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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
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4,8 von 5 Sternen

am 11. November 2005
Dieser Film ist ungewohnt schroff, vulgär und herb. Der Zynismus und Sarkasmus, die hier an den Tag gelegt werden, sind bitterböse. Und gleichzeitig ist Harry, die Hauptfigur, ganz mitleiderregend tragisch. Harry ist ein Narzißt, wie er im Buche steht, und alles andere als sympathisch.
Ähnlich wie im Stadtneurotiker werden Zeitabläufe durcheinander gebracht, es gibt Rückblenden und Fantasiegespräche mit den Romanfiguren, aus Harrys Fantasie. Und wir sehen hier ein großes Staraufgebot, von Billy Crystal über Kirstie Allen zu Demi Moore und so weiter. Und sie alle sind spitze besetzt mit ihrer Rolle.
Was ich an diesem Film so schätze, ist, dass sowohl die Ideen zur Handlung als auch die Umsetzung mit verschiedenen Stilmitteln so kreativ ist wie kaum ein anderer Allen-Film. Deshalb rangiert er für mich auch ganz knapp unter dem Stadtneurotiker und sogar über Manhattan und Hannah.
Große Empfehlung!
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am 10. Februar 2009
Ich habe sie noch nicht alle gesehen. Einige hoch gelobte Perlen fehlen noch (Broadway Danny Rose, Radio Days, Zelig, September). Aber von allen Allen-Fimen, die ich bisher gesehen habe, ist mir dieser der liebste. Keines seiner anderen Werke war so obszön, wild und durchgeknallt (zumindest seit den 80er Jahren). "Harry außer sich" wirkt wie eine bunte Zusammenfassung aller bisherigen Filme von Woody Allen. Zahlreiche Themen und Motive früherer Werke werden erneut aufgegriffen:
- Die Liebe zu einer jüngeren Frau ("Manhattan")
- Ehen, Scheidungen, die Beziehung zu Ex-Frauen ("Hannah und ihre Schwestern", "Ehemänner und Ehefrauen", "Alle sagen: I love you",...)
- Schreibblockade, Künstler in der Schaffenskrise ("Stardust Memories")
- Der Sensenmann tritt auf ("Love and Death")
- Ein Mann begehert die Schwester seine Frau ("Hannah und ihre Schwestern")
usw.
Allen präsentiert all dies jedoch so frisch und cool, dass man nicht den Eindruck hat, es schon einmal gesehen zu haben. Grandios auch die beiden Erzählebenen: Die "reale" Welt um Harry Bloch und die fiktive Welt seiner Geschichten. Der Film hat keine Längen, da immer wieder zwischen diesen beiden Ebenen hin und hergesprungen wird und er so wie eine launige, nie langweilige, Sketch-Comedy wirkt. Das Ensemble, das Allen hier präsentiert, sucht seinesgleichen. In noch so kleinen Rollen tummeln sich erstklassige Schauspieler (Julie Kavner, Mariel Hemingway, Robin Williams).

Dieser Film ist ein großartiges Potpori an Ideen und Kreativität. Mein Favourit-Woody Allen....bis jetzt!
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am 18. September 2006
Super-kreatives Alterswerk, variantenreich und doppelbödig verstrickt W. Allen hier Realität und Fiktion.
Harry Block, ein desolater, saufend-sarkastischer Schriftsteller, verarbeitet seine persönlichen Lebenserfahrungen mit zwischenmenschlichen Beziehungen, dürftig kaschiert, in seinen Büchern und zieht,wie zu erwarten war, den Zorn der Menschen seiner unmittelbaren Umgebung auf sich.Aus einem Wulst von Selbstzweifeln und penetranten Auseinandersetzungen, formt sich am Ende die Erkenntnis, für die Realität völlig ungeeignet zu sein und allein in der Kunst überleben zu können.
Der Film ist derartig einfallsreich und komplex, das man selbst nach mehrmaligen anschauen, immer wieder neue Details endeckt, die das Gesammtverständnis formen.Ein unglaublich witziger und gleichzeitig bitterböser, zynischer Woody Allen Streifen, der
nicht nur mit seinen alten Meisterwerken mithalten kann, sondern diese teilweise in den Schatten stellt, ohne Zweifel!
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am 31. Januar 2008
Das hier ist ein typischer Woody Allen-Film udn auch einer seiner besten.

Ich glaube ich werde niemals folgenden Dialog vergessen:
Frau: Wieso haben Sie soviel Geld im Haus?
Allen: Das ist mein Nuttengeld. Ich habe immer ein bisschen Nuttengeld im Haus für den Notfall...

Dieser Film ist eine Klasse Komödie...ein intelligenter Film....ein verschrobener Film....ein phantasievoller Film....ein verrückter Film...

Es reicht, dass man sich durchließt, wovon der Film handelt....denn genau das sieht man auch und man wird nicht enttäuscht. Woody Allen zeigt in diesem Film von allen seinen Künsten etwas und er ist einfach grandios darin...

Wer auch nur einen einzigen Woody Allen-FIlm mag, der wird diesen hier lieben, da er hier alle Register seines Könnens zieht und alle Facetten hervorholt.

Er spielt in dem Film einen Autor, der Bücher über sein Leben schreibt; vor allem über seine Ehen und Beziehungen....und da man parallel immer Auszüge aus seinen Büchern sieht, die dann von anderen gespielt werden, schafft Allen es elegant, eine einfache Geschichte über ein Mann und sein Leben zu zeigen. Hierbei unterscheidet sich der Film von jedem anderen, da er die Geschichte des Mannes von allen Seiten zeigt, oftmals dargestellt durch ander Darsteller.
Und am Ende, tja, da verknüpft sich wieder alles so perfekt miteinander...
Niemand anderes schafft es wie Allen, für jeden seiner Filme ein Staraufgebot an Schauspielern zu holen...

Gut, die DVD ist nicht so toll, aber der Film ist ein Gedicht...
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VINE-PRODUKTTESTERam 26. August 2007
Ein Autor namens Harry Block bekommt sein Leben nicht auf die Reihe. Wenn er eine Beziehung hat, zerstört er sie, wenn möglich durch Seitensprünge, wenn nicht, dann durch Selbstmitleid und philosophische Ergüsse. Wenn er keine Beziehung hat, ist er unglücklich verliebt und erfreut sich der käuflichen Liebe. Mit seiner Umgebung kommt er ohnehin nicht zurecht, also beschimpft er sie in seinen Büchern. Aber auch das macht ihn nicht glücklich.

Es ist die große Kunst von Woody Allan, dass er diese eigentlich traurige Geschichte höchst unterhaltsam erzählt. Man hat viel zu lachen, besonders bei einem Besuch in der Hölle und bei einer Ehrung des Schriftstellers an seiner Universität, zu der er mit einer Leiche, einer Prostituierten und seinem entführtem Sohn anreist. Aber immer merkt man auch die Unruhe des Protagonisten, immer spürt man, dass er im eigenen Leben eigentlich nicht zu Hause ist und auch nicht sein will. Bis zum nächsten Lachanfall jedenfalls.

Formal bietet der Film auch neues. Er lässt das Leben des Romanautors mit seiner Fiktion zusammen fließen. Immer wieder sehen wir Szenen aus seinen Romanen, und dann wieder sehen wir die Figuren in der Wirklichkeit die entsprechenden Szenen nachspielen. Mit kleinen, aber wichtigen Unterschieden natürlich. Einem Schauspieler in der Fiktion steht ein anderer Schauspieler in der realen Welt gegenüber. Künstliche Schnittfehler symbolisieren, dass alles irgendwie außer Kontrolle ist. Zwei Figuren fließen zu einer zusammen. Und am Ende müssen die fiktionalen Figuren dem Schriftsteller die Wirklichkeit erklären, so durcheinander ist er.

Verwirrend, humorvoll, bösartig und unterhaltsam. Eine brillante Mischung.
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am 25. August 2007
Der Film gehört sicherlich zu den etwas gewagteren Woody-Allen-Filmen, nicht zuletzt aufgrund der derben Sprache, denn es wird geflucht was das Zeug hält, und Hauptfigur Harry Block (ein Romanautor der das Privatleben von Freunden und Familienangehörigen mehr oder weniger ungeniert in seinen Romanen verwurstet, nun aber an einem "writer's block" leidet) hält sich hauptsächlich mit Tabletten und Prostituierten über Wasser. Zusätzlich verwendet der Regisseur Jump Cuts, die dem Film eine unruhige Grundstimmung verleihen und die grosse Anzahl von Darstellern und "fliegenden Wechseln" zwischen Fiktion und Realität (die Romanfiguren und ihre realen Vorbildern werden jeweils von unterschiedlichen Schauspielern dargestellt) machen es auch nicht unbedingt leichter dem Film zu folgen. Zweimal ansehen ist empfehlenswert, damit man die vielen unterschiedlichen Episoden richtig zuordnen kann.

Selten sind in einem Allen-Film gleich soviele Hollywoodstars vor der Kamera gestanden (u.a. Robin Williams, Billy Crystal, Elisabeth Shue, Demi Moore, Kirstie Alley und Tobey Maguire) und selten war Woody Allen direkter und zynischer als hier - so wird die Clinton/Lewinsky-Affäre und die puritanische Vermklemmtheit in den USA gndadenlos aufs Korn genommen.
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am 3. November 2010
Wann erscheint diese DVD endlich in einer neuen Auflage? Warum wird man dafür bestraft, nicht erahnen zu können, wann eine DVD nicht mehr erhältlich ist? Filme sind Kulturgüter und gehören dementsprechend auch kontinuierlich angeboten. Mittlerweile gibt es schon die Unsitte (siehe Warner), daß manche Titel nach vier Jahren(!) nicht mehr erhältlich sind. Und die, die sich gleich alle DVDs leisten können, wenn sie erscheinen, lachen sich ins Fäustchen denen gegenüber, die durch die Finger sehen.
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am 18. Januar 2010
Im Rückblick muß man "Harry außer sich" wohl als Woody Allens Meisterwerk der Neunziger betrachten, sein bester Film seit "Der Stadtneurotiker", den er quasi als Variation wie auf Speed noch einmal gedreht hat. Woody nimmt keine Rücksichten mehr auf irgendwelche Tabus, es darf geflucht, gegeifert und geschimpft werden mit Fäkalsprache, der Film ist sein schwarzhumorigster überhaupt, und in keinem hat er seine oft wiederkehrenden Themen (Sex, Tod, Liebe und das ganze verdammte Zeug...) so kollektiv hineingepackt wie in diesen: es gibt permanente Seitenhiebe auf den Kulturbetrieb, auf den jüdischen Glauben, auf Familientraditionen, Beziehungsfragen. Ich mußte den Film dreimal sehen, weil ich im Kino durch dauernde Lachanfälle Pointen verpaßt habe. Ein noch nie gesehener Rundumschlag Allens, der sich auch selbst (zum ersten Mal) jeglicher Sympathien des Zuschauers entzieht und damit den Blick noch freier gibt auf ein Sammelsurium von menschlichen Schwächen und Neurosen, die er alle gekonnt durch den Kakao zieht.
Und er wagt es auch, mit Tod und Teufel seine herrlich absurden albernen Spiele zu treiben, sogar mit seinem großen Vorbild Ingmar Bergman: die Reise des Harry Block zu seiner Ex-Universität, in der er geehrt werden soll (und wo er in Begleitung einer Nutte (mit Herz) und eines auf der Fahrt verstorbenen Freundes ankommt) ist eine Persiflage auf Ingmar Bergmans Professor Isaakson aus "Wilde Erdbeeren".Ein absurder Gag folgt dem anderen, die fiktiven Figuren aus Blocks stories verschmelzen glaubhaft mit den realen Begebenheiten und Personen, durch einige sehr geschickte Schnitte, die an die absichtlichen "Verkürzungen" in Filmen wie Godards "Außer Atem" erinnern, wird noch mehr "Rasanz" in die Handlung eingebracht, von der man wie so oft wie bei Allen das Gefühl hat: hier gibt es keine Szene, keine Sequenz zuviel! Und dann endet dieser wunderbare Film mit einem Kunstgriff und einer tröstlichen Erkenntnis, die auch uns irgendwie beruhigt zurückläßt: Höre auf, an dir selbst zu zweifeln, auch wenn du das Gefühl hast, mit der realen Welt nicht zurechtzukommen...du hast dir (als Schriftsteller) längst deine Fantasiewelt geschaffen, laß sie einfach zu und akzeptiere, daß dies dein Ding ist. In diesem Moment, als Harry Block von seinen lebendig gewordenen Romanfiguren auf einer Party gefeiert wird, löst sich seine Schreibblockade und er beginnt sich selbst an der Schreibmaschine zu therapieren, indem er einfach über seine Sinnkrise schreibt: das reale Leben, das ihm Chaos und Kummer bereitet, wird projiziert in die Welt, wo er sein darf... und zur Kunst erhoben - und damit wieder lebenswert für einen Mann, der endlich erkennt, daß das Schreiben seine Berufung und sein Lebenssinn ist. Surreale und groteske Einzelszenen bleiben im Gedächtnis: der "unscharfe" Robin Williams, die abstruse jüdische Mörder-Mär, die herrlichen Abschlußszenen in der Hölle. Ein Film, in dem viele Altersgrimm und Zynismus sehen werden, der aber immer wieder von Allens skurrilen Humor-Ideen durchbrochen wird und uns bei aller Ernsthaftigkeit, die hinter seinem furiosen Gag-Feuerwerk steht, uns mit einer großen Hoffnung zurückläßt.Eine Hoffnung allerdings wird bei mir immer kleiner: wann wird man diesen Film endlich auf einer erschwinglichen DVD bekommen?
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am 6. Juni 2005
"Ein New Yorker Schriftsteller, der unter einer Schreibblockade leidet, erlebt den Einbruch des Chaos, weil es ihm nicht mehr gelingt, durch den Akt des Schreibens sein Leben zu ordnen. Seine Erinnerungen verselbständigen sich, von ihm erfundene Figuren halten ihm den Spiegel vor Augen, & am nächsten Tag will ihn ausgerechnet jene Universität ehren, von der er als Student geflogen ist...
Ein vor Einfällen, Anspielungen & mitunter derbem Humor überschäumendes Werk, das mit vielen Charakteren & bekannten Darstellern aufwartet."
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am 24. Juli 2008
Seit 'Annie Hall' (Der Stadtneurotiker) sind 21 Jahre vergangen, in denen Woody Allen viele gute bis sehr gute Filme gedreht hat. Dieser Film jedoch ist meiner Meinung nach in jeder Hinsicht ein absolutes Meisterwerk geworden, weil er einerseits den 'Stadtneurotiker' wieder aufleben lässt und andererseits Elemente einbindet, die man bislang von ihm in dieser Kombination noch nicht gesehen hat.

Allens Schriftsteller mit Schreibblockade ist ein mitunter vulgärer Zyniker, der über die Jahre in seinen Romanen vertrauten Mitmenschen böse mitspielt hat und deren verständliche Wut erfährt, was letztlich dazu führt, dass er lernt, sein Leben im Allgemeinen und seine Handlungen im Speziellen zu reflektieren - zumal er selbst von seinen Romanfiguren angegriffen wird !

Der Film glänzt durch die facettenreiche, experimentelle Inszenierung, durch extrem gute Dialoge, absurden Witz, zotiges Vokabular und durch eine Vielzahl an bestens bekannten Darstellern, die vielleicht nie besser gespielt haben !
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