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Kundenrezensionen

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am 6. Februar 2002
Island, das Land der Geysire und Gletscher, hat in musikalischer Hinsicht schon längst mehr zu bieten als nur Björk.
Sigur Ros (zu deutsch: Siegesrose) hatten erstmals 2000 Jahr europaweit als Vorband von Radiohead für Furore gesorgt, nachdem die vier Jungens im zarten Alter von 21 bis 24 in ihrer Heimat schon 1999 die best-verkaufendste Band waren.
Und ihr Album "Agaetis Byrjun" (zu deutsch: ein neuer Anfang) hat eine gewisse Aufmerksamkeit durchaus mehr als verdient.
Ausgehend von einer klassischen Rockinstrumentierung, d.h. Gitarre, Bass, Schlagzeug, schaffen es Sigur Ros unglaublich filigran wirkende Klanggemälde zu erschaffen, die die manchmal etwas der Welt entrückte Stimmung der Landschaft Islands direkt in Musik zu übertragen scheinen. Neben dezenten Keyboardteppichen, Streichern und choralen Klängen leistet hierzu der Gesang von Jan Thor Birgisson einen großen Beitrag. Die Texte sind nämlich komplett auf isländisch bzw. in einer darauf basierenden Fantasiesprache gehalten. Dieser Umstand schränke die Verständlichkeit keineswegs ein, so meint z.B. der Bassist Georg Pall D''rason: "Wenn du zuhörst und sich in deinem Kopf eine bestimmte Geschichte entwickelt, dann ist das genau das, wovon die Texte handeln ."
Der Ansatz den Sigur Ros verfolgen erinnert am ehesten noch an ihre Mentoren Radiohead und deren letzte Alben "Kid A" und "Amnesiac" oder an Bands wie Godspped You Black Emperor! oder die Briten Hood.
Das britsche Magazin "The Face" sprach gar von "Musik, die sich wie Parfüm entfaltet und höher als der Himmel aufsteigt."
Etwas nüchterner ausgedrückt ist "Agaetis Byrjun" der ideale Soundtrack für ruhige Stunden und ist damit sowohl als Entspannungsmusik in stressigen Zeiten als auch für jeglichen "Day After" geeignet.
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am 19. Oktober 2000
Als Vorband für Radiohead haben sie gespielt. Und auf der Expo, als musikalische Vertreter ihres LAndes Island, wo sie zu Superstars avanciert sind. Irgendwas muss also dran sein an dieser Band habe ich mir gedacht, aber, weil ich keine Karten für Radiohead bekommen habe und an den falschen Tagen auf der Expo war, den Namen gleich wieder vergessen. Dann die Plattentests. Von einer "Platte wie ein Schrein" war da die Rede. Diesmal war ich klüger und habe sie mir "blind" gekauft, bevor ich's vergessen konnte. Ich habe mir zuhause meine Kopfhörer aufgesetzt und war gespannt, was mich da erwartet. 9 Songs (+Intro) und 72 Minuten später war ich nicht mehr dort. Ich war ganz weit weg, in einem Tagtraum versunken. So etwas schönes war mir lange nicht mehr untergekommen. Gut mancher mag es kitschig nennen, wenn eine Band ein Stück zehn Minuten lang auslebt, sich dabei von gewohnten Strukturen löst und einfach eine Atmosphäre aufzubauen versucht. Ich nenne es begeisternd. Diese Platte hat mich gefangen und wird mich so schnell nicht wieder loslassen. Schade, dass ich die Band erst jetzt kennengelernt habe.
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am 2. September 2000
Alle paar Jahre findet man eine CD, die jenseits von gängigen Klängen und Strukturen durch die Musik einfach nur Stimmungen transportiert. Bei mir waren das "69" von A.R. Kane, "Spirit of Eden" von Talk Talk oder auch "Millions Now Living Will Never Die" von Tortoise. Genau in dieser Tradition sehe ich auch "Agaetis Byrjun" von Sigur Rós, auch wenn die genannten musikalisch nicht vergleichbar sind. Eine Songstruktur ist nur schwer auszumachen, trotzdem schieben sich hier und da betörende Melodien in den Vordergrund. Das Spiel zwischen Stille und Lärm wird auf die Spitze getrieben, genau wie das Spiel mit den Stilen. Fast schon an Pink Floyd gemahnender Rock wechselt mit beinahe klassischen Elementen. Das ist Kunst, die weitestgehend eine falsche Künstlichkeit vermeidet. Das wichtigste ist der Transport einer bestimmten Stimmung, hier eher mythisch/melancholisch, hin zum Hörer, um diesen für sich einzunehmen. Und das gelingt hervorragend. Dabei besetzen Sigur Rós ein Feld, das in den letzten Jahren eher von Trip-Hop-Bands wie Portishead besetzt war und sind hier eine willkommene Abwechslung. Wer Musik nicht einfach nur hören, sondern auch erleben will, hat mit "Agaetis Byrjun" die richtige CD gefunden.
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am 22. November 2004
Das zweite Sigur Ros-Album "Agaetis byrjun" bietet faszinierende Klangwelten, die schwer zu beschreiben oder einem Genre zuzuordnen sind.
Beim ersten Hören wirkt die Musik der Band, die sich aus einem Gitarristen und Sänger, einem Bassisten, einem Keyboarder und einem Schlagzeuger zusammensetzt, sehr experimentell.
Die verwobenen, geheimnisvollen Klangteppiche, die enorme Länge der Stücke, die Verwendung der isländischen Sprache in Verbindung mit der sehr feminin wirkenden Stimme des Sängers, all dies wirkt auf den "Mainstream-Hörer" erstmal exotisch und irgendwie nicht von dieser Welt.
Genau das ist die Atmosphäre, die in den einerseits düsteren, aber andererseits auch sehr viel Wärme ausstrahlenden Kompositionen erzeugt wird. Man fühlt sich mindestens auf die einsame Nordsee, wenn nicht sogar in die unendlichen Weiten des Alls versetzt - man sollte diese Musik also vor allem nachts im Bett genießen; ich würde sogar dazu raten, sie niemals bei Tageslicht zu hören, das wirkt dem Flair der Platte entgegen.
Doch all diese ungewöhnlichen Attribute täuschen bei oberflächlicher Betrachtung leicht darüber hinweg, dass es sich bei den Kompositionen der genialen Isländer um Stücke mit eingängiger, ja sogar sehr simpler und gut nachvollziehbarer Song-Struktur handelt. Redundante Akkordfolgen und prägnante Melodielinien kennzeichnen die Musik ebenso wie die aufwändigen und prachtvollen, komplex wirkenden Arrangements.
Der Sound des Albums ist einzigartig: Über allem schwebt stets ein geheimnisvolles Rauschen, wie der Wind oder das Meer.
Des weiteren erzeugen Orgel-artige Sounds oftmals den Basis-Sound des Songs, begleitet von einem wuchtigen Bass und einem meist dezent-jazzigen, an den richtigen Stellen aber auch brachial zuschlagenden Schlagzeug-Sound. Aber der Hammer ist die mit einem Cello-Bogen gespielte E-Gitarre; dieses mehr als gelungene Klangexperiment zieht sich als Stilmittel durch den Großteil der Songs. Der dabei erzeugte Sound gleicht einem wuchtigen Klangteppich, irgendwo zwischen E-Bass und verzerrter E-Gitarre, stets mit langgezogenen Tönen eingesetzt, einem E-Bow-Sound ähnelnd und kraftvoller und packender als die genialsten Rückkopplungen von Peter Buck.
Für die filigranen Momente sorgen das gute alte Pianoforte sowie ein Streichersatz. Letzterer sorgt jedoch auch gern mal für packende, laute Momente.
Dabei wird bereits nach wenigen Hördurchläufen deutlich, dass "Agaetis byrjun" ein Gesamtkunstwerk ist, das mit dem berühmten roten Faden ausgestattet ist und bei dem der feste Albumzusammenhang oberste Priorität hat:
Das Ganze beginnt mit einem rückwarts abgespielten Teil des Titeltracks, der recht schnell in die geheimnisvollen Akkorde des ersten Songs "Svefn g-englar" übergeht, welches der unheimlichste Track der Scheibe ist, allein schon wegen der sehr einprägsamen Gesangsmelodie...
es folgt das prägnanteste Stück "Staralfur", welches komplett auf einem Streichermotiv aufbaut und sehr schöne Melodien in Gesangs- und Instrumentalpassagen enthält.
Bei "Fluglufrelsarinn" handelt es sich um ein relativ "poppiges" Stück, das aus Strophen und Refrains besteht und dessen Reiz sich vielleicht am schnellsten erschließen lässt, gerade wenn man andere Klänge gewohnt ist.
"Ny batteri" hingegen besticht durch sehr dunkle und verwobene Gesangspassagen sowie sehr simpel aufgebaute, aber ebenso kraftvolle, brachiale Schlagzeug-Kicks.
Dieses Stück ist zusammen mit "Hjarto hamast" das verstörendste Lied der Platte. Bei letzterem geben sich ein recht jazzig wirkendes Riff, über das höchst unheimlicher, jammernder Gesang gelegt wird, sowie ein hoch über der Erde schwebender, hymnischer Refrain die Klinke in die Hand.
Der Song endet mit einem Störgeräusch, das vielleicht den Urknall oder eine Supernova akustsich repräsentieren könnte.
Wenn man sich die CD erschlossen hat, greifen all diese auf den ersten Blick sehr ungewöhnlich wirkenden Stilmittel so ineinander, dass man das Album nur noch für ein perfektes Kunstwerk halten kann.
Die vielleicht schönsten Stücke sind "Vidlar vel til loftarasa" und "Olsen olsen"; zwei Songs, die von herrlichen, warmen Melodien geprägt sind und vom Arrangement her so angelegt wurden, dass sie sich spannungsvoll und langsam einem Höhepunkt nähern, an dem die ganze Energie der Leitmotive explodiert und dem Hörer einen kalten Schauer den Rücken hinunter laufen lässt.
Den Abschluss machen der von Klavier und Akustikgitarre dominierte, verhältnismäßig "normal" klingende Titelsong sowie das Stück "Avalon", welches nichts anderes ist als ein unendlich verlangsamt abgespielter Instrumentalauszug aus "Staralfur".
Musik aus einer anderen Welt, ja aus einer anderen Dimension!
Wirklich? Vielleicht von ihrer Wirkung her, ihre Machart ist jedoch gut nachvollziehbar! Sigur Ros - mehr als ein Geheimtipp aus dem wunderschönen hohen rauhen Norden!
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Liebe Leserinnen und Leser,

ich möchte Ihnen nur eine kleine Liebeserklärung meinerseits zu diesem Album geben. Im Sommer war ich für 2 Wochen auf Island und habe diese wunderschöne Insel gesehen.

Als wir mit dem Allradbus nach Þórsmörk gefahren sind, hab ich mitunter das Album Ágætis Byrjun gehört. Es ist wie mit italienischem Wein. Derselbe Wein schmeckt in Italien einfach anders als in Deutschland. Sobald ich beispielsweise das Lied Viorar Vel Til Loftarasa höre, geht mir einfach das Herz auf. Dieses Lied gibt soviel Gefühl preis und man sieht die Insel mit anderen Augen. Eine Erinnerung bleibt für das Leben, dieses Lied werde ich für mein Leben lang nicht mehr von Island trennen können. Dieses Lied ist für mich Island.

Jeder verknüpft bestimmte Lieder mit bestimmten Situationen im Leben. Wer sich dieses Album (es muss ja nicht das Lied Viorar Vel Til Loftarasa sein) anhört, kann sich vielleicht vorstellen, wie es auf Island ist, aber wer es auf Island hört, der weiß einfach, dass dieses Album Island ist. Ich hab mittlerweile alle Alben von Sigur Ros bezogen (teilweise noch vor dem Urlaub und teilweise nach dem Urlaub) und ich muss sagen, dass mir gefühlstechnisch keine Band im Zusammenhang mit Island so unter die Haut gegangen ist.

Meine Wurzeln liegen eher im elektronischen Bereich (also beispielsweise GusGus im Zusammenhang mit Island), aber diese Art von Musik ist einfach traumhaft schön und man kann auch im Nachhinein wieder Island erleben.

Weitere Anspieltipps:
Svefn - G - Englar
Olsen Olsen
Agaetis Byrjun

Wer vielleicht in Zukunft mal nach Island fliegen/fahren (mit der Fähre) möchte, sollte sich nur als Selbsttest dieses Album mitnehmen und mit ihm einfach mal die Zeit und Stille genießen.

Solltet Ihr Euch für diese CD oder den MP3-Download entscheiden, wünsche ich allen Leserinnen und Lesern ein schönes Hörerlebnis.
Falls Sie diese Rezension für zu einseitig oder anstossend empfunden haben sollten, bitte ich um Entschuldigung, aber das ist mein subjektiver Eindruck nach exzessivem Hören.
Gerne dürfen Sie mich mittels Kommentarbutton kontaktieren.
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am 8. Juli 2007
Man muss kein Melancholiker sein, um mal in sich gehen zu können.

Wir leben in einem Medienrummel, dem wir uns kaum entziehen können. Ungefiltert dröhnen die Superhits der 70-er, 80-er und 90-er auf uns ein, Ariel Futur und die Moral vom Vera am Mittag, Geiz-ist-geil-Geschrei oder, scheinbar für manche avantgardistisch, monotone Rhythmen, die Kralatmosphäre vermitteln sollen, aber selbst solche beleidigen.
Alles dient oder führt dazu, uns Kopf und Seele zu verdrehen, uns unseres Selbst zu entfremden und aufzugehen in der Rolle des Mitmachens, fleißige Rädchen im System, nicht fragend, nicht forschend, nicht spürend, sondern handelnd in dem Sinne, in dem es nützlich sein soll - doch wofür?

Aus den grellen Finsternissen solcher Kultur tauchen manchmal Klarheiten empor.
Kompositionen dringen an unser Ohr, die unser inneres Ungewisses berühren, umfassen und erfüllen, als kämen sie nicht von außen, sondern unmittelbar aus uns selbst.
Sie geben uns Raum, Erfüllung und Selbstverstehen. Forseti, Dies Natalis und Sonne Hagal vermochten das zu leisten.

Aus den Nebeln des Ungewissen dringt nun Sigur Ros zu uns empor.
Sie leisten Gleiches, wenn auch in ganz anderer Weise, rühren uns an als unser Ultima Thule, als letzte Zuflucht vor des Alltags hektischen Wahn der inneren Ver- und Überfremdung.
Wir verstehen kein Wort, und wir verstehen doch, und wir verlieren uns nicht mehr in den Nichtigkeiten, die die anderen uns anempfehlen.

Es sind unsere Seelen, die Sigur Ros ins Schwingen versetzt, und selbst die Sprache klingt uns vertraut und bekannt, wenn sie sich auch der Analyse ihrer Bedeutung entzieht. Wir haben sie in den Genen, denn sie ist über 2000 Jahre alt und unsere erst 2000 Jahre jung.

Ich danke Amazone H. für diese Erfahrung. Seid umarmt, gehalten und geküsst bei dieser Musik.
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am 20. August 2001
Sinnliche Ruhe, hypnotische Trance, Glück & Trauer - all dies ist auf der 70 minütigen Reise mit Sigur Rós zu finden. Eine besonderes Stück Musik, welches die Zellwände der leider derzeitig zu häufig vorgefundenen musikalischen Belanglosigkeiten mit einer selten begegneten Leichtigkeit zu durchdringen vermag. Ferner laden die Musik und das Artwork, welches beinahe vollständig in isländischer Sprache gehalten ist, dazu ein, sich wirklich auf etwas einzulassen, dass einem vertraut durch Raum & Zeit, durch Licht & Dunkelheit und durch die Fragen des inneren Ichs transportieren kann. Dabei fällt es leicht, die Angst vor unangenehmen Fragen zu verlieren. Produzent Ken Thomas ist es gelungen, das orchestrale und sinnliche Werk akurat einzufangen und diesen Tonträger zu etwas zu machen, an das man sich zeitlos erinnern kann. Ein Vermächtnis aus glühendem Eis.
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am 17. Februar 2006
Alles fing mit Vanilla Sky an.
Der Soundtrack zum Film haute mich um. Sigur Rós ist auf dem Soundtrack. Mit Svefn-g-Englar, dem bekanntesten Stück dieser Platte. Ich dachte mir, ich wollte diese Band mal besser kennenlernen und kaufte mir "Agaetis Byrjun". Ich glaube, mir ist ausgegebenes Geld noch nie sinnvoller vorgekommen.
Svefn-g-Englar kennt ja jeder. Stille im Ozean. Blau. Man schwimmt wahrlich in der Musik, man wird von ihr umschlossen. Bei Starálfur gehts an die Wasseroberfläche. Der Sonne entgegenblickend. Und wenn man die Starálfur-Streicher am Ende gehört hat, weiss man, wie es im Himmel aussieht. Flugufrelsarinn ist kühl, wie ein Wintermorgen. Vernebelt. Mysteriös. Bei Ný Batterí wickelt sich Jónsis Gesang um die Basslinie wie eine Schlange. Der Sound wird immer dichter, bis zur Explosion am Ende. Dann kommt der Gipfel des Unfassbaren. Hjartad Hamast. Wahnsinn. Dieser Song ist episch, gross und erhaben. In Vidrar Vel Til Loftárása baut Sigur Rós eine einzigartig melancholische Stimmung auf, die sie am Ende mit Violinen zerstören. Mit Olsen Olsen und Ágaetis Byrjun geht es jetzt eher ruhig weiter. Der Ausklang des Albums mit Avalon hat etwas düsteres, interessantes.
Eine Perle der europäischen Musik, aus dem kalten Island.
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am 11. April 2006
Musik wie eine isländische Landschaft, in einem solchen Land kann man wohl nur diese Musik schreiben und auch hören. Weit, endlos, tröstlich, sehnsüchtig, einsam. Glasklarer Gesang untermalt von sphärischen Klängen, wunderbare warme Melodien, großartiges Arrangement. Man spürt die Wucht der rauhen nordischen Natur und findet beim Hören innere Ruhe. Ein großartiges Kunstwerk von großartigen Künstlern.
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am 27. Juni 2003
Als ich vor etwas längerer Zeit auf VIVA (glaube jedenfalls, es war VIVA) den Clip zu "svefn-g-englar" gesehen habe, war mir sofort klar, die Platte MUß ich haben!
Ich war sofort angetan von diesem bildhaften, wunderschönen, kriechend langsamen, überlangem Stück, welches sich unaufhaltsam in meine Hirnwindungen grub und sich dort festsetzte.
Ich habe mir das Album dann gekauft, und vom ersten Ton an wurde ich von der Musik mit auf die Reise genommen und wußte, wie es auf Island aussehen muß, ohne jemals dort gewesen zu sein.
Mir ist keine andere Band bekannt, die es schafft, eine derart bildhafte, aussagekräftige Musik zu erschaffen. Diese Band strotzt nur so vor Kreativität, Phantasie und Ideenreichtum, und ich muß sagen, daß es sich hierbei um selten begnadete Musiker handelt; auch im Hinblick darauf, daß die Bandmitglieder alle erst Anfang zwanzig sind. Sie verstehen es auf einzigartige Weise, so deutlich gezeichnete Klanggemälde zu kreiern. Nehmt z.B. ein Stück wie "hjarto hamast" und hört bzw. seht, wie ein Schneesturm über Island hinwegfegt, während der Sänger in Traurigkeit und Melancholie schwelgt, um im nächsten Stück "vidar vel til loftarasa" zu erleben, wie das Unwetter sich legt und die Sonne durch die Wolken bricht.
Erstaunlich hierbei ist, mit welch spärlichem Instrumentarium Sigur Ros die intensivsten Stimmungen und Bilder zu erzeugen in der Lage sind. "vidar..." beginnt mit einer leisen, wunderschönen Pianomelodie, die langsam intensiver wird, wobei sich die erzeugte Stimmung immer mehr steigert. Irgendwann gipfelt das Lied in einem gigantischen "Ausbruch", ein Orkan an Emotionen und Bildern, ein einziger Rausch von Gefühlen; du denkst, du schwebst; du möchtest am liebsten die ganze Welt umarmen vor Glücklichkeit, du fühlst dich wie Gott! Meiner Ansicht nach gibt es keine Band, die Sigur Ros im Bereich bildhafter Musik das Wasser reichen kann!
"agaetis byrjun" klingt wie eine Art "Island-Soundtrack". Ich empfehle euch, die Platte erst nach mehreren Durchläufen zu beurteilen; sie ist so ungewöhnlich, vielschichtig und facettenreich, daß sich dem Hörer ihre Schönheit in ihrer ganzen Pracht nicht sofort offenbart. Mal hört es sich an wie Britpop auf isländisch ("vidar vel til loftarasa"), mal hört man eine etwas seltsam gespielte Trompete (im Übergang von "flugufrelsarinn" zu "ny batteri"), mal ist es ein ruhiges, entspannendes Bass-Spiel, versehen mit weichem, unaufdringlichem Gesang ("olsen olsen"). Diese Musik passt auf jeden Fall in keine Schublade, was heutzutage bereits für sich eine Art Qualitätsmerkmal darstellt.
Wer richtige Kunst geniessen will, erschaffen von Musikern, die sich weit abseits vom Mainstream bewegen, sollte auf jeden Fall ein Ohr riskieren! Das ist Underground-Musik für den Kenner!
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