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Kundenrezensionen

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am 23. Juni 2003
Das neunte und letzte Studioalbum, das ABBA während ihrer Karriere aufgenommen haben. Ein Opus 10 war zwar danach noch in Arbeit, allerdings kam es nicht mehr zur Fertigstellung des Albums. Insgesamt vier Bonus-Tracks (Stücke 10 - 13) beinhaltet diese Ausgabe der "Besucher", eines davon ("Under Attack") stellt die letzte Single dar, die ABBA vor ihrer Trennung auf den Markt warfen - eigentlich wurde es für Opus 10 geschrieben. Nun ja. Bei den restlichen drei Bonus-Stücken handelt es sich um B-Seiten der Singleauskopplungen der "Visitors".
Doch nun zum eigentlichen Album (Stücke 1 - 9). Von der Vitalität eines "Waterloo" ist hier kaum noch etwas zu spüren. Der Übermut ist einer leisen Melancholie gewichen, die Stücke wirken schwermütiger und trauriger - von "When All Is Said And Done" bis hin zu dem verträumten "Like An Angel Passing Through My Room" gibt es kaum ein Stück, das motivierend nach vorne prescht und Optimismus versprüht. Die beiden Ehen der ABBA-Musiker waren endgültig zerbrochen, es gab kaum noch etwas zu sagen - und ausgerechnet in dieser Phase entstanden die wohl schönsten und kreativsten Stücke von ABBA. Sie klingen teilweise sogar "symphonischer" als zu früheren Zeiten (einige Arrangements und Begleitstimmen werden kurze Zeit später auch in dem Andersson-Ulvaeus-Rice-Musical "Chess" erneut verwendet werden). Die Kompositionen, Arrangements wie auch die Interpretation der Stücke sind hervorragend, die Lieder wirken zwar trauriger, was der Eingängigkeit jedoch keinen Abbruch tut, mit "One Of Us" ist ebenfalls ein absoluter ABBA-Klassiker an Bord ... eigentlich alles, was ein richtig gutes Pop-Album auszeichnet. Als Einstiegsalbum ist es vielleicht etwas weniger geeignet, aber es setzt einer ABBA-Sammlung ganz bestimmt eine Krone auf.
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am 25. November 2012
1981, mit 11 Jahren, kaufte ich mir als junger ABBA-Fan und Alles-Aufsauger, was die 4 Schweden erschufen, die LP "The visitors" und schon damals erkannte ich, dass hier etwas anders gelaufen war. Diese Musik glitterte nicht mehr oder füllte gar Tanzflächen. Mit ABBA war etwas geschehen!

Das Cover, die Titel/Themen und die gesamte nicht ganz kontinuierliche Stilrichtung machten es einigen Musikfans in den 80ern nicht ganz leicht, ABBA noch als die favorisierte Popgruppe zu empfinden, schließlich waren Visage, Nena, Hubert Kah und Madonna im Anmarsch. Gereifte Popmusik für Erwachsene oder mitwachsende Fans wirkte für viele vielleicht nicht mehr frisch, zu konservativ oder brav, zumal diese stilvolle Zusammenfassung nicht wirklich zum Abfeiern taugte.

Im Laufe der folgenden und vergangenen Jahre habe ich immer wieder süchtig auf dieses Meisterwerk zurückgegriffen, welches sich letztendlich zwischen Edel-Pop, Poetry und Musical bewegt und mußte feststellen, dass ich als Kind die Musik zwar liebte (es war schließlich ABBA), aber verstehen, aufsaugen und leben konnte ich die Cd erst später und ich bin bis heute dem schönen edlen Schwermut, der Eckigkeit und dem Herbstlichen verfallen, die in jeder Note, mit jedem Ton und in jedem Wort mitschwingen.

Entweder muß man aus dieser Zeit kommen oder ein bißchen älter sein, aber da geht einiges. Ich behaupte mal, hier ist mehr ABBA drin, als in vielen anderen Alben, nicht nur, weil thematisch auch Trennungen und Abschiede verarbeitet wurden, auch sind die Songs nicht auf Hit getrimmt - sie klingen authentischer, unaufgesetzt und deutlich stimmungsvoller. Man konnte sich nur schwer auf eine Single-Auskopplung einigen, ONE OF US und HEAD OVER HEELS sind zwar genial, aber keine typischen Chart-Topper.
Der Titelsong THE VISITORS lauert schon mit ungewohnt verzerrter Stimme von Frida und treibenden unruhigen Refrain auf. WHEN ALL IS SAID AND DONE und SLIPPING THROUGH MY FINGERS, mit das Beste was ABBA insgesamt zu bieten hat, klingen auch heute weder altmodisch, noch verstaubt. Sie tauchen zu Recht wieder als Höhepunkte im MAMMA MIA-Film und Musical auf.

Nie zuvor gab es ein derart phärisches Stück wie LIKE AN ANGEL PASSING THROUGH MY ROOM, begleitet vom Ticken einer Uhr- und Spieluhrklängen oder ein so dramatisches und theatralisches Stück wie I LET THE MUSIC SPEAK - beides mitreißender reifer Pop auf allerhöchstem Niveau. Ebenso die Bonus-Ergänzungen THE DAY BEFORE YOU CAME und ONE OF US-B-Seite SHOULD I LAUGH OR CRY, welche aufs erste Ohr etwas monoton und gleichgültig scheinen, jedoch ihre Perfektion später und gänzlich entfalten, wenn man genau hinhört.

Insgesamt für mich ABBAs edelster Meilenstein, schwermütiges und poetisches Abschiedsgeschenk, ein Stück mehr wahres Gesicht, hinter den Glitzerstiefeln und Pannesamtkostümchen und Beweis größter Fähigkeit im Songwriting.

Wer das Album kennt, wird wie ich genervt sein, dass immer wieder nur Elvis und die Beatles zu Musikhelden ernannt und erkoren werden und wer dieses Album liebt, wird an ABBA gar nichts mehr belächeln. Es ist meine Zeit, mein Sound, meine Romantik und mein absolutes Lieblingsalbum - es ist meine Herzensempfehlung, die definitiv nicht objektiv sein kann.

Ein Sternenmeer für dieses Werk!
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am 19. Oktober 2006
The Visitors war eine der ersten Platten, die ich hörte und nicht mehr lange, dann ist das 30 Jahre her. Viele andere Platten kamen und gingen. Diese wird wohl niemals in Vergessenheit geraten.
Sie gilt ja als Abba-untypisch, weil ihr die Heiterkeit abgeht. Angesichts der großen Momente von Melancholie und Melodie ist das total unwichtig. Dieses Album ist so dicht, intensiv und persönlich wie kein anderes von Abba. Vermutlich hat das Zerbröseln der Beziehungen zwischen den männlichen und weiblichen Mitgliedern der Band seinen Teil zu dieser größten Eruption im Abbakosmos beigetragen.
Das Kribbeln im Bauch ist zwar nicht mehr da, aber die Liebe zu diesem Werk ist nicht versiegt und alle paar Jahre kommt es zur Wiederentdeckung.
Die vier Bonuslieder (zum Teil für die nie erschienene nächste LP geplant) dieser CD stimmen mich angesichts ihrer überragenden Qualität traurig. Was hätten sie uns nicht noch alles schenken können, die vier Schweden. Sie sind auf dem Höhepunkt ihres Schaffens zurückgetreten.
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am 11. Juni 2003
Ich bin 16 Jahre alt und ein großer Abba-Fan. Ohne dass mich diese Musik an meine Jugend erinnert oder dass mich meine Eltern darauf gebracht haben, finde ich einfach, dass Abba zeitlos sind.
Ich kenne alle ihre Alben, aber The Visitors ist und bleibt für mich das schönste. Es ist sehr viel melancholischer als alle ihre vorhergehenden, aber musikalisch dennoch auf dem gleichen gewohnten Spitzenniveau. Wer nur die Waterloo-Abba kennt, sollte mal in das erste Lied, The Visitors, reinhören. Es geht tief unter die Haut und ist äußerst bedrückend.
Der 2. Titel ist Head over Heels, ein ziemlich ironisches Lied, dessen Text ich auch sehr gern mag. Lied 3 ist When all is said and done, eine Ballade über das Ende einer Beziehung, das von vielen Fans als Abschiedslied zwischen Frida und Benny intepretiert wird. Titel 5, I Let The Music Speak, ist mein ewiges Lieblingslied, das mich fast jedesmal zum Weinen bringt. Es hat eine sehr viel anspruchsvollere Melodie als der Rest der Lieder, einen sehr poetischen Text und eine wunderschöne Performance von Agnetha und Frida.
Außerdem enthalten sind One Of Us, ihr letzter Nr. 1 Hit, sowie Under Attack und The Day Before You Came, ihre letzten Singles, die trotz Qualität floppten.
Jedem, der gute Popmusik mag, kann ich nur empfehlen, dieses zeitlos schöne Album zu kaufen.
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TOP 1000 REZENSENTam 28. Januar 2016
Bekanntheit und Erfolg der vierköpfigen schwedischen Pop-Band ABBA können sich mit dem der Beatles messen,insofern kann man in einer Rezension die Musik wohl relativ schnell abhandeln;diverse extrem erfolgreiche Single-Auskopplungen und auch sonst Pop-Musik erster Güte sprechen für sich,obwohl das allein noch nichts heißt.
Die Tatsache jedoch,daß diese Musik auch nach diversen Jahrzehnten unzählige Menschen (nicht nur von damals) noch immer zum schwärmen bringt,zeigt,daß dort mehr Substanz vorhanden ist,als man damals oft wahrhaben wollte.
Es galt als "uncool",ABBA zu hören,viele taten es heimlich,vor allem Leute,die sonst ganz andere Sachen hörten und über sich selbst staunten.
Ich kenne Heavy Metal-Hörer,aber auch Klassik-Fans,die zögernd gestehen,seit Ewigkeiten ABBA zu hören.
Erst,als Leute wie Steven Wilson,der schon mal barfuß auf der Bühne ein 20-minütiges Gitarrensolo hinlegt und die Fans dabei zum ekstatischen Ausflippen bringt,sich als ABBA-Verehrer outeten und die Qualität im Songwriting lobpreisten,holte so manch einer seine ABBA-Platten hinter seinem Regal wieder hervor.
Es ist immer wieder beeindruckend,wie diese tollen Melodien sich ins Hirn einloggen und dort mit Eingängigkeit,Ohrwurmcharakter und Klasse einfach nur Spaß machen.
Auch das 1981 erschienene "The Visitors" macht da keine Ausnahme.
Das letzte Studio-Album der vier Schweden wirkt ausgereifter als ältere Alben der Band und versprüht hier und da einen gehörigen Schuß Melancholie,was wohl auch mit der privaten Situation der beiden ehemaligen Paare zusammenhing.
Das ändert aber nichts an der Qualität dieser Pop-Musik.
Zwar kann ich mit "Cassandra" nicht viel anfangen,ansonsten hat man es hier aber (mal wieder) mit einem Feuerwerk von eingängigen Stücken zu tun,die man als zeitlos und massenkompatibel bezeichnen kann,ohne,daß das Niveau auf den gängigen Radiolevel abfällt.
Es sind einige Superhits und anerkannte Ohrwürmer mit an Bord,und da man die restlichen Songs nun wirklich nicht als lustlos eingespieltes Füllmaterial bezeichnen kann,kann man dieses Album jedem,der ABBA grundsätzlich mag,mit Nachdruck empfehlen.
"The Visitors" ist ein würdiger Abschluß,dem man eine gewisse Schwermut deutlich anmerkt.

So groß die Freude über die tolle Musik,so groß der Frust über die unwürdigen Veröffentlichungen.
Wirklich audiophil waren die Aufnahmen nie,jedoch kriegte es Michael B.Tretow im Studio hin,einen eigenen Sound für die Band zu entwerfen,den man durchaus als charakteristisch bezeichnen darf.
Insofern klangen die alten Schallplatten,auch,was die Preß-und Vinylqualität angeht,recht anständig.
Wohl dem,der noch gut erhaltene Exemplare von damals besitzt,denn keine der unzähligen Wiederveröffentlichungen auf CD oder Vinyl konnten an diese Klangqualität jemals wieder anknüpfen;einige japanischen Vinyl-Reissues könnten da die Ausnahme sein,die kenne ich leider nicht.
Die ersten CD-Veröffentlichungen glänzten mit unveränderten,also sehr hohen Dynamikwerten und praktisch keinerlei klanglichen Überarbeitungen;da das Mastering jedoch für Vinyl gedacht war,klang es auf CD dennoch nicht gerade überzeugend.
Dennoch dürfte man es hier mit der authentischsten digitalen Version auf CD zu tun haben,wobei die europäische und die US-Version leicht unterschiedlich klangen,da die US-Version nicht ganz 1:1 rübergezogen wurde,sondern moderat bearbeitet worden war.

"Super Trouper" und "The Visitors" sind jedoch die Ausnahmen;hier klingen die ersten,uralten CDs recht gut!

Auf Remasterings für Best Of-Box Sets gehe ich nicht ein,das würde den Rahmen sprengen.
1997 kam dann eine Remaster-Serie auf den Markt,die man getrost als Desaster bezeichnen darf und eigentlich muß.
Jon Astley,bekannt und bei Freunden des guten Klangs gefürchtet für exzessiven Einsatz von Equipment zur Rauschminderung,Klangverbiegung,der Kompression und Dynamiklimitierung,nahm sich mit Tim Young und Micheal B.Tretow (!) der Masterbänder an und verhunzte es in denkwürdiger Weise.
Dies überrascht und verärgert besonders deshalb,weil Tretow höchstpersönlich ein Auge (oder besser Ohr) drauf hatte und auch die Band angeblich zufrieden war.Haben die sich das auf einem 100 Euro-Brüllwürfel angehört?
Die Dynamik wurde deutlich beschnitten,der Klang auf Loudness getrimmt,in den Frequenzgang eingegriffen (was nicht immer schlecht sein muß,wenn mit Feeling und Können und vor allem in Nuancen durchgeführt).
Schon 2001 setzte man sich wieder zusammen und peinigte den Audiophilen Hörer mit einem erneuten Remastering.
Schon nach sooo kurzer Zeit...mit den gleichen Leuten...hatte da jemand ein Einsehen,ein würdiges Remastering?
Aber nein...man verstümmelte die Musik auf Basis des "alten" Remaster-Desasters,nur überzog man es mit reichlich Rauschreduzierungs-Tools,was zu einem noch ungewohnteren und schlicht schlechteren Hörgefühl führte.
Wenigstens war die Aufmachung im DigiPak aber sehr schön,und es gab einige wertvolle Bonustracks.
2005 bewies Henrik Jonsson dann aber,daß es noch deutlich schlechter geht;eine reife Leistung.
Für die "Complete Studio Recordings" erarbeitete ein denkwürdiges Remastering,bei dem er die Dynamik praktisch massakrierte,extrem hoch aussteuerte und in den Frequenzgang so massiv eingriff,daß die Musik nun deutlich spektakulärer,"lauter" wirkte.
Wer diesen "Loudness War" kennt,weiß,daß die anfängliche Begeisterung darüber beim hören schnell in Streß umschlägt,weil der Sound,gerade auf einer guten Anlage,schon bald anstrengend wird,der Musik jegliche Luftigkeit abhanden kommt.
Später erschienene Editions basieren auf diesen Remasterings,da helfen dann auch keine Bonus-DVDs mit Clips,Live-Gigs,spanischen oder schwedischen Versionen usw.
Auch japanische Editionen basieren auf diesem Gemurkse;wer nun glaubt,sich über Vinyl-Neuveröffentlichungen freuen zu dürfen,da diese naturgemäß dynamischer klingen,irrt.Auch diese sind remastered,dazu ist das Vinyl der "Back to Black"-Reihe von 2014 von minderer Qualität.
Oft wird von den aktuellen Deluxe Editions geschwärmt;nicht nur wegen des umfangreichen Bonusmaterials,sondern auch wegen des Klangs.
Dies ist nur zum Teil nachvollziehbar,da einige dieser Veröffentlichungen,jedoch nicht "The Visitors", auf den miesen älteren Remasterings basieren.
Einige,so auch "The Visitors", wurden aber tatsächlich von einem Erik Broheden durchgeführt,der den Aufnahmen meist wieder mehr Dynamik ließ,niedriger aussteuerte.Dafür machte er andere Fehler.
Auch er schaffte es nicht,den Klang der alten,ersten CDs oder gar den der alten Schallplatten zu erreichen..
Es bleibt zwischen der Qualität der Musik und der der Veröffentlichungen eine riesige Kluft.
Beim Erwerb des Tonträgers hat man,was den Klang angeht, die Wahl zwischen mies,übel,geht so,enttäuschend und schlecht.
Bleibt zu hoffen,daß irgendwann ein Könner an den Reglern damit beauftragt wird,ein Remaster von allen acht Studioalben zu erstellen,das sich eng an den authentischen Klang der alten Schallplatte anlehnt und das dann auf CD,SACD,DVD-A,BluRay-Audio oder sonstwas veröffentlicht wird;schön wäre auch eine Vinyl-Veröffentlichung,die auf dem alten Vinyl-Mastering beruht,einfach 1:1,auf hochwertigem Vinyl.
Allerdings ist es wohl wahrscheinlicher,daß irgendwann "moderner" klingende Remix-Versionen kommen werden.
Welche Version von "The Visitors" nun die empfehlenswerteste bzw am wenigsten ernüchternd klingende ist,ist in Foren heiß umstritten.
Das meiste Bonusmaterial bieten natürlich die Deluxe Editions.
Für mich ist ganz klar die uralte erste CD von Polydor (oder auch die US-Version) klanglich am besten,bietet jedoch keinerlei Bonusmaterial.
Die Tatsache,daß sämtliche Remasters nicht überzeugen ist bei "The Visitors" weniger ärgerlich,da die Uralt-CD so gut klingt,daß man auf ein erneutes,diesmal hochwertiges Remastering nicht so angewiesen ist,wie zB bei "Arrival",eigentlich sogar gar nicht.
Man muß sie nur irgendwo ergattern.
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am 20. April 2012
Diese Rezension bezieht sich auf die im April 2012 erschienene Deluxe- Version von "The Visitors". Ich kann mich leider der Begeisterung vieler anderer Fans nicht so ganz anschließen. Die Songs vom Original- Album sind(bis auf das alberne "Two For The Price Of One") natürlich alle gut. Aber bei dieser Deluxe- Version stört mich so einiges. Großartig ist, das mit dem Demo- Medley "From A Twinkling Star" gezeigt wird, wie sich der Titel "Like An Angel Passing Through my Room" entwickelt hat: vom Demo, auf dem Björn singt über die schnellere Version, die Agnetha und Frida gemeinsam singen bis hin zur ruhigeren Frida- Version. ABER: warum immer nur Schnipsel, warum nie mal eine ganze Version??? Das hat mich schon auf dem Box- Set "Thank You For The Music" gestört", auf dem unveröffentlichte Titel nur in kurzen Ausschnitten zu hören waren. Es kann doch wohl nicht so unglaublich riskant sein, mal zwei drei bisher unveröffentlichte Versionen KOMPLETT zu veröffentlichen. Diese Schnipselei finde ich einfach nur noch langweilig und ich gehöre nicht zu den Fans, die sagen: "Na Gott sei Dank, wenigstens ist überhaupt mal was Unveröffentlichtes auf dem Album". Nein, das hätte man besser machen können. Es gibt beispielsweise mindestens zwei Alternativ- Versionen von "When All Is Said And Done", warum sind die nicht mit auf dieser Ausgabe von "The Visitors"? Nein, statt dessen landen so durchschnittliche Songs wie "You Owe Me One" und "I Am The City" auf dieser Version und zumindest von "You Owe Me One" weiß man, dass Benny darüber gesagt hat: "When we finished recording this song I remember thinking: "Dont' care much for that one"". Also, was hat dieser Song dann hier zu suchen, warum gibt es nicht endlich mal das wunderbare "Just Like That" in voller Länge und zwei Alternativversionen, von denen jeder Fan weiß, dass sie existieren? Solche Versionen haben alle großen Bands veröffentlicht und was die Beatles gemachte haben, die Stones oder auch Fleetwood Mac, dafür sollten sich auch ABBA nicht zu schade sein. Nein, ich bin mit der Auswahl der Bonus- Tracks nicht zufrieden. Minuspunkte gibt es auch mal wieder (wie bei vielen ABBA- Deluxe- Alben) für die DVD. Wieso fehlen denn die Videos der beiden Singles "One Of Us" und "Head Over Heels"b (genauso peinlich wie das Fehlen des Videoclips von "The Winner Takes It All" auf der "Super Trouper- Deluxe- Edition"). Die beiden Songs waren die Hits des Albums (naja, zumindest "One Of Us", "Head Over Heels" ja weniger). Warum statt dessen lediglich der Videoclip zu "When All Is Said And Done" auftaucht, das nur in wenigen Ländern eine Single war, bleibt ein Rätsel der Plattenfirma und der Gruppe, von der ich mal annehme, dass sie diese Deluxe- Version zumindest abgenickt hat. Die DVD hat eine Laufzeit von etwas über 56 Minuten, zwei Clips von insgesamt acht Minuten hätten da locker noch drauf gepasst und gehören zu dieser Deluxe- Version eigentlich dazu.
Fazit: ein paar unveröffentlichte Klänge, wenig Neues und ein paar Patzer wie die fehlenden Videos machen dieser Ausgabe nicht wirklich "Deluxe", sondern eher durchschnittlich. Schade, dass ABBA jetzt mit fast alles Re- Releases so viele Chancen verpasst haben...
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am 7. August 2015
es ist ein super tolles album. ich habe mir die prime version von amazon gekauft, bei der der mp3 download mit drin ist. letzterer enthält 16 lieder wie auf der deluxe-edition. leider hat die cd nur 13 stücke. irgendwie ist das verwirrend arrangiert hier bei amazon. hätte es gerne als deluxe edition auch auf cd gehabt.
wie meine vorgänger schon geschrieben haben: wenn man unbedingt ein abba album haben müßte, dann dieses hier. vorallem aber wegen der demo schnipsel ganz am ende (nur deluxe edition! track 16). das ist einfach nur göttlich! könnte es stundenlang hören- wie von einer anderen welt! eine cd mit unreleased tracks könnten sie noch rausbringen. diese unvollkommenen stücke sind so unglaublich authentisch geschrieben- so kannte ich abba bisher nicht :)
waren abba bei ihren ganzen anderen alben recht frei weg und oberflächlich, so sind diese stücke ganz anders. das titelbild beschreibt eine andere ära, die anzubrechen scheint: man muss sich auseinandersetzen mit den eigenen schatten (so würde ich den album titel "the visitors" beschreiben, auch weil man dunkle schatten auf dem cover sehen kann.)
das album fertigzustellen war wohl auch eine ziemlich zähe angelegenheit, wie es agnetha in einem interview beschrieb.
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am 13. Juli 2004
Mit ihrem Album "The Visitors" versahen Abba die Popmusik mutig erstmals mit dissonanten Klängen - ein Risiko zu der damaligen Zeit. Aber, wie sollte es anders sein, Abba hat alles im Griff, und das Ergebnis ist wie immer perfekt. Gleich zu Beginn der fetzige Song "The Visitors", dem mit seinem kompakten, überraschend modernen Sound die Dissonanzen gut bekommen und der dadurch einen ganz besonderen Reiz gewinnt. Das gleiche gilt für das musikalisch und textlich sehr witzige "Two for the Price of One". Mit der Auskoppelung "One of us" allerdings, mit der die Gruppe sich damals nach längerer "Tüftelpause" zurückmeldete, landete sie DEN Mega-Überraschungshit - zu Recht: Der betont groovige, baßlastige Sound, darüber Agnethas stark verfremdete, sehr entfernt klingende Stimme - das ist wegweisend! Natürlich fehlt aber wieder nicht ein "klassischerer Song zum Mitsingen", wie das wunderschöne "When all is said and done", sehr engagiert vorgetragen von Annafrid (es geht übrigens um ein Ehepaar im Herbst seines Lebens, auch die Texte sind wieder sehr schön). Auch das vom Arrangement und vom Sound her aufwendigere "Soldiers" mit einem außergewöhnlichen Rhythmus hat einen ganz eigenen Reiz. Es ist also wieder einmal ein sehr ausgewogenes, abgerundetes und trotz aller Dissonanzen-Gespicktheiten homogenes Album - toll.
Nachdem diese CD Stücke enthält, die auf der damaligen LP nicht vorhanden sind, ist sie ein Muß für jeden Fan: Ich spreche hier besonders von dem leidenschaftlichen "Cassandra" und - natürlich - von dem letzten großen Hit der Gruppe, dem ruhigeren "The Day before you came" (Ihr wißt schon, die schöne von Agnetha erzählte Geschichte, unterlegt mit Synthesizer).
Dies ist also das letzte Album der letzten großen Popgruppe [*wein*]. Wer hier nicht zugreift, hat selbst Schuld.
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am 26. Januar 2004
Wenn man heute Leute nach Abba fragt, dann verbinden sie die Gruppe meist mit dem überall bekannten „Dancing Queen". Happy-Pop der 70er Jahre. Das Abba aber auch ganz anders sein konnten, bewiesen sie auf „The Visitors" mehr als eindeutig. Was gibt es noch zu sagen, was nicht schon gesagt wurde? Die CD ist ein echter Ohrwurm und wirklich brillant. Der eindringliche Klang der Songs packt einen von der ersten Minute an und lässt einen nicht mehr los. Düster, Traurig, melancholisch - diese Worte beschreiben wohl am ehesten den Tenor des Albums. In den Texten zeigt sich eine Tiefgründigkeit, wie nie zuvor. Unverkennbar ist, dass viele Songs aus Abbas Seele kommen und von ihrem wahren Leben berichten (als Beispiel sei das wunderbare „Slipping through my fingers" genannt). Ein Höhepunkt jagt den anderen und es fällt schwer einen Favoriten auszuwählen. Meine Nummer 1 auf der Scheibe ist „The Day before you came", Abbas vorletzte Single, die hier als Bonustrack aufgespielt ist.
Alles in allem ein musikalisches Meisterwerk, dass auch mehr als 20 Jahre nach seiner Veröffentlichung zu überzeugen weiß.
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am 23. Mai 2002
"The Visitors" ist das letzte Studioalbum von ABBA.
Es wurden danach zwar noch einige neue Tracks aufgenommen, die aber nur als Single oder Single-B-Seite zu hören waren.
Auf der digitally remastered CD sind zumindest 4 Bonustracks drauf.
Dieses letzte Album stellt wieder einmal eine deutliche musikalische Weiterentwicklung ABBAs dar. Wie schon bei "Super-Trouper" eine Flut von Synthesizern und sonstigen elektronischen Spielereien.
Die Tracks im einzelnen:
"The Visitors" - gleich im ersten Song werden die, die ABBA nur von ihren frühen Erfolgen kennen geschockt. Das hat nichts mehr mit ABBA aus den 70ern zu tun, es ist etwas völlig neues, ungewöhnliches aber nichtsdestotrotz wunderschönes! Man könnte meinen, sieht man sich den Text an, dass es um Außerirdische ("Besucher") und UFOs geht, die Musik tut nämlich ihr übriges dazu. Jedenfalls ist der Track (vor allem die Strophen und Instrumentalparts) einfach genial!
"Head Over Heels" - Synthesizer und Tango-Rhythmen. Wer glaubt, das passt nicht zusammen, sollte sich "Head over Heels" anhören. Gewagt, aber durchaus gelungen. Eines der fröhlicheren Werke des Albums, faszinierend.
"When All Is Said And Done" - Ein "stinknormaler" Pop-Song, mit "straightem" Beat, wundervoll stimmlich interpretiert von Frida, textlich wie fast alle Tracks sehr anspruchsvoll.
"Soldiers" - Wieder etwas trauriger aber wunderschön melodisch und rhythmisch mit tollen Vocals.
"I Let The Music Speak" - Ein Meisterwerk! Unsagbar ruhig, melancholisch und lyrisch, allein schon der Text! Dazu die unglaublich schöne Stimme von Frida. Der Song geht wieder leicht in Richtung Musical, genau das richtige für einen dunklen Herbstabend.
"One Of Us" - der vielleicht noch am ehesten bekannte Song dieses Albums, Grundstimmung wieder melancholisch, aber diesmal nicht so lyrisch sondern wieder mehr Pop mit interessantem Rhythmus und Mandolinenklängen!
"Two For The Price Of One" - Einer der seltenen Fälle, wo mal Björn den Lead-Vocal singt. Eigentlich simpler Pop mit schönem Refrain, wenn da nicht gewisse Details wären: 1. der Text - teilweise Ironie pur (der Songtitel bezieht sich auf Frauen!), 2. der Schluss des Songs, wo auf einmal (mit Syntesizern umgesetzte) Marschmusik ertönt! Einfach irre!
"Slipping Through My Fingers" - Es wird wieder trauriger: Hier geht's um eine Mutter, die ihrer kleiner Tochter nachtrauert, die langsam erwachsen wird. Wieder mal herrlich musikalisch umgesetzt.
"Like An Angel Passing Through My Room" - Der Höhepunkt an Melancholie und Traurigkeit! Wieder singt Frida, diesmal ganz anders als in ihren Lead-Vocals vorher. Dieser Titel passt zu einer langen, dunklen Winternacht am Kamin - unbeschreiblich ruhig, entspannend und bedächtig.
Bonustracks:
"Should I Laugh Or Cry" - Textlich weiterhin etwas düster und nachdenklich, musikalisch wieder "poppiger", aber ruhig.
"The Day Before You Came" - Als vorletzte Single überhaupt fast 1 Jahr nach dem Album erschienen. Der letzte "Hit". Ein weiterer Höhepunkt an Traurigkeit und Melancholie, musikalisch schon wieder um Meilen fortgeschritten (wir befinden uns schon Ende 1982!), "schaurig-schön" - so könnte man diesen Song umschreiben.
Ein letztes Meisterwerk...
"Cassandra" - Eine Rarität, aber wunderschön! Wieder etwas fröhlicher und aufmunternder, maritim angehaucht mit Akkordeon und kreischenden Möwen, einfach toll!
"Under Attack" - Der finale Track ist gleichzeitig auch der defintiv letzte Song von ABBA überhaupt, veröffentlicht im Dezember '82. Der (zum Glück möchte man fast sagen) am wenigsten melancholische Track des Albums zum Schluss muntert einen wieder auf.
Fazit: Das letzte Album ist gleichzeitig auch das schwierigste.
Musik und Text sind nicht mehr so leicht verdaulich wie vorher, was dem Album aber nicht im geringsten schadet.
Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt erreicht, wo man viel mehr über die Texte der Songs schreiben kann, als über die Musik (die nach wie vor einzigartig ist!). Das war vor "Super-Trouper" und besonders bei den frühen Alben genau umgekehrt!
Wer jemals ABBA als nur Easy-Listening und leichte Kost abtut (so schön das auch manchmal ist) sollte sich dieses Album zu Gemüte führen. Anspruchsvoller geht es fast nicht mehr.
Schönheit, Melancholie und Lyrik ziehen sich wie ein roter Faden durch das ganze Album.
In der internen Rangfolge würde ich "The Visitors" unmittelbar hinter "Super Trouper" und "Arrival" ansiedeln.
Unbedingt kaufenswert, wenn auch für Einsteiger oben genannte Alben besser geeignet sind.
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