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Kundenrezensionen

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am 28. April 2002
Es war nicht anders zu erwarten: wenn die Buchvorlage eines Films schon heftigst umstritten ist, kann es bei der Verfilmung nicht anders werden; auch wenn sich die Diskussionen bei "American Psycho" nicht um die Darstellung der Gewaltexzesse drehen, sondern um die Qualität der Verfilmung. Und diese ist bei "American Psycho“ - mit Einschränkungen - überdurchschnittlich gut. Denn einige Aspekte der Buchvorlage sind im Film sehr gut übernommen worden, andere weniger oder wurden fast ersatzlos gestrichen.
Besonders eines der Hauptmotive im Buch, die Darstellung der High Societey in den 80er Jahren und deren ganzen Dekadenz wird durch die Visitenkarten-Sequenz (die im Buch nicht in dieser Form und Schärfe vorkommt) geradezu grandios in Szene gesetzt; ein sinnentleerter, psychisch zermürbender Konkurrenzkampf um Status und Ansehen, bei dem auch über Leichen gegangen wird, was uns zu einem weiteren Höhepunkt des Films bringt: Patrick Batemans Mord an seinem Kollegen mit der schöneren Visitenkarte Paul Owen. Diese Sequenz wurde ebenfalls aus dem Buch übernommen, jedoch weitaus spektakulärer und witziger verfilmt – man denke nur an das hohle Gerede Batemans über Musik und seinen flotten Moonwalk.
Jedoch ist es Christian Bale, der den Film wirklich sehenswert macht. Er mimt als „American Psycho“ mit fast schon beängstigender Itensität den Patrick Bateman und liefert das hervorragendeste Stück Schauspielkunst seit Anthony Hopkins in „Das Schweigen der Lämmer“. Kein anderer Schauspieler seiner Generation versteht es, den sarkastischen, bodenlosen Zynismus Batemans auf eine witzige Art darzustellen, ohne dabei lächerlich oder unglaubhaft zu wirken. Jedoch birgt diese einseitige Art der Darstellung Patrick Batemans gleichzeitig die größte Schwäche des Films. Denn trotz des gelungenen und intensiven Spiels Bales vernachlässigt das Drehbuch den überhaupt wichtigsten Aspekt des Buches: Die Psyche Patrick Batemans, die sein brutales Verhalten (in Bezug auf das Psychische und Physische seiner Gegenüber) erklärt: Seine grenzenlose Verzweiflung über sein monotones, im wahrsten Sinne des Wortes zum Verrücktwerden langweiliges Leben, seine Oberflächlichkeit, die Menschen nur über ihre Klamotten zu beurteilen und seine zutiefst infantilen Züge – welcher normale Mensch bekommt denn Panikanfälle, weil seine Frisur womöglich nicht richtig sitzt? Der Film zeigt diese Seiten Patrick Batemans nur ansatzweise, was dazu führt, dass der Film (fast) einen der größtmöglichen Fehler macht, der bei der Verfilmung von „American Psycho“ passieren kann: Patrick Bateman wird zur Sympathiefigur und fast möchte man gegen Ende des Films Mitleid für ihn empfinden. Diese Abschwächung der Persönlichkeitsmerkmale lassen es einem schwerfallen, Batemans Nachtaktionen nachzuvollziehen. Darüber hinaus wird sein im Buch beschriebener Tagesablauf, der nur aus Essengehen, Fitnessstudio, unspektakulärem Sex und Drogen besteht, im Film allenfalls nur angerissen - ein weiterer wesentlicher Faktor, der im Film vergessen wurde, um Batemans Gemütszustand zu symbolsieren: Sein unbezähmbares Verlangen, einem nutzlosen Leben entfliehen, das keine Überraschungen, keine Freuden und keinen Sinn mehr beinhaltet.
Neben den schon genannten Schwächen kommt noch hinzu, dass die im Buch zahlreichen, inhaltlich und intelektuell hohlen Dialoge zwischen den Protagonisten viel zu kurz kommen. Doch gerade diese platten Dialoge über Mineralwasser, Szenerestaurants, Obdachlose und „Hardbodies“ wären nötig gewesen, um dem Zuschauer Einblick in die aseptische, oberflächliche und arrogante Welt der Yuppies zu verleihen.
Dennoch bleibt der Film „American Psycho“ ein ernstzunehmender und – mit Einschränkungen – gelungener Film, der mit reichlich Zynisums auf drohende Sinn- und Lebenskrisen hinweist, mit denen vor allem gut betuchte Mitmenschen zu kämpfen haben. Ganz nach dem Motto: Geld allein macht nicht glücklich. Und das beweißt uns Patrick Bateman mit jedem Tag aufs Neue...
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am 12. Mai 2007
Eines vorweg: der (perversen) Faszination bzw. dem (faszinierenden) Ekel, die man beim Lesen des Buches verspürt, wird der Film nicht gerecht. Das liegt zum Großteil daran, dass die sexuellen Ausschweifungen und sadistischen Gewaltorgien des Pat Bateman einfach nicht darstellbar sind und auch nicht dargestellt werden sollten. Lässt man diese aber weg, bleibt nicht mehr viel vom Buch über. Dieses lebt davon, dass Bateman seine Orgien mit der gleichen Detailversessenheit beschreibt, wie sein tägliches Schönheitsprogramm, die jeweilige Garderobe oder sein 300$ Lunch. Für ihn sind seine Morde nichts anderes als Alltag, die ihn selbst in ihrer Exzessivität nicht mehr beeindrucken, sie werden zur Nebensächlichkeit.

Soweit hier also gerügt wird, die Story sei dämlich, da die Motivation der Morde nicht deutlich wird, so geht das völlig am Kern vorbei: die Morde sind sinnlos, Bateman braucht gerade keine Motivation! sie sind nichts anderes als der tägliche Gang ins Fitnessstudio (dessen 5000$ Jahresbeiträg ihn mehr berührt, als der abgeschlagene Kopf im Wandschrank).

Allerdings schafft der Film es nur begrenzt, dieses Hauptelement des Buches, die völlige seelische Leere von Bateman, zu vermitteln, so dass die Handlung wirklich zum Teil recht eintönig wird.

Das Beste ist sicherlich die starke Leistung von Christian Bale, der den gelangweilten Psychopathen perfekt spielt. Der gelangweiligte Gesichtsausdruck gehört zum Charakter des Pat Bateman, er ist keinesfalls Anzeichen einer lieblosen Schauspielerleistung!

Insgesamt ist der Film sicher kein Meilenstein, jedoch auch kein Desaster. Und zarte Gemüter sollten lieber den Film sehen, anstatt das ungleich brutalere Buch zu lesen.
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TOP 500 REZENSENTam 31. August 2008
Wie die allermeisten Bewunderer des Buches war ich natürlich mehr als skeptisch, als ich von der Verfilmung von AMERICAN PSYCHO hörte. Im Endeffekt hielt ich das Buch als unverfilmbar, und die Angst, einen dämlichen Slasher-Movie zu sehen war groß. Erwartet habe ich also absolut nichts - wurde aber positiv überrascht.

Mit einigen Jahren Distanz muss ich sagen, dass man die undankbare und eigendlich unlösbare Aufgabe, AMERICAN PSYCHO für den Mainstream auf die Leinwand zu bringen wirklich clever gelöst hat.

Nein, der Film ist nicht wie das Buch - aber er gibt die Stimmung des Buches gut wieder. So finde ich, dass man mehr und mehr die Oberflächlichkeit von Bateman's Welt erlebt, die Austauschbarkeit seiner Freunde und die völlige Leere seines Daseins. Ebenso wird auch sein Abgleiten in den Wahnsinn gut in Szene gesetzt.

Sicherlich: auf die brutalen Morde verzichtet der Film weitgehend - aber um die geht es im Buch ja im Grunde genommen auch nur in sekundärer Hinsicht. Die Dekadenz, die Gleichgültigkeit und die Stumpfheit von Bateman und seiner Umgebung wird jedenfalls durchaus ansprechend dargestellt. Christain Bale als Patrick Bateman liefert dazu eine durchweg überzeugende Leistung ab - sein Bateman wirkt etwas trotelliger als Ellis' Romanfigur, aber wie gesagt, die Quintessenz des Stoffes trifft er sehr punktgenau.

Alles in allem ist dieser Film so gut, wie eine Verfilmung von Amrican Psycho nur werden konnte. Sicherlich nicht der beste Film aller Zeiten, aber um Welten besser als all das, was man befürchten musste!
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am 29. September 2015
Ich finde die Verfilmung des Romans großartig und bin der Meinung, dass sie die Themen des Textes auf brilliante Weise ins Medium des Films umgesetzt hat. Was zunächst einmal auffällt, ist der stilistische Aspekt des Films, der 2000 erschien und doch die Atmosphäre und Ästhetik der späten 80er Jahre (die Handlung spielt 1986/87) täuschend echt einfängt, von der Musik bis zu Kleidung und Styling der Figuren. Diese Detailtreue und der Fokus auf die glänzende Fassade des von Wallstreet-Yuppies wie Patrick Bateman gelebten Alltags - Gaultier-Anzüge, sündhaft teure Visitenkarten etc. - sind nicht nebensächlich, sondern führen zum Kern des Films: In American Psycho geht es überall um Oberflächen, hinter denen sich nichts als Leere und Abwesenheit von Sinn auftut. Wer ist Patrick Bateman? Die Hauptfigur stellt meiner Meinung nach kein außergewöhnliches Individuum dar, keinen tragischen Anti-Helden, der so ganz anders ist als alle anderen, ganz im Gegenteil: Bateman ist austauschbar (das Thema Verwechslung spielt eine tragende Rolle im Film) und letztlich ein "kernloser" Mensch, der niemandem wirklich etwas zu bedeuten scheint und der gleichsam in nichts in seinem Leben Bedeutung oder Halt findet - oft sehen wir in gelangweilt und abwesend an seinem Arbeitsplatz, an dem er nicht wirklich etwas zu tun haben scheint, oder an der Seite seiner Verlobten Evelyn, die die meiste Zeit für ihn unsichtbar zu sein scheint und lediglich ein Puzzlestück in seiner gesellschaftlichen Fassade darstellt. Der Film ist voll abgründigem Humor und dunkler Ironie, die die Absurdität von Batemans Existenz auf drastische Weise illustrieren, man denke an die Monologe über Popmusikalben, die er während seiner Morde hält, oder an die ausbleibenden Reaktionen seiner Mitmenschen auf seine regelmäßigen, in den Smalltalk am Restaurantisch eingeworfenen expliziten Kommentare zum Thema Mord. Niemanden scheint das, was Patrick sagt, genug zu interessieren um überhaupt wirklich zuzuhören. Aber dass ihn niemals einer seiner Kollegen zu verdächtigen scheint, obwohl er ihnen seine Obsession mit exzessiver Gewalt quasi unter die Nase reibt, ist für Bateman kein Segen, sondern ein Fluch, wie der Schlussmonolog noch einmal deutlich macht: trotz Geständnis gibt es keine Katharsis, keine Möglichkeit zur Reue und zur Veränderung, Patrick hat alle nur denkbaren Grenzen überschritten und nichts hat sich geändert, auch die extremste Grenzüberschreitung bietet keinen Weg aus seiner persönlichen Hölle. Dass alles so weiter gehen wird, dass Patrick sich letztendlich nur im Kreis dreht, ist das eigentlich schreckliche an seiner Geschichte.
Mein absolutes Highlight neben der visuellen Gestaltung des Films war eindeutig Christian Bales hervorragende Performance in der Hauptrolle.
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am 8. September 2015
Zum Glück konnte ich den Film auf meinem Laptop sehen und verfüge über ausreichend Englischkenntnisse! In der Produktbeschreibung wurde dazu ausreichend eingegangen also Pech wer dies nicht beachtet.

Klasse Film. Kommt ohne zu brutale Szenen aus und ist dank Bale sehr unterhaltsam:-)
Das Buch wird gut getroffen - verzichtet nur auf die langweiligen Kapitel und die wirklich grausamen Mordszenen.
Nur kein Film für Kuschelabende:-(
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am 13. August 2012
Ich habe das Buch gelesen und mir dann den Film angeschaut. Was soll ich sagen? Dem Film gelingt es bestens, in seiner Bildsprache die reine Oberflächlichkeit der Welt Patrick Batemans zu transportierten. Ich bin dem Regisseur sehr dankbar, dass die Gewalt des Buches nicht allzu explizit dargestellt wird, denn die Buchvorlage ist schon...nicht ganz ohne. Ein toller Film, der Freunden des Buches GARANTIERT gefallen wird. Süß auch Chloe Sevigny als Jean...hui!
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am 15. Dezember 2011
An Diskussionen über das Buch oder den Film habe ich mich vor dem Sehen nicht beteiligt.
Was habe ich erwartet?
Einen nicht ganz einfachen Film, einen Psychopathen, aber kein Horrorfilm. In erster Linie habe ich den Film wegen Christian Bale gekauft, den ich schon seit vielen Jahren zu den Top-Schauspielern zähle.

American Psycho ist ungewöhnlich. Sehr drastische Szenen wechseln mit Momenten der Verwirrung, wenn der Hauptcharakter Bateman über Musik oder Visitenkarten philosophiert.
Zwar sind die Gewaltszenen nicht von schlechten Eltern und daher auch nicht für weiche Gemüter geeignet, aber darauf lässt sich der Film sicher nicht nur reduzieren.
Der Film ist sicher nicht einfach zu verstehen (vermutlich ebenso wie das Buch) und scheidet dadurch die Geister.
Ist man einerseits über das monotone, snobistische Leben des Pat Bateman anfangs amüsiert, wird man von seinem Abdriften zusehens schockiert. Gegensätze prallen aufeinander, Sex und unberechendbare Gewalt, Macht und Machtlosigkeit, Wahrheit und Fiction, begeisterung und Langeweile - alles verwirbelt sich zu einem psychologischen Mahlstrom, in dessen Zentrum Christian Bale die Figur des Bateman perfekt insziniert.

Neben der unterschwelligen Gesellschaftskritik sehe ich bei American Psycho auch jede Menge Medienkritik. Ständig sieht man im Hintergrund diverse Filme laufen, mit denen Bateman sich zu füttern scheint. Wird er selbst zu dem, was er konsumiert?

Unter dem Strich finde ich American Psycho gut aber auch nicht überragend. Christian Bale spielt seine Rolle gewohnt meisterlich und auch filmisch gibt es nicht viel auszusetzen. Die Story ist kontrovers, ebenso wie die Gewaltdarstellung. Da sie in diesem Fall aber dem Inhalt dient und den Zuschauer selbst hinterfragt, bekommt der Film von mir 4 anstatt nur 3 Sterne.
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am 9. Mai 2010
Nachdem mich die Story voll und ganz überzeugt hat war ich gespannt welchen Eindruck dieser Streifen auf der Blu-Ray macht. Und er machten einen sehr guten! Der Ton spielt in diesem Film keine große Rolle aber was man hört klingt einwandfrei. Abgesehen vom Intro und den ersten Minuten in denen Bildrauschen und einige schwarze Flecken aufblitzen ist das Bild im restlichen Film absolut sehenswert! Die Schärfe in manchen Szenen ist schlicht der Wahnsinn! Gelungener Transfer!
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am 5. August 2014
Es stehen im Film nicht die derben bis wirklich kranken Brutalitäten des Romans im Zentrum, sondern die satirische Aussage.

Das geniale an der Figur des Patrick Bateman, ist, Christian Bale!
Mit seiner Mimik und Gestik, holt er alles aus dieser Rolle heraus, was diese eben hergibt. Er spielt einfach perfekt, authentisch und mit aller nötigen Konsequenz.

Ebenfalls genial, die musikalische Begleitung des Filmes. Sie steht immer im starken Kontrast zu den Bildern und verleiht dem Film dadurch, eine ganz besonders zynische Grundstimmung
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TOP 1000 REZENSENTam 24. Juli 2009
Patrick Bateman (Christian Bale) ist ein Kind der 80er. Der gelangweilte wie arrogante Oberschichten-Snob passt aber heute noch besser - nicht nur rund um die Wall Street - als typisches Produkt unserer Jetzt- Zeit: Er trägt die teuersten Anzüge, hat eine luxuriöse Wohnung und schlägt - wenn er nicht grad "Geld macht" mit gleichgesinnten Yuppies, seiner Freundin (Reese Witherspoon) oder anderen attraktiven Vorzeigefrauen in den angesagten Clubs, auf Kokspartys oder in Nobelrestaurants seine Zeit tot. Natürlich mit dem obligatorischen seelenlosen Smalltalk. Bateman empfindet sich künstlich und er hat damit auch Recht.
Er legt hohen Wert auf äusseres, macht täglich sein Beauty Programm und sieht aus wie Barbies Ken, zumindest aber wie ein gutbezahltes Model. Sein Faible für Marken und für gerade angesagte Kommerzmusik wie von Huey Lewis, Phil Collins, Chris de Burgh oder Robert Palmer ist enorm. Sind diese Sachen auf dem Plattenteller und Bateman lobt sie in allen Tönen, dann dient die Musik sogar als Initialzündung für einen freizeitlichen Ausgleich der besonderen Art. Er tötet. Zuerst einen Obdachlosen, dann muss der noch etwas erfolgreichere Konkurrent Paul Allen (Jaret Leto) daran glauben, weil der die exklusiveren und schöneren Visitenkärtchen hat und viel schneller als andere einen Tisch im besten Restaurant in Town bekommt. Der Ausgleich mit dem Hammer, Schlachtermesser und der Kettensägen macht immer mehr Spass und wie ein Besessener schreitet Bateman entschlossen zu neuen Taten, schlachtet Frauen nach gemeinsamem Sex ab und lebt so seinen eigenen amerikanischen Traum weiter....
"American Psycho" von Bret Easton Ellis gilt als einer der brutalsten Romane der neueren Literaturgeschichte. Das Buch ist 1991 erschienen und wurde 1995 in Deutschland durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert, erst 2001 wurde das Verbot aufgehoben.
Für den Film wurde die Geschichte um den Serienkiller in Designerklamotten merklich entschärft und seine Taten werden lediglich angedeutet.
Der Horror entsteht allerdings auf zwei Ebenen, es sind nicht nur Täter und Taten selbst, sondern auch die abgestumpfte Gesellschaft, die reflektiert wird.
Viele bekannte Darsteller wurden beim Casting mit der Rolle des Bateman in Verbindung gebracht: Di Caprio, Edward Norton und Brad Pitt. Durch die Durchsetzungskraft der Regisseurin Mary Harron, die auch zusammen mit Guinevere Turner das Drehbuch verfasste, erhielt aber der damals noch nicht sehr bekannte Christian Bale den Zuschlag.
In Nebenrollen tauchen Willem Dafoe und Chloe Sevigni auf.
"American Psycho" hätte sicher noch besser werden können, aber einige Szenen bleiben unvergesslich. Lediglich beim Finish schwächelt der Film ein bisschen, da hätte diesem Alptraum eine etwas straffere und markantere Handschrift gut getan...
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