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am 5. Juli 2005
Der Abend wird nach meiner Meinung eindeutig durch das hervorragende Dirigat von Claudio Abbado bestimmt. Wie er die Musik von Strauss umsetzt mit allen Extremen, dabei die Sänger nie zudeckt, ist einmalig. Hass, Liebe, Verzweiflung und nicht zuletzt Zärtlichkeit- ohne Sentimentalität in der Ekennungsszene
habe ich nur einmal in dieser Intensität gehört: in einer konzertanten Aufführung mit den Berl. Philharmonikern auch unter
Abbado.
Ich habe seit 1950 Elektra häufig gehört, wobei ich mich an nichts vergleichbares erinnere. Allenfalls Inge Borkh in der Titelrolle würde ich wegen ihrer Wortverständlichkeit und
Ausdrucksfähigkeit noch vor Eva Marton ohne deren Leistung abwerten zu wollen setzen. Die DVD wird sicher nicht die wirkliche Atmosphäre wiedergeben können, aber sie gibt immerhin einen starken Eindruck.
Im übrigen darf ich zu der einen oder anderen Äusserung meiner
"Mitkritiker" bemerken, dass es sich bei Elektra nicht um Rosenkavalier oder Arabella handelt.
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VINE-PRODUKTTESTERam 17. April 2009
Welche Einblicke in einen Opernabend doch die Verfilmung und digitale Aufbereitung dem Klassikfan beschert: Da betritt ein noch jugendlich wirkender Claudio Abbado sichtlich hochgestimmt das Dirigentenpult, wird auch mit Bravos empfangen. Zum Schlussapplaus eilt er erschöpft aber wohl glücklich auf die Bühne und sieht sich - wie der Zuschauer nun daheim auch - einem wilden Buhsturm gegenüber, was ihn sichtlich erstarren lässt. Cooler geht der buhsturmgewohnte Harry Kupfer mit seinem Ausstattungsteam mit den ja fast traditionellen Buhs um.

Was war da passiert? Warum schaut man sich dann nach 20 Jahren diese Elektra fasziniert an? Die üblichen Wiener Intrigen? Abbado zu laut, keine Elfenmusik dirigiert?

Ja, Abbado dirigiert keine Elfenmusik, um dieses wohl auch nicht ernst germeinte typisch Straussche Bonmot aufzugreifen. Ich möchte auch nicht dem Klischee verfallen, der Mahler- und Moderne-Musik erfahrene Dirigent arbeite die die modernen Züge der Partitur heraus, obwohl man viele Details klar vernimmt. Nein, der oft ja gerade in der Oper wie gehemmt dirigienden Abbado geht hier einfach leidenschaftlich in die Vollen, eine gewisse "Italianita" (doch wieder ein Klischee) überstrahlt die Düsternis, sicher laut, aber auf der DVD geht keine Stimme unter ( wie vielleicht live). Und so trifft er den Strauss-Tonfall, der sich ja gerne zum germanischen Hellenen stilisierte, kongenial - die Musik erlebt ihre Höhepunkte ja im strahlenden Triumph und nicht in der düsternen Tragik - alles Walzer ja auch hier schon im orgiastischen Schluss ( so ist für mich der Rosenkavalier gar kein richtiger Rückschritt).

Das kontrastiert, aber ergänzt sich gut mit Kupfers düsteren Bildern. Wie immer gelingt ihm eine stringende und durchchoreografierte Personenführung, diesmal auch ohne jegliche Verfremdung, eigentlich werkgetreu.

Warum also Buhs - vielleicht können die Wiener weiterhelfen.

Denn auch auch die Sänger sind rollendeckend. Eva Marton liefert hier für mich ihre beste Leistung in dieser ja wahrhaft möderischen Partie. Die allzukurze Karriere von Cheryl Studer muss man angesichts ihrer leuchtenden Chrysotemis bedaurern. Grandios wie fast immer die Fassbender, keine Karikatur oder Stimmruine, sondern immer noch eine gefährliche Frau. Grundheber wie immer tadellos - was für ein Sänger ( er singt ja wohl noch immer). Und James King vermittelt mit den imposanten Resten seines Heldentenors, warum die Mägde doch noch Angst vor dem Ägisth haben.

Das Bild ist zeitbedingt nicht mehr ganz klar, der Klang aber einwandfrei.

Knapp 2 Stunden Opernthriller pur, die beste Elektra auf DVD!
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am 16. Mai 2002
Ich kann mich der Begeisterung anderer Rezensoren nicht ohne Kritik anschließen. Beide Sängerinnen der Hauptpartien ( Elektra und Chrysothemis ) sind stimmlich hart an der Grenze dessen, was sie zu leisten im Stande sind. Sicher, es sind extreme Partien, aber für 5 Sterne reicht es nicht. Aber was hat sich um Gottes Willen den Herr Abbado hier gadacht ? Meint es etwa, Strauss sei bloss runterzudreschen ? Ich habe selten eine so einfühllose Interpretation dieses Werkes gehört. Wo bleibt die übergroße Gefühlswelt, wie sie z.B. gerade die Erkennungsszene beherrscht ?
Für eine solche musikalische "Miß"Interpretation ist ein Stern schon zuviel. Herrlich die Fassbänder, erstklassig der Orest.
In Summe bleiben 3 Sterne.
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am 17. Juli 2002
Ich muß für diese Aufnahme in die Bresche springen. Sicherlich ist die lyrische Phase der Orest Szene von Herrn Abaddo nicht optimal gelöst worden, wenn man dann aber die Marton dazu singen hört und spielen sieht, ist
das alles vergessen. Sie ist für mich eine perfekte Elektra. Böse und voller Rache bis aufs Blut und das hört man in jedem Wort. Wer singt schon "Ich steh da und seh dich endlich sterben" in einem so haßerfüllten Ton oder "Es ist nicht wahr" mit so viel Verzweiflung in der Stimme. Dieses alles geht jedoch nicht auf Kosten der Noten, die erreicht sie immer, und wie! Ihre Darstellung ist phänomenal, sie verausgabt sich total und wenn sie dann während dieser unglaublichen Musik vor Klytämnestras Mord, in die Kamera starrt, zittert und wirklich weint, sind das Momente ganz großen Theaters.
Die Fassbaender übertrifft fast alle ihrer Kolleginnen in der sängerischen Gestaltung der Partie und ist schlichtweg genial! Cheryl Studer ist wirklich eine Grundsolide Chrysothemnis.
Das Dirigat von Herrn Abaddo Ist derart energisch und Spannungsgeladen, das ich es vor Barenboim, Böhm, Ozawa und Solti setzen würde. Es hat dieses Flimmern und unglaubiche Agressionen in sich.
Ein Muß schon wegen der drei Sängerinnen.
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am 22. November 2010
Diese Elektra ist eine solide Live wiedergabe aus der Staatsoper nicht mehr und nicht weniger. Von einer Refrenzaufnahme ist sie meilenweit entfernt, wie von einer Missinterpretation wie man an der Reaktion des manchmal unfairsten ungezogensten und widerlichsten Publikums der Openrszene annehmen könnte. Die Wiener sind so. Sie wollten Abaddo an diesem Abend mal so richtig fertigmachen. Er hatte ein "Verbrechen" begangen, in dem er nach Berlin wechselte. Zu den "Saupreißen" nach Berlin. Das lassen wir uns nicht bieten. Ein Buh Orkan, der völlig unangemessen war erschütterte ihn ins Mark. Sein Dirigat ist hervoragen, er schreckt nicht wie man beispielsweise bei der 6. Mahler, einem ähnlich dramtischen Werk in einigen Magazinen lesen konnte vor der Brutalität dieses "Horrorthrillers" für drei Frauen (die wesentlichen Rollen sind Frauen) zurück. Kommen wir zu den Einzelbewertungen:
Eva Marton ist eine solide Elektra, ihr Sopran ist durchaus dramatisch ohne allerdings an die berühmte Nilsson Trompete heranzureichen. Ihr Akzent ist tolerabel. Einige Fehler in dem Lernen des Textes sind zu kritisieren. Ich habed as Beil nicht geben können. Das "ihm" fehlt.
Als Chrysosthenis ist die Studer zu hören. Der Vergleich ist ein bisschen Unfair ,mit der Rysanek. Aber sie schlägt sich wacker.
Als Klytamanestra ist die Fassbaender deutlich schwächer zu sehen als Mignon Dunn. Schon als Fricka unter Karajan (es gibt in dieser Rolle nur eine Frau Ludwig) gefällt sie mir nicht ihre Stimme ist viel zu lyrisch für eine schizofrene Mörderin. Sie ist eine brilliante Schubertsche Liedsingerin. Die Wortverständlichkeit ist daher immer gegeben,
Das Dirigat ist spannend und mitreissend. das orchester spielt durchaus akzeptabel.Störend sind einige Kieckser im Blech vor allen bei den Hörnern
Die Regie kupferisches Regietheater nicht ganz so schlimm wie in Bayreuth
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am 23. Februar 2003
Die Musik von Richard Strauss ist extrem schwer wiederzugeben, auch in seiner Oper "Elektra". Claudio Abbado löst das hervorragend , obwohl er manchmal zu brutal und mitleidslos das Orchester zu immer neuen Gewalt-Fortissimi scheucht. Doch am Gesamteindruck ändert das wenig, zumal Strauss wahrscheinlich sowieso nicht wollte, dass seine tragische Oper verharmlost wird. Sämtliche Sänger sind konkurrenzlos gut und mit vollem Einsatz dabei. Einzig die Inszenierung fällt gar zu schwarz und farblos aus. Tragik ja, aber doch bitte nicht nur in grau!
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am 5. April 2001
die marton ist eine herrliche elektra, aber die studer als nicht rachegequaelte schwester setzt noch einen drauf. 5 sterne sind zu wenig und zwei packungen tempos sind das absolute minimum! die fassbaender ist genial wie immer und wie der kupfer die damen durch die kulissen gejagt hat ist beeindruckend. und ich glaube, der strauss, der das alles verzapft hat, haette sich das gerne mal wieder angehoert. 5 sterne sind zu wenig, hab ich schon gesagt, ist aber trotzdem so.
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