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Kundenrezensionen

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am 9. Mai 2005
Zwischen dem herausragenden Rock-Album "Stand up" und dem extrem erfolgreichen "Aqualung", welches das mittelalterlich angehauchte Image der Band Jethro Tull bis heute prägt, veröffentlichten die herausragenden Musiker um Frontmann und Songschreiber Ian Anderson im Jahre 1970 das Album "Benefit", welches in der Retrospektive oft übersehen oder als Übergangsalbum abgetan wird. Diese Betrachtungsweise wird jedoch der Qualität dieser Folk-Rock-Scheibe, die sich stilistisch wohl am ehesten mit "Stand up" vergleichen lässt, nicht gerecht. Es handelt sich dabei wohl nicht um eine der allerstärksten Tull-Produktionen, aber dennoch um ein sehr atmosphärisches Album mit einigen sehr gelungenen Songs, die vor allem im Albumzusammenhang das gewohnt wohlige, heimliche Jethro Tull-Feeling zu erzeugen wissen. Die stärksten Lieder sind dabei der mit einem sehr eingängigen Refrain ausgestattete Opener "With you there to help me", das gefällig melodische "Nothing to say", das leicht geheimnisvoll anmutende "Alive and well and living in", das sehr lässige und rockige "To cry you a song" sowie das melancholische bis fröhliche "Inside", welches teilweise an den wundervollen Lovesong "Reasons for waiting" von "Stand up" erinnert. Stücke wie "Son" oder "Play in time", bei denen es etwas lauter und ausgefallener zugeht, wissen meiner Meinung nach auf "Benefit" nicht unbedingt zu überzeugen, auch wenn es für gewöhnlich zu den Stärken der Band zählt, neue, experimentellere Pfade zu betreten. Alles in allem ist "Benefit" ein gelungenes Jethro Tull-Album voller netter Flöten- und E-Gitarrenmelodien und gelungener, etwas bescheiden wirkender Kompositionen, das sich in die Abfolge großartiger Rock-Alben der Band aus den 60ern und 70ern in unauffälliger, aber durchaus gelungener Art und Weise einreiht.
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am 13. März 2006
Jethro Tulls "Benefit" erschien 1970 und ist - wie der Name ankündigt - ein große musikalische "Wohltat" für diejenigen, die wie ich mit dieser Ausnahmeband aufgewachsen sind. Die bisweilen schwermütige Melancholie, die sich mit den rockigen Rhythmen dieses großartigen Albums kongenial verbindet, ist ein Monument der Sehnsüchte, Hoffnungen und Frustrationen jener Jahre, die Ian Anderson und seine Weggefährten musikalisch in Szene setzten.
Im Unterschied zu den späteren sog. "Konzept-Alben" - ein Ausdruck, über den Ian Anderson sich gerne lustig machte - wie "Thick as a Brick" oder "A Passion Play" setzt sich hier der Protest gegen das bürgerliche Lebensgefühl der 70-er wehmütig und düster-rockig durch. Schöne Beispiele für die musikalische Stimmungslage dieser aufregenden Zeit sind "With You There to Help Me", "To Cry You a Song", "Singing All Day (sing about nothing)" oder das zynische "Son", das die kleinbürgerliche Pädagogik aufs Korn nimmt. In eine ähnliche Richtung geht das letzte Stück (ohne die nachträglichen Bonus-Tracks) "Sossity", einer ruhigen und musikalisch sehr eingängigen ironischen Abrechnung mit der Gesellschaft, der als einer unzeitgemäßen und viel zu alten Freundin der Laufpass gegeben wird. Das poetische Stück "For Michael Collins, Jeffrey and Me" ist ebenfalls hörenswert und wartet mit einem überraschenden Tempowechsel auf.
Auffällig an der ganzen CD ist neben dem teils mehrstimmigen Gesang die unerhört rockige Gitarre von Martin Barre. Dieser Sound erreichte beim nachfolgenden Album „Aqualung“ einen Höhepunkt, bevor ab „Thick As A Brick“ auch klassische und mittelalterliche Klänge Einfluss den Musikstil der späteren "Minnesänger" (Minstrel in the Gallery) nahmen.
"Benefit" ist nicht nur eine Wohltat für die Ohren und authentischer Ausdruck für ein ambivalentes Lebensgefühl Anfang der 70-er Jahre, sondern eine musikalische Etappe von Rang in der Never-Ending-Tull-Story. Von der technischen Seite aus betrachtet ist mit dieses Album zwar noch nicht das ganze musikalische Potenzial der Tulls ausgereizt. Aber es ist Musik, die Herz und Seele hat - und beides zeigt. Ich halte „Benefit“ für ein großes Album der Pop-Geschichte, das auch 36 Jahre nach seiner Entstehung immer noch alle fünf Musiksterne verdient.
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HALL OF FAMEam 26. November 2007
Benefit kam nach "Stand Up" und vor "Aqualung". Obwohl es seinerzeit hoch in die Charts kam steht es heute zu Unrecht etwas im Schatten von anderen LPs.

Benefit wurde in einer ereignisreichen Zeit von Jethro Tull vom November 1969 bis Februar 1970 in den Morgen Studios in London aufgenommen. Die Songs sind z.T. etwas länger und mit experimentellerer Studiotechnik produziert. Obwohl sie meist recht ansprechende Melodien haben, erschließen sich einige erst bei mehrfachem Hören. Gerade hatte Jethro Tull eine sehr erfolgreiche Übersee-Tournee abgeschlossen, die in der New Yorker Carnegie Hall endete. In weniger als zwei Jahren war die Gruppe 1970 zu großen Stars der ersten Musikliga geworden.

Titel:

'With You There To Help me:
Startet seltsam mit rückwärts aufgenommenen Flötentönen. Weiterhin spielt Ian Anderson Piano. Der Text handelt von dem Büro der Plattenfirma Crysalics, wo eine Dame namens Jenny arbeitet. Ian und Jenny hatten sich dort kennengelernt und während den Aufnahmesessions zu Benefit im Februar 1970 geheiratet. An dem Song gefällt mir die (ziemlich ausgeflippt klingende) Flöte und die von den Akustikgitarren getragenen Stimmungswechsel. Der Gesang wurde auf zwei Tonspuren doppelt abgemischt.
'Nothing To Say'
vom Piano getragen. Unaufdringlich umrandet Martin Barres schneidende E-Gitarre das Stück. Ian Andersons Gesang klang besser als auf früheren Platten. Er kannte seine stimmlichen Einschränkungen und stimmte fortan seine Kompositionen darauf ab. Der Text handelt von der Underground-Presse, die ihn häufig interviewen wollte. "What do you have to say, man ?" Er meinte, daß er manchmal am gar nichts zu sagen habe, er sei ja auch ein Musiker und kein Politiker oder Journalist.

'Alive And Well And Living In'
ist auch ein Song über das neue Paar Jenny & Ian. Dieser recht freundliche Track ist vom Gesang ( wieder vom Gesang auf 2 Spuren zu hören), den Gitarren und Evans Klavier getragen.
'Son'
kommt da schon etwas bissiger. Es ist ein Zwiegespräch mit Ian und seinem Vater, welche schon längere Zeit ein gespanntes Verhältnis hatten. Ein Kontrast zu Cat Stevens rührigem "Father and Son". Da Ian 1970 wohl die weltweit längsten Haare (eines bekannten Stars) hatte, wollte sein Vater nur ungern mit ihm gesehen werden. Die Gitarren klingen hier etwas härter als in den Stücken vorher.. Erstmals hört sich Andersons Stimme etwas sarkastisch an, was ja beim Nachfolger "Aqualung" (leider) auf fast allen Tracks der Fall ist.
Mir gefällt Son (als einziger Track hier) nicht so sehr. Der typische Hippie-Generationskonflikt dauerte allerdings nicht ewig. Bald vertrug sich die Familie wieder und Ian kaufte seinen Eltern vom Erlös des "Living in the Past" Albums eine Eigentumswohnung. Sie hatten auch endlich gecheckt, daß ihr Sohn es scheinbar "zu etwas gebracht" hatte.

'For Michael Collins, Jeffrey And Me'
wieder der typische Album-Gruss an Freund Jeffrey. Eine schöne Melodie, getragen vom der (double-tracked) Stimme , Piano und den Akustikgitarren, klingt recht traditionell. Die gelungenen Melodie- und Tempowechsel sind eine Stärke von der ganzen Benefit, auch hier. Der Text ist eine zeitgemäße Collage mit dem Astronauten Michael Collins und Jeffreys Vogel "Bananas". Die erste Mondlandung war um jene Zeit das Gesprächsthema schlechthin. Auch der kritische Ian A. kann seine Faszination während der Fernsehübertragung (sah er in Amerika) nicht verhehlen.
'To Cry You A Song'
gefällt mir am besten. Ein bisschen erinnert es an die Cream und Blind Faith "Had to cry today". Hier ist der 21-jährige Michael Barre der Star. Sein vielschichtiges Riff steht der Gitarrenkunst eines Clapton oder Jeff Beck wenig nach. Ian Anderson hatte die Arbeitsbedingungen für ihn (etwas unzufrieden auf "Stand Up") verbessert. Ian schrieb den Song und bediente selbst Akustikgitarre und Flöte, die anderen durften ihre Beiträge auf diesem Gerüst selbst ausarbeiten. Was ganz im Sinne von Michael Barree war, der ja auf Stand Up jede komponierte Note Andersons verstehen und nachspielen musste.
Das Riff ist wirklich klasse, Andersons zeitlupenartiger Gesang (der auf 2 Stereokanälen wieder abgemischt war) kommt sehr gut zu Barrees Licks.
Auch Glenn Cornicks Bass und Clive Bakers Drums helfen gekonnt, einen der ersten (progressiven) Hard-Rock Song der Geschichte in die Rillen zu pressen. Der Text handelt von einem Flug nach London und wurde missverstanden. Jethro Tull hatten zwar ein wildes zotteliges Image aber mit Alkohol und Drogen hatten sie nie was am Hut.

'A Time For Everything'
Hier ist die Flöte das tragende Element. Ian A. komponierte den Song auf der Mandoline. Handelt vom Honeymoon mit seiner gerade geheirateten Jenny. Die beiden hatten ein Jahr lang die Beziehung geheimgehalten. Niemand aus der Band und der Plattenfirma Crysalics ( wo die 19-jährige beschäftigt war) wusste davon. Überraschung. . Ein weiterer Teil des Songs erzählt von der Natur, in der allerding Ian Anderson nach kurzer Zeit von 14-jährigen Autogrammjägern entdeckt wurde.
'Inside'
war der damals bekannteste Song von Benefit. Er wurde als Single veröffentlicht und im Radio gerne gespielt (# 18). Der kurze folkartige Track hat ein schönes Flötenmotiv und rasches Tempo. Im Gegensatz zum vorherigen Titel klingt die Abmischung von Ians Vocals recht ansprechend. In Interviews äußerte die Gruppe, daß sie sich jetzt ganz auf die LPs konzentrieren würden, da ihre Singles eh auch von den LP-Käufern gekauft würden und nicht von einem zusätzlichen Kreis. Der Text ist recht optimistisch und zeigt die Bereitschaft, auch trotz vieler Verpflichtungen dem Leben kleine Positiva abzugewinnen. Andere Texte des Albums haben da schon mehr "darker undertunes". Einprägsame Melodie.

I'm sitting in the corner feeling glad.
Got no money coming in but I can't be sad.
That was the best cup of coffee I ever had.

'Play In Time'
ist ein harter und schneller ziemlich verrückter Track. Er besticht durch das Riff (Flöte & E-Gitarre synchron) und John Evans fiebriger Orgel. Dürfte zu jener Zeit (neben Communcation Breakdown von Led Zeppelin) einer jener ersten Heavy-Tracks gewesen sein, mit denen man Leute aus dem Zimmer verjagen konnte. Der Text wendet sich an das jenes Publikum, das eher die bluesorientierten Sachen von 1968 hören wollte, was die Gruppe nicht mehr spielen wollte.

'Sossity: You're A Woman'
in einem Interview sagte die Gruppe, dies sei der beste Track neben To Cry you a Song. Sehr ruhig, eine art balladenhafter Komposition zwischen der attraktiven Instrumentierung Simon and Garfunkels und dem textlichen Anspruch eines Bob Dylan. Zwei akustische Gitarren und nicht zuletzt wieder die Flöte. Der Text ist ein weiterer Gedankenkreis um die Gesellschaft. So sehr die Gruppe auch damals schon ihr Methusalem-Image pflegte, man merkt an den Zeilen, daß die Leute noch jung (um die 22) waren, was z.B. auch auf Aqualung (mit seinen fast wörtlich zitierten Thesen Feuerbachs vom 19. Jh) durchscheint. Junge Menschen machen sich hier Gedanken, aber legen sich nicht fest. Diesmal wurde die (konforme) Gesellschaft mit einer Frau verglichen. ? Good God, now wants Ian Anderson us to think ? (War eine Schlagzeile als das Aqualung-Album herauskam). Schöner letzter Track, wegen der Melodie und den Instrumenten, komponiert in einem Hotelzimmer während der erfolgreichen Amerika-Tournee.
Die Boni sind so gut, daß sie fast die reguläre Benefit ausstechen. 2 Singles und 2 unveröffentlichte Songs, allerdings schon von Zusammenstellungen wie Living in the Past bekannt.

"Teacher,"
war eine (besonders in Amerika) erfolgreiche Single. Früher Hard-Rock, getragen von Barrees E-Gitarren-Riff und einem einpräsamen "harten" Flötenmotiv. Es gab eine Version ohne Flöte, diese ist zum Glück jene mit. Die Gruppe schien dem Song wenig Qualität abzugewinnen, a throw-away-song. Ich denke nicht. Der Text bezieht sich auf alte Schultage, wo Lehrer als autoritär angesehen wurden und man gerne mal fehlte.
"The witches Promise"
wurde ebenfalls ein paar Wochen vor Benefit aufgenommen und war auch recht erfolgreich. Ein eher ruhiger Track mit einem vertrackten wie ansprechenden Flötenmotiv. Es gibt auch eine DVD (oder mehrere), wo dieses Lied im Zuge eines Auftrittes für den Beat-Club live gespielt wurde. Ein folkorientierter akustischer Titel und ein feines Einläuten Jethro Tulls der Siebziger Jahre im Januar. Ich bilde mir ein, daß diese Version leichte Unterschiede zu jener auf "Living in the past" hat.

"Singing all day"
ist ein harmloser tagtraumartiger Titel, leicht jazzig erinnert er an die Zeit von This Was. Nicht der Überhammer , aber wegdrücken braucht man ihn nicht.
"Just trying to be"
dagegen ist wieder rein akustisch mit Gitarre und Glockenspiel. Der kurze Track wurde offenbar nur mit 2 Musikern aufgenommen. Hübsche Melodie.

Fazit: Eine der besten Tull-Platten.
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am 3. Januar 2007
Das ist eine wirklich wunderbare Platte, die ich ca. 1974 zum ersten Mal gehört habe. Eine Art Initialzündung, die mich seither gezwungen hat, allen neuen Jethro/Anderson-Produktionen mein Gehör zu leihen. Die Zeile "Driving through London town to cry you a song" wird für immer in meiner zerebralen Zentraleinheit gespeichert bleiben. Dazu noch dieses wahnwitzige (LP-)Cover...

Ian, den ich Rahmen eines Hörfunk-Interviews persönlich kennen lernen durfte, ist einer der intelligentesten, witzigsten Teilnehmer am großen Pop/Rock-Rennen. Und ein grandioser Instrumentalist, der jedem Sinfonie-Orchester zur Ehre gereichen würde.

"Benefit" rangiert in meiner persönlichen Wertung definitiv vor - zweifellos ebenso starken Werken - wie "Stand Up", "Aqualung" usf.

Kaufen und immer wieder Anhören!
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am 3. Juni 2014
Das 1970 erschienene dritte Album der britischen Progressive-Rocker Jethro Tull wird allgemein nicht zu den Großtaten der Band gezählt.Allerdings wurde "Benefit" auch nach "Stand Up" und vor "Aqualung" veröffentlicht;zwei absoluten Kultalben von JT.
Um zwischen diesen Scheiben zu glänzen,war "Benefit" vielleicht nicht spektakulär genug,oder es fehlte der große,herausragende Song.
Von großen Zeitschriften zT böse verrissen,da waren Bezeichnungen,wie "langweilig","unauffällig" im Umlauf,es wurde über "Stillstand" und "Mittelmäßigkeit" phantasiert,verkaufte sich die Platte dennoch sehr gut,allerdings ohne Kultstatus zu erreichen.
Auch Ian Anderson wird mit der Musik heute nicht mehr warm.
Als das Edel-Label "MFSL" alte JT-Klassiker als teure Gold-CDs in hervorragender Soundqualität noch mal limitiert herausbrachte,waren "Stand Up","Thick As A Brick" und andere natürlich dabei; "Aqualung" wurde von DCC in überragender Qualität herausgebracht...wer ausgelassen wurde,ist eigentlich klar.
Dennoch halte ich "Benefit" für unterbewertet und stehe da nicht allein.
Stilistisch ähnelt es "Stand Up" und bietet recht eingängige,bluesig-rockige Stücke ohne größeren Tiefgang aber viel Spaßfaktor.
Sämtliche Stücke wurden wieder von Mastermind,Sänger und Flötenderwisch Ian Anderson geschrieben,der an der akustischen Gitarre seinen E-Gitarristen Martin Barre toll ergänzt.Glen Cormick bearbeitet hier zum letzten mal den Baß,Clive Bunker die Drums und Percussion.Als Gastmusiker ist das spätere Vollmitglied John Evans an den Tasten dabei.
Die US-Ausgabe der LP enthielt den Song "Teacher" statt "Alive And Well And Living In".
"Benefit" mag sich spontan nicht so aufdrängen,wie Giganten dieser Jahre,trotzdem ist es ein starkes Rockalbum,das,als Gesamtpaket betrachtet,seine eigenen Qualitäten besitzt.
Für mich ist es sogar eines der besten Alben der Band.
Die Qualität der Aufnahme ist überschaubar,die gute alte Schallplatte war aber dennoch genießbar.
Sämtliche erste CD-Auflagen waren überaus enttäuschend.
Dafür entschädigte die 2002 gestartete Remaster-Serie eindrucksvoll.Hier wurde ganze Arbeit geleistet.
Ohne auf billige,vordergründige Effekte zu setzen,wurden die alten Aufnahmen vorbildlich restauriert.
Davon profitiert auch "Benefit" in beeindruckendem Maße.Dazu gibt es noch vier Bonustracks aus der Zeit um 1970.
Diese erfüllen keine Alibi-Funktion,sie sind wirklich interessant.
Angeblich hat sich Anderson verschiedene Remaster-Versionen vorlegen lassen und sich für die seiner Meinung nach besten entschieden.Auch die Dynamikwerte sind nicht schlecht.Auch wurde nicht voll ausgesteuert,sodaß kein "Clipping" die Ohren quält.Danke!Wären nur alle Remasterings heutzutage von solcher Qualität.
2013 wurde Steven Wilson (Porcupine Tree,No-Man) damit beauftragt,die Musik komplett zu überarbeiten,also nicht nur Remaster,sondern auch Remix.Seine entsprechende Arbeit mit "Aqualung" und "Thick As A Brick" war größtenteils mit Begeisterung aufgenommen worden.So sollte es auch hier kommen.
Die "Deluxe Edition" enthält neben dem Stereo- Remix/Remaster durch Wilson Unmengen von Bonusmaterial.Mono-und Surroundabmischungen,ein umfassendes Booklet mit Meinungen der Musiker und Infos zu den Songs usw,usw.
Ob das Bonusmaterial erwünscht ist,muß jeder selbst wissen,für Surround-Fans ist die Edition schon wg entsprechender Abmischung ein Pflichtkauf.Auch der Rest ist nicht "ohne".
Die klangliche Überarbeitung durch Wilson ist natürlich Geschmackssache.
Es klingt deutlich klarer,analytischer.Zum Glück neigt Wilson nicht dazu, beim Remixing die Musik in ihrer Zusammensetzung grob zu verändern,er geht relativ zurückhaltend vor.
Viele schwören auf diese neue Version,halten sie für sensationell.
Übrigens basiert auch die Vinyl-Version von 2014 auf diesem Remix.
Ich höre weiter die hervorragende Remaster-Version von 2002.
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am 22. Dezember 1999
Keiner der Songs auf "Benfit" hat große Bekanntheit erreicht, ich finde diese frühe Platte von Jethro Tull aber über die Maßen gelungen. Alle Stücke laufen wie in einer Zusammengehörigkeit auf diesem Album hintereinander her, das macht das Ganze zu einer runden und harmonischen Sache. Ultimative Hintergrundmusik wenn man so will. Geauso sollte man auch an diese Platte herangehen, es sind keine allzu rockigen Stücke zu finden, meistens sind es eher langsamere Stücke mit richtig gutem Gesang. Ich würde die Platte mit keiner anderen von Jethro Tull vergleichen wollen, deswegen muß ich jedem raten einfach mal reinzuhören, am ehesten kann man vielleicht noch den Vergleich zu „Thick as a Brick" ziehen.....aber wie gesagt, das sollte jeder selber mal durchhören...... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 21. Februar 2007
"Benefit" ist das 3. Album der Gruppe um Ian Anderson und ist im Jahr 1970 erschienen. Man merkt der Gruppe an, dass sie vor den Aufnahmen u.a. mit Led Zeppelin und Grand Funk Railroad auf Tour war, ist das Album doch recht hart für JT-Verhältnisse ausgefallen. Ian Anderson bestreitet allerdings, dass es etwas damit zu tun hat. Auffällig ist auf dem Album die Orgel, die einige Stücke sehr gelungen untermalt. In den folgenden Jahren sollten die Keyboards zum festen Bestandteil der Musik von Tull werden.

Besonders gut gefallen wir die Songs `With you there to help me`, `Nothing to say`, `For Michael Collins, Jeffrey and me`, `To cry you a song` und `Sossity: You`re a woman`. Immer wieder eine gesunde Härte, der schon genannte Orgelsound sowie natürlich der sehr variable Gesang von Ian und seine Flöte, die bei Tull nicht wegzudenken ist.
Auch die Bonussongs sind klasse. Hier möchte ich besonders `Teacher` und `Witches promise` hervorheben.

Unbedingt 5 Sterne für dieses tolle Album, welches vielleicht nicht das bekannteste, aber sicher eines der besten der Gruppe ist. Das `remastern` hat sich übrigens sehr gelohnt, der Sound ist wirklich gut.

Ian Anderson: Vocals, Guitar and Flute
Martin Barre: Electric Guitar
Glenn Cornick: Bass Guitar
Clive Bunker: Drums

Als Gast: John Evan: Piano and Organ
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am 4. September 2006
Verglichen mit den anderen Jethro Tull Alben aus der gleichen Ära wird Jethro Tulls drittes Album "Benefit" oft als kleine Enttäuschung gesehen. Das liegt daran, dass es zwischen "Stand Up" und "Aqualung" erschienen ist. Aber dieses ungewöhnliche Album hat Qualitäten, die man auf den anderen beiden genannten Alben vergeblich sucht.

Der erste Titel ist ein ungewöhnliches Stück, das man sich ein paar Male anhören muss, bis es einen richtig erreicht. Es beginnt mit Ian Andersons Flöte und netten kleinen Klavierakkorden. Fans von Martin Barre werden diesen ersten Titel auf dem Album wahrscheinlich besonders mögen, da es eines seiner besten Soli enthält. Das Stück erzeugt eine sehr angenehme Atmosphäre und lässt noch keine Rückschlüsse auf den Rest des Albums zu.

Es gibt noch weitere herausragende Titel auf dem Album. "Inside" ist ein schönes, leichtes Rockstück, mit viel Flöte, schnellem Tempo und Andersons etwas sarkastischem Gesang. Martin Barre spielt eine feine, aber effektive Rhythmuslinie und Glen Cornick eine schöne treibende Basslinie. "For Michael Collins, Jeffrey and Me" ist ein bewegendes Lied über Ausgeschlossenheit. Michael Collins war der Astronaut von der Apollo XI Mission, der den Mond nicht betrat und Jeffrey war ein Schulfreund von Anderson, der nicht zu Jethro Tull gehörte. Die Stimmung ist traurig mit einem leicht fröhlichen Refrain.

"To Cry You A Song" zeigt am Besten die Frische und neue Formel, der sie zukünftig in ihrer langen, erfolgreichen Kariere folgen und weiter ausbauen werden.

Aber auch "Sossity; You're A Woman" zeigt die zunehmende Gewandtheit der Band mit lauterem Material. Die Ergänzung von Pianist John Evan hilft die softeren Passagen zu füllen und der Band ihre Titel zusammen zu setzen. Das Album zeichnet sich in der künstlerischen Vereinigung von Hard Rock und Folk Einflüssen aus.

Es ist ein interessantes Album in der Karriere von Jethro Tull mit sehr guten Teilen. Das Beste sollte aber später erst kommen. Trotzdem ist es keine Geldverschwendung sich diese CD zuzulegen, weil jeder Titel erstklassig ist.
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am 8. Januar 2005
Eins vorweg: Die Musik ist über jeden Zweifel erhaben und soundtechnisch bietet diese CD als Japan-Import hervorragenden Klang.
Aber was ist mit dem Cover?!
Bei der Bestellung des Albums bin ich natürlich davon ausgegangen, daß die "Papersleeve"-Ausgabe dem Original-Artwork des Albums entspricht. Im Klartext: Das Album zum Aufklappen!!! wie es seinerzeit veröffentlicht wurde.
Für mich und wohl auch für andere Interessierte nicht nachzuvollziehen und sehr ärgerlich, daß bei diesem Album wohl eine Ausnahme gemacht wurde, denn nach getätigten Recherchen ist "Benefit" anscheinend das einzige Jethro Tull-Album als Papersleeve-Ausgabe (Toshiba TOCP65881), daß dem Original in dieser Hinsicht nicht entspricht.
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am 5. Mai 2017
Da steht er nun an der Straßenecke und fragt sich: „Wo will ich hin, wo komm‘ ich her, was ist das Ziel?” ‒ und kennt nicht einmal den Weg. Die Zukunft bleibt eine Unbekannte, so wie das Vergessene und Vergangene in nebulöser Historie beide nach dem Pfad der hellen Erleuchtung suchen. Wie kann der Mensch wissen, wo er hin will, wenn er nicht einmal weiß, wo er herkommt! Also greift er von Zeit zu Zeit in die verstaubte Kiste alter Schallplatten, und die Freude springt ihm wieder einmal lachend ins Gesicht. Gute Musik, gute Kunst, gute Erinnerungen und auch manchmal gute Menschen sind es eben wert, dem Vergessen entrissen zu werden. Zu viel Gegenwartsmüll in: Politik, Beruf, Gesellschaft und Familie vernebeln den gequälten Geist. Um so erfrischender ist es, eine Gruppe wie Jethro Tull wieder ins rechte Licht zu bringen. Nicht nur Benefit - ja überhaupt das gesamte Lebenswerk von Ian Anderson und seiner begnadeten Musikbegleiter, von der ersten bis zur letzen Schallplatte zeigen hohe künstlerische Leistung. Welches Werk ist nun das Beste: Benefit, Aqualung TAAB, Minstrel, Songs from ..., Rock Island etc, etc...? Alles Unsinn und billige Erbsenzählerei. 20 Meisterwerke oder auch mehr seit 1967 - 2017 und Schluss! Für jeden Geschmack ist etwas dabei seit 50 Jahren. Kritisieren können eben nur solche billigen Sofa-Akrobaten, Sessel-Philosophen und ewigen Tagesnörgler, die selber kein Musikinstrument beherrschen und ihre Kreativität schon lange in die billige Junk Food Tonne gekippt haben. Also - Benefit ist ein schönes Meisterwerk wie eben alle Werke von Jethro Tull mit viel Querflöte, Gitarre (E - und Akustik.), Bass, Drums, guten Texten etc.: Hence let the good times roll, keep on dreaming like an innocent child und...que se vayan a la mierda los demás aguafiestas nefastos. Конец истории - мои товарищи
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