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Kundenrezensionen

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am 2. Juli 2003
Eigentlich ist das Erfolgsrezept von DM ganz einfach. Man nehme den besten Songschreiber der Welt (Martin Gore) und lässt diese von einem charismatischen Sänger mit einer wunderschönen Stimme (David Gahan) singen. Dazu werden die Songs von talentierten Produzenten abgemischt. Auch bei dem 1997 erschienenen Album „Ultra" war dies nicht anders. Die auf dem Album enthaltenen 11 Titel sind an sich wirklich abwechslungsreich und wurden von Tim Simenon perfekt produziert. Lediglich „Useless" klingt ein wenig leicht produziert und hört sich im Single Edit viel besser, reifer und cooler an. Natürlich stammen wieder alle Songs aus der Feder von Martin Gore der bei „Home" und „The Bottom Line" auch wieder selbst singt. Nun ist noch kurz auf die Titel an sich einzugehen. „Barrel of a gun": Irgendwie kann und will ich mich mit dem Song nicht anfreunden. Er klingt viel zu hart und düster für Depeche Mode. Ganz klar die schwächste Nummer. „The love thieves": Der längste Track aus dem Album mit einer tollen Melodie und tollem Gesang von David. „Home": Auch eine ausgekoppelte Single. Martin zeigt was er stimmlich drauf hat. Super! „ It's no good": Einer der Albumhighlights. Toller cooler Machotext garniert mit einem treibendem Drum Computer der das Stück tanzbar macht.„Uselink": Ein kleines New Age Instrumentalstück zeigt den Abwechslungsreichtum des Albums. „Useless": Auch ein toller Song. Kommt an den Single Edit jedoch nicht heran. „Sister of Night": Eine etwas düstere Ballade, die mit tollen Synthie Beats vorangetrieben wird. „Jazz thieves": Auch ein Instrumentalstück aber schwächer wie das andere. „Freestate": Für mich ein Rätsel, warum Depeche Mode nie diesen Song ausgekoppelt haben... dabei stimmt bei diesem Song einfach alles! Angefangen über das geniale Intro zu dem langsam eine akustische Gitarre den Gesang von David unterstreicht, bis hin zum tollen Refrain. Besser kann man einen Pop-Song nicht produzieren. Mein ganz klarer Lieblingssong und einer der besten Popsongs der 90'er. „The Bottom Line": Schöner Text gesungen und geschrieben von Martin. „Insight": Auch hier wieder ein schöner Text der Martins Komponierungs- und Lyrik Talent unterstreicht. Es bleibt festzuhalten das „Ultra" im Jahre 1997 durch seine geniale Produzierung, den anspruchsvollen Texten, den wirklich tollen Melodien und Kompositionen neue Maßstäbe in der Welt der Pop Musik setzte. Und genau das ist es was DM von anderen heute angesagten Bands abhebt. Den Mut sich und seine Musik weiter zu entwickeln. Noch ein Wort zur Mainstream Welle: Vielleicht werden das die ganzen Teenies da draußen anders sehen, aber erst wenn jemand singen kann + eigene Texte schreiben kann + eigene Lieder komponieren kann + seine Instrumente selbst spielen kann... ja dann ist man erst ein wahrer Superstar! Und dieser ist Martin Gore, der sich mit diesem Album ein Denkmal setzt.
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am 10. März 2003
Ich muß "Ultra" meinen Tribut zollen. Es ist eine der besten Platten die DM je gemacht haben. Allerdings stand ich diesem Album bis vor kurzem noch sehr kritisch gegenüber da sich einige Songs nicht mit den anderen verbinden lassen. Fangen wir mit einem der wohl aggressivsten Songs von Depeche Mode, dem hammerharten "Barrel of a gun" an. Als das Ding damals rauskam dachte ich (der eigentlich nur DM-Songs wie "NLMDA","Question of time" oder "Little 15" kannte und erst seit "Ultra" zum Fan wurde) - das klingt aber nun garnicht nach Depeche Mode. Ehrlich gesagt fand ich den Song am Anfang ziemlich schlimm. Der Sound gefiel mir zwar sehr gut doch Dave Gahan klang schon ziemlich schräg. Inzwischen liebe ich den Song wenn ich auch sagen muß das er, im Vergleich zu den anderen Songs auf der Scheibe, ein ziemlicher Fremdkörper ist - mal abgesehen von "Useless".
"The love thieves" hat was souliges und faszinierendes das ich kaum beschreiben kann. Schon bei diesem Song kann man hören was ich mit den manchmal, zusammen unpassenden Songs meine. Denn im Gegensatz zu "Barrel of a gun" kommt "The love thieves" schon fast als Schlaflied daher. Der nächste Song, "Home", ist jedoch wie für das Album gemacht. Am Anfang mit seltsamen Industrialsound dem sehr schnell Martin L. Gores Stimme weicht die diesem Song besonderes viel Stärke gibt. Im Anschluß daran folgt, mal wieder, ein etwas unpassender Song. "It's no good" machte sich als Single sehr gut doch vom steril, schrägen Grundton des Albums weicht dieser Song mit am stärksten ab da er sehr viel positiver und fröhlicher klingt als die restlichen Songs. Doch von nun an gibt es meiner Meinung nach nichts mehr zu bemängeln. "Uselink" ist sehr minimalistisch, eines der besten Instrumentalstücke das DM je aufgenommen haben. Die Albumversion von "Useless" klingt ziemlich kalt und roh. Gerade das macht sie aber so wichtig für das gesamte Album da es auf "Ultra" eben sehr klinisch und erdig zu geht. Als Single gefällt mir der Remix dieses Songs zwar besser doch auf dem Album hat er nichts zu suchen. "Sister of night" ist einer der stärksten Songs auf "Ultra". Stimmlich liefert Dave Gahan hier eine Glanzleistung ab obwohl seine Gesangsparts für "Sister of night" aus verschiedenen Takes stammten da er in dieser Enstehungszeit des Albums noch zwischen Leben und Tod schwankte und sich in L.A. meistens mit irgendwelchen Drogen zudröhnte.
Die unheimlichen Beats prägen zusammen mit den schrillen Synthieklängen dieses Albumhighlight. "The jazz thieves" passt mal wieder wie die Faust aufs Auge und unterstreicht mit seiner schrägen Bassline, für die sich selbst DM-Produzent Daniel Miller an den Aufnahmen beteiligte, den gesamten Sound des Albums. Das Intro zu "Freestate" erinnert beim ersten hören an einen Western. Martin L. Gore gibt sich Mühe mit der Klampfe und Gahans Bariton tut sein übriges. Mit "The bottom line" folgt das zweite, von Gore gesungene Stück das durch den schrägen Sound geprägt wird. Zum Abschluß kommt mein persönliches Highlight der Platte. "Insight" ist wie für Dave Gahan zu geschnitten. Dieser Song erinnert mich anfangs an "Clean" aus dem "Violator" Album. Eine tieftraurige Ballade die durch Gahans Stimme fesselt und einen großartigen Abschluß bildet.
"Ultra" ist zwar gewöhnungsbedürftig, doch selbst wer sich in dieses Album erst mehrere Male hineinhören muß wird letzlich feststellen das es Depeche Mode mit "Ultra" geschafft haben eine einmalige und unverwechselbare Stimmung zu erzeugen.
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am 1. April 2013
Wie viele Rückschläge kann eine Band von dem Format wie Depeche Mode verkraften? Sind Drogeneskapaden und die danach folgenden Abgründe wirklich immer tödlich für den kreativen Fortbestand einer Band oder sind sie vielleicht sogar das gewisse Öl im langsam erstickenden Feuer der musikalischen Leidenschaft? Auch wenn ich wahrlich kein Befürworter für die Legalisierung von harten Drogen bin, schien „Ultra“, das neunte Album der Stadion-Synthiepop-(Alt)-Meister, der Beweis zu sein, dass man als Künstler (Dave Gahan, aber auch als Band) praktisch für tot erklärt werden kann und dann, wenn alle Vorzeichen negativ sind, plötzlich wie aus dem Nichts und mit voller Kraft zurückkommen kann. Ein weiterer Verlust drohte der Weggang von Alan Wilder zu sein, der Depeche Mode fortan zum Trio zusammenschrumpfen ließ. Schwierig sollen auch die Aufnahmen gewesen sein. Es soll sogar Unterbrechungen gegeben haben. Aber so drogenverseucht Dave Gahans Körper immer noch gewesen sein soll- der Allmächtige hat es noch einmal gut ihm gemeint. „Ultra“ vereint alles, was das bis heute populärste Synthiepop-Kollektiv aller Zeiten schon immer unwiderstehlich machte und ist dennoch keine Quersumme. Es ist so düster wie „Black Celebration“ und so knapp und sexy wie „Violator“. Trotzdem steht „Ultra“ völlig für sich. Hits sind eher Mangelware, sofort zünden tut trotzdem so gut wie alles auf diesem Album. Da wäre das Depeche Mode-igste aller Stücke „It`s No Good“ mit seinen tot-simplen, aber unwiderstehlich guten Hooklines. „Useless“ kommt eher rockig daher und „Sister Of Night“ erinnert an die düsteren Großtaten in den mittleren Achtzigern. Den Höhepunkt des Albums bildet das epochale „Freestate“, welches ebenso auf „Black Celebration“ aber genauso gut auch auf dem „Ultra“-Nachfolger „Exciter“ eine gute Figur gemacht hätte. Vielleicht sollte man auch noch einmal anmerken, wie fließend Depeche Mode ihren eigentlich stark in den Achtziger Jahren haftenden Sound in das nächste Jahrzehnt transportiert haben. Und dafür brauchten sie gerade mal zwei Alben.
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am 3. Februar 2013
1997 , DM -Auferstehung. Und wie.
Ich hatte damals kaum noch gehofft, das die Jungs (ohne Alan) überhaupt zurückkehren.
Mit einem Album der Superlative.
Eine düstere ,wehleidige Offenbahrung.
Voll gepackt mit Emotionen,die nur DM in ihrer Art und Weise transportieren können. Man fühlt jede einzelne Nuance in ihren Songs. Wohlbedacht und Erfahrungsreicher bringen Sie ihren Schmerz auf den Punkt. Songs wie das Paranoid unheilvolle " Barrel of a Gun " das mit seinem hart treibenden Beat und dem verzerrt erstickendem Gesang Gahans in den Bann zieht. Das seichte aber sehr aussagekräftige " Love Thievez " mit schönen Gitarren-Passagen. Das absolut Gänsehaut-trächtige " Home " das durch Martin Gores Stimme nach Erlösung bittet.
Oder das wabbernd treibende Electro - Pop versierte " Its no good " das nach altem DM Muster " Tanzflächig " abgeht.
Sowie das zu Tränen rührende " Sister of Night...
Ich möchte hier nicht den Rahmen sprengen. Das ganze Album ist dicht kompakt arrangiert und produziert. Ohne Wenn und aber. Mit Tim Simenon hatte sich die Band einen wahren Produzenten geangelt, der die Arbeitsweise von DM verstand. Alan hätte es auch nicht besser hinbekommen. Für mich ist " ULTRA " ein Meisterwerk. Vielleicht sogar das letzte 100% Depeche Mode-Album.
Wenn es noch einen Bewertungs-Stern geben würde, bekäme er den auch noch.
TOP...
Gruß :)
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am 10. Januar 2000
Wer hätte das gedacht, daß die Welt von Depeche Mode wieder in Ordnung kommt? Nach dem Ausstieg von Alan Wilder (das Ende der musikalisch-technischen Experimente?!?) und den Drogenproblemen von Sänger Dave Gahan sahen viele Fans ihre Felle schwimmen. Aber fast zwanzig Jahre Musikgeschichte lösen sich nicht einfach so in Luft auf! Sie kamen zurück, Dave Gahan hatte an seiner Stimme gearbeitet und ansonsten ist die Musik nicht ganz so grungy und rockig, wie auf der "Songs of faith and devotion"-CD, aber immer noch mit Gitarren-Riffs unterlegt. Textmäßig könnte man fast meinen, daß Martin Gore versucht hat, in seinen Texten die Vergangenheit von Dave Gahan zu bewältigen und so muß man sich echt vor dieser Band verneigen, die durch Höhen und Tiefen ging und es wie keine andere Band geschafft hat, nicht nur zu überleben, sondern auch sich weiter zu entwickeln und dabei auf allen Ebenen top zu bleiben. Mein absolutes Lieblingslied auf der CD ist "The love thieves", obwohl es sicherlich kein Talent zur Hit-Single, wie z.B. "Barrel of a gun", "Home", "Useless" und "It's no good" hätte. Noch eine Neuheit gibt es auf dieser CD: es gibt zwei Instrumentals "Uselink" und "Jazz thieves". Das hatte es zuletzt nur auf den ersten beiden Alben und auf der "Music for the masses"-CD mit "Pimpf" gegeben. Ein absolutes Glanzstück, nicht so kantig, wie die letzte CD, aber auch nicht auf Kommerz ausgerichtet - sollte in keiner größeren CD-Sammlung fehlen! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Was war ich entsetzt als ich das erste Mal das Video zu "Barrel of a gun" sah: Alan Wilder fehlte! Ein unglaublicher Schock für mich. Mittlerweile ist ULTRA für mich das genialste Album Depeche-Mode und eines der Besten überhaupt. Dies hängt auch mit der Tatsache zusammen, das hier mit völlig anderen Wegen des Tim Simenon die Nachfolge des legendären "Songs of faith and devotion" angetreten worden ist. Es gibt echte Drums und Bässe, herzzerreißende Balladen wie "Home" und einen sich immer mehr steigenden Gesang eines Dave Gahans. Stücke wie "Useless" und "Barrel of a gun" haben einen ungeheuren Coolnessfaktor, und zum Ende krönt "Insight" ein wunderbares, zu sehr unterschätztes Konzeptalbum. Das Tempo ist perfekt, nicht zu schnell und nie zu langsam. Es lädt zum mitwippen und zum träumen ein. Und es ist auch umso beachteswerter durch den Wegfall eines "Mitproduzenten" Alan Wilder. Als Tipp: Die Remixbox 6 als Ergänzung zulegen. Hier gibt es neben tollen Remixen auch zwei Versionen des Instrumentalstückes "Painkiller", welches nur in Fragmenten den Weg auf das Album schaffte.
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am 13. Januar 2010
Ich gebe zu, dass ich geschmunzelt habe, als ich einige Rezensionen gelesen habe.Ha, ist das wirklich soviel besser....hört man das wirklich.Es gibt nur eine Antwort : JA.
Die Art, wie diese ohnehin schon geniale CD sich im 5.1 anhört ist einfach nur erstaunlich.
Ich habe mir selbst diese Version zu meinem neuen Receiver geschenkt und bin von den Socken.
Diese Soundvielfalt, die das Album hergibt,ist gigantisch.
Das Album hört sich einfach "neu" an.Die Tiefe der Songs wird hier richtig bewusst.
Habe das Album sicher 2 Jahre nicht gehört, aber heimlich gehört es zu meinen Favoriten von Depeche Mode.
Seit heute weiß ich warum.
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am 8. März 2009
Hammer! Das ist der Grund, warum ich mir einen SACD-Player zugelegt habe. Und das lohnt sich! Wenn Perfektion sich steigern lässt, dann ist das der Höhepunkt. Alle, die schon Depeche Mode kennen und lieben werden ihre Musik neu entdecken, in den sphärischen Mehrkanal-Sound eintauchen und sich verzaubern lassen. Depeche Mode haben das unglaubliche Potenzial des SACD-Mediums voll ausgenutzt. Jeder einzelne Ton findet seinen perfekt zugewiesenen Platz im Raum. Und es gibt jede Menge neuer Klangfeinheiten zu entdecken. Also, die alten Stereo CDs ins Auto verfrachten und die gute Stube mit dem zauberhaften Mehrkanalton einer SACD füllen!
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am 29. März 2004
Wer hätte nach den ganzen Eskapaden, Drogenskandalen, internen Streitigkeiten kreativen Differenzen u.sw. noch an ein neues Album der Depechies gedacht. Zum Glück wurden die Fans eines besseren belehrt und 1997 brachte die auf ein Trio zusammengeschrumpfte Band ein neues Album an den Start. Leider muß ich sagen, hatte Soundtüftler Alan Wilder die Band nach 13.Jahren Zugehörigkeit verlassen um sich nicht ganz freiwillig Soloplänen zu widmen. Wer nun genau Schuld ist an Wilders Ausstieg möchte ich hier nicht diskutieren, da es wohl nur die Band selbst genau weiss, ich kann aber soviel sagen, das die Band das Ganze relativ gut verkraftet hat. Mir persönlich wäre es zwar lieber gewesen wenn statt Alan Wilder der meist überflüssige Andrew Fletcher die Segel gestrichen hätte, aber naja das Leben ist kein Wunschkonzert.
Könnte man beim Opener „Barrel of a gun" noch denken das „Ultra" genauso rockig wie der Vorgänger ist, so wird man aber beim weiteren hören eines beseren belehrt.
Produziert von Bomb The Bass Macher (Beat Dis) Tim Simenon fehlt "Ultra" die große Inszenierung von älteren Alben wie „Violator". Die Songs - ob auf Computer- oder Gitarrenbasis - bleiben schlicht, aber ergreifend, transparent im Klang, dezent im Sound. Gahan singt dazu nach seinem Beinahe Tod mit überraschend kraftvoller Stimme und somit ist „Ultra"ein zeitlos-klassisches Album ohne vordergründige Hits und Zeitgeistgeplänkel.
Wurde im ersten Video zu „Barrel of a gun" Daves Drogeneskapaden noch medienwirksam umgesetzt so merkt man der zweiten Single „It's no good" den Kurswechsel der Band schon an. Vom Synthie Pop aus alten Tagen ist überhaupt nicht mehr übrig und so verzweifelt wie hier klangen die "Depechies" noch nie.
Ruhig ziehen schleppende Grooves ihre Kreise, überall kreischen die Gitarren, heult die Elektronik und der Trauerflor, der Dave Gahans Gesang umgibt, weht förmlich durch die Boxen. So präsentiert sich "Ultra" als Album voll geheimnisvoller Stimmungen. Depeche Mode haben bestimmt schon größere Werke vorgelegt, aber Ihnen ist ein Kunststück gelungen das Sie ein sehr düsteres Album geschrieben haben das man trotzdem sehr gerne hört.
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am 2. Oktober 2007
Als Kind der 70er und 80er Jahre fand ich schon damals an einigen Songs der Briten Gefallen. Zum DM-Fan(atiker?) avancierte ich jedoch erst nach dem Erwerb der Re-Issues von "Violator" und "Songs Of Faith And Devotion" als Collectors Edition (Hybrid-SACD + DVD) im Jahr 2006. Inzwischen war ich um einiges gealtert und meine wattstarke und oberbassbetonte Hifi-Anlage aus den 80ern sukzessive durch ein Stereo/Surround-High-End-System ersetzt worden (u.a. zwei extrem große Subwoofer mit 38cm-Monster-Bässen, die bis hinab auf 18 Hz voll präsent sind).

Was mich an den bisherigen DM-Re-Issues fasziniert, gilt insbesondere auch für "Ultra": dynamisch-bombastischer, transparenter und dabei phänomenal räumlicher Klang im SACD- und DVD-Stereomodus, interessante neue Klangwelten im SACD- und DVD-Surroundmodus ohne die bei anderen Produktionen oftmals störende Effektüberfrachtung.

Als Stereo-Purist bevorzuge ich gleichwohl die SACD-Stereo-Wiedergabe. Unglaublich, wie die Songs "Barrel Of A Gun", "Home" und "Useless" durch das Remastering und das hochauflösende SACD-Format an Soundqualität gewinnen. Dynamik bis zum Abwinken! Und noch nie kamen mir die Stimmen von Dave und Martin so eindringlich zu Gehör.

Besonders interessant ist abermals der auf der DVD enthaltene Kurzfilm über die Hintergründe der Album-Produktion. Hier wird Klartext gesprochen, nichts beschönigt und niemand beweihräuchert. Klasse!

Ich bin ein vielseitig orientierter Musikhörer und besitze bzw. kenne tausende Tonträger von zahlreichen Interpreten. Die Re-Issues aus der Collectors Edition von Depeche Mode gehören meines Erachtens zum Besten, was die Welt dem ambitionierten High-End-Hörer und Musikfan zu bieten hat. Herzlichen Dank und volles Kompliment an die vier Jungs aus Basildon (Martin, Dave, Vince und Andy) und Alan Wilder (nach "A Broken Frame" und vor "Ultra" prägte er den Sound der Band durch seine Professionalität und Experimentierfreudigkeit maßgeblich).
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