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Kundenrezensionen

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am 8. Januar 2011
Der Film zeigt uns den ganz normalen menschlichen Wahnsinn mit einer verblüffenden Selbstverständlichkeit. Die Figuren sind fast ausnahmslos verabscheuungswürdig, und dennoch beginnen wir schnell, mit einem perversen Telefonstalker (grandios Philip Seymour Hoffman), einer Mörderin aus Leidenschaft, ja sogar einem pädofilen Psychater mit zu fühlen. In ihnen Allen liegt etwas verstörend Normales, das sie vor allem durch ihre Selbswahrnehmung überzeugend vermitteln, sodass man als Zuschauer mitunter vergisst, wem man hier gerade Sympathie und Empathie geschenkt hat. Häufig bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Geniale Suspense-Szenen à la Hitchcock lassen uns das Unglaubliche wünschen, bevor wir uns dessen bewußt werden und über uns selbst erschrecken, zum Beispiel wenn besager Pädofiler seine gesamte Familie mit Schlaftabletten einschläfert, damit er sich an den Freud des Sohnes heranmachen kann. Nur hat dieser gerade keinen Hunger und keinen Durst und bleibt daher als Einziger wach. Das Familienoberhaupt versucht zunächst vergeblich, ihm irgendetwas schmackhaft zu machen. Man ist doch tatsächlich erleichtert, als der junge endlich einwilligt ein Sandwich zu essen. Der Vater bereitet es zu, gibt das Schlafpulver hinzu und reicht es dem Jungen. Anschließend trägt er seine Familie zu Bett und kehrt ins Wohnzimmer zurück. Da liegt der Freund des Sohnes auf dem Bauch und spielt ein Videospiel. Großaufnahme auf das unberührte Sandwich. "Nun iss es doch endlich", denkt man, und in diesem Augenblick wird einem bewusst, was man da gerade gedacht hat, und kann es nicht fassen. Das ist das Einzigartige, nie Dagewesene an Solondz' Meisterwerk, das seine früheren Filme, wie "Willkommen im Tollhaus" weit in den Schatten stellt. Die Figuren sind allesamt unglaublich und realistisch zugleich gezeichnet, und in dieser Ambivalenz steckt das Alleinstellungsmerkmal von Happiness. Wer etwas Außergewöhnliches sehen möchte, darf sich diesen Film, der lange nachwirkt, nicht entgehen lassen.
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am 5. November 2015
Schon die Eingangsszene, in der eine missglückte Liebesszene gezeigt wird, in der der verschmähte Liebhaber sein Geschenk an die (nicht rauchende) Angebetete (ein silberner antiker Aschenbecher) zurückfordert mit den Worten:"Du hast es nicht verdient. Ich bin Champagner, aber du bist Scheiße...", untermalt von unfassbar kitschiger Säuselmusik, führt einen mitten hinein in die Welt voller tragikkomischer nicht gelingenden Liebesbeziehungen. Alle scheitern, manchmal auf lustige, manchmal auch auf schreckliche Art. Ein beeindruckender Film.
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am 2. August 2015
Eine weitere Milieustudie die hinter die Fassade der amerikanischen Gesellschaft schaut. Der Regisseur hat sich mal wieder selbst übertroffen. Dennoch muss man sagen, dass dies kein Film für jedermann/jederfrau ist.
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am 19. Oktober 2000
schwer zu sagen,warum man einen so abstoßenden film für genial erklärt.führt man sich die handlung vors auge,sieht man eigentlich nur abscheuliches.der vater betäubt den freund seines sohnes um ihn dann sexuell zu missbrauchen,der nachbar ruft seine nachbarin an und belästigt sie am, telefon. doch wie klar und selbstverständlich todd solondz seine protagonisten agieren läßt,werden einem sogar diese bestien irgendwie sympatisch. todd solondz ist für mich zur zeit der beste director hollywoods und ich warte schon sehnlichst auf sein neues projekt,indem james van der beek(star aus dawsons creek)mitspielt.
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am 4. März 2016
Toller Film, mußte mich mehrmals zwicken, daß der wirklich in Amerika gedreht wurde, da er die amerikanischen Lebenslügen, die hinter der oberflächlichen Angepaßtheit steckt, bitter-treffend entlarvt. Er ist ein wenig lang, aber eindeutig sehenswert.
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am 20. April 2000
Todd Solondz hat mal wieder ein Meisterwerk hingelegt, welches leider im Kino unterging. Dagegen ist American Beauty nur ein billiger Abklatsch. Es geht um drei Schwestern, die sehr unterschiedlich ihr Leben zu bewältigen suchen, und die Menschen, mit denen sie zu tun haben: ein Pädophiler, ein obszöner Anrufer, eine sehr dicke Frau und ein russischer Taxifahrer. Die Dialoge sind brilliant, die Szenen intensiv bis zur Unerträglichkeit. Philip Seymour Hoffman ist, wie so oft, herausragend, wenn er schweissüberströmt die schöne, erfolgreiche Lara Flynn Boyle anbetet. Allerdings würde ich diesen Film nur in der Originalfassung bestellen, denn auf deutsch lassen die Dialoge doch zu wünschen übrig, sie verlieren an Präzision. Wenige Filme haben mir so viel zu denken gegeben.
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TOP 1000 REZENSENTam 25. September 2011
New Jersey ist der Handlungsort für die episodenartige Erzählung dreier sehr unterschiedlicher Schwestern Jordan.
Joy (Jane Adams) ist die Jüngste, die genauso wie ihre beiden Schwestern Trish (Cynthia Stevenson) und Helen (Lara Flynn Boyle) auf der ständigen Suche nach Liebe und Glück ist, aber in diesem wichtigen Punkt bislang stets scheiterte.
Sie hat kein Glück bei den Männern, zudem ist die labile junge Frau auch in ihrem Job noch nicht gefestigt und schreibt nebenbei Folksongs, weil sie von einer Karriere als Sängerin träumt. Doch das Talent ist begrenzt. Ausserdem strahlt sie eine gewisse Neurotik aus, die ihre beiden älteren Schwestern eher geschickt verbergen.
Mit dem in sie verliebten Andrew (Jon Lovitz) endet das entscheidende Date in einer Katastrophe, als sie ihm einen Korb gibt.
Dann flüchtet sie in die Arme des kernigen Russen Vlad (Jared Harris), doch die anfänglichen Schmetterlinge im Bauch weichen sehr schnell der ungeschönten Realität.
Trish verkörpert eher den erfüllten Traum vom ultimativen Familienglück, es scheint sie hat die perfekte Ehe mit dem Psychologen Dr. Bill Maplewood (Dylan Baker) vorzweisen, beide großartige Eltern für ihren langsam in die Pubertät kommenden Sohn (Justin Elvin).
Auch Timmys Schulkameraden finden die Eltern cool, denn die Maplewoods haben nichts dagegen, wenn die Kids bei Ihnen übernachten.
Keiner ahnt von den perversen Neigungen des Psychologen, der selbst einen Supervisor (Gerry Baker) aufsucht, um seine Gewaltphantasien in den Griff zu bekommen. Im Traum läuft er Amok und erschiesst sich am Ende selbst.
In der Realität missbraucht er die Freunde seines Sohnes, die Aktionen sind raffiniert eingefädelt und durchgeführt.
Helen, die dritte der Schwestern, scheint eine erfolgreiche Schriftstellerin, die Männer liegen ihr zu Füßen. Doch sie empfindet eine Gefühl der Leere, die der notgeile dickliche Nachbar Allan (Philip Seymour Hoffman) für einen Moment brechen kann.
Er hat ein Faible für wüste Telefonate mit wildfremden Frauen, wird aber auch von einer weiteren Nachbarin (Camryn Manheim) bedrängt, die ihm berichtet, dass der Nachportier ermordet wurde.
Dann wären noch die Eltern der drei Schwestern (Louise Lasser/Ben Gazzara), die sich nach 40 Jahren Ehe auf Wunsch des Mannes trennen wollen...
Dies alles bietet der Kosmos von Todd Solondz, der sich seit "Willkommen im Tollhaus", ein Film der sich mit den Nöten des Teenagers Dawn Wiener beschäftigt, einen guten Namen als einer der interessantesten Indenpendent-Filmer der USA gemacht hat.
Zu Recht, denn der 1998 entstandene "Happiness" ist ein echtes Meisterwerk, aber sicherlich kein leichter und einfacher Film, denn er verstört doch enorm trotz seiner inszenatorisch gewollten Leichtigkeit, die manche Szenen geradezu beängstigend werden lassen.
Vor allem die Beschreibung des triebhaften Plans des intelligenten Päderasten und tatsächlich liebevollen Familienvater Mapewood ist an Intensität beklemmend dargestellt.
"Happiness" ist ein Film, der zeitnah zu dem hochdekorierten "American Beauty" entstand und ähnlich wie der mehrfache Oscarpreisträger ein düsteres Spiegelbild des "American Way of Life" zeigt, wobei beide Filme durch die erschreckende Normalität ihre Wirkung beziehen.
Solondz geht natürlich viel krasser vor als Sam Mendez.
Der Film über unerfüllte Sehnsüchte, heimliche Obsessionen oder offene Gewalt bietet diese als alltäglichste Abläufe an. Die beste und eindringlichste Szene ist etwa der Dialog am Ende von "Happiness", in der Bill seinem Sohn detailliert sein Verbrechen schildert und dass er tatsächlich dieser Kinderschänder ist, von dem die ganze Schule redet.
Dass "Happiness" erst jetzt, 13 Jahre nach seinem Kinostart, endlich mal auf DVD erscheint, ist angesichts seiner hervorragenden Qualität schwer nachzuvollziehen, aber aufgrund der sehr kontroversen Thematik des kollektiven Scheiterns hatte er es ja schon bei seinem Kinostart nicht leicht.
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am 25. November 2010
Auf diesen Titel warte ich schon seit Jarhen auf DVD! Endlich kommt mal jemand auf die Idee ihn zu veröffentlichen!
Allesamt skurrile Gestalten, die mit ihrem Schicksal zu kämpfen haben. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir Philip Seymour Hofman in einer Nebenrolle als hässlicher Nerd und Stalker, der sich nach schönen Frauen sehnt, aber nur von der übergewichtigen Nachbarin begehrt wird.
Unglaublich sehenswert!
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am 22. Juni 2014
dieser film ist ein Episodenfilm. er ist etwas gewöhnungsbedürftig. er ist nicht schlecht. es gibt mehrere handlungsstränge - happines !!!
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am 2. Oktober 2009
es muss so vorgestern gewesen sein. ich stand grad bei penny an der kasse und plötzlich fragte ich mich, warum es eigentlich noch keinen film gibt, in dem philip seymour hoffman an eine wand wichst und dann eine postkarte drüberklebt. doch siehe da: den gibt es schon! happiness war zum erscheinungsdatum mit sicherheit erfrischend radikal für eine prüde us-produktion. klammert man jedoch mal die mehr oder minder tabuisierten perversitäten aus, denen die protagonisten hier fröhnen, bleibt ein emotional wie erzählerisch eher lauwarmes sekret übrig. die zeit ist klar gegen happiness, denn sie hat seit dem nicht nur besseres auf gleichem gebiet hervorgebracht, sondern schrumpft darüber hinaus auch dank ungezählter bad-taste-movies die trumpfkarte verstörfaktor, die der film viel zu oft ausspielt, auf kinderpimmelgröße. "sitzen, du schwein!"
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