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Ich hörte "Who Do You Love" (25 Min. live at Fillmore East / Fillmore West) das erste Mal 1970 im SWF 3 - Pop Shop bei der Freitag-Mittag-Sendung der überlangen Titel und war begeistert von dem virtuosen Spiel der Band. Die beiden Gitarren von John Cippolina und Gary Duncan sind jede für sich und im Zusammenspiel einfach beeindruckend. Aber auch der Bassist David Freiberg und Drummer Greg Ellmore sind hier erstklassige Solisten. Die 25 Minuten des Jam sind voller Überraschungen und so unterhaltend, dass man sich nach dem Applaus des Fillmore-Publikums wundert, wo die Zeit geblieben ist. Adrenalin pur!

"When You Love" ist der Solo-Teil von Gary Duncan, der sein Gitarren-Spiel so spannend aufbaut, wie später John Cippolina und der zeigt, dass er ein außerordenlich guter Gitarrist ist.
"Where You Love" der Suite ist ein Percussion-Part mit dem Feedback der Gitarren. "How You Love" ist das Solo von John Cippolina, der dies mit einer Intensität spielt, die ich nur ähnlich gut von dem Titel "The Fool" vom ersten Album Quicksilver Messenger Service der Band her kannte.

J. Cippolina war fraglos ein hervorragender Gitarrist der späten 60er, der leider nie die Anerkennung bekam, wie viele andere seiner Musiker-Kollegen der Westküste, die aber teilweise überhaupt nicht seine gitarristische Klasse hatten.
"Which Do You Love" besteht aus einem sehr guten Solo von David Freiberg am Bass, der sein Instrument nicht nur zur Begleitung benutzt, sondern auch parallel zu den beiden Gitarren eigene Lead-Lines spielt, die sich aber nahtlos und perfekt in das Gruppenspiel der Band einfügen.

"Who Do You Love" wurde auch rund 10 Minuten editiert, da es - so David Freiberg in einem Interview 1997 - mit etwa 35 Minuten für eine LP-Seite zu lang war. Schade!

Auch die zweite Seite der damaligen LP war sehr gut, so "Mona", einer weiteren Bo Diddley-Nummer, mit tollem Gesang und verzerrten Gitarren.
Dieses Album halte ich - wie viele andere Anhänger , aber auch der Musikkritik - insgesamt für eines der wenigen wirklich beeindruckenden Live-Dokumente der West-Coast-Music der späten 60er (natürlich auch The Live Adventures of Mike Bloomfield & Al Kooper Live/Dead und Bless Its Pointed Little Head).

Dass die Band leider nicht den gleichen verdienten Erfolg hatte wie z.B. Jefferson Airplane und Grateful Dead lag vielleicht daran, dass sich die Besetzung änderte, was dann zu einem mehr kommerziellen Musikwechsel führte, der aber nicht mehr so interessant war, wie auf "Happy Trails" und dem Debutalbum. Der Gitarrist Gary Duncan verließ unmittelbar nach Ende der Sessions die Band, so dass Quicksilver nicht einmal mehr in der Lage war, das Album mit einer US-Tour zu promoten.
David Freiberg sagte dazu: "I've always wondered what would have happened if he (Duncan) hadn't left. The album got great reviews, and we did not do one single gig to support it".

Der Sound des neuen BGO-Ramaster von 2010 ist gut, aber leider nicht überragend besser als meine BGO-CD von 1992 (BGOCD151). Wenn man die bereits hat, erübrigt sich meiner Meinung nach die Neuanschaffung dieser CD. Das Booklet ist mit 10 Seiten (davon sieben Seiten Text) deutlich informativer, als die 1992er CD. Das ist aber aus meiner Sicht der einzige Vorteil.
Es gibt auch eine CD dieses Albums vom "Repertoire-Label" Happy Trails, die von "EROC" (ehemaliger Drummer von "Grobschnitt") in "The Ranch" remastered wurde (ich habe diese Version aber nicht selbst gehört).

Dieses Album sollte man aber auf jeden Fall anschaffen, wenn man die Musik der West-Coast dieser Zeit mag! Und bestimmt nicht umsonst wurde das Album in die Top 200 (Rang 189) des "Rolling Stone" der 500 wichtigsten Alben des Rock gewählt.
1010 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. September 2000
Happy Trails von QMS und LiveDead von den Dead, nur diese beiden Werke aus San Franciscos Blütezeit sind in einem Atemzug zu nennen. Das verflochtene Gitarrenspiel von John Cipollina und Gary Duncan und die unbeschreibliche Kommunikation mit dem Publikum auf Who Do You Love bleiben unerreicht.
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am 22. September 2005
Ohne Zweifel stellt *Happy Trails* den Höhepunkt im Schaffen von Quicksilver Messenger Service dar. Mitgeschnitten 1968 im Fillmore West und Fillmore East wird mit diesem unvergleichlichen Live-Album das musikalische Können von John Cipollina, Gary Duncan, David Freiberg und Greg Elmore erstklassig dokumentiert. Die 4 Musiker zeigen die komplette Bandbreite ihres Könnens und beweisen warum sie in San Francisco der Jahre 1966 bis 1969 als unschlagbare Live-Band galten, selbst die *Doors* waren im Jahre 1967 nur Vorband von Quicksilver Messenger Service, obwohl die Band bis zu diesem Zeitpunkt jeglichen Plattenvertrag strickt abgelehnt hatte.

Auf keinem anderem Livemitschnitt kann man mit jedem Abspielen so viele Details erfahren und immer wieder neu entdecken. Es ist einfach phantastischen zu hören, wie sich die beiden Gitarristen Duncan und Cipollina, eingebettet in den präzisen Rhytmus von Freiberg und Elmore, beim Jam von *Who Do You Love* gegenseitig hochschaukeln. So wird richtige, handgemachte Musik gespielt, Musik die heute kein Label mehr auf dem Markt bringen könnte ohne dabei Konkurs anzumelden. Ein waschechtes Dokument der späten sechziger Jahre... unverzichtbar für jeden Musikliebhaber und jeden Sammler ECHTER Musik!

FAZIT: Kaufen, zurücklehnen und geniessen!
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HALL OF FAMEam 14. Juli 2000
Der Live-Sound der Hippie-Zeit ist meiner Ansicht auf nur 2 Alben aus San Francisco eindrucksvoll verewigt worden. "Live-Dead" von den Grateful Dead 1969 und 2 Jahre früher dieses Werk aus dem legendären Avalon Ballroom. Die Kritik richtet sich an die 40 bis 50-jährigen, da die jüngeren dies emotional nur schwer nachvollziehen können. Die LP ist ein zusammenhängender Guß aus Fremd- und Eigenkompositionen und dem Feedback mit dem Publikum. Es bietet geradezu bezwingende Tempowechsel. Schon zu Anfang: "Who do you Love", eine Bo-Diddley Komposition hat ein tolles Intro, das lateinamerikanisch beeinflußt klingt. Ich wurde durch dieses hypnotische Gitarren-Intro auf die Gruppe aufmerksam, als die LP um 24 Uhr im progressiven Jugendzentrum Falkenhof in Würzburg (10 Jahre nach Erscheinen) kurz vor Torschluß von Peter Bunga gespielt wurde. Ich fragte den Disk-Jockey wer da auf dem Plattenteller sei (?) und kaufte mir per Import das Werk vom Taschengeld. Ähnlich vertrackte Tempowechsel hat auch "Mona", es klingt irgendwie mexikanisch. Es noch gibt lange Improvisationen, die nicht langweilig wirken, selbst die langen - erst lauten dann abflauenden - Feedbacks, die damals der just entstandenen langhaarigen Hippiefamilie neu waren, so einen "far-out Sound" gab es bisher noch nicht auf Platte, selbst Grateful Dead hatten noch nicht ein ähnlichesWerk veröffentlicht. Ich kenne von der Gruppe sonst nichts, für Westcoast Liebhaber und Musikhistoriker dient die LP als akustischer Fahrstuhl in die Hippie-Bewegung der ersten zwei Jahre von Kalifornien als die Konzerte von "Jefferson Airplain", "Grateful Dead", "Charlatans" und "Quicksilver" von einer unbestimmten Aufbruchsstimmung beseelt waren. Schade, daß die Bewegung derart von Drogenexszessen verdorben wurde. Die Anschaffung lohnt sich schon wegen der Überspielung von "Who do you love". "Happy Trails" undendliche 2 Jahre später geht über 2 Plattenseiten in einer Rille und zeitgt wie die Musik in den Jahren Jahren von 65 bis 68 sich geändert hatte. Europa erfuhr erst längere Zeit später davon, da um 1967 noch das Radio so lange Songs nicht spielte.
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am 18. Januar 2010
Ohne Zweifel stellte Happy Trails den Höhepunkt im Schaffen von Quicksilver Messenger Service dar. Mitgeschnitten im Fillmore West und Fillmore East wird mit diesem unvergleichlichen Live-Album das musikalische Können von John Cipollina, Gary Duncan, David Freiberg und Greg Elmore erstklassig dokumentiert. Die 4 Musiker zeigen die komplette Bandbreite ihres Könnens und beweisen warum sie in San Franciso der Jahre 1966 bis 1969 als unschlagbare Live-Band galten, selbst die "Doors" waren im Jahre 1967 nur Vorband von QMS, obwohl die Band bis zu diesem Zeitpunkt jeglichen Plattenvertrag strickt abgelehnt hatte.

Auf keinem anderem Livemitschnitte kann man mit jedem Abspielen so viele Details erfahren und immer wieder neu entdecken. Es ist einfach phantastischen zu hören, wie sie die beiden Gitarristen Duncan und Cipollina, eingebettet in den präzisen Rhytmus von Freiberg und Elmore, beim Jam von Who Do You Love gegenseitig hochschaukeln. So wird richtige, handgemachte Musik gespielt, Musik die heute kein Label mehr auf dem Markt bringen könnte ohne dabei Konkurs anzumelden. Ein waschechtes Dokument der späten sechziger Jahre... unverzichtbar für jeden Musikliebhaber und jeden Sammler ECHTER Musik!

FAZIT: Kaufen, zurücklehnen und geniessen
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Ich hörte "Who Do You Love" (25 Min.) das erste Mal 1970 im SWF 3 - Pop Shop bei der Freitag-Mittag-Sendung der überlangen Titel und war begeistert von dem virtuosen Spiel der Band. Die beiden Gitarren von John Cippolina und Gary Duncan sind jede für sich und im Zusammenspiel einfach beeindruckend. Aber auch der Bassist David Freiberg und Drummer Greg Ellmore sind hier erstklassige Solisten. Die 25 Minuten sind für den Hörer voller Überraschungen und so unterhaltend, dass man sich nach dem Applaus des Fillmore-Publikums wundert, wo die Zeit geblieben ist. Hier gibt es kein Langeweile.

"When You Love" ist der Solo-Teil von Gary Duncan, der sein Gitarren-Spiel so spannend aufbaut, wie später John Cippolina. "Where You Love" der Suite ist ein Percussion-Part mit dem Feedback der Gitarren. "How You Love" ist das Solo von John Cippolina, der dies mit einer Intensität aufbaut, die ich nur ähnlich gut von dem Titel "The Fool" vom ersten Album Quicksilver Messenger Service der Band her kannte. Cippolina war sicherlich ein hervorragender Gitarrist der späten 60er, der leider nie die Anerkennung bekam, wie viele seiner Musiker-Kollegen. "Which Do You Love" besteht aus einem klasse Solo von David Freiberg am Bass.

Auch die zweite Seite der damaligen LP war sehr gut, so z.B. "Mona", einer weiteren Bo Diddley-Nummer, mit tollem Gesang und verzerrten Gitarren.
Dieses Album halte ich - wie viele andere auch - insgesamt für eines der wenigen wirklich beeindruckenden Live-Dokumente der West-Coast-Music der späten 60er (natürlich auch The Live Adventures of Mike Bloomfield & Al Kooper,Live/Dead und Bless Its Pointed Little Head). Dass die Band leider nicht den gleichen verdienten Erfolg hatte wie z.B. Jefferson Airplane und Grateful Dead lag vielleicht daran, dass sich die Besetzung änderte, was dann zu einem mehr kommerziellen Musikwechsel führte, der aber nicht mehr so interessant war wie auf "Happy Trails" und dem Debutalbum.

Aber bestimmt nicht umsonst wurde das Album erst kürzlich in die Top 500 (Rang 189) des "Rolling Stone" gewählt. Diese CD sollte man auf jeden Fall besitzen, wenn man die Musik dieser Zeit mag! Was allerdings noch heute fehlt, ist eine schöne Remaster-Auflage, die dieses Album auf jeden Fall verdient hätte!

Anmerkung 2010: Ein Remaster der CD gibt es jetzt auf dem BGO-Label Happy Trails (Rem.), die vom Sound gut ist. Ob besser als diese Version, kann ich nicht beurteilen.
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So um 1973 / 74 hörte ich im WDR "Rock in" und Winfried Trenkler schwärmte von dem Gitarristen John Cipollina. Welches Stück er spielte, weiß ich nicht mehr. Damals auch nicht, dass es die Kapelle nicht mehr gab.

Anderntags suchte ich die Plattenläden Amsterdamer Recordshop, Die Schallplatte, Axel's Plattenladen oder wie sie alle hießen, auf, um QMS zu bestellen (abgelesen von einem Notizblatt).

Was ich Wochen später erhielt, ja ja Übersee war weit weg, war HAPPY TRAILS. Wow, eine Plattenlänge ging für WHO DO YOU LOVE drauf, von Seite 2 mit 4 Stücken, ganz zu schweigen. Nadel über Nadel gingen damals für Plattenspieler drauf und das nicht die billigsten. Erst mit Wasser und Spüli, dann mit Cognac, dann war die Platte, wie viele andere, nicht mehr zu spielen.

Als HAPPY TRAILS endlich auf CD herauskam, ich mich erinnerte, kam die CD ran. Die ist mittlerweile verbummelt, vor einiger Zeit kam mir der gute alte Cipo (RIP) wieder in Erinnerung durch TERRY AND THE PIRATES, und eine erneute CD wurde bestellt. Wie am ersten Tag lässt mich diese Scheibe nicht mehr los.

Gary Duncan wurde damals unterschätzt. Verschiedene Live-Aufnahmen oder DVD zeigen seine Leadgitarrenkunst. Die Veredelung der Songschätze fand durch Cipo statt, durch seine Intros, Fills und Licks, Soli, die zu denen von Gary Duncan passten, weil anders oder parallel drüber gelegt, und immer dieser glockenhelle oder glasklare Klang seiner Gibson SG mit dem Spiel des Vibratohebels.

IMMER HAPPY TRAILS und diese Scheibe auf jeden Fall auf eine einsame Insel mitnehmen, falls sowas mal hochkommt.

MM
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TOP 500 REZENSENTam 20. Juli 2009
Die Überschrift sagt es bereits, Dies ist, wenn nicht die beste, eine weitere Großtat aus einer tollen musikalischen Zeit und Szene. Die Gitarrenarbeit ist funkelnd wie das unendliche Spektrum eines Edelsteins und das Feeling der Aufnahmen einfach nur authentisch und beseelt. Psychedelic Rock vom allerfeinsten. Fans sollten ohne zu zögern zugreifen und das Remastering ist auch amtlich geworden, ohne den alten Spirit zu verwischen.
Hoher Kultfaktor!
Gruß und viel freude damit!
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Happy Trails vom März 1969 spiegelt den Live-Wahnsinn von Quicksilver Messenger Service wider. Es wurden Collagen aus Studiomaterial mit lebendigen Fillmore East-Auftritten gemischt, sowie Publikums-Reaktionen eingeblendet. Mittelpunkt ist die in mehrere Passagen unterteilte Version von Ellis McDaniels (alias Bo Diddley) Who do you love. Nach dröhnendem Anfang übernimmt die fiebrige Gitarre von John Cippolina das Regiment. Über einem stoischen Rhythmus breitet er seine silbrigen Gitarrentöne aus und leitet damit die längste mir bekannte Fassung dieses Blues-Klassikers ein. Die Band spielt sich fortan in einen Improvisationsrausch. Der Titel entwickelt sich zu einem ausschweifendem Ungetüm, immer wieder gebändigt durch das einfühlsame Zwiegespräch von Duncan und Cippolina. Im eingeschobenen Where you love kommt das Geschehen fast zum Stehen. Hier erhält das Stück avantgardistische Züge im Sinne von reiner Lautmalerei, denn eine Melodielinie ist nicht mehr erkennbar. Schreie und Klatschen aus dem Publikum werden nach vorne gemischt. Erst nach 6 Minuten wirft Cipollina seine Licks wie ein befreiendes Soundgewitter ein. Im Part Which do you love darf sich dann David Freiberg mit einem Bass-Solo austoben, bevor das Gebilde dann wieder Konturen annimmt und mit einem furiosen Endspurt aller Bandmitglieder in die Zielgerade kommt. Ein 25minütiger musikalischer Vollrausch ist zu Ende. Danach wird Bo Diddleys Mona als knackiger Blues-Rock zelebriert. Der Song geht nahtlos in Gary Duncans Maiden of the cancer moon über: ein instrumentales Intermezzo mit schneidenden Gitarren. Das folgende Calvary ist vom Aufbau und der Dynamik ähnlich wie The Fool vom Debutalbum. Den Abschluss bildet eine kurze Version des namensgebenden Uralt-Country-Stückes von Roy Rogers: Happy Trails ist eine augenzwinkernde, leicht besoffene Referenz auf alte Werte.
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am 1. Oktober 2008
Seit ca. 1 Jahr "erarbeite" ich mir die Musik der West-Coast-Szene. Bin altersmäßig an der Flower-Power-Zeit vorbei geschrammt.
Nun bin ich auf dieses Album gestoßen, ohne zu wissen was mich erwartet.
Nunja, ist schon ziemlich harter Stoff. Nix um mal eben schnell durchzuhören. Keine eingängigen Harmonien oder dergleichen.

Beim ersten hören scheint es ein endloses Gitarren-geschrömmel und gezupfe rund um das recht eintönige Thema "Who do you love". Ja wen denn jetzt??? Wird nach 30 Minuten immer noch nicht deutlich. Zwischendurch denkt man immer, oh jetzt könnts auch als "Radar-Love" weiter gehen, oder auch als "Whole lotta love". Haben sich wohl alle etwa zu selben Zeit voneinander inspirieren lassen.

Was dennoch gefällt und das wird erst bei mehrmaligen hören deutlich, ist das präzise und gefühlvolle Gitarrenspiel der beiden Gitarristen, unterwandert von knackigen bis grollenden Bassläufen und sanftem unaufdringlichem Schlagzeug. Gesungen wird nur wenig. Manchmal nervt allerdings das Gitarren-Verzerre und WahWah-Effekte, aber das kommt zum Glück nicht so häufig.
Und: das ganze ist klanglich wirklich gut aufgenommen. Auch leise angeschlagene Trommelfelle klingen sauber durch, und die tiefen Töne von Base-Drum und Bass reichen sehr weit runter. Und gerade die Dynamik von leisen und lauten Stellen macht beim Hören Spaß. Aber man muss sich Zeit und Muße dafür nehmen.
Das es eine Live-Aufnahme sein soll, hört man nur an ganz wenigen Stellen. Ansonsten ist vom Publikum nicht viel zu hören. Egal.

Das Bild des Covers ist in CD-Größe leider nicht so eindrucksvoll, wie in LP-Größe. Nachteil der CD. Aber es gibt ein Booklet mit der Geschichte der Band QMS. Die Braut auf dem Cover taucht übrigens auch auf dem schönen Cover von "ItŽs a beautiful day" auf. Wurde die etwa rum gereicht ;-) ?

Insgesamt mit viel Liebe zum Detail eingespielte und klanglich toll aufgenommene 50 Minuten auf den Spuren der Blütezeit der Bay area, allerdings ohne "Hit-Potential".
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