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am 15. Mai 2014
Einer von den alten Filmen, die generationsübergreifend immer noch fesseln und verstören - ähnlich wie Rosemary's Baby oder viele Hitchcock-Filme.

Ein Klassik-Muss für den Cineasten.
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am 27. Februar 2016
Immer noch ein packender und gruseliger Film mit einer faszinierenden Atmosphäre- obwohl ich ihn schon oft gesehen habe. Venedig war noch nie so unheimlich. ....
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am 31. Juli 2016
"Wenn die Gondeln Trauer tragen" ist ein Film aus den 70ern, der auch noch heute funktioniert. Es ist zwar kein klassischer Horrorfilm, dafür aber ein schauriges Psycho-Drama mit einem fürchterlichen, wenn nicht sogar verstörenden Ende. Dabei ist es eigentlich ein zum Großteil ruhiger Film. Das heißt jedoch nicht, dass dieser Film nicht unheimlich ist. Zunächst beginnt der Film mit dem Tod der kleinen Tochter, der gut inszeniert wurde und wir somit John Baxter und seine Frau kennenlernen. Hier wird es bereits etwas mysteriös. Dann verschlägt es die Beiden nach Venedig, wo John arbeitet. Doch Venedig ist im Film nicht die schöne Stadt der Träume. Im Gegenteil: Alles wirkt irgendwie geheimnisvoll und die kleinen Gassen sind wahnsinnig unheimlich. Da hat der Film eine ganz besondere Atmosphäre! John und Laura Baxter kommen nicht über den Tod ihrer Tochter hinweg. Deswegen haben wir hier auch den Titel: "Wenn die Gondeln Trauer tragen". Nicht nur der Ort Venedig ist unheimlich, auch die Menschen sind mysteriös. Vor allem die Schwestern Wendy und Heather. Heather ist blind und überrascht Laura sofort bei der ersten Begegnung. Sie hat das "zweite Gesicht" und kann somit Sachen sehen, die anderen Menschen nicht sehen. Interessant wird der Film vor allem deswegen, weil man sich ständig fragt, was hier eigentlich real ist. John selbst bestreitet alles Übernatürliche und stellt es als Blödsinn dar. Alles läuft schließlich auf dieses Ende hinzu. "Der Exorzist" lief damals in dem selben Jahr im Kino und entsetzte die Menschen mit Ekel und Vulgarität. Bei diesem Film haben wir zwar nicht viel Ekel und auch keine besondere Vulgarität, aber wie haben einen intelligenten Film, der es schafft den Zuschauer einzuholen und mit seiner Art und Weise zu beängstigen. Die Kulisse ist gut, aber auch beängstigend! Wer einen schönen Ausflug nach Venedig erleben will oder demnächst dort hinfährt, sollte lieber einen anderen Film wählen. Die Sex-Szene erregte übrigens jede Menge Aufsehen, da sie angeblich nicht geplant war und auch um Einiges entschärft werden musste. Neben all den ganzen Horror-Schockern von heute kann man diesen Film auch gar nicht vergessen. Mich hat er persönlich eher erreicht als "Conjuring" und Co. - Glasklare Empfehlung!
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am 8. Juli 2014
Zugegeben ist es kein gewöhnlicher Horrorfilm.
Sehr mysteriös und gut in Szene gesetzt.
Sollte man sich zumindest einmal anschauen. Dieser Film kommt sehr selten im Fernsehen und wenn, dann meist nachts.
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am 22. Oktober 2013
Selten gab es titelmäßig eine größere Diskrepanz zwischen Original und deutscher Fassung. Und dabei steht die deutsche mit ihrem lyrischen Potential auch noch turmhoch über der englischen. Die an sich einfache wenn auch tragische Geschichte vom Tod eines Kindes lässt die Eltern (Julie Christie und Donald Sutherland) traumatisiert zurück. Auch die Flucht der Mutter in spiritistische Sitzungen sprengt nicht den Rahmen des Üblichen. Gut, dass der übliche Weg in Horror oder Mystery nicht eingeschlagen wurde. Allein der Schocker am Ende trifft Sutherland fast genauso unvorbereitet hart wie die Zuschauer.
Regisseur Nicolas Roeg verhilft aus zwei Gründen seinem Film zum Klassiker: die ungewöhnliche Bildersprache (Er ist schließlich ‘gelernter‘ Kameramann.): Blutlachen breiten sich z.B. über Dias aus und der genial geschnittene Schluss (Roeg war auch Cutter /Editor), in dem er bezugnehmend auf Julie Christies legendäre Fahrt auf dem Trauerboot (Wir sind in Venedig!) blitzschnell die wichtigsten Stationen der Geschichte nochmals ablaufen lässt – wie es bei Sterbenden vorkommen soll. Dabei vermischt er die üblichen Zeitebenen und bietet kommentarlos dreierlei Lösungen an: für Realisten ist es lediglich eine zeitlich verschobene Wirklichkeit, andere sehen darin eine Ausgeburt von übersteigerter Fantasie, aber es könnte auch eine Botschaft aus dem Jenseits sein (Darum geht es ja letztlich im Film.)
Über die damalige Aufregung der freizügigen Liebeszene kann man heute nur schmunzeln, ebenso wie über Sutherlands Frisur. Es bleibt ein Genuss mit Schrecken.
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am 8. März 2005
Ich habe den Film zum ersten Mal Anfang der 80er Jahre an einem düsteren Samstagabend im Fernsehen gesehen - das war ein schwerer Fehler!!! Damals war ich nämlich erst 12 Jahre alt und konnte (wie auch meine Freunde) nach dem "Genuß" des Streifens wochenlang nicht mehr richtig einschlafen - er hatte abrupt ein Stück unserer Kindheit zerfetzt. Wie sollte ich auch ahnen, daß er von verstörender Kraft war, als z.B. ein Dracula oder ein x-beliebiger anderer Gruselfilm je hätte sein können. Seit dieser Zeit hat mich dieses Meisterwerk nicht mehr losgelassen - so etwas hat bislang kein anderer Psychoschocker oder Horrorfilm der Neuzeit schaffen können - und ich kenne viele Schocker... Ein bildgewordener, nicht mit Worten zu fassender und zu beschreibener Alptraum, aus dem es jedenfalls für den Hauptprotagonisten (Donald Sutherland in der Rolle des John Baxter) kein Erwachen gibt. Jeder, der Psychothriller und Horrorfilme nicht gleich mit einer "blutigen Metzelorgie" gleichsetzt, muß hier unbedingt zugreifen. Übrigens: Wenn man sich den Film des öfteren anschaut, wird man als aufmerksamer Zuschauer alle Puzzleteile, aus dem er besteht, auch zusammensetzen können - sinnlos ist dieser Schocker dann bestimmt nicht mehr, wie leider eine ältere Rezension hier behauptet! Am besten kann man ihn dann mit "The Sixth Sense" vergleichen, der am Schluß jeden aufgeschlossenen Zuschauer ebenfalls wie ein Hammerschlag trifft - allerdings etwas versöhnlicher und nicht so brutal wie dieser Film hier. Auf visueller Ebene schafft er ebenfalls Unglaubliches: noch nie sah Venedig so düster und hoffnungslos schön aus, wirkt jede Person, die dem vom Schicksal schwer getoffenen Ehepaar (Christie und Sutherland) in der Lagunenstadt begegnet, so undurchsichtig und verdächtig, wie in diesem Thriller. Nicolas Roeg hat sich als Regisseur hiermit ein filmisches Denkmal gesetzt. Ein Klassiker, den man nie mehr vergessen wird und beileibe kein "alter Schinken" der nunmehr schon 32 Jahre "auf dem Buckel" hat... - am besten des Nachts in aller Ruhe konzentriert ansehen!!! Ich wünsche Ihnen danach gutes Gelingen beim Einschlafen - während des Films dürfte dieses sowieso ausgeschlossen sein ;). PS.: Wem sich die Story nach Betrachtung der DVD nicht völlig erschließt, dem soll an dieser Stelle noch die Kurzgeschichte in Buchform von Daphne du Maurier "Spätestens in Venedig" ans Herz gelegt werden...
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am 23. November 2011
Wenn die Gondeln Trauer tragen - über den Film selbst braucht man sicher kaum Worte zu verlieren. Ein Klassiker, zurecht, und ein Highlight des 70er Jahre-Kinos. Mit zwei brillanten Mimen in den Hauptrollen und einer klasse Kameraarbeit, welche die kalte Tristesse, die morbide Aura der Lagunenstadt Venedig einzigartig einfängt. Was habe ich mich also gefreut, dass es diesen lange vermissten 5-Sterne-Film endlich auf BD gibt. Dass es ihn also überhaupt gibt, wäre eigentlich Grund zur ungetrübten Freude.

Aber das Bild! Mein lieber Herr Gesangsverein, schlimmer geht's nimmer! Es gibt mittlerweile genügend Beispiele dafür, wie man auch einen alten Klassiker bildtechnisch in die neue Zeit holt - aber dieser Film gehört wahrlich nicht dazu. Gesehen auf meinem 59-Zöller neuer Generation kam mir das kalte Grausen: Hier grieselt es nicht leicht, hier herrscht dickster Griesbrei. Wirken manche Szenen wie mit viel zu viel Scharfzeichner bearbeitet, wirken wieder andere genau umgekehrt wie mit dem Weichzeichner extremst zugesoftet - nur die richtige Mitte wird dabei so gut wie nie getroffen. Da stellt sich mir wirklich die grundlegende Frage: Soll man einen super Klassiker auf BD überhaupt veröffentlichen, wenn das Bild nur als mittlere Katastrophe hinzubekommen ist? Oder sieht man vom Herausbringen nicht lieber ganz ab, bis es besser geht? Na ja, ich habe mich schlussendlich für erste Variante entschieden und ein "besser so, als gar nicht". Aber es bleibt eine ziemliche Enttäuschung zurück - von einer Cinemathek ausgewählter Filmperlen hätte ich eine deutlich bessere Bildrestaurierung erwartet. 5 Sterne Film, 0 Sterne Bild macht im Schnitt zweieinhalb - des Films zuliebe aufgerundet auf drei Sterne. Wenn überhaupt, nur zu empfehlen für kleinere Displays, auf denen man die Bild-Nichtqualität weniger erkennt. Wenn die Erwartungen Trauer tragen...
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NR. 1 HALL OF FAMEam 13. August 2002
"Wenn die Gondeln Trauer tragen" - oder "Don't look now" der wesentlich tiefgründigere Titel des Films in OV - ist ein Cineastisches Glanzstück, welches sich in einer Rezension nur unzureichend beschreiben läßt - dennoch der Versuch, die Einzigartigkeiten des Films herauszustreichen.
Aktuell werden wir von mittelmäßigen bis schlechten "Horror"-Filmen ja geradezu überschwemmt, die nach dem Schema X oder Y funktionieren: Man nehme ein paar Teenager, einen schlitzwütigen Psychopathen mit schwarzem Cape und Fratzen-Maske, füge ein paar billige Schockeffektchen hinzu und fertig ist das Produkt für die breite Masse, die sich an anspruchslosen Serienproduktionen aus Hollywood zu ergötzen vermag.
"Wenn die Gondeln Trauer tragen" ist Welten und Lichtjahre davon entfernt. Dieser Film lebt von seiner subtilen Erzählweise, die das Grauen und den Grusel im Kopf entstehen läßt anstatt auf der Leinwand oder den Surround-Boxen. Regiesseur Nicolas Roeg schuf - in Großbritannien wohlgemerkt, nicht in Hollywood - ein zeitloses Meisterwerk, eine Refenenz für "akademischen Horror", wie etwa auch Roman Polanski mit "Rosemaries Baby".
"Wenn die Gondeln Trauer tragen" spielt mit hintergründigen Codes - etwa der Farbe rot - der Gnom, der Regenmantel des kleinen Tochter; zwei Schwestern von denen eine blind ist, aber dennoch "sehen" kann - solche Filme werden heute einfach nicht mehr produziert - leider.
Die ineinander verwobenen Geschichten verschiedener Zeitebenen (z.B. das Dia, auf dem "etwas" mit roter Kaputze zu sehen ist als Vorwegnahme späterer Ereignisse, das umgeworfene Trinkglas als Metapher für das Ertrinken der Tochter im See). Dazu spielen Donald Sutherland (damals wirklich gut, heute begnügt er sich damit, den ewigen Unsympathler zu spielen) und Julie Christie ("Dr. Schiwago" !) derart glaubwürdig ein Ehepaar wie selten jemand nach ihnen - insgesamt ein höllisch guter Trip ins Unterbewußtsein, ein Film, der auch bei abgehärteten Thriller-Fans für schlaflose Nächte sorgen dürfte (und man wird danach Venedig mit ganz anderen Augen sehen ;-) ).
Weshalb man diese DVD dennoch - und schweren Herzens - abwerten muß, ist die sagenhaft lieblose Aufmachung, die Kinowelt da geliefert hat: Gerade mal durchschnittliche Filmqualität, aber dem Ganzen die Krone setzt die mieserable englische OV-Tonspur auf, die derart schrill und kratig klingt, daß man kaum ein Wort der Dialoge - die nicht zuletzt zentraler Bestandteil des Films sind. Dazu kein "Making of...", lediglich ein Kinotrailer...das hat dieser Film wirklich nicht vedient.
5 Sterne für den Film (oder auch mehr), gerade mal einen für die DVD - und die Hoffnung auf einen würdigeren Re-release...
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am 11. November 2014
Daphne du Mauriers vielschichtige Erzählung „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ (OT: Don't look now) zählt für mich zu den herausragenden Horrorgeschichten, sie ist hervorragend konzipiert und lässt mir Schauder über den Rücken laufen, wie es eine gute Gothic-Story tun sollte. Wie bei den „Vögeln“ gilt auch hier: wer die Verfilmung kennt, sollte trotzdem unbedingt die literarische Vorlage lesen, es lohnt sich ganz gewiss. Daphne du Mauriers Erzählungen sind moderne Klassiker, die spannend sind und Gänsehaut garantieren, zugleich aber beherrscht die Autorin die Kunst, vieles offen und in der Schwebe zu lassen, wie es Henry James mit „The Turn of the Screw“ vorgemacht hat. Der Reiz der Geschichten wird hierdurch beträchtlich erhöht.

Doch nun zur Verfilmung, um die es hier gehen soll. Buchvorlagen können niemals 1:1 ins Medium Film umgesetzt werden, und auch hier wurden etliche Anpassungen vorgenommen. An die Stelle literarischer Motivketten treten im Film bestimmte Bilder und Farben, die von Anfang an auftauchen und nichts Gutes verheißen. Diese Bilder ziehen sich bis zum furchtbaren Finale durch den Film und begleiten den Zuschauer wie ein böses Omen. Ich finde die filmische Umsetzung gerade wegen ihrer Abweichung vom Buch sehr geglückt, weil die Farbe Rot und die Bilder eines dem Untergang geweihten Venedigs ein hoffnungsloses, verwirrendes Setting schaffen. Dazu immer wieder das Motiv des Wassers, das ja bekanntlich das Unterbewusste symbolisiert, und das die Kamera zwar sehr massiv, aber trotzdem wirksam einsetzt. Eine gelungene Ergänzung oder, wenn man es so nennen will, eine Variante zur Buchvorlage.

Donald Sutherland ist ein ganz besonderer Schauspieler, der anspruchsvollen Rollen gerecht wird, aber auch im Paranoia-Kino brilliert. Diese Bandbreite kann er im Film voll zum Einsatz bringen, mal nuanciert, mal wie ein Keulenschlag. An seiner Seite Julie Christy, die weit mehr als nur Eye-Candy ist, aber in der Rolle der traumatisierten Mutter manchmal etwas farblos bleibt.

Im Fazit ein unbedingt sehenswerter Klassiker, der der üblichen Genrekost weit überlegen ist und auch ohne Schockeffekte eine gestörte Nachtruhe verspricht.
Und natürlich Hut ab vor einer gelungenen Literaturverfilmung, die im notwendigen Maße sich von der Vorlage emanzipiert und dieser gerade deswegen in weiten Teilen gerecht wird.
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am 4. Februar 2012
... in den dunklen Gassen eines Noir-Venedig.
Zum Plot sage ich nichts, der ist hier schon gut beschrieben.
"Wenn die Gondeln Trauer tragen" (eigenartige Titelinterpretation von "Don`t look now") ist ein 70er-Film. Dementsprechend ist auch die Optik etwas schlicht und auch auf spektakuläre Effekte wartet man vergebens ... Gott sei Dank! Wer Splatter-Horror der Machart mag, dass auf eine plötzlich hervorschießende Monsterklaue auch ein lauter Musikakzent folgt, der macht um diesen Film bitte einen großen Bogen. Der Horror ist viel subtiler, viel weniger greifbar und spielt sich bis kurz vor Schluss fast ausschließlich in der Gefühlswelt des ZUSCHAUERS ab - Kino, wie es heutzutage doch selten geworden ist.
Anfangs mag man irritiert sein, wirkt das Spiel der Protagonisten doch ungewohnt bzw. ungeschönt ... bis man erkennt, wie sehr man schon vom überproduzierten Hollywood-Einheitsbrei mit seinen Klonschauspielern manipuliert ist. Spätestens nach zwanzig Minuten spielt der Film aber genau damit seine größte Karte aus: Glaubwürdigkeit. Keine Szene ist übertrieben, keine Szene ist ein Filmklischee. Wir sehen zwei Durchschnittsmenschen, die in Dinge verstrickt werden, die sie nicht begreifen, die von Menschen umgeben sind, die irgendwie alle mehr zu wissen scheinen als sie selbst.
Das Leitmotiv des Films ist dabei deutlich subtiler, als es den Anschein hat. Es ist nicht der Tod, wie man denken könnte, noch ist es die Esoterik. Es ist die FÄLSCHUNG.
Überall begegnen wir ihr. Die vielen Einstellungen, in denen die Figuren im Spiegel zu sehen sind, also nur deren Imitation. Die Kirche, die sich statt als Ort des Friedens fast als Todesfalle herausstellt. Der "falsche" Priester, der mehr an Geld als an Gott Interesse findet. Die falschen Fährten, auf die uns der Regisseur führt (der Sex ... die hämisch lachenden Schwestern ... der Kommissar, dem man auch nicht mehr traut als allen anderen, windigen Figuren ...), die Engelsstatuen ohne Kopf als groteske Antithese des liebeserfüllten Venedigs. Und natürlich die fatale Fälschung, der der Protagonist aufsitzt und die am Ende zum blutigen Finale leitet.
Eine irrwitzige Fahrt in diffusem, mysteriösem Nebel zwischen Präkognition, Hoffnung und Horror. Für Fans ehrlich anspruchsvollen Grusels.
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