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The Marshall Mathers LP
Format: Audio CD|Ändern
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VINE-PRODUKTTESTERam 21. November 2013
Direkt zu Beginn: Wer keine Lust auf eine ewig lange Rezension hat, der sollte direkt zum Fazit gehen, wo ich alles noch einmal kurz zusammenfasse. Doch dieses Album hat mich nach langem mal wieder dazu bewegen können, eine ausführliche Rezension zu schreiben. Da diese für viele aber zu lang sein wird, verweise ich darum einfach mal auf das Fazit. Für die, die es aber komplett lesen: Eine Einschätzung wäre super, denn hier würde ich wirklich sehr gerne jegliche Kritik zu Herzen nehmen.

2000 veröffentlichte der damals noch wesentlich jüngere Marshall Mathers das erfolgreichste Album seiner Karriere: The Marshall Mathers LP. Ein Jahr, nachdem er mit The Slim Shady LP seinen Einstand feierte und mit seinem verrückten Alter Ego in die Rap-Welt hineingeplatzt ist. Nun, 13 Jahre später, nach vielen Höhen und Tiefen im Privatleben des Mannes hinter Eminem, wird das legendäre Album um einen zweiten Teil bereichert. Das Album, das weltweit Rekorde gesetzt hat, ja sogar den Eintrag in das Guiness Buch der Rekorde schaffte. Für viele Kritiker ein gefundenes Fressen, wurde doch Eminem über die letzten Jahre immer mehr für seine Einfallslosigkeit, seine Zuwandlung zum Pop, dem Mainstream und vieler weiterer Sachen kritisiert. Dies hielt auch an, als Eminem mit Berzerk" die erste Single auf die Massen zurennen ließ und Charme der alten Golden-Era versprühte. Auch die Single zu Survival sorgte für Kritik. Verwaschener Beat, poppiger Refrain. Als dann nun plötzlich Rap God" veröffentlicht wurde, kreidete man ihn wegen eines zu experimentellen Beats an. Und über The Monster" mir Rihanna braucht man sich auch nicht mehr unterhalten. Ein Eminem hat es nicht leicht. Dass er nun den größten Klassiker seiner Karriere mit einem zweiten Teil beschenkt, sehen viele als großen Fehler an. Doch anstatt eine wirkliche Fortsetzung zu geben, gab Eminem in vielen Interviews an, dass man den Zuhörer nur den alten Vibe geben will, eine Fortsetzung des Albums selber ist dabei gar nicht geplant. Ob dies gelungen ist? Die Meinungen gehen stark auseinander...

Bevor man die Musik selber hört, nimmt ein regulärer CD-Käufer natürlich erst einmal die Verpackung wahr. In meinem Falle ist es die Deluxe Edition. Interessant: Die Klapphülle, statt der langweiligen Jewel-Case! Das Cover wird von einem Fernsehrahmen-ähnlichen Gebilde umrundet. Anstatt Plastik hat man Pappe in der Hand. Durch das Artwork im Retro-Stile ist man sofort wieder in alten Zeiten. Das Papier-ähnliche Booklet vom ersten Teil weicht diesmal einem gewohnten Hochglanz-Booklet. Auf dem Cover: Das Haus aus alten Zeiten. Diesmal jedoch alleine, ohne Eminem. Trostlos. Zugewuchert. Vermüllt. Und mittlerweile durch einen Brand so zerstört, dass es abgerissen wird. Das Booklet selber ist recht karg: Bilder gibt es kaum, den Hauptteil nehmen die Lyrics ein. Nur die vermüllten Innenräume sind zu sehen. Ansonsten bekommt man Bilder von Eminem, Dre und Rick Rubin zu sehen.

Das Album beginnt mit Bad Guy, die lang erwartete Fortsetzung von Stan". Die handelnden Personen sind hier Eminem und der kleine Bruder von Stan, genannt Matthew Mitchell. Die Abkürzung zu M&M ist klar erkennbar, heißt es doch im Song auch ,Eminem killed my M&M`. Der kleine Bruder von Stan will sich bei Eminem für all die tragischen Umstände rächen, wobei gegen Ende des Tracks die Frage bleibt: Begebenheit oder will Eminem im zweiten Teil des Tracks auf eine Wahnvorstellung um diese Begebenheit anspielen? Der Track selber ist ruhig gehalten, die Gastsängerin Sarah Jaffe erinnert definitiv stark an Dido vom ersten Teil. Leider kann mich der Beat nicht überzeugen. Wild wird es erst in den letzten 2 Minuten, wo auch der Beat an Fahrt aufnimmt und Eminem mit erhöhter Aggressivität seine Reime ins Mikrofon spuckt.
Gefolgt wird der Track vom Skit Parking Lot", eine direkte Fortsetzung um die Begebenheit bei Criminal", als die Kassiererin beim Überfall erschossen wurde. Die Umsetzung ist stark! Anfangs zwar mit dem Gedanken konfrontiert, dass man dies eher als Intro hätte nehmen sollen, macht dies nach einigen Durchläufen Sinn, den Part an genau dieser Stelle zu platzieren.
Nun wird es aber wieder sehr interessant. Mit Rhyme or Reason" wurde nicht nur der großartige Track Time of the Season" von The Zombies als Sample genutzt, sondern auch sehr geil als eigene Version umgesetzt. Thematisch geht es hier hauptsächlich wieder um seinen Ärger gegen seinen Vater. Die Wut in seinem Bauch ist definitiv herauszuhören. Zwar ist das Thema absolut nichts neues und mittlerweile fast schon ausgelutscht, von der Umsetzung her aber sehr gut gelungen. Mehr als gelungen finde ich dabei die gesangliche Umsetzung des Refrains, den Eminem selber zum Besten gibt. Durch das geile Sample konnte man mit dem Beat auch kaum Fehler machen, und Rick Rubin mit Eminem selber an den Reglern haben hier einen ordentlichen Track abgeliefert.
So Much Better", als Track Nr. 4 auf dem Album, wird dann aber nicht nur inhaltlich noch eine Stufe aggressiver, sondern auch vom Beat her eine Spur härter. Der Beat erinnert stark an Criminal", doch thematisch denkt man sofort an Kim". Eminem behandelt hier nämlich die Thematik einer verflossenen Liebe. Dabei singt er uns im Refrain ,My life would be so much better / If you just dropped dead` um die Ohren. Wut ist definitiv dabei. Stellenweise wird aber deutlich, dass er scheinbar nicht mal wirklich eine Frau zu meinen scheint, sondern gegen das Rapgeschäft selber zu schießen scheint. Sozusagen eine Fortsetzung von 25 to Life vom Recovery-Album. Ein Schelm, wer hier denkt, dass die frauenfeindlichen Inhalte nur Zufall wären. Eminem wird seinem Image halt gerecht, aber man muss zugeben: Es ist geil.
Dann kommt nun aber endlich eine der ersten Singles: Survival"! Mit einem wunderbar eingesungenen Refrain von Liz Rodrigues wird man wieder in die rockige Schiene geschickt, die man zu damaligen Zeiten oftmals um die Ohren geworfen bekam. Das Musikvideo dazu muss man nicht thematisieren, ich find's geil umgesetzt, andere halt nicht. DJ Khalil hat sich mit dem Beat jedenfalls alle Mühe gegeben, und man kann auch hier wieder von halten was man will, aber Eminem zeigt, dass er noch lange keinen Bock hat, aufzuhören. Letztlich kann man den Inhalt auf eine Line aus dem Refrain runterschrauben: ,This is survival of the fittest`. Eminem ist halt immer noch voll Energie, er kann seine Familie ernähren und hat sein ganzes Leben dem Rap gewidmet. Auch den Kritikern kommt er entgegen, indem er ihnen einfach mal eine klare Botschaft a la Labert doch, wie ihr wollt" in die Arme wirft. Wunderbarer Track, der mich einfach mal richtig scharf auf das Album machen konnte.
Legacy" wird nun wieder eine Spur persönlicher. Der gesungene Refrain ist diesmal von einer gewissen Polina beigesteuert. Wird wohl keiner etwas mit anfangen können, doch schlecht ist er nicht, wenn auch nicht wirklich brillant. Was eigentlich schade ist, da die Thematik um die Kindheit und Entwicklung von Marshall Mathers eigentlich einen besseren Gastpart verdient hat. Der Beat ist blöderweise auch nicht wirklich die große Enthüllung. Viel zu ruhig, entwickelt sich dieser leider nur im Refrain zu wahren Stärken. Das überrascht mich insofern, da ich von Emile Haynie, Producer des Tracks, eigentlich andere Sachen gewohnt bin. Trotz der Thematik und der gewohnt guten Lines leider nur ein durchschnittlicher, für Eminems Verhältnisse leider aber unterdurchschnittlicher Track.
Mit A**hole" hat man nun einen Track, der auf der offiziellen Gästeliste auch das erste Feature präsentiert: Skylar Grey. Von dieser Kombination erwarte ich persönlich sehr viel. Immerhin ist Skylar Grey in meinen Augen eine der besten Sängerinnen, die es derzeit gibt. An sich ist der Beat gewöhnungsbedürftig, der Anfang des Tracks ist mir jedenfalls etwas zu plötzlich. Gerade hier hätte man einen besseren Einstieg finden können, entwickelt sich jedoch schnell weiter. Warum auch immer erinnert er mich aber sehr stark an Forever" von Eminem, Kanye West, Drake und Lil Wayne. Inhaltlich ist es aber ein Track an all die Kritiker und Hater, die Eminem letztlich immer zu dem Erfolg führten, den er hat. Denn wer macht bessere Presse für einen Artist als die Kritiker selber? Die Ironie ist göttlich, wenn auch nicht ganz so hervorragend wie auf vielen anderen Tracks. Skylar Grey liefert dafür aber, wie erwartet, einen geilen Refrain, wobei ich mir bei ihr doch einen Gastverse gewünscht hätte. Insgesamt trotzdem ein ordentliches Zusammenspiel von zwei super Musikern.
Nun aber die erste Single. Das Werk, das ein neues Album ankündigte. Und das vollkommen unerwartet und auf gut durchdachte Art und Weise, nämlich als Werbespot für die Beats by Dr. Dre während einer Preisverleihung. Schon die ersten Ausschnitte des Musikvideos waren umwerfend - blonde Haare und unbekannte Szenen? Habe ich da was verpasst? Nein, es ist Tatsache, Eminem ist zurück...mit wieder erblondeten Haaren! Und verdammt, der Track ist geil! Am Anfang für schrecklich befunden, hat mir das Musikvideo gefallen gemacht. Endlich wird mal wieder die alte Zeit hervorgehoben! Sofort kommen Erinnerungen hoch! Die Beastie Boys schienen mir zurück. Der Beat von Rick Rubin ist ein Brett, das einen sofort Run DMC wieder ins Tape Deck zaubern wollte. Ich kann nicht mehr! Musikvideo fantastisch, Track fantastisch, alles fantastisch. Party. Von Eminem ungewohnt, aber umso geiler. Die Vergleiche und Anspielungen auf andere seiner Vorbilder, Kollegen und Opfer - klar, dieser Sound spaltet die Massen, aber das ist genau das, was Eminem ausmacht: ER macht, was ER will. Und da kann ein Refrain noch so schief klingen, er zieht es durch.
Die wohl größten Wellen schlug im Zuge der Zeit vor der Veröffentlichung seines Albums der Song Rap God". Dieser Track spaltete die Massen. Besonders der für Eminem sehr ungewöhnliche Beat, geschustert von DVLP und Filthy, war sehr gewöhnungsbedürftig. Entweder man mag ihn, oder halt nicht. Noch mehr für Aufsehen sorgte jedoch nicht der Beat, sondern der Inhalt. Größenwahn warf man ihm vor. Hatte doch Kanye West fast schon das Alleinstellungsmerkmal dafür inne, will nun Eminem genau dies über sich sagen: Ich bin der Größte, ich bin der Gott! Unrecht hat er damit nicht mal so ganz, denn wenn man mal überlegt, wie er stellenweise einfach mal Triplereime auf den Tisch klatscht und bei den YouTube-Awards live auf der Bühne zeigt, dass er es tatsächlich schafft, 115 Wörter in 16 Sekunden zu spucken, dann ist man schon ehrfürchtig erstaunt, selbst wenn man den Song nicht feiert. Inhaltlich erinnert mich der Song zu Beginn stark an Remember Me" vom ersten MMLP, da hier die ,6 Minutes Shady` wieder eine Rolle spielen. Besondere Betrachtung fand aber eher wieder die erneute Andichtung von Vorwürfen über den Hass gegenüber Homosexuellen. Wie man das nun sehen will, ist jedem logischerweise selber überlassen, doch wer sich mit der amerikanischen Jugendkultur auskennt, der weiß genau, wie Eminem das meint. Was aber noch überraschender ist, ist die Tatsache, dass ausgerechnet die Zeile über das Schulmassaker an der Columbine High School diesmal unzensiert ist - die selbe Zeile wurde auf MMLP 1 immerhin zensiert. Aber darüber regt sich keiner auf? Manche Menschen setzen halt Prioritäten. Man kann letztlich natürlich davon halten was man will. Ich weiß vom Beat her auch nicht, ob ich den Song nun wirklich mag oder nicht, aber vom Style her ist es einfach wieder ein Song, bei dem Eminem seine wahre Qualität zeigt und auch zu den Vorwürfen gegenüber zum Pop Stellung bezieht.
Zurück zu Ironie und Sarkasmus im alten Stile kommt Eminem nun bei Brainless". Auf einen guten, wenn auch nicht herausragenden Beat von Eminem und Luis Resto wird endlich wieder mal der alte Slim Shady in leichten Zügen herausgelassen. Besonders der wieder halb dahingeseuselte Refrain von Eminem selber macht Spaß. An genau diesen Stellen ist der Beat auch wieder auf seinen Höhepunkten. Soundtechnisch hat man aber eine halbe Horrorkulisse in Szene setzen wollen, was aber gut gelungen ist. Inhaltlich ist zwar keine Neurevolution zu erwarten, aber vom Flow her macht es trotzdem Spaß, zuzuhören und zu überlegen, wie er denn nun diese und jene Line meint.
Nun geht es aber an meinen absoluten Tiefpunkt des Albums und für mich an dem Punkt, den ich mir absolut nicht anhören kann. Stronger Than I Was" ist für mich einfach absolut schwach. Der von Eminem und Luis Resto zusammengeschusterte Beat ist komplett für die Katz und dieser Versuch, gefühlvoll zu singen ging für meine Ohren ganz schön schrecklich in die Hose, denn gut klingt anders. Da kann das Thema noch so emotional sein. An sich ist es auch mal eine neue Sache: Dies ist sozusagen eine Fortsetzung von Kim". Nur dass er diesen Track eben aus ihrer Perspektive beleuchtet und versucht, die Gefühle seiner Ex nach eben jener Aktion in Worte zu fassen. Ungewöhnlich für Eminem, genau so wie die Umsetzung, die ich mir nicht anhören kann. Einzig die Tatsache, dass die Probleme der beiden behoben zu sein scheinen sind ein Grund, den Track zu rechtfertigen, ansonsten wird er mir niemals die Ohren verschönern.
Und nun kann man über Rihanna sagen was man will. Die Tatsache, dass Eminem sie trotz aller Kritik auf seinem Album hat, kann man wieder als kommerziell oder einfach aus Laune heraus abstempeln. Fakt ist einfach, dass The Monster" Schluss macht mit all den Monstern, die in der Nacht unter dem Bett lauern. Die angeschnittene Thematik ist dabei ziemlich witzig umschrieben, geht es doch eigentlich um den Erfolg und die Schattenseiten des Alltags. Der Beat gefällt mir nach mehrmaligen Hörens sehr, sogar Rihanna kann mich mehr überzeugen als auf Recovery. Eminem ist auch wieder gut dabei und entschädigt den vorherigen Track. Insgesamt gefällt mir die Kollaboration sehr gut, was mich schon mit Vorfreude auf das Musikvideo vorausschauen lässt.
So Far" ist nun wieder eine ganz andere Klasse. Denn jeder, der meint, Eminem hätte seinen alten Humor verloren, der wird hier Lügen gestraft. Während er sehr witzige Passagen versucht zu singen und dies absichtlich eher schlecht als gut macht, erklärt er nun seine Liebe zu seiner Heimat Detroit. Die Art, wie er das macht, lässt einen dabei Grinsen. Zumal er versucht, dem Hörer zu zeigen, dass er im Grunde immer noch der Selbe ist, macht dabei Freude. Leider ist der Beat nicht ganz so gelungen. Da hätte Rick Rubin aus dem eigentlich richtig geilen Sample von P.S.K. Whut Does It Mean" (Schooly D) und Life's Been Good" (Joe Walsh) eigentlich zu guten Sachen verbinden können. ABER: Die instrumentalen Passagen aus The Real Slim Shady" sind mal wieder ein absoluter Hörgenuss und versetzen einen sofort wieder in diese Zeit zurück. Macht den Track zwar nicht mehr als durchschnittlich, aber hat trotzdem seinen Charme.
Love Game" als folgender Track hat nun eine ganz große Besonderheit: Denn als erstes Album von Eminem überhaupt ist der Feature-Gast Kendrick Lamar als einziger MC neben Eminem selbst vertreten! Doch das macht den Track gleich wieder besonders. Rick Rubin hat hier das Sample von Game of Love" wunderbar zu einem neuen Track umfunktioniert. Eminem glänzt wieder mal mit seinem Humor, benennt diesmal eine Unmenge an anderer Küsntler...und das Thema Frauen ist sowieso immer eine Sache für sich. Die Besonderheit kommt jedoch erst mit dem Gast Kendrick Lamar zustande, denn hier treffen sich der alte Meister und die Zukunft. Und die Symbiose ist wunderbar gelungen! Dabei ist es schon witzig, sich mal so anzuhören, wie die Parts verlaufen. Verse 1: Eminem gewohnt witzig. Verse 2: Kendrick Lamar in seinem relativ chilligen Flow. Verse 3: Eminem auf eine richtig verrückt aggressive Art, bei der man nicht weiß, ob er jetzt nun durchdreht oder einfach so ist. Für viele ein riesiger Kritikpunkt, doch ich kann mir ein fettes Lachen einfach nicht verkneifen. Absolut schönes Ding, wenn auch auf lange Dauer nicht unbedingt spannend.
Doch nun kommt für mich gefühlsmäßig das eigentliche Highlight. Der Track mit Nate Ruess von FUN ist einfach thematisch eine absolute Bombe. Headlights" ist tatsächlich das, womit der Eminem Fan nie rechnen wollte: Die Entschuldigung an die Mutter! Die Frau, die am meisten im Laufe der Jahre zu hören bekam, bekommt nun einen verdammt packenden Track zur Entschuldigung. Man merkt, dass es Eminem ernst meint. Und verdammt, auch ich musste mir zwischendurch Tränen verkneifen, denn hier springt Eminem über einen riesigen Schatten und zeigt, dass er reifer geworden ist. Der geniale Beat und der absolut gelungene Refrain machen den Song zu einem Klassiker!
Den Schlussstrich auf der Standard Edition bietet nun Evil Twin" - für mich vom Beat, vom Flow, vom Gesamtpaket her der absolute Höhepunkt! Unklar ist für mich die ganze Zeit, wo nun die Grenze zwischen Eminem, Marshall und Slim Shady zu ziehen ist, da sich alle drei Charaktere durch den Track ziehen. Interessant trotzdem, dass sich Eminem durchaus seiner Texte bewusst ist, aber er sich davon nicht distanziert, sondern dazu steht. Respekt geht sogar noch an den unglaublich berühmten Control"-Verse von Kendrick Lamar...ach, verdammt, das ist genau der Track, der einfach der Höhepunkt ist, und den ich nicht in Worte fassen kann. Denn eigentlich disst er, ohne zu dissen, und disst gerade darum, weil er es ja eben doch nicht macht! Perfektes Ende für eine sehr gelungene CD. Der Chorus gefällt mir übrigens wunderbar, hätte gerne länger gehen können.

Nun aber kommen die Bonus-Songs auf der Deluxe Edition. Und wenn ich mal ganz ehrlich sein soll - das war nichts. Alle Tracks sind für mich kompletter Durchschnitt. Wobei ich auch hier zur Verteidigung sagen muss, dass der Flow einzigartig ist. Nur, das Problem ist, dass die Beats durchgängig nichts für meine Ohren sind. Da kann auch ein Eminem nichts machen. Blöd, dass auch die Features eher nicht so ganz gelungen sind. Besonders von Sia bin ich enttäuscht, da sie eigentlich eine perfekte Sängerin ist, hier aber das absolute Gegenteil abliefert. Einzig das Outro mit Ken K. ist mal wieder vom alten Witz her getroffen, wobei selbst das irgendwo nicht überzeugen kann. Schlecht ist die Deluxe deswegen natürlich nicht, aber unterhalten kann es mich leider auch nicht, und da hatte Eminem schon viele andere Sachen gemacht, die weit über diesem Niveau sind. Auch thematisch ist nicht viel dabei. Das eigene Talent wird in den Himmel gelobt, das Thema Liebe und Unehrlichkeit ist mal ein interessanter Ansatz, dann wird man aber auch aufgefordert, sich von Rückschlägen nicht unterkriegen zu lassen, und schlussendlich wird noch mal die Entwicklung von der Kindheit bis zu den Anfängen mit D12 philosophiert. Durchaus interessante Geschichten, die aber für meinen Beatgeschmack einfach die falsche Kulisse tragen.

FAZIT:
Eminem ist zurück. Mit dem Album hat er die Meinungen gespalten, viele Kritiker wieder mal davon überzeugt, dass seine Zeit vorbei ist und trotzdem die Fans begeistert. Letztlich hat Eminem aber wieder eines gemacht: Das, was er wollte. Man merkt, dass er noch hungrig ist, dass er noch Bock hat und dass für ihn zum Glück noch lange nicht Schluss ist. Seine Karriere wird noch etwas gehen. Ob mit oder ohne Slim Shady ist dabei egal, denn auf Grund seines Alters und seiner merklichen Reife ist dieser nicht mehr wirklich von Nöten und wirkt deutlich aufgesetzt. Doch hat Eminem auch andere Qualitäten. Sein Flow, seine Rhymes, sein Komplettpaket als Künstler.
Diesmal kann ich die Kritiker sogar nachvollziehen, die mit den Beats ihre Probleme haben. Ja, Eminem hat wieder einmal viele Produzenten, mehr als bei Recovery. Und ja, seine Beats sind diesmal anders als in der Vergangenheit, und teilweise sind sie gewöhnungsbedürftig. Aber mein Gott, Eminem öffnet sich endlich auch mal für andere. Man muss einfach zugeben, dass die goldenen Zeiten von Dre vorbei zu sein scheinen und er beim Mixen einfach noch das absolute Novum darstellt, was die endgültige Qualität zeigt. Zumal nach Relapse unendlich viel gemeckert wurde, dass Eminem mal neue Produzenten holen soll. Und nun tut er das, und trotzdem meckern viele rum. Man muss es mal so sehen: Je mehr Produzenten, desto vielschichtiger der Soundteppich. Und das macht ein Album erst interessant. Dieses Album zeigt es, denn bis auf wenige Ausnahmen sind das absolut gelungene Beats, auf denen Eminem sein Können beweist.
Dieses Mal kann ich sogar die Kritik bei den Features verstehen. Ein Kendrick Lamar als einzigen MC - klar hätte man gerne mehr. Dre, Fiddy, D12. Aber verdammt, es klappt auch so. Natürlich ist eine Rihanna ein Thema für sich, aber sie kann singen, ob kommerziell oder nicht. Und auch ein Nate Ruess kann überzeugen. Er hat nun einmal eine geile Stimme, und das sage ich, obwohl ich mit F.U.N. nichts anfangen kann. Und über eine Skylar Grey muss man nicht diskutieren. Sind wir doch mal ehrlich: Hätte ein 50 Cent ins Soundkonzept gepasst? Klar wäre es geil gewesen, aber der soll sich erst mal um seine eigene Mucke kümmern. Klar, ein Dre hätte alte Erinnerungen geweckt, aber er zieht sich auch immer mehr zurück und lässt mit Detox einfach immer nur noch Enttäuschungen in mir aufkommen. Und D12 - die gibt es nicht mehr, die haben sich aufgelöst. Man kann von allem halten was man will, aber so wie es ist, funktioniert es auch.
Thematisch hat Eminem natürlich auch keine Revolution gestartet. Aber das muss er auch nicht. Das machen 99% seiner Kollegen ebenso nicht und werden trotzdem gefeiert. Na und, dann hört man sich alte Geschichten an, aber wer hört denn bitte nur auf den Inhalt? Ein guter Inhalt macht einen schlechten Track nicht perfekt. Überhaupt, Tracks wie insbesondere Headlights" überzeugen gerade dadurch umso mehr.
Eminem ist einfach immer noch einer der besten. Ob er DER Beste ist, das ist ein anderes Thema, denn das muss jeder selber für sich definieren. Aber Fakt ist, dass jedes Album von Eminem irgendwo einen Standard setzt. Ob nun MMLP2 an MMLP1 rankommt? Nein. Und das soll es verdammt noch mal auch nicht. Das sind zwei vollkommen verschiedene Zeiten. Und genau das macht es so geil, genau das macht es so einzigartig, und hier liegt der verdammte Unterschied. Man kann Eminem den Sellout ankreiden, aber wer sich mit Interviews beschäftigt, der wird merken, dass Eminem nicht an den alten Erfolg anknüpfen wollte.
Ich gebe dem Album 4 Sterne, und behalte es mir vor, noch die 5 zu geben, ich werde es noch einige Wochen hören und dann schauen, was sich ergibt. Aber Mensch, hier hat man endlich einen reifen Herren, der trotzdem noch Witz hat und mit seinen Reimpistolen die halbe Kollegenschaft erschießen kann. Feiert es oder nicht, man muss es halt für sich entscheiden. Aber man muss allem eine Chance geben, länger reinhören und dann ein eigenes Bild finden.
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am 12. Mai 2017
hat Eminem sich mal wieder gesteigert. Feine Beatz und auch Songs die nicht zu kitschig oder zu Mainstream sind. Immer eine schöne Mischung aus allem. Da sieht / hört man wieder wie es der Meister macht. Und Rappen kann er auch jeden. Ich finde es gibt keinen Ausfall / Durchfall - Track auf dieser VÖ.
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am 30. April 2017
The MM LP ist das beste Eminem Album meiner Meinung nach!
Sehr gute Beatauswahl, gut gewählte Features (u.a. Snoop Dogg, Xzibit, RBX, Sticky Fingaz)
und über Eminem's Flow & Lyrics brauchen wir hier nicht reden.
Eminem war zwar nie einer meiner absoluten Lieblingsrapper, aber nichts desto trotz ist er ein sehr starker MC
Und ich finde, dieses Album sollte sich jeder echter Rap-Fan anhören bzw. besorgen!
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am 5. März 2018
Für dieses Produkt erfolgt von mir keine Rezension, da ich dieses Produkt nicht für mich gekauft habe und damit auch weder Qualität noch Quantität des Produktes einschätzen kann.
Der Benutzer des Produktes hat sich mir gegenüber aber nicht negativ geäußert, sodass davon auszugehen ist, dass er mit dem Produkt zufrieden ist.
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am 25. Januar 2014
Damals, als der Titel des Albums bekannt gegeben wurde war ich doch ein wenig skeptisch. MMLP2 - der erste Teil der Marshall Mathers LP zerfetzte ja damals praktisch alles und jeden im Business. Ich höre mittlerweile seit 11 Jahren die Musik von Eminem und bin immer wieder begeister. Aber dann kam dieses Album und ich wusste erst nicht ganz was da auf den Hörer zukommt. Man legt die Scheibe ein und ein - wie ich finde - unheimlich genialer und ruhiger Beat lässt einen langsam in das Album hineinfühlen. Bad Guy heißt das Werk. Die Geschichte und der Aufbau dieses Songs ist unglaubliche Kunst und eine wahnsinns Idee. Bei dem Song handelt es sich nämlich um den "Nachfolger" bzw. die Geschichte nach dem ersten erfolgreichen Song von Eminem in Deutschland "Stan". Dieser nimmt sich im gleichnamigen Song das Leben und schreibt Eminem einen Brief. Dabei geht es auch um seinen Bruder Mitchell. Dieser ist es auch, aus dessen Sicht Eminem den ersten Song der Platte zum Besten gibt. Unglaublich diese Vortsetzung der Geschichte und die Anknüpfung an einen Legendären Song.
Das Album ist viel zu umfangreich um auf jeden Song einzeln einzugehen, aber jeder Song ist in seiner Weise ein absolutes Meisterwerk. Es gibt keinen Song bei dem man sich denkt:"ok, den hätte es nicht gebraucht auf dem Album". Ganz im Gegenteil - nach Wicked Ways und dem eingebauten Skit von Ken Kanifff wünscht man sich eigentlich, dass noch eine Songs folgen.
Es ist mit riesigem Abstand das beste und vollkommenste Hip-Hop Album, welches ich besitzte - und das sind verdammt viele ;). Eminem katapultiert sich wieder einmal auf den Olymp des Rap. Dieser Mann ist nicht zu unrecht "Artist of the decade". Zusammenfassend - ein MUß für jeden Hip-Hop-Fan. Unglaubliche lyrische Bestleistungen und perfekte Beats. Die Kombination aus Rick Rubin und Eminem macht hungrig auf mehr!
Kauft das Album und unterstützt damit den größten Künstler unserer Zeit. Er hat es sich verdient. In einer Zeit wie dieser, in der der Hip-Hop immer mehr untergeht - Nas hat es ja bereits prophezeit - ist es einfach unglaublich zu wissen, dass es immer noch einen Künstler da draußen gibt, der die ganze Szene rasieren kann und mal eben das Album des Jahrhunderts rausbringt.
Vielen Dank für dieses Album - ein Meilenstein in der Geschichte des Hip-Hop.
:)
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am 17. März 2018
The Marshall Mathers LP ist das dritte Soloalbum des US-amerikanischen Rappers Eminem, das am 23. Mai 2000 über die Labels Aftermath Entertainment und Interscope Records erschienen ist.
Eminem ist ein sehr guter Rapper und jeder der sich für Rap interessiert sollte sich das Album mal anschauen.
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am 31. Juli 2007
Nachdem Eminem mit seinem Talent quasi über Nacht berühmt wurde und sein Erstlingswerk bei Dres Aftermath Entertainment "The Slim Shady LP" großartige Verkaufszahlen vorweisen konnte, kam auch schon ein Jahr nach dessen Release das zweite Album von Eminem heraus, "The Marshall Mathers LP". Dieses Mal mit mehr Produktionen von Ems Mentor Dr. Dre (zusammen mit Mel-Man) und mehr Features. Eminems Texte sind genauso rau und sarkastisch wie auf seinem Debüt, wobei der Wortwitz hier genauso stark betont wird.
Dieses Werk von Eminem ist eine überaus gelungene Platte mit sehr guten Texten und hervorragenden Produktionen. Seine Lyrics sind wie schon auf "The Slim Shady LP" sehr gut und bieten tollen Wortwitz und überwältigende Qualität, allerdings geht dieses Album noch einen Schritt weiter und Eminems Songs werden noch krasser; meiner Meinung nach sind Tracks wie "Kim", "Amityville" oder "Kill You" einen Tick zu heftig, wenn man genau auf den Text achtet; das geht schon zu weit. Es ist zwar immer noch Kunst, jedoch sollte man gewisse Grenzen kennen, auch wenn solche Lyrics von Eminem sicherlich nicht ernst gemeint waren.

Meine Empfehlungen hingegen sind:

"Stan" - Eine hervorragend erzählte Story über Eminems Einfluss auf seine Fans
"Who Knew" - Toller Track
"The Real Slim Shady" - Die Lead-Single mit amüsanten Lyrics, top!
"The Way I Am" - Sehr starke Nummer über Eminems damaligen Zustand
"Bitch Please II" - Hervorragender Remix auf einen netten Dre-Beat
"Drug Ballad" - Amüsant und doch ernst
"Marshall Mathers" - Ebenfalls sehr guter Track
"Criminal" - Schon sehr heftig, jedoch teilweise amüsant

Bis auf die doch sehr dunklen Nummern (da sollte der eigene Geschmack eine größere Rolle spielen) ist dieses Album sehr gut gelungen und stellt Eminems außergewöhnliches Können wieder einmal unter Beweis. Die Linie, die er auf "The Slim Shady LP" verfolgt hat, wird hier konsequent fortgeführt und sogar auch teilweise verbessert. Es macht einfach nur Spaß, viele seiner Tracks zu hören, wenn man die Ironie erkennt.

Eine Kaufempfehlung an alle, die gute Lyrics mögen und guten Rap suchen, der heutzutage sehr schwer zu finden ist.

Wer Gefallen an Eminems erster Platte hatte, wird von seinem zweiten Album ebenfalls begeistert sein.
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am 8. Februar 2018
Normalerweise höre ich mir keine Alben ganz an. Es sind immer Lieder dabei, die einem nicht gefallen. Das ist bei diesem Album komplett anders. Jedes Lied hat etwas besonderes und vor allem ganz wichtig: Kein Mainstream Rap! Eminem hat in diesem Album sein Leben niedergeschrieben. Das merkt man an den Beats, den Texten und der Emotion, mit denen er die Lieder rüberbringt. Wenn man auf dieses Genre steht, ist diese LP ein Must have!
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am 14. August 2017
tolles Album, und vor allem komlett unzensiert und in der originalfassung.. bin zufrieden und glücklich das Album in Vinyl zu haben.
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am 11. Januar 2014
Zu diesem relativ neuen Album gibt es eigentlich nur so viel zu sagen: Eminem übertrifft sich hier selbst!

Und damit übertreibe ich kein bisschen! Ich habe mir das Album ohne allzu große Erwartungen vorbestellt, da ich Eminem von Haus aus gern gehört habe und höre, jedoch wurden meine Erwartungen deutlich übertroffen. Ich kann nur allen, die Eminem auch nur mögen, wenn auch nicht gerade feiern nur empfehlen sich dieses Album zu holen!

Man muss hier auch sagen, dass bei diesem Album für jede Eminem-Stil-Richtung an Lieder vertreten sind. Von ruhig bis richtig krass und mitreisend.
Die Texte gehen sofort ins Gehör und haben Ohrwurmpotential, die Melodien sind der Hammer und ich finde beim besten Willen kein schlechtes Lied auf diesem Album!

Als einzigstes Manko ist hier vielleicht anzumerken, dass die Bonustracks auf einer extra Disk sind! Dies lässt sich Speichermäßig vielleicht auch gar nicht anders managen ist jedoch wegen der Super Bonus Tracks trotzdem ärgerlich und nervig die CD zu wechseln. Aber ich nehme mal an, dass ich hierbei vielleicht eher etwas eigen bin und die meisten anderen mit diesem Faktor wenig bis kein Problem haben.

Deswegen von mir nochmal eine absolute Kaufempfehlung für dieses Album! Eminem meldet sich eindrucksvoll und mit einem Knall zurück in der Rapszene!

Ich hoffe ich konnte helfen!
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