidon")hat mir extrem gut gefallen und zählt für mich zu den absoluten Klassikern des Katastrophen-Genres. Die ganze Atmosphäre des Filmes, die Schilderung der Geschichte, das Zusammenspiel der Charaktere, die Action-Szenen, die Emotionen, die die Schauspieler während des Filmes durchleben - Einfach großartig!!! Genauso toll ist auch die Besetzung des Filmes: Gene Hackmann, Ernest Borgnine, Red Buttons, die spätere Denver-Clan-Actrice Pamela Sue Martin, "Planet der Affen"-Star Roddy Mcdowall, und in einer kleinen Rolle als Captain der spätere "Nackte Kanone"-Star Leslie Nielsen - sie alle spielen ihre Rollen sehr gut.

Zur Bildqualität der Blu Ray: Die Blu Ray gibt den Film im korrekten Format von 2.35:1 wieder, und die meiste Zeit erscheint das Bild sehr schön. Einige Szenen erscheinen zwar etwas weich und könnten mehr Bildschärfe "vertragen", aber im Großen und Ganzen wird hier eine gute Bildqualität geboten. Ausserdem vermittelt das Bild generell einen typischen Kinolook der 70er-Jahre. Diesen Eindruck hatte ich jedenfalls dauerhaft beim Anschauen. Filmkorn ist zwar sporadisch vorhanden, stört aber nicht im geringsten. Auch in Panorama-Aufnahmen sind einzelne Details gut zu sehen. Der Schwarzwert und die Farbgebung sind ebenfalls in Ordnung.

Das Bonusmaterial ist ebenfalls sehr interessant. Neben Audiokommentaren der Schauspieler und des Regisseurs, die in den jeweiligen Tonspuren zu hören sind, gibt es interessante Dokumentationen, über die Entstehung des Filmes, die u.a. über die zahlreichen Probleme berichten, mit denen die Macher vor und hinter der Kamera zu kämpfen hatten. Ein Rückblick des Esembles und Berichte über die Macher sind ebenso vorhanden, wie Fotogalerien und damaliges Werbe- und Promotionmaterial.

Zum Schluss noch eine Anmerkung, was den FSK-Aufdruck betrifft: Es gibt bei dieser Blu Ray-Hülle KEIN Wendecover!!

Von mir gibt es jedenfalls für diese Blu Ray eine KLARE Kaufempfehlung!!
22 Kommentare| 27 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. April 2012
Zunächst war da lediglich 1970 "Airport" aber mit "The Poseidon Adventure" aka "Poseidon Inferno" wurde entgültig das Katastrophen-Film-Zeitalter eingeläutet - und ist nach wie vor sehenswert und zeitlos.

"The Poseidon Adventure" (1972) ist dem Remake von 2006 weitaus überlegen und hat mit 5 Oscar Gewinner: Shelley Winter, Red Buttons, Gene Hackman, Jack Albertson und Ernest Borgnine mit Abstand die besseren Darsteller.

Pamela Sue Martin wurde 10 Jahre später als Fallon in "Denver Clan" weltberühmt. Als ihr Party-Begleiter ist Ernie F. Orsatti zu sehen - eigentlich ein Stuntman und dessen "Todessturz" wurde legendär und war auch bei "The Towering Inferno" dabei war. Orsatti ist nach wie vor im Geschäft: Nip/Tuck, Entourage, Big Love.

Weitere grossartige Darsteller sind der ehemalige Kinderstar Roddy McDowall als Kellner, Stella Stevens (der love interest vom original "Der verrückte Professor), Carol Lynley, Arthur O'Connell und in einer kleinen Rolle als Schiffskapitän der "Poseidon" ist (man glaubt es kaum) Leslie Nielsen zu sehen.

Trivia:
-Shelley Winters machte, inkl. Tauchszenen, die meisten Stuntszenen selbst!
-Die Krankenschwester ist Sheila Allen, die Frau des Produzenten Irwin Allen.

Die Blu-Ray bietet grandioses Bild und das überaus viele Bonus-Material ist sehr interessant.
Die Bonis sind deutsch untertitelt! Der deutsche Sound ist natürlich schwächer als englische Sprachfassung.

Für den Soundtrack ist der legendäre John Williams zuständig der auch "The Towering Inferno" musikalisch vertonte und spätenst mit "Der Weisse Hai" (JAWS), "Star Wars" und "Superman" in die Filmgeschichte eingehen sollte, dessen Melodien heute fast jeder kennt.

FAZIT: ohne hektische Wackelkamera bietet der Film neben guten Darsteller Spannung pur und wirkliche tolle Aufnahmen.

P.S: wir bekommen diese Blu-Ray vor den Amerikanern!
11 Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. August 2014
Ich sah den Film zum ersten Mal in meiner Jugendzeit und war sehr von ihm ergriffen-diese Wirkung strahlt er auch noch heute aus.
Das tief ergreifende an diesem Klassiker ist die extreme Dramatik (viele Paare verlieren den Partner beim Kampf ins Freie zu kommen). Das nimmt einen hart mit.
Ansonsten ist der Streifen sicherlich ein Alptraum für Kreuzfahrtfahrer, dazu noch die herunterziehende Musik von John Williams.
Poseidon Inferno ist zu keiner Minute langweilig. Action, diese extrem tiefe Dramatik, realistisch dargestellt, nervenaufreibende Spannung, Glaubenseinstellungen, und, zur Entlastung,
wenigstens am Anfang eine Prise Humor mit dabei.
Dieser Film aus den 70-igern packt einen so sehr, da können teilweise moderne Filme heutzutage (mit mehr Auswahl von Tricktechnik) nicht mithalten.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. November 2014
Schon zu meiner Jugendzeit hat mich dieser Film faszieniert.
Und das hat sich bis heute nicht geändert.
Bei der Sylvesterparty wird der Luxusliner Poseidon von einer Monsterwelle erfasst, ausgelöst durch ein Seebeben.
Sie kentert und treibt von nun an kieloben.
Nur wenige Passagiere riskieren den Weg nach oben bzw unten ,zum Wellentunnel.
Es ist die einzigste Möglichkeit von wo her Hilfe kommen könnte.

Gene Hackman als rebellischer Priester der die kleine Truppe anführt. Darunter Stella Stevens,Shelley Winters,
Roddy McDowall, Red Buttoms, Carol Lynley, Jack Albertson, Pamela Sue Martin und natürlich Ernest Borgnine als
der ewig nörgelnde Cop Rogo.

Eines der spannendsten und aufregendsten Abenteuer im Katastrophen-Genre. Ich kenn nur noch einen Film
der ebenbürdig wäre.Und das ist "Flammendes Inferno".
Beide von Irwin Allen produziert.

Als Extras: Kommentar von Regiesseur Ronald Neame,
Kommentar der Darsteller Pamela Sue Martin, Stella Stevens und Carol Lynley.
Interaktive Featurette: Folge dem Fluchtweg! Erleben sie die 3D Ansichten des Schiffes während sie den Film sehen.
Ein gutes Bild und einen guten Ton.Kein Wendecover.
Allerdings ist das Cover nicht wie das hier angegebene, es ist das schönere,wie das auf der Steelbox.
Sehr empfehlenswert.
33 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. April 2005
mit guter DVD-Umsetzung.
Im Gegensatz zu anderen DVD-Umsetzungen sind bei diesem Film Bonunsmaterialen, wenn auch nur in Englisch, vorhanden: Biographien der Hauptdarsteller (Texttafeln), der Originaltrailer und, als besonderes "Schmankerl", eine Produktionsdoku.
Hier bekommt man also einiges für sein Geld geboten. Ein wenig schwarzhumorig ist auch die Anwahl der einzelnen Menuepunkte: erst ist es ein Schiff das schwimmt, nach der Anwahl kenntert es.
Der Film ansich ist nach wie vor einer der Besten Katastrophenfilme aller Zeiten, mit überzeugenden Darstellern. Er hat in all den Jahren nichts von seiner Spannung verloren
0Kommentar| 20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Oktober 2015
" Gott liebt den Wagemutigen, denn er kann sich nicht um jeden kümmern. Entschliesst euch also für euch selbst zu kämpfen, dann wird das Göttliche in euch immer an eurer Seite stehen. "
Der charismatische Priester an der Schiffsreeling reckt die Faust in den blauen Himmel, während alle Passagiere an Deck seinen flammenden Worten lauschen . " Was nehmen wir uns für das neue Jahr vor ? Habt den Mut alles durch euch selbst zu tun, und auch wenn ihr einmal nicht gewinnen könnt, versucht wenigstens zu gewinnen".
Reverend Scott blickt noch einmal beschwörend über die Versammelten. Es ist der letzte Tag des alten Jahres und hier auf dem altgedienten riesigen Kreuzfahrtschiff Poseidon mitten auf der Überfahrt von New York nach Athen lauschen die vielen Menschen andächtig der Predigt.
Die Worte des Reverends fliegen dahin über die azurblaue See, verhallen über den Wellen durch die ruhig und sicher das Schiff seine Bahn zieht .
Keiner ahnt , dass noch in dieser Nacht die Worte des Predigers für einige wenige zur finalen Durchhalteparole werden , zum letzten Anlass sich aufzubäumen gegen ein entsetzliches Unglück , das den qualvollen Tod in dem stählernen Rumpf des gekenterten Schiffes bedeutet, während die meisten anderen der hier Anwesenden in wenigen Stunden kalt, tot und starr in einem Inferno ohnegleichen ihr Ende finden.
Jetzt zu der Mittagszeit laufen noch die Sylvestervorbereitungen, der grosse Festsaal des Schiffes wird prachtvoll geschmückt. Ein riesiger Weihnachtsbaum glitzert im Rund vieler gedeckter Tische, eine Band probt Partysongs.
Das " näher mein Gott zu dir" als schauerliche Sterbebegleitung wäre angebrachter, doch niemand ahnt von der Tragödie, die in wenigen Stunden , die Poseidon zu einer Höllenfahrt in das tiefe nasse Grab verdammt.
Nur Kapitän Harrison auf der Kommandobrücke hat dunkle Vorahnungen.
" Volle Kraft voraus" befiehlt er widerwillig seinen Steuermännern und der Schweiss perlt auf seiner Stirn. " Die Poseidon ist eine zu alte Dame, als dass man sie auf ihrer letzten Fahrt so quält" , hatte er Schiffsreeder Linarcos beschworen.
Doch dieser bleibt unerbittlich. Drei Tage Verspätung hat das Schiff schon, und um diese wieder wett zu machen , werden die Kessel des Maschinenraums auf Höchstleistung angeheizt, obwohl die Poseidon viel zu wenig Ballast an Bord hat.
" Sie gewissenloser Hund " - doch Linarcos lächelt Harrison nur spöttisch zu. Er weiss um seine letzendlich grössere Verfügungsgewalt.
Die" Poseidon " ist nun dem Untergang geweiht zusammen mit ihren hunderten Passagieren, die freudig im Partyfieber dem rauschenden Jahreswechsel im grossen Saal entgegenfeiern und zum überwiegenden Teil nur noch Minuten des neuen Jahres erleben bis ihr Glück in Blut, Schreien , Sterben und Chaos endet.

" Seebeben bei Kreta und massive Einbrüche des Meeresbodens", meldet um Mitternacht die Wetterstation in die Kommandobrücke
" Bei Gott, ich habe so etwas noch nie gesehen" .Der Kapitän blickt durch das Fenster in die schwarze Nacht und sieht ,wie sich der erbarmungslose Tod auf die Brücke zuwälzt. Wie eine donnernde , alles verschlingende Götterdämmerung begräbt die gigantische Flutwelle das Schiff unter ihrer kolossalen Wucht . Besatzung und Kapitän sind sofort tot.
Im Festsaal heulen die Sirenen. Aus Verwunderung der Passagiere wird leichenblasse Angst, wird ein einziger Todesschrei, ein Verkrallen in Geländer, Balustraden als das Schiff immer mehr in die Schlagseite taumelt. Ein Übereinanderstürzen , ersticken, zerquetschen und elendiglich Sterben und das Licht verlischt.
Als die elektrischen Lampen wieder aufflackern gleicht der Anblick einer surrealen Vorhölle ohne Entrinnen.
Die Tische und Stühle befinden sich über Kopf in 15 Meter Höhe von der Decke hängend . Zappelnd in hilfloser Panik versuchen einige Menschen sich an den Tischplatten festzuklammern, fallen schreiend und sich windend hinunter ,wenn die Kraft sie verlässt. Der turmhohe Weihnachtsbaum , wie eine grausige Parodie seiner selbst ,hängt nun verkehrt herum , ebenso alle Treppen , Aufgänge, die nun ins Nichts führen.
Was unten war ist oben, und ein kleine Anzahl blutender verstörter Überlebender kriecht über die Glaskuppel des Saales , die nun den Boden darstellt und blicken mit irre gewordenen Augen durch das Horrorszenario.
Zeit zum Überleben, oder zum resignierten sich in sein Schicksal fügen ?
" Wenn ihr nicht gewinnen könnt, versucht wenigstens zu gewinnen " .
Durch das kieloben schwimmende Monstrum könnte für eine kleine Schar Todesmutiger vielleicht im nun oberhalb gelegenen Maschinenraum noch ein Funken Hoffnung auf Rettung bestehen. Reverend Scott wird das Häuflein anführen, wird sich durch den zerstörten mit Leichen übersäten geisterhaften Schiffsarkophag , durch Flammen, Wasser und Tunnelkonstruktionen kämpfen .
Um 180 Grad gedreht wird das Schiff ein einziges klaustrophobisches Schreckenslabyrinth .
Donnernd explodieren die nun unter der Meeresoberfläche liegenden Schornsteine.
Das Wasser steigt jede Minute und Gott scheint fern und in diesem Grab aus Eisen niemanden mehr zu erhören .

Ein Katastrophenfilm muss Angstschweiss beim Mitfiebern und gefesseltes Bangen um das Überleben der Verzweifelten erzeugen, muss die Spannungsschraube immer fester ziehen, den Horror der Situation unter die Haut kriechen lassen bis uns selbst das Atmen schwer fällt.
" Poseidon Inferno" und der geschilderte Überlebenskampf von zehn Menschen , die mit letzter Kraft versuchen dem sicheren Tod durch Ersticken oder Ertrinken zu entkommen ist der wohl spektakulärste Eintrag in das kurzlebige Genre des Katastrophenfilms der siebziger Jahre.
Er ist , von Regisseur Ronald Neame phantastisch inszeniert ,auch gleichzeitig der erste seiner Art, der quasi die Spielregeln des Genres festlegte, und kein folgender Film sei es " Flammendes Inferno " , " Erdbeben ", " U- Boot in Not" etc. konnte ihm je in Punkto Intensität, brillanter Charakterzeichnung, gnadenloser Beklemmung und nicht zu vergessen bis heute aufwühlenden Spezialeffekten das Kielwasser reichen.

Was habe ich bei diesem Survival Schocker schon gezittert und tue es immer wieder. Zu perfekt und glaubhaft in allen filmischen Bereichen ist diese Havarie, als dass jemals die Faszination des Films leiden könnte. Wie genial baut Ronald Neame den unerträglichen Nervenkitzel auf ,wenn die Kamera zwischen der Sylvesterparty im Unterdeck und den unheilvollen Hiobsmeldungen auf der Brücke immer schneller hin und herschneidet, und wie pointiert, bedrückend, ja schockierend sind die handgemachten Special Effekts der Katastrophe, die mehr verstören als es jeder CGI -Schnickschnack je zustande brächte.
Besonders hervorzuheben sind die Charakterzeichnungen und hier noch einmal ganz eindrücklich die charismatische Darstellung des unkonventionellen Reverend ( Gene Hackman in einer seiner besten Rollen ) .
Ronald Neame war sich mehr als bewusst, dass die ums überleben Kämpfenden niemals eine klischeehafte , austauschbare Gruppe sein dürften, sondern um die Aufmerksamkeit und die Empathie für jeden Einzelnen zu gewährleisten werden die Charaktere sorgfältig entworfen, mit eigenen Stärken, Schwächen und Fehlern ausgestattet.
Wir leiden buchstablich mit, sind emotional angefasst, berührt, selbst voller Panik und Sorge um jeden einzelnen.
Nicht alle zehn werden wirklich gerettet werden und nur in einem selbstlosen Akt von vielen kann das Vorhaben ,sich durch die einzelnen Eisenkammern des Schiffes zu kämpfen gelingen.
Grosse Stars konnte Ronald Neame für sein Schiffsdesaster gewinnen. Neben Shelley Winters , Roddy McDowall, Pamela Sue Martin ist es der wie immer wunderbare Ernest Borgnine, der als Polizist Rogo unvergesslich gut den Kontrahenten von Gene Hackman spielt .
Die verbalen Auseinandersetzungen der beiden Sturköpfe in den einzelnen lebensgefährlichen Situationen auf dem Weg zum Maschinenraum sind alleine schon denkwürdig. Konflikte , Ängste , Verzweifelung, Hoffnung , differierende Ansichten über weiter in die eine unbekannte Richtung vorwärts klettern, zwängen, kriechen oder einfach Ausharren , ob an einem Strang ziehen oder individuell sein Glück versuchen, während die Zeit , in der der Schiffsrumpf noch über der Wasseroberfläche ist verinnt, spannen die Nerven bis ins Unerträgliche.

Das " Vorwärts " des Reverends entspringt seinem unerschütterlichen Glauben an individuelle Überlebenskraft und Religiösitat in einem , während Rogo den zaudernden Realisten verkörpert , der dann aber im entscheidenden Moment, wie alle anderen auch Heldenmut und Aufopferungsbereitschaft zeigt. Diese Mischung aus religiösem Sendungsbewusstsein , Glauben an die Willenskraft des Individuums auch bei schweren persönlichen Opfern und die beschworene Solidarität einer in sich diffusen Gruppe ist selbstverständlich uramerikanisch, passt aber hier vollkommen unaufdringlich, ohne Schwulst und Pathos hervorragend in die spektakuläre Inszenierung.
Ronald Neame schafft es sogar trotz der wahrhaft grausigen, unsagbar tragischen Situation auch noch einige Humorspitzen in den Dialogen einzuflechten, was wunderbar stimmig dem Film noch den letzten Schliff gibt.

" Poseidon Inferno" ist somit ein Adrenalinfetzer , wie es ihn so umwerfend gelungen selten auf der Leinwand zu sehen gibt. Von dem mehr als misslungenen Remake von Wolfgang Petersen, das außer viel langweilendem CGI- Krawumm jedes Fingerspitzengefühl für eine beeindruckende Inszenierung vermissen ließ, lässt man lieber die Finger. Nirgendwo könnte man besser den Unterschied zwischen den Qualitäten eines echten Klassikers und eines hirnlos aufgeblasenen Effekt Overkills heutiger Prägung verdeutlichen.
Die Original " Poseidon " darf bei mir im Heimkino immer wieder untergehen.
Kreuzfahrten jedoch sind als Erholungsmöglichkeit bis auf weiteres gestrichen.
33 Kommentare| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Juni 2006
Lange hat's gedauert, bis sich Fox endlich dazu entschlossen hat, diesen genialen Katastrophen-Thriller der Extraklasse remastered und mit sehr gutem Bonusmaterial erneut auf DVD zu veröffentlichen.

Das Warten hat sich gelohnt! Die neue Bildabtastung ist eine echte Offenbarung im Vergleich zur Erstauflage und muss sich auch hinter aktuellen Produktionen nicht verstecken.

Beim Ton hat man Gott sei Dank darauf verzichtet künstlich ein Klanggewitter nachzuproduzieren oder gar eine Neusynchro in Auftrag zu geben. Auch im original Monoton (Deutsch) weiß der Film zu fesseln und zu begeistern. Vielleicht lernen es andere Anbieter und qualitätsbline Brachialsoundjünger ja auch mal.

Die Doppel-DVD kommt mit einem sehr schicken neuen Cover im Pappschuber daher. Die Extras mit zum Teil aktuellen Interviews, Kommentaren und Making of Beiträgen sind hervorragend und lassen einen Abtauchen in die Welt der Poseidon-Produktion.

Zum Film selbst denke ich, muss man nicht viel sagen. Hervorragende Darsteller verschiedener Generationen allen voran der brillante Gene Hackman verleihen ihren Charakteren so viel Tiefe, Glaubwürdigkeit und Charisma, dass ihre Schicksale unvergessen bleiben und tief bewegen. Besonders eben Gene Hackman als engagierter Priester, der mit Gott hadert und seine Schäfchen zu Rettung führen will, ist und bleibt seit meiner Kindheit ein unvergessener realer" Held und sein Schlussmonolog, seine Anklage an Gott hat sich geradezu in mein Gehirn gebrannt.

Also allen Fans sei diese Special Edition mit echtem Mehrwert sehr ans Herz gelegt. Es lohnt sich!
0Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Juli 2007
Auf die Geschichte muss man nicht weiter eingehen, da diese ja schon hinlänglich bekannt sein sollte... ;-)
Der Film Poseidon Inferno" oder Die Höllenfahrt der Poseidon", wie er im Fernsehen vor ca.20 Jahren hieß, ist der wahrscheinlich beste Katastrophenfilm aller Zeiten!
Mit Charakteren, mit denen man bis zum Ende mitfiebert und deren wundervoll überzogene Darstellung (spätestens der Monolog des Priesters am Ende) nur einen kleinen Teil des kultigen Gesamten ausmacht. Ein Film mit für damaligen Zeiten bahnbrechenden Special-Effects (ich habe als Kind monatelang von den Explosionsaufnahmen unter Wasser geträumt und von der verkohlten Leiche in der Bordküche mit den starrenden Augen!!), der bis in die Nebenrollen perfekt besetzt ist!
Alles in allem ist auch die Umsetzung auf dieser einfachen" DVD mehr als zufriedenstellend: Das Bild ist klar und der Reiz dieses Films ensteht vielleicht gerade wegen des Mono-Tons...
Die Specials sind auch für einen alten" Film schon sehr informativ, nur wer außer der Hinter-den-Kulissen-Kurzreportage und der kurzen Trailershow mehr möchte, sollte sich entweder für die Special-Edition Doppel-DVD oder die Steelbook-Edition entscheiden, die auch rein technisch etwas mehr zu bieten haben.
Wie gesagt, ein Superfilm!! 6 von 5 Sternen!! ;-)
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Juli 2012
Poseidon Inferno - Ein ausgedienter Luxusliner wird von einer gigantischen Welle getroffen, kippt um und droht zu versinken. Während die meisten Überlebenden dumm herumsitzen und auf Hilfe warten, versucht eine Handvoll mit etwas mehr Verstand, verzweifelt einen Weg aus dem Schiffswrack zu finden. Dabei werden sie immer wieder von eindringenden Wassermassen und anderen Gefahren in Angst und Schrecken versetzt und allmählich dezimiert...

Dieser Klassiker unter den Schiffskatastrophenfilmen präsentiert sich in schmucker HD-Optik: hoher Detailreichtum, ordentliche Schärfe und keinerlei fragmentarische Störungen. Minimales Grieseln ist zwar vorhanden, fällt aber so gut wie gar nicht auf. Die deutsche originale Mono-Tonspur hat zwar nicht gerade viel Kraft, klingt aber sauber und rauschfrei - Lautstärkeschwankungen gibt es keine.

Auch das Bonsumaterial kann sich sehen lassen und beinhaltet unter anderem:
- Audiokommentar von Regisseur Ronald Neame
- Audiokommentar von den Darstellern Pamela Sue Martin, Stella Stevens und Carol Linley
- "The Morning After": Die Story zum Song
- Bericht über die R.M.S. Queen Mary
- Gespräch mit Ronald Neame
- Fotogalerien
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

8,50 €
7,49 €

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken