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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
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am 12. Oktober 2001
Majestätischer Pop für die ruhigeren Momente des Tages. Diverse Assoziationen - Björk, Portishead, Cardigans, Propellerheads mit Shirley Bassey - aber dennoch völlig anders. Die Artenfülle an Klangfarben schließt Streicher, Blech- und Holzbläser, Melodica, Ukulele, sowie das Pfeifen von Alison Goldfrapp mit ein. Walzerklänge, Easy Listening-Momente und angedeutete Falsettjodler in "Oompa Radar"... "Human" könnte aus einem James Bond-Soundtrack entstammen. Fragile Synthieklänge, zB in "Lovely Head" oder "Utopia" erzeugen Eindrücke kühler Fremdartigkeit. Die Grundstimmung gleitet aber zu keinem Zeitpunkt ins Düstere ab, bleibt elegant und beherrscht, melancholisch, aber voller Kraft.
Wie die aktuelle LP von Simian lebt auch diese Platte von ihrer organischen Verbindung von retroartigen Klängen mit dezenter Elektronik.
Allerdings bleibt bei Goldfrapp das Konzept den ganzen Longplayer hindurch spannend, und schafft - nicht zuletzt dank der faszinierenden Stimme - eine entrückte, reiche Atmosphäre.
Gehaltvoll auch die Bonus Disc ... die Remixes gleichen nicht einfach aufgemotzen Originalen: schöne Instrumentalversionen von "Lovely Head" und "Utopia", witzig: "UK Girls" beinhaltet eine Coverversion von Olivia Newton Johns "Physical" und "Human" mit spanischen lyrics wird interpretiert von Calexico...
Fazit: abenteuerlich und meditativ zugleich, was für Genießer jenseits aller Schubladen. Ob man's nun Triphop nennen muß oder es in der Nähe von modernem Prog sehen möchte, wer sich an komplexeren atmosphärischen Klängen erfreut, wird diese Platte lieben.
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am 4. Februar 2001
Hmm, sofort gekauft. Zwei Minuten reingehört...Die brauch ich! Dann daheim reingelegt. Mann oh mann, was für eine Platte! Was für eine Stimme! Aber soviel erstmal vorneweg. Die CD gefällt natürlich mal wieder nicht jedem. Wer (schlechtes Beispiel) Radioheads letzte Veröffentlichung nicht mochte, wird diese hassen, aber irgendwie is diese Musik (ein Debüt!) ein erfrischende Abwechslung, im doch sonst ach so monotonen Musikleben. Diese Platte läuft jedenfalls mittlerweile bei mir auf Heavy Rotation. Heute sagte ich zu meinem Vater: "Das ist moderne Klassik!" Ob ich damit zu hochgegriffen habe, weiß ich nicht. Ich denke jedoch nicht. Auch wenn man diese Musik nicht mag, kann man doch nicht umhin, sie faszinierend zu finden. Denn die Lieder sind von so fragiler Schönheit, dass man manchmal nicht weiß, warum man eigentlich weint. Herausstechen tut eigentlich kein Lied, alles ist in wunderschöner slow-motion gehalten. Und generell gilt sowieso wieder: Wer Christian musikalisches Talent zuspricht (solls tatsächlich geben), sollte die finger von diesem album lassen, aber diese Leute werden diese Rezension wahrscheinlich sowieso nie lesen. Bestes Lied: Oompa Radar Eingewöhnungsphase: 3-4mal hören
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am 16. November 2002
Solche Platten gibt es nur ein, zweimal im Jahrzehnt... Man horcht bei den ersten (gepfiffenen) Tönen von "lovely head" auf, und lässt sich im warmen Klangbad treiben. Es handelt sich um jene Art von neuen Songs, die dennoch - trotz aller Elektronik - klingen, als wären sie Klassiker... Was an den orchestralen, warmen Breitwand- Arrangements, aber auch an der vollen, weichen Stimme von Allison Goldfrapp liegt.
Aber wozu viele Worte machen um eine Platte, die direkt ins Herz schießt und unglaublicher ist als alles, was Portishead je gemacht haben... Pure Magie.
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am 7. Januar 2007
Ich legte mir erst "Supernature" von Goldfrapp zu und danach "Felt Mountain". Obwohl man sie schwerlich vergleichen kann, gefiel mir Supernature besser. Nun nicht mehr...

Ich hörte Felt Mountain das erste Mal im Auto, weil ich "Supernature"-Ähnliches erwartete. Naja, die Scheibe fiel voll durch, ich dachte, da hört man ja gar nix weiter... ;-)

Dann legte ich die Scheibe nochmal in meine Anlage zu Hause und ließ sie zweimal durchlaufen - es war der Hammer. Das Album entfaltet einen Zauber, der schwer zu erklären ist. Man liegt auf der Couch, schließt die Augen, und lässt sich von den Songs tragen. Schon der Opener "Lovely Head"... wenn man als Musiker in seiner Karriere einen solchen Song hinbekommt, dann HUT AB! Nur gilt das bei "Felt Mountain" für alle Songs! Ich höre das Album seitdem regelmäßig - allerdings nicht mehr im Auto :-)

Solch ein Werk ist ein Geschenk - höchste Punktzahl!
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am 16. Februar 2001
Die Jahrtausendwende verlief musikalisch gesehen irgendwie unspektakulär, vor allem was die experimentelleren, nicht so Mainstream orientierten Musikstile anbelangt.Hin und wieder brauche ich eine Platte, in die ich mich richtig hineinsteigern kann, welche mich zu pausenlosen Ausstößen wie "Genial", "Phänomenal!","Ich liebe sie!" etc hinreissen läßt. In den Jahren vor 2000 waren das Platten von Roni Size, Goldie, Tricky, Lamb, Portishead,etc. Goldfrapps "Felt Mountain" ist so eine Platte,die dies vermag; doch sie mit den oben aufgeführten Artists zu vergleichen, käme ihr nicht gerecht. Elektronik steht meistens ganz im Hintergrund, die teils schrägen Geräusche werden teils akkustisch-instrumental, teils von der genialen Stimme Alisons hergestellt. Viele Elemente aus klassischer Musik, aber auch Folkore und nach Filmmusik Klingendes wurden zu einem vielschichtigen Klanggemälde gewoben. Hier und da ein paar elektronische Akzente..und diese Stimme!!! Himmlisch, schräg, cooool! Goldfrapp entführen in eine abgedriftete Traumwelt, manchmal glaubt man, in einem dieser alten Ganghofer Filme,die unsere Großeltern so liebten, gelandet zu sein, bis man sofort wieder durch die eigenwillige Komposition eines Besseren belehrt wird. Textlich driftet die Platte zeitweise ins Bizarre ab "..fascist baby...Utopia..." und auch das Gesamtdesign des Goldfrapp Werks kann nur als parodistisch-ironisch bewertet werden: Auf dem Cover der Vorab-Single "Lovely Head" im letzten Jahr ist - als Scherenschnitt-Bild- ein Mädchen zu sehen,das in von Rehen bewanderter Naturidylle den Kopf des Geliebten umherträgt. Nach jahrelangen -zwar mir positiv aufgefallenen- aber dennoch recht unspektakulären Gastauftritten auf den Platten anderer, wer hätte da so einen genialen Auftritt in eigener Sache von Alison Goldfrapp erwartet. Wahrscheinlich musste sie in Will Gregory erst ihr musikalisches Pendant finden. Es war jedenfalls mindestens fünf Jahre überfällig! Ich bin sehr gespannt was in den nächsten Jahren noch so kommen wird!!!
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VINE-PRODUKTTESTERam 29. März 2008
Wurde diese Frau eigentlich schon von den James Bond-Produzenten eingeladen, den Titelsong zu einem Bond-Film beizusteuern. Würdig wäre sie allemal: nahezu jeder Song wirkt wie aus einem dieser Filme, eine Musik, die das Mondäne eines Shirley Bassey-Hits der 60er Jahre mit moderner Synthie-Technik und Samples verbindet und damit einen ähnlichen Spagat hinlegt wie weiland Portishead, ohne dass diese jedoch kopiert werden. Vielleicht ist es dieser Spagat, der das Album zeitlos und bereits jetzt zu einem Klassiker macht. Denn heraus kam ein ganz erstaunliches Debüt, das Beste, was Goldfrapp seither gemacht haben, ein rundum rundes Album zum Immerwiederhören, ein Soundtrack fürs Kopfkino mit bemerkenswerter Dramaturgie und sorgfältiger Produktion, mit Experimentierlust, ohne sich zu verzetteln, und mit einer gurrenden, pfeifenden und jodelnden Alison Goldfrapp. FELT MOUNTAIN ist eines der wenigen Alben, das mich gleich beim ersten Hören vollständig für sich eingenommen hat. Mein Favorit ist HUMAN, das einen flotten und quietschigen Chachacha hinlegt und der bereits erwähnten Shirley Bassey vielleicht am nächsten kommt. Und doch fügt es sich wie auch die stilleren Titel hervorragend ein in ein Album voller Höhepunkte und ohne Durchhänger. Ganz eindeutig: höchste Punktzahl.
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am 1. Oktober 2005
Das ist ein Wahnsinnsalbum, das ich erst nach der VÖ von "Supernature" entdeckt habe. Goldfrapp waren 2000 noch sehr verträumt, sphärisch und einfach anders. Tolle Chillout Songs, mit Jazz und Pop vermischt, die teilweise an Soundtracks erinnern. Da kommt hier mal ein verträumter jazziger Song mit Piano: "Pilots", Chöre mit tollen Instrumenten und auch jazziges Gefühl bei "Brown paper bag", Elektro-Pop in "Utopia" und balladeskes Feeling in "Horse tears", Zirkustöne in "Oompa radar" und so weiter, das lässt einen nicht los, teilweise sehr originell und kreativ, verschroben und anders, dann wieder sehr eingängig mit Gänsehauteffekten!
Chillout meets Glampop meets Jazz meets Soundtracks....oder so ähnlich!
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Die Sängerin und Namensgeberin dieses Duos Alison Goldfrapp lieh früher Stücken von Tricky und Orbital ihre Stimme und wollte eigentlich keine Musik mehr machen - bis sie einen Seelenverwandten in Will Gregory fand. Mit ihm hat sie auf ihrer ersten CD einen Streifzug durch die Welt der sphärischen Klänge, der eigentümlichen Miniaturen und kühlen Popzitate.
Um es irgendwie verständlich zu machen: nehmen sie die Associates, Kate Bush und Scott Walker in einem Film, dessen Musik von Ennio Morricone geschrieben wurde - und sie haben den Rahmen für dieses Album in etwa abgesteckt. Andere Stimmen sagen, das höre sich nach Portishead ohne leidende Pose an - stimmt auch wieder. Die Produktion scheint ab und an in Zeitlupe zu verlaufen, die Stimme Goldfrapps bildet ein wichtiges lautmalerisches Element in dem Gesamtbild und wenn man sich auf diese CD eingelassen hat ist sie auch schon vorbei und man will sie nochmals hören. Einzelne Stücke herauszugreifen unterlasse ich diesmal bewußt, denn das leider viel zu kurze Album (Spielzeit unter 40 min.) wirkt am Besten als Einheit.
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am 22. Oktober 2001
und auf einmal gibts diese cd und fegt alles vom tisch....unglaublich diese stimme, traumhaft die melodien und das arrangement der einzelnen songs....unglaublich wie schön diese filigrane stimme kleine geschichten zu grossen meldoien anstimmt, es ist zu einfach goldfrapp in die portishead-ecke zu schieben, sie sind viel zu eigenständig um sie zu kategorisieren. jedenfalls eine der besten cds des jahres......ganz gross!!!als nette zugabe auf der zweiten cd: abwechslungsreiche mixe, einen kleinen film und das absolut geniale "physical" cover von olivia-newton john runden diese limited edition zu einem kompakten ganzen ab.
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am 15. Juli 2004
Diese Musik ist von einem anderen Stern. Ich liebe sie! Ein Sog überwältigt jeden, der es hört und der nicht völlig zu Eis erstarrt ist. Tiefgründig, real träumend und regelrecht abhängig machend. Ob man "Felt Mountain" entspannt als Hintergrundmusik laufen läßt oder direkt konzentriert darin versinkt, es ist ein Genuß. Hier wurde Kunst gemacht, die man immer wieder genießen kann und will. Kaufen, lieben, ohne sie nicht mehr leben...
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