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am 15. November 2013
Sehr ruhig erzählter, toller Film über einen japanischen Professor, der mit einer lebensbejahenden Haltung die Wirrrnisse und Beschwerlichkeiten der japanischen Gesellschaft der Spät- und frühen Nachkriegszeit bewältigt und dabei Werte wie Bescheidenheit und Gemütsruhe beweist.
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am 3. Januar 2006
"Während des 2. Weltkrieges verkündet ein alter Professor in Tokio seinen Studenten, daß er sein Amt niederlegen & sich als Schriftsteller betätigen werde. Mit sich & der Welt zufrieden, führt er das Leben eines Bettlers, das durch die alljährlich wiederkehrenden Geburtstagsfeiern im Kreise seiner ehemaligen Schüler unterbrochen wird. Die stets wiederkehrende Frage, ob er bereit sei, von der Welt abzutreten, beantwortet er mit "madadayo" - was "noch nicht", aber auch "vielleicht" heißen kann.
Ein faszinierender, lebenskluger Film, durchdrungen von einer zutiefst humanen Ehrfurcht, der die traditionellen Werte Japans, Lebensart & Lebenslust feiert."
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am 17. Juni 2011
I. Auch ein fundamentales Unverständnis hinsichtlich kultureller Codes und Verhaltensweisen meinerseits könnten der Grund sein, warum mir "Madadayo" dermaßen missfällt. Das letzte Werk Kurosawas ist eine Zumutung der besonderen Art. Ich sehe nur Lügen und falscheste Sentimentalität. Es soll ein Film voller Bonmots sein, und nicht einmal ein Lächeln will sich bei mir einstellen. Es soll ein Film über einen großen, gelehrten Mann sein, den seine Schüler imitieren wollen, als würden sie dann werden wie er, doch was an ihm so verehrungswürdig ist, liegt außerhalb der Erzählung. Wir müssen hinnehmen, dass der "sensei" ein meisterhafter Vermittler, brillanter Geist mit immenser Imaginationskraft sein soll. Indizien dafür bleibt Kurosawa schuldig. Ein Sechzigjähriger, der vergöttert, protegiert, finanziert, besucht wird, und die Bewunderung seiner ehemaligen Studenten kennt keine Grenzen, fast scheint es, als sei er Lebensmittelpunkt insbesondere des harten Kerns, der sich immer wieder bei ihm trifft.

II. Sie kaufen ihm ein Anwesen mit Haus nach dem Krieg, das daneben liegende Grundstück gleich mit, denn kein Hochhaus soll die Sonne für den Meister verdunkeln. Sie helfen ihm pflichtschuldig bei der Suche nach dem Kater Nora und gönnen ihm und sich ein alljährliches Fest mit viel Alkohol, Ritualen und Spökes. Kopfschütteln meinerseits, als der emeritierte Professor nicht mehr essen oder baden will, weil seine Katze verschwunden ist. Und seine Gefolgsleute, so emphatisch, als wäre es eine Leistungsschau, als müsste jeder von ihnen noch verzweifelter sein als der Professor, grimassieren eifrig mit. "Bad acting" nennt das auch Donald Richie, anerkannter Japan-Kenner und Kurosawa-Exeget. Ushidas etwa 25 Jahre jüngere Frau weint bitterlich, und ihre Hauptaufgabe besteht darin, Tee nachzuschenken und "Bleiben Sie doch noch etwas länger" zu sagen. Nicht, dass man mich falsch versteht: Der Krallenhieb einer Katze kann Ehen zerstören, die ohnehin schon auf Grundeis liegen - siehe Paula Fox. Und an einem scheinbar kleinen Verlust mag sich verdeutlichen, was man sonst alles entbehren musste. Hier, in "Madadayo", ein vollkommen ironiefreier Film, ist es der Gipfel unfreiwilliger Komik, die alle Protagonisten zu Witzfiguren abstempelt. Doch das kann Kurosawa so nicht gemeint haben. Hier muss ein grundlegendes Verständigungsproblem vorliegen, eine kommunikative Störung zwischen dem Film (der Regie, dem Script, den Darstellern) und mir mit westlichem Erfahrungshintergrund.

III. Ich sehe Männer, die sich wie Kinder benehmen. Andauernd wird gelacht, weil Professor Ushida wieder mal so kluge Sinnsprüche mit Schalk zum Besten gibt, die sein Umfeld entzückt - nur mich nicht. Dass er Deutsch gelehrt hat, wird an keiner Stelle glaubhaft vermittelt. Oder wie sie ihm mit größtem Erstaunen lauschen, wenn er berichtet, wie er ein alltägliches Problem gelöst hat - zum Beispiel, wie man mit Einbrechern umgeht. Die Gesichter dazu: Als würde die größte Geschichte aller Zeiten erzählt werden. Der gelehrte Alltagsphilosoph ist auch ein Lebenskünstler. Kann auf engstem Raum leben und arbeiten. Ihn kann Verwüstung vor seiner Haustür nicht betrüben, der Verlust einer Katze hingegen macht ihn zum psychischen Wrack. Er ist gastfreundlich. Zweifelsohne liebt er seine Studenten. Er muss weinen, wenn sie ihm huldigen. Kann einen Fünf-Liter-Bierglas in einem Zug ausleeren. Was für ein Mann. Und so gescheit, lebensfroh, optimistisch. Im Einklang mit sich selbst. Eine unwahre Person, die man uns da auftischt. Ein Märchen. Nichts davon kann ich glauben.

IV. Der Großteil des Films spielt in Innenräumen. Die Farben sind warm, weiß, braun, rötlich, ocker. Die Bilder sehr aufgeräumt, die Protagonisten wie die Kamera zivilisiert sogar im gemäßigten Rausch der Feier. Keine Nahaufnahmen, bei Kurosawa ohnehin eher unüblich. Sehr wenige Schwenks. Eine Anekdotenkette, kein großer Bogen. Eine Fülle von Kleinigkeiten, doch keine davon wertvoll. Die Schauspieler am Rande der Clownerie oder wie im Kindertheater. Man beömmelt sich des öfteren über die klugen Sentenzen des Professors. Dann ist der Film auch noch viel zu lang für das, was er erzählen will. Immerhin erspart Kurosawa uns anteilnehmende Streicher auf der Tonspur.

V. "Madadayo" ist zweifelsohne ein rosaroter Liebesfilm. Das ist sein Problem.

VI. Wenn Sie Kurosawa für sich entdecken wollen, dann beginnen Sie nicht hinten. Dann beginnen Sie vorne oder in der Mitte. Oder mit "Ran" und "Kagemusha", die meines Erachtens stark überbewertet sind und trotzdem sehenswert. Die 50er und 60er sind reichhaltiger, vielfältiger. Seine drei letzten Werke sind leider Marginalien.
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