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Kundenrezensionen

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am 7. Mai 2010
Über diese berühmte Aufnahme ist schon viel Lobendes gesagt worden, das ich nicht wiederholen möchte. Mit ihrer granitartigen Wucht hat sie fünf Sterne verdient, die ich ihr gerne gebe.

Dennoch bleibt sie hinter manchem zurück, was der Dirigent Otto Klemperer selbst zuvor geleistet hat. Das gilt für viele seiner um 1960 in London für EMI eingespielten Aufnahmen. Klemperer schätzte die Studioarbeit mit ihren vielen Schnitten und Manipulationen überhaupt nicht und hat den Plattenvertrag nur angenommen, weil ihm zugesichert wurde, die im Rahmen der Aufnahmearbeit sorgfältig geprobten Werke anschließend in Konzerten mustergültig aufführen zu können.

Beim Fidelio war es umgekehrt: Klemperer dirigierte 1961 Aufführungen im Opernhaus Covent Garden und führte auch selbst Regie. Sein Talent als Regisseur dürfte sich in Grenzen gehalten haben, aber musikalisch waren das gewiss Jahrhundert-Aufführungen. In Anbetracht des großen Erfolgs bot der Produzent Walter Legge ihm dann an, das Werk aufzunehmen. Klemperer wollte eigentlich die Besetzung der Hauptrollen von Covent Garden übernehmen: Sena Jurinac als Leonore, Jon Vickers als Florestan, Gottlob Frick als Rocco und Hans Hotter als Pizarro. Legge akzeptierte aber nur Vickers und Frick und ersetzte die Jurinac durch Christa Ludwig und Hotter durch Walter Berry.

Mit Fidelio hat Klemperer 1927 die Berliner Kroll-Oper eröffnet - das modernste Musiktheater der Weimarer Republik, das leider ein Experiment von kurzer Lebensdauer blieb. Der Philosoph Ernst Bloch kommentierte die Aufführung mit den Worten: "Nirgends brennen wir genauer." Leider existieren keine Aufnahmen aus der Krolloper, aber es gibt einen Wachswalzenmitschnitt des Fidelio aus der Staatsoper Budapest, die Klemperer in den Nachkriegsjahren leitete. Damals waren Klemperers Tempi noch rasend schnell, die dramatische Intensität ist überwältigend. Nach 1950 sind seine Tempi allmählich immer langsamer geworden. Dennoch waltet in Live-Aufführungen des späten Klemperer eine enorme Spannung, die er im Studio nicht erreichte. Deshalb würde ich statt dieser Aufnahme oder als Ergänzung zu ihr eher den Covent-Garden-Mitschnitt empfehlen.
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TOP 500 REZENSENTam 3. Februar 2007
Als Otto Klemperer im Frühjahr 1962 Beethovens "Fidelio" in der Londoner Kingsway Hall aufzeichnete, neigte sich seine überaus fruchtbare und lange Jahre ungetrübte Zusammenarbeit mit dem großen englischen Produzenten Walter Legge dem Ende zu. So ist es lebhaft zu begrüßen, daß diese bedeutende Aufnahme vor dem bedauernswerten Zerwürfnis noch realisiert werden konnte.

In vielerlei Hinsicht ist nämlich die Klemperer/Legge-Produktion bis heute Maßstab für alle folgenden Aufnahmen geblieben. Das beginnt gleich bei der Besetzung: Christa Ludwig in der Titelpartie war ein umstrittenes Experiment, das im Vorfeld der Produktion zu ausgedehnten Diskussionen zwischen Dirigent und Aufnahmeleiter führte. Im Rückblick kann man nur von einer Traumbesetzung sprechen. Keine andere Darstellerin, selbst nicht Martha Mödl in der legendären Furtwängler-Aufnahme von 1953, hat die mörderische Rolle so überzeugend und gleichzeitig traumhaft schön gesungen. Da muß für meine Begriffe selbst die von mir hochgeschätzte Gundula Janowitz (bei Bernstein) ein wenig auf der Strecke bleiben, trotz ihres wunderbaren Gesanges. Bei Christa Ludwig ist es eben die Einheit von Gesang u n d Darstellung, was ihre Leistung so einmalig und unübertrefflich macht. Den Florestan singt, wie später auch bei Karajan (EMI, 1970), der Kanadier Jon Vickers. Über sein spezielles, ein wenig gewöhnungsbedürftiges und auch rauhes Timbre kann man durchaus geteilter Meinung sein, aber darstellerisch schlägt er seine Konkurrenten glatt aus dem Felde. Man muß schon zu Helge Roswaenges historischer Florestan-Arie von 1938 oder zu Peter Anders' EMI-Aufnahme (1952) greifen, um eine ähnlich ergreifende Rollengestaltung zu erleben. Vickers singt die Partie nicht, er lebt sie. Gottlob Fricks Rocco war seinerzeit legendär, und er ist demgemäß auch in diversen anderen Aufnahmen zum Einsatz gekommen (Furtwängler, Fricsay). Bei Klemperer bewährt er sich wieder sowohl sängerisch wie darstellerisch und ist zu den tragenden Säulen der Aufnahme zu zählen. Kaum jemand hat den Pizarro so schön und notengetreu gesungen wie Walter Berry, allerdings kommt der "eingefleischte Bösewicht" in seiner Deutung ein wenig zu kurz. Franz Crass ist eine schöne Besetzung für den Don Fernando, er singt seinen Part mit Würde und klangreinem Baß. Wie die seinerzeit in München hochgejubelte und dann schnell in Vergessenheit geratene Ingeborg Hallstein in Klemperers erlesene Sängerschar geraten ist, wird wohl nie ganz geklärt werden können. Sie entledigt sich ihrer kleinen Rolle als Marzelline zwar mit Anstand, aber Vergleiche mit Sena Jurinac, Irmgard Seefried oder Helen Donath sollte man lieber nicht anstellen. Ein großes Kompliment hat dagegen Gerhard Unger als Jaquino verdient. Einen Schatten, und das darf nicht unterschlagen werden, werfen die - Gott sei Dank kurzen - gesprochenen Dialoge auf die großartige Aufnahme. Obwohl man die Sänger selbst sprechen läßt und auf den sonst üblichen Einsatz von Schauspielern verzichtet hat, stört die antiquierte und gespreizte Redeweise, die stellenweise in die Nähe unfreiwilliger Komik gerät, aber gottlob kann man bei der CD diese Stellen einfach ausblenden. Nicht genug zu loben sind der von Wilhelm Pitz großartig einstudierte Philharmonia Chorus und das in Hochform aufspielende Philharmonia Orchestra London. Otto Klemperer läßt seine lebenslange Vertrautheit mit Beethovens einziger Oper an allen Stellen durchscheinen, er vollbringt eine ganz exorbitante Leistung, die m.E. zu seinen allerbesten gehört.

Die EMI hat, wie schon fast selbstverständlich in ihrer Serie "Great Recordings of the Century", ein außergewöhnlich gutes Textbuch beigelegt, mit dem kompletten Libretto. Die Aufnahme gehört in jede ernstzunehmende Opernsammlung.
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am 8. Januar 2010
Diese späte Klemperer Einspielung und Legge-Produktion des Fidelio mit dem Philharminia Orchestra für die EMI-1962 veröffentlicht, kann als ein schroffer Fels der Freiheit bezeichnet werden. Beethovens einzige Oper ist ein starker Appell für die Freiheit und gegen die despotische Machtherrschaft der Willkür. Musikalisch ist hier alles was Beethoven in seinen Konzerten und Sinfonien so unverkennbar auszeichnet wiederzufinden. Der Revolutionscharakter-der Sturm und Drang- das unaufhaltsame Voranschreiten der Forderung nach einem fundamentalen Humanismus und auch leisere, romantische Klänge.
Ausführliche Rezensionen dieses berühmten Klempererdokuments haben bereits treffend und ausführlich die offensichtlichen Qualitäten gepriesen, sodass man sich in der eindeutigen Empfehlung kurzfassen und im weiteren auf die Vorredner verweisen kann.

Neben dem ausgezeichneten Orchester und Chor sind die Solisten oft besprochen und gelobt worden. Die sängerischen Herausforderungen an die Tenorpartie des Florestan sind enorm und Vickers gelingt hier mit seinem sehr stentorartigen Organ eine so kraftvolle wie überzeugende Darstellung des Malträtierten.
Die ihn rettende als Fidelio getarnte Leonore ist die zentrale Figur der Handlung und der dunkle Ton von Christa Ludwig sowie ihre gute sängerische wie darstellende Leistung tragen zu einem glaubhaften Rollenportrait und massgeblich zur Dramatik der gesamten Handlung bei. Der Hinweis auf andere grosse Sängerinnen des dramatischen Fachs und ihren Interpretationen, an anderer Stelle in Besprechungen vielfach gelobt, sei-auch im Vergleich- erwähnt.
Berrys bass-baritonaler Pizarro ist angemessen boshaft und Fricks schwerer und sonorer Bass, ansonsten ebenfalls für die grimmigen Wagnerpartien des Hunding und Hagen die erste Wahl in seiner Zeit ein routinierter Rocco.

Das breite und stellenweise schroffe Dirigat Klemperers ist das markante Alleinstellungsmerkmal dieser Aufnahme und dieser Fidelio nicht nur für Klemperer-
anhänger als Dokument wärmstens empfohlen sondern fundamentale Beethoven-Referenz.
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am 9. Dezember 2001
Eine der großen Aufnahmen des Fidelio nach dem Zweiten Weltkrieg. Vor allem die beiden hauptrollen sind sehr gut besetzt. Christa Ludwig beeindruckt durch ihren üppigen Mezzosopran, der auch in der Höhe weniger scharf klingt als viele Soprane. Steht an Ludwigs darstellung die stimmliche Pracht im Vordergrund, so ist Vickers vor allem durch darstellerische Energie bemerkenswert. Wahrlich einer der überzeugendsten Florestans. Die Nebenrollen sind zum Großteil solide besetzt, eine kleine einschränkung ist bei Ingeborg Hallstein zu machen, deren Stimmchen allzu dünn für Marzelline klingt, vor allem im Vergleich mit Seefried oder Schwarzkopf. Klemperer hebt den sakralen Ton des Werkes hervor. Bei "Mir ist so wunderbar" wird dem Hörer tatsächlich wunderbar zumute.
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am 25. Dezember 2010
Diese Aufnahme aus der EMI-Reihe Great Recordings of the century verdient ihren dortigen Platz zurecht, ist sie doch über die Jahre hin ein unentbehrlicher Klassiker geworden, der jedem Hörer ans Herz zu legen ist. Die Sängerriege gehört zum Besten der damaligen Zeit. Das fängt an bei Christa Ludwig und John Vickers, die die beiden Hauptpartien nicht nur in den jeweiligen Einzelarien perfekt ausloten und uns mit schönen Stimmen begegnen, sondern sie machen auch das Drama, das sich abspielt, absolut fühl- und erlebbar. Von Gottlob Frick als Rocco bis hin zu Franz Crass in der kleinen Rolle des Ministers erfüllt auch das Restensemble die Erwartungen auf das Beste; einzig bei Ingeborg Hallstein als Marzelline könnte man bemerken, dass da vielleicht doch etwas weniger soubrettige Leichtigkeit notgetan hätte.
Der wirkliche Kritikpunkt von meiner Seite, dass die Einspielung nicht ganz fünf Sterne bekommt, ist das Dirigat von Otto Klemperer. Das Philharmonia Orchester musiziert exquisit, allerdings schlägt der Maestro zum Teil ganz arg schleppenden Tempi an. Das macht noch Sinn und Effekt im Quartett des ersten Akts und in der Kerkerszene, lässt aber das Finale des zweiten Aktes fast musikalisch zerfasern und zerfallen; da hätte etwas mehr Zugriff notgetan.
Aber wie gesagt, den Platz als Klassiker hat diese Einspielung sicher.
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am 1. Februar 2006
Der berühmte Londoner Klemperer Fidelio hat nur eine wirkliche Konkurrenz, das ist die Aufnahme unter Wilhelm Furtwängler. In der Klemperer-Aufnahme gibt es einige sängerische Ausnahmeleistungen: Das ist der markant, heldische Tenor Jon Vickers, der die mörderische Partie des Florestan nicht nur mühelos bewältigt, sonndern unwahrscheinlich ergreifend gestaltet. Eine weitere Ausnahmeleistung ist der Rocco vom Dienst Gottlob Frick, ihn hat auch Furtwängler für seine Aufnahme ausgewählt. Der tiefscharze Bass dieses Sängers ist Legende. Wie er allerdings stimmschauspielerisch alle Facetten des Rocco herausarbeitet ist geradezu phänomenal. Frick kann die väterliche Güte bis hin zu erschütternden Seelenot des Kerkermeisters glaubhaft darstellen. Man beachte nur im Duett mit Pizzaro die Stelle "Nein Morden ist nicht meine Pflicht". Nie wieder so ergreifend gehört. Die Idealbesetzung dieser Partie. Frick ist Rocco. Ganz erstaunlich wie beeindruckend, der im Grunde elegante Bariton Walter Berry, den Bösewicht Pizzaro ohne Übertreibungen und aufgesetzte dramatische Effekte meistert. Ebenfalls eine imposante Leistung. Fast alle anderen Sänger sind hervorragende Besetzungen ihrer Partien. Als Leonore wäre mir allerdings die gefühlsintensivere Sena Jurinac gegenüber der gewiß großartigen Christa Ludwig weit lieber gewesen. Klemperers Dirigat ist monumental großartig.
Welche Aufnahme ist nun die bessere, Klemperer oder Furtwängler? Ich meine beide sind Jahrhundertaufnahmen, die jeder Klassikfreund besitzen sollte.
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am 22. Januar 2003
Otto Klemperers Fidelio-Aufnahme von 1962 gilt allgemeim als die beste Einspielung der Oper überhaupt. Sie wurde u. a. mit dem "Grand Prix du Disque" ausgezeichnet, das Hermes-Opernlexikon urteilt: "Eine bisher unübertroffene, vielleicht sogar die bisher beste Aufnahme. Die Ludwig, Vickers und Berry bieten akustisch aufregendes, wohlklingendes Musiktheater. Klemperer hat den großen Atem für diese Musik und glättet niemals ihre rauhen Stellen."

Meine Aufnahme ist es trotzdem nicht:

Klemperers Tempi sind mir zu langsam. Im Vergleich etwa zu Furtwängler oder Bernstein, die auch nicht (viel) schneller waren, fehlt mir die emotionale Zuspitzung, die dort für Innenspannung sorgt. Das Klangbild der Aufnahme entspricht dem typischen EMI-Ideal jener Zeit: Weich, warm, aber auch etwas wattig und mulmig. Mir wäre da die eher trockene Akustik von Aufnahmen der Deutschen Grammophon, die Klarheit der Decca-Aufnahmen lieber gewesen.

Die Sänger sind insgesamt gesehen sehr gut:

Christa Ludwig hat die Leonore nicht lange gesungen. Die sehr hoch liegende Rolle war für die Mezzo-Sopranistin eine Grenz- und Angstpartie. Umso wichtiger, dass sie sie in Bestform im Studio eingesungen hat - zart, ausdrucksvoll, mit warmer, leuchtender Stimme und traumwandlerischer Sicherheit. Wenn etwas fehlt, dann vielleicht gerade jene Risikobereitschaft, jenes "ums-Leben-singen," das Sena Jurinac (live unter Klemperer 1961), Gundula Janowitz (studio unter Bernstein) und Ludwig selbst live noch eine Spur aufregender machen.

Jon Vickers ist das Gegenteil von Ludwig: Ein unübertroffen ausdrucksvoller Darsteller, dessen riesige Stimme aber unter einer rauhen Tongebung und Vokalverfärbungen leidet, die rein musikalisch nicht immer ein echtes Vergnügen bereiten. Gerade zu Ludwigs Perfektion passt diese Intensität um jeden Preis in der Studioaufnahme nicht ideal - live ist er sowohl neben Ludwig als auch Jurinac überzeugender.

Walter Berry (damals Ludwigs Ehemann) schließlich singt den Don Pizarro hintergründig elegant, aber weder dämonisch noch bedrohlich. Er wirkt wie ein Figaro oder Leporello, der sich in die falsche Oper verirrt hat.

Dass Gottlob Frick ein fabelhafter Rocco war, hat er - nach meiner Zählung - in mindestens 3 Studio- und unzähligen Live-Aufnahmen gezeigt. Ingeborg Hallstein ist eine hinreichend liebliche Marzelline, Gerhard Unger ein sympathischer Jacquino und Franz Crass ein sehr feiner Minister.

Insgesamt also eine Aufnahme, die viel schönes enthält, mich aber als ganzes nicht wirklich überzeugt. Ich ziehe etwa die schlanke, dramatisch geschärfte Fricsay-Aufnahme,Furtwänglers größere Emotionalität, Bernsteins Dramatik und Klemperers eigene, lebendigere und in sich geschlossenere Live-Interpretation von 1961 vor.
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