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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
73
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am 11. März 2012
Rd. acht Monate nach dem von Kritikern hochgelobten "Kid A" erschien am 4. Juni 2001 mit "Amnesiac" eine weitere Platte von Radiohead, die als zweite Veröffentlichung die Ergebnisse eines mehrere Jahre währenden Schöpfungsprozesses präsentierte. Obwohl ähnlich weit weg vom sog. "Mainstream" wie sein Vorgänger, konnte die Band mit "Amnesiac" durchaus beachtliche Verkaufszahlen verzeichnen, was vergleichsweise ungewöhnlich erscheint, wenn man den Werdegang anderer Gruppen betrachtet, die im Laufe ihres Schaffens eine ähnlich drastische Entwicklung durchgemacht haben. Als Negativ-Beispiel könnten Talk Talk genannt werden, die zwischen 1982 und 1991 mit lediglich fünf Alben buchstäblich von einem Ende moderner Musik zum anderen gegangen sind und deren kommerzieller Erfolg mit dem Verlassen massentauglicher Musik beinahe unmittelbar endete. Nicht so bei Radiohead. Hier hat entweder eine genügend große Zahl alter Fans den Wandel mitgemacht, oder aber es konnten hinreichend viele neue Hörer gewonnen werden, um "Kid A", "Amnesiac" und den drei Nachfolgern das Schicksal kommerzieller Flops zu ersparen. Eine Entwicklung, die nur begrüßt werden kann, da alles was nach "Ok computer" kam, für Schnellhörer definitiv ungeeignet ist.

Der Wandel von "Pablo Honey" bis zum vorliegenden Werk ist in der Tat beachtlich, beinahe kaum fassbar und - ERHABEN. Vom Licht, über Nebel und Zwielicht hin zur scheinbar vollkommenen Dunkelheit. Obwohl bereits "Kid A" mir sehr dunkel erscheint, hat diese Dunkelheit einen gewissen, sie konterkarierenden "metallischen Glanz", der "Amnesiac" fehlt.

Es beginnt bereits mit dem Opener, der melodisch recht zurückgenommen, jedoch äußerst atmosphärisch und ausdrucksstark daherkommt und mit seiner mittelschnellen Dunkelheit gut in das Album einführt. Das folgende "Pyramid song" nimmt die elektronischen Klänge und das Tempo heraus und stellt dem Mysteriösen des Vorgängers Verzagtheit und Depression zur Seite, die durch Klavierklänge strukturiert werden. Herrlich. "Pull revolving doors" stellt einen partiellen Bruch dar. Einerseits kehrt es zu den elektronischen Klängen des Openers zurück, andererseits wirkt er stimmungstechnisch weitgehend abgekoppelt, wenngleich trotzdem interessant. "You and whose army?" erscheint als ein düster-warm-optimistisches Gegenstück zu "Pyramid song" und weist all dessen Stärken auf.

"I might be wrong" kehrt die Stimmung erneut. Das Optimistische wird wieder in Verzagtheit überführt - eine treibende Verzagtheit, die durch einen äußerst ausgefeilten Klangteppich entwickelt wird und einen Titel schafft, in dem man sich völlig verlieren kann. Exzellent. "Knives out" nimmt das Raue heraus und setzt die Depression fort, vollbringt es aber zusätzlich, durch die Kombination von Melodie und Instrumentierung eine subtile, für mich nicht ergründbare Spannung aufzubauen, die es aus dem ohnehin hervorragenden Album noch etwas herausragen lassen. Brilliant! Jetzt folgt etwas, was ich bis dato noch nirgendwo erfahren habe. Durch die Neubearbeitung eines bereits vorhandenen Titels gelingt es, eine direkte Fortsetzung zu schaffen. Melodisch einerseits unheimlich ähnlich und im selben Moment sehr andersartig, schließt "Morning bell" in seiner neuen Form hervorragend an seinen Vorgänger an und löst die zuvor aufgebaute Spannung wieder auf. Die Instrumentierung schafft einen Dualismus von Leichtigkeit und Schwere, der kaum fassbar erscheint. Zugleich ist es der einzige Titel des Albums, der in seiner Gesamtheit ein wenig heller wirkt. Das schwache Licht erlischt allerdings rasch. "Dollars und cents" führt zurück in sphärische Dunkelheit, die durch Gitarren und Streicher getragen wird, zumindest aber den leichten Optimismus fortführt - gewissermaßen ein warme Düsternis.

Die drei letzten Titel führen die Stimmung grundsätzlich fort, variieren in Tempo und Instrumenten jedoch stark und stehen in ihrer Qualität etwas hinter ihren Vorgängern zurück. "Hunting bears" ist ein relativ kurzes, aber präzises, auf den Punkt gebrachtes Instrumental, während "Like spinning plates" stilistisch an "Pull revolving doors" anschließt. Das abschließende "Life in a glasshouse" bringt sperrige Düsternis, in der schiefe Trompetenklänge einen wichtigen Teil des Reizes liefern.

In seiner Gesamtheit ist "Amnesiac" ein düsteres, hervorragend instrumentiertes und außerordentlich stimmungsvolles Album. Allerdings verbergen sich diese Stärken hinter einem ziemlich dicken Panzer vermeintlicher Unzugänglichkeit, der erst geknackt werden muss, soll die volle Erhabenheit des Werkes begriffen werden. Ist dies gelungen, ist der Hörer in der Lage, die notwendige innere Ruhe und Disziplin aufzubringen, bietet "Amnesiac" eine scheinbar grenzenlos große Welt von Eindrücken, Anstößen und Möglichkeiten. Das Wissen, das hier das Ende einer Entwicklung markiert wird, könnte die geschilderten Eindrücke noch verstärken. Die nachfolgenden Alben führten den Weg nicht fort, sondern brachten Querschnitte des zuvor zurückgelegten Entwicklungsweges und der dabei realisierten Stile. Obwohl sehr stimmungsvoll, reichen sie meiner Meinung nach nicht mehr ganz an ihre Vorgänger heran. Leider hat die Band bereits bekannt gegeben, keine weiteren Alben mehr produzieren zu wollen. Auf der einen Seite bedauerlich, da viele Hörer sich wahrscheinlich eine Fortsetzung des Schaffens in Form weiterer Longplayer wünschen. Anderseits ist mit dem Bestehenden alles gesagt und egal, wie oft die Platten ab "The bends" die Anlage des Hörers durchlaufen: es wird immer wieder Neues zu entdecken geben.
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am 25. April 2008
Alleine das pianolastige Stück "Pyramid song" würde den Kauf dieser Platte schon rechtfertigen. Gehört ohne Zweifel zum Besten, was je von Radiohead geschrieben wurde. Aber auch die anderen Songs tragen allesamt dazu bei, dass dieses Radiohead-Album wieder mal der Komkurrenz ein ganzes Stück voraus ist. Tom Yorke und seine Mitstreiter verzichten auch hier überwiegend auf 08/15-Akkordfolgen und schaffen so ergreifende Perlen (wie z.B. "You and whose army", "I might be wrong"), die ihresgleichen suchen.
Im Prinzip sind Kid A-sche Elemente überall spür- und hörbar, nur halt diesmal verpackt in Songs mit altbewerter Songstruktur. Aber Radiohead wären nicht Radiohead, wenn es auch hierbei keine Ausnahmen gäbe. "Like spinning plates" bspw. hat mit altbewerter Songstruktur nichts gemein. Eine von Synthies getragene Nummer - erinnert entfernt an Pink Floyd und sowas nenne ich einfach innovativ klasse.
"Amnesiac" ist nicht einfach ein Musikalbum. Es ist Kunst und zeigt mit seinem Erscheinen wieder mal ganz deutlich die Grenzen bei anderen (hochgelobten) Bands auf.
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am 7. September 2002
Radiohead und nichts als Radiohead! Seit ihrem Meisterwerk "Kid A" rätselte die gesamte Welt, was die Kultband aus England, die es geschafft hatte, die vordefinierten Bande der Musikindustrie von sich abzustreifen und ihren ganz eigenen, unkonventionellen Weg zu gehen, wieder veröffentlichen würde. Und sie wurde nicht enttäuscht.
"Amnesiac" ist die logische Fortsetzung von "Kid A" und spiegelt all das wieder, was Thom Yorke und seine Bandmitglieder seit ihrer Trennung vom BritPop haben erleben müssen: Triumph, aber, meiner Meinung nach, auch etwas Sehnsucht.
Im Gegensatz zu "Kid A" sind fast alle Tracks bei "Amnesiac" ruhig, fast schon psychedelisch und brechen nur selten aus ihrer vorgegebenen Bahn heraus. Die einzelnen Instrumente kann man meistens an einer Hand abzählen, weswegen die Tracks im positiven Sinne monoton, aber auch auf faszinierende Weise differenziert klingen; lediglich das phantastische "Life in a Glasshouse" und der auch als Single erschienene "Pyramid Song" werden von einem ganzen Orchester begleitet, was ihnen eine monumentale Note gibt und ihre Melancholie noch unterstreicht.
Möchte man "Amnesiac" verstehen, muss man auch "Kid A" verstanden haben, weswegen man eigentlich beide CDs zu Hause im Rack haben müsste. Ist jedoch nicht erforderlich; man würde nur ein grandioses Stück Musik übergehen und eine Band links liegen lassen, die sich von der Musikindustrie angeekelt fühlte und deswegen ihren ganz eigenen Weg ging und damit auch noch Erfolg hatte.
Radiohead gehört die Welt.
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am 30. April 2001
Radiohead-Alben sind immer etwas besonderes. Sie beinhalten nicht nur formidable Musik, sondern stellen auch meist einen Status Quo der Rockmusik dar. Im Herbst 2000 warf die britische Band mit Kid A einen Longplayer auf den Markt, der extrem unterschiedliche Reaktionen auslöste. Zu sperrig, zu experimentell meinten die einen, Meisterwerk riefen die anderen. Ich gehörte damals zur zweiten Gruppe. Nun liegt die neue Radiohead-CD vor. Wer gehofft hat, die Band würde auf einen einfacheren Kurs zurückkehren, wird enttäuscht sein. Wie schon bei Kid A dominieren ausgefallene Songstrukturen, seltsame Soundkollagen und eher düstere Stimmungen. Trotzdem machen die neuen Songs süchtig. Da wäre beispielsweise der "Pyramid Song", wohl eine der gefälligsten Nummern, ein ruhiges, einfaches Lied, getragen von wenigen Klaviertönen und Yorks Gesang. Mit wenigen Mitteln erzeugen Radiohead hier ein unangenehmes, drückendes Gefühl in der Magengrube. "Pulk/Pull Revolving Doors" verstört durch eine verzerrte Stimme über einem schnellen Beat, begleitet von langsamen Tönen. Eine Mischung, die eine innere Zerissenheit vermittelt. "You and whose army?" schließlich ist eine klassische Radiohead-Ballade und gehört eindeutig zu den eingängigeren Songs auf dem neuen Album. Auffallend auch "Like Spinning Plates", bei dem der Sound sich drehender Platten einen perfekten Hintergrund ergeben, über den sich ein wabernder Klangteppich legt, um später von Thom Yorkes klagender Stimme begleitet zu werden. Einer der eindrucksvollsten Songs auf Amnesiac. Diese Liste ließe sich noch fortsetzen, fast jedes Lied läßt den Hörer überrascht zurück. Ohne Zweifel, Radiohead haben hier erneut ein tolles Werk abgeliefert. Die Klasse des Albums ist zu diesem Zeitpunkt vermutlich noch gar nicht zu erfassen. Nach mehrmaligen Durchhören lassen sich allerdings schon zahlreiche Höhepunkte ausmachen und das Verlangen, die Platte immer wieder von Vorne zu hören, wächst mit jedem Durchgang. Fast schon unheimlich. Aber wunderschön. Einfach Radiohead.
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am 23. Dezember 2003
Wie oft haben wir schon die verlogenen Gefühlsbekenntnisse heutiger Pop-Musiker ertragen müssen? Jene, welche die Musik von heute schreiben (z.B. Dieter Bohlen) oder jene die sie performen (man denke an Britney Spears) schmücken sich mit einem Titel, der ihnen nicht zusteht: Künstler. Wenige aus dem Musik-Geschäft sind es würdig diesen Namen zu tragen und ganz oben auf dieser Liste der Würdigen lassen sich RADIOHEAD anfinden.
Dieses Album, dessen Tracks aus derselben Aufnahmezeit stammen, in der auch "KID A" entstand, entführt einen erneut in die Welt des "Kid A", welches vieles aus der Vergangenheit dem Titel des Albums entsprechend, vergessen oder verdrängt hat. Als Beweis dafür könnte man die Anmesiac-Version des Songs "Morning Bell" anführen, welches nunmehr wie ein Traum klingt, wie eine böse Erinnerung aus der Vergangenheit. Wer weiß, vielleicht meint Thom Yorke mit dem "Kid A" gar das "Kid Amnesiac"...
Doch auch, wenn dem nicht so wäre, so könnte man dennoch behaupten dieses Album klingt so, wie Musik eigentlich klingen sollte. In Songs wie "Pyramid Song" "Knives Out" oder "Spinning Plates" wird einmal mehr von dieser Band zelebriert, wie man mit den heute zur Verfügung stehenden technischen Mitteln wahre Gefühle vermittelt. Gesellschaftskritik wird ebenfalls nicht ausgelassen, was sich an Kapitalismuskritischem Meisterwerk "Dollars and Cents" oder an der Friedenshymne "You and Whose Army" zeigt.
Also was ist dieses Album jetzt? Weiterführung von Kid A oder ein eigenständiges Album? Diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten: Beides. Und noch mehr, denn auch diese Eigenschaft ist Kunst zu eigen, Mehrdeutigkeit.
Jeder, der sich weiter anschauen möchte, wie sich die heutige Musik-Industrie in ihren eigenem Saft badet, dem möchte ich empfehlen: Finger Weg von diesem Album! Und jedem, der es wagen möchte sich auf wahre Gefühle einzulassen, dem sei dieses Album an's Herz gelegt.
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am 2. November 2001
Mehr braucht man eigentlich nicht zu sagen. Nach dem Konzert in Berlin, zu dem ich extra 13 Stunden mit dem Zug angereist bin.. versteh ich nicht wie man meinen kann das sie eine schlechte Live Performance haben/machen. Ich danke Thom Yorke dafür das er sich weiter entwickelt hat und nicht bei den *gitarrigen* Sachen geblieben ist. Ich finde, jede einzelne CD von radiohead ist mehr als ihr Geld wert und regt sehr zum Nachdenken an. Vielleicht müssen die elektronischen Elemente noch etwas reifen, aber das *ungeschliffene* macht sie ja gerade so interessant. Ich könnte hier noch ewig weiterschreiben.. aber, ich denke, jeder Radiohead Fan vesteht mich.
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am 23. August 2002
Unlike Kid A, I always saw Amnesiac more as a random selection of tracks, leftovers put together to create the most disturbing effect on the listener.
I know this must sound stupid, but it' s all a concept, like memory- loss, after each track you awake from a dream finding yourself in another reality. Hence the title.
Considering this, Amnesiac creates a perfectly absorbing flow.
Even flawed tracks like Knives Out or Pulk (to place that track after Pyramid song is genius)work brilliantly in that context.
After one year of constant listening I' m finally addicted to it and now I cannot stop listening to it. Wow!
Life In A Glasshouse is probably the most beautiful song I' ve ever heard and I' d really like to see RH going further into jazz territory on their next record.
Interesting: Like Spinning Plates was developed from the backing-track of I Will (which will probably be on the next album) played backwards. Ever tried to reverse it via Media Player?
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am 19. April 2002
Um das vorwegzunehmen: Ich liebe die frühen Alben von Roxy Music (Album 1 & 2, 1972). Nie wieder war Roxy Music oder irgendeine andere Band so weit der Zeit und dem Mainstream voraus. In einem Interview mit Bryan Ferry hatte ich dann vor kurzem gelesen, dass Ferry ein Radiohead-Fan ist. Ich kaufte mir "Amnesiac" und muss sagen: Ich war verblüfft, erstaunt, begeistert...! Ich habe seit Jahrzehnten nicht mehr solch eine ungewöhnliche, geniale Musik gehört. Natürlich sind Einflüsse der frühen Roxy hörbar. Aber diese Musik geht weit darüber hinaus. - Wer Lust auf was Neues, Ungewöhnliches hat, sollte Radiohead hören.
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am 4. August 2001
Es ist immer wieder faszinierend in den Radiohead-Kosmos einzutauchen.Radiohead haben sich mit der Reihenfolge der Songs grösste Mühe gegeben und sie sollten auch in dieser Abfolge gehört werden. Amnesiac wirkt zwar um einiges Songorientierter als Kid A, hat aber einen ähnlichen Konzeptcharater vorzuweisen.Die Stimmungen einzelner Songs kommen noch düsterer daher als auf Kid A (Pull/Pulk) und Yorke scheint noch konfuser und verwirrter.Fazit:Amnesiac einlegen und eine Reise ins ich antreten.Die Gefühle und Stimmungen dürften jedem bekannt vorkommen.
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am 8. Juni 2001
Die neue Radiohead ist da! Mit Singles, mit Videos, mit Interviews! Nachdem die Band verkündet hatte, das fünfte Album würde wieder ein bißchen weniger experimentell klingen, ist es erstmal seltsam, daß es in derselben Zeit entstand wie Kid A. Zur Erinnerung: Kid A war für viele Fans ein Schock, weil es nicht die solide Alternative-Rock-Schiene weiterfuhr, die Radiohead etabliert hatte, sondern experimentelle Synthesizerklänge präsentierte. Entweder gab man dem Album keine Chance, oder man kämpfte sich durch und erkannte schleißlich die wahre Größe.
Amnesiac ist nun immer noch experimentell, man erkennt aber wieder Qualitäten von alten Radiohead-Songs. 'Knives Out', die nächste Single, hat eine gewisse Ahnlichkeit mit 'Paranoid Android' vom Hitalbum OK Computer. Auch 'You and whose army?' und 'I might be wrong' könnte man sich leicht auf einem der früheren Alben vorstellen, wobei letzteres wieder ein bißchen zu stark überarbeitet anmutet. Ähnlich wie beim neuen REM-Album Reveal erkennt man die Wurzeln, die sich manchmal hinter einer experimentellen Fassade verstecken.
Daneben gibt es natürlich auch wieder typische Kid A-Musik, so direkt den Opener 'Crushd like sardines...'. Wenn man sich aber schon über das letzte Album an diesen Stil gewöhnt hat, so findet man schnell den Zugang. Und die Reinkarnation von 'Morning Bell' zeigt, wie eng die beiden Alben miteinander verbunden sind.
Die Mischung aus klassischen Wurzeln und neuen Experimenten, die beim einfach nur noch genialen 'Pyramid Song' (schon alleine dieses Lied lohnt den Kauf) kaum noch zu unterscheiden sind, wirkt wie ein Best of der voherigen beiden Alben. Somit ist es natürlich bestens geeignet für diejenigen, die sowieso alles von Radiohead gut finden. Es dient aber auch als Brücke zwischen dem alten und dem neuen Radiohead. Man darf gespannt sein, was noch kommt.
Noch ein Wort zur Special Edition: Die CD kommt nicht in einer normalen Hülle, sondern in einem schmucken roten gebundenen Buch, das nicht nur sehr viel kompliziertes Artwork, sondern auch eine Verleihkarte der Nosuch Library enthält... Ein schönes Sammlerstück, paßt jedoch nicht neben die anderen Alben ins Regal.
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