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Kundenrezensionen

3,5 von 5 Sternen
31
3,5 von 5 Sternen
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am 9. Mai 2003
Als ich den Film im Fernsehen gesehen hatte, fand ich ihn sehr angenehm - das meint in meiner Sprache, daß er seine Geschichte nicht aufdringlich erzählt und besonders in seinen Bildern, der Komposition der verschiedenen Szenen wirkt. Die Schauspieler stechen weniger hervor, was durchaus positiv sein kann.
Nun habe ich mir den Film auf DVD gekauft, um endlich auch das Original sehen zu können (v.a. wegen O'Tooles stimmlichen Qualitäten!). In der Annahme, daß ein relativ moderner Streifen wenigstens Original und deutsche Übersetzung liefert, habe ich natürlich nicht auf technische Details geachtet, wurde beim Anschauen der DVD dann umso mehr enttäuscht. Wozu kauft man sich denn eine DVD, wenn nicht, um das Original sehen zu können? Wenn ich nur die deutsche Fassung will, kaufe ich eine VHS!
Deshalb nur drei Punkte.
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am 3. Juni 2011
Aufgrund der sehr unterschiedlichen Rezensionen stellt sich natürlich die Frage, ob diese Special Edition ihren Titel auch wirklich zu Recht trägt.

Die Verpackung ist sicher nicht optimal geraten, ein schöneres Digipak (falls man das sehr dünne Papp-Heftchen mit Plastik-Innenfutter als solches bezeichnen kann) wäre für einen Sammler wünschenswert gewesen. Zumindest ein Pappschuber (wie z.B. bei den ebenfalls sehr dünnen & auch von Arthaus herausgegebenen "Blu Cinemathek"-Editionen) und/oder ein ablösbares FSK-Logo hätten die Ausgabe schon aufgewertet. Aber trotz allem würde ich die Verpackung weder als hässlich bezeichnen, noch hätte ich den Eindruck, dass sie wenig stabil sei (einer wahrlichen Belastungsprobe habe ich sie natürlich bewusst noch nicht ausgesetzt...). Eines ist sie definitiv, nämlich sehr platzsparend im Film-Regal, was ich als absoluten Vorteil werte.

Und nun zur Disc: Die Bild- & Ton-Qualität des Films ist tadellos. Das Bildformat ist mit 2,00:1 zumindest laut imdb.com auch das korrekte (und ich geh' mal davon aus, dass die das wissen...). Einziger "kleiner" Wermutstropfen: leider gibt's keine englischen Untertitel (welche - mir zumindest - beim Filmgenuss im O-Ton doch recht hilfreich sein können). Das Bonusmaterial ist nicht besonders üppig (was auch nicht immer notwendig ist), aber es beinhaltet u.a. zwei sehr sehenswerte Dokus über Bertolucci.

Abschließend würde ich die zu oberst gestellte Frage nach Abwiegen der Vor- & Nachteile auf jeden Fall mit "Ja" beantworten & somit auch eine Kaufempfehlung aussprechen.
Allerdings muss ich für die erwähnten kleinen Mängel doch zumindest einen Stern bei meiner Bewertung abziehen.
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am 4. März 2004
Er war der letzte Kaiser von China;Pu Yi bestieg den den Thron mit drei Jahren und wurde einige Jahre später ohne sein Wissen abgesetzt.Hiner den Mauern der Verbotenen Stadt sollte er seinen Lebensabend als Symbol des Volkes verbringen.Auf Druck der Republikanhänger muß er ins Exil.Die Japaner setzen Ihn als Marionettenkaiser in der von ihnen besetzten Mandschurei ein.Doch dann eskalieren die Dinge und er verliert alles..
Welch traurige Gestalt der Weltgeschichte muß er wohl gewesen sein.Pu Yi kannte das Leben nur aus Erzählungen und Berichten seiner Lehrer.Naiv ging er dann in die Welt hinaus und wurde enttäuscht.Bernardo Berolucci konnte mit diesem Film sehr gut die damalige Zeit einfangen.Was etwas zu kurz kommt ist die Darstellung der inneren Qualen des Kaisers,der ausbrechen will und doch an sich selbst und den Umständen scheitert.Aber sonst ein sehr guter Geschichtsfilm.
Das Bild ist etwas grisselig und ein klein wenig unscharf.Aber der Film ist ja schon etwas älter und auf Vhs kommt nicht immer alles gut rüber.Der Ton ist okay.Sehenswert!
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am 14. April 2013
Über den Film an sich muss ich glaub ich nicht mehr viel sagen, daher nur kurz mein Eindruck der Blu-Ray-Umsetzung - in einem Wort: Enttäuschend!

Von HD-Feeling, bzw. dem üblichen "Wow!", das mir andere Blu-Ray-Umsetzungen bekannter Filme in letzter Zeit immer wieder mal abgerungen haben, leider keine Spur. Das Bild wirkt über lange Strecken flau und verrauscht, Schärfe und Detailreichtum lassen sehr zu wünschen übrig. Mit der durchgängigen Tiefe und Brillanz anderer Blu-Rays (auch solcher mit ähnlich altem Ausgangsmaterial) kann diese hier nicht mal annähernd mithalten - das ist leider eher DVD- denn Blu-Ray-Niveau. Was bei einem optisch so opulenten Film, bei dem es allein aufgrund des Settings so viele Details zu entdecken gäbe, natürlich gleich doppelt schade ist... :(

Fazit: Wer überlegt, extra die Blu-Ray zu kaufen, um diesen Film endlich mal in angemessener Qualität zu sehen, dürfte eine dezente Enttäuschung erleben. Wer allerdings noch gar keine Kopie des Films besitzt, kann angesichts der wohl scheinbar noch schlechteren DVD-Transfers ruhig zuschlagen - sollte aber in Sachen Bildqualität besser nicht zuviel erwarten. Echtes Blu-Ray-Niveau ist anders!
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am 8. April 2013
Ein episches Werk von Bernardo Bertolucci, der in keiner gut sortierten Sammlung fehlen darf. Die Blu Ray bietet ein gestochen scharfes Bild und einen wirklich gut aufbereiteten Ton, mehr braucht es nicht.
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TOP 1000 REZENSENTam 29. Juli 2017
Der Marionettenkaiser....

Bei der Oscarverleihung 1988 war Bernardo Bertoluccis "Der letzte Kaiser" der große Abräumer. Insgesamt 9 Nominierungen in den Kategorien bester Film, beste Regie, bestes adaptiertes Drehbuch, beste Musik (Ryuichi Sakamoto, David Byrne und Cong Su), beste Kamera (Vittorio Storaro), bestes Szenenbild, bestes Kostümdesign, bester Schnitt und bester Ton und in allen Kategorien war er siegreich. Der farbenprächtige und opulente Film konnte in der Verbotenen Stadt gedreht werden und in der ersten Szene führt Bertolucci seine Zuschauer auf einen Bahnhof in der Mongolei. Dort werden viele Gefangene in ein Umerziehungslager der Partei gebracht. Darunter befindet sich auch Puyi (John Lone spielt den Erwachsenen, weitere Puyi Darsteller sind Richard Vuu, Tiger Tsou und Wu Tao 15 Jahre), der letzte Kaiser von China.

In der neu gegründeten Volksrepublik China gilt Puyi vor allem durch seinen Kollaboration mit den Japanern als Kriegsverbrecher. Nach der Ankunft im Lager misslingt ihm der Selbstmord, da er von dem Gefängnisaufseher (Ying Ruocheng) in letzter Sekunde gerettet wird.

In Rückblenden wird das bewegte Leben von Puyi erzählt, der im Jahr 1908 als Dreijähriger Knirps von seiner Familie entrissen wird und zur Kaiserin Witwe (Lisa Lu) gebracht wird. Da der Kaiser verstorben ist, wird sie einen Nachfolger bestimmen und ihre Wahl fiel auf Puyi. Immer wieder will der kleine Junge nach Hause, doch man vertröstet ihn. Er ist der Herrscher über die verbotene Stadt, aber alle anderen bestimmen über den Werdegang des Kleinen. Da er wie in einem goldenen Käfig lebt, den er nie verlassen darf, bekommt er auch nicht mit, dass vier Jahre später die Revolution bereits gesiegt hat und die Monarchie und somit auch der Kaiser abgeschafft wurde. Allerdings darf er weiterhin als eine Art lebender Anachronismus seine Rolle beibehalten und prachtvoll und feudal im abgegrenzten Kaiserpalast regieren. Der Zuschauer wird Zeuge wie unwohl sich Puyii in seinem luxuriösen Gefängnis fühlt. Von seinem englischen Lehrer Reginald Johnston (Peter O'Toole) lernt er aber was ausserhalb der Palastmauern wichtig ist. 1922 heiratet der junge Kaiser die schöne Wan (Joan Chen) und später die Nebenfrau Wen (Vivian Wu), die beiden Frauen werden zu Freundinnen. 1924 wird der Schattenkaiser mit seinem gesamten Hofstaat aus der verbotenen Stadt vertrieben. Er findet schließlich Konktakt zu den Japanern...

1967 endet die Geschichte und der Zuschauer sieht immer mit den Augen der Hauptfigur. Ein Mensch, der sich immer gefangen fühlte und nie wirklich frei war. Daher auch sein Faible für eine kleine Maus, die er in seinem opulenten Kostüm versteckt und immer dann rauslässt, wenn keiner am Hof es sehen kann. Er identifiziert sich mit seiner gefangenen Maus und auch mit einer kleinen Grille, die er als Kind in einer Bambusdose, einem Spielzeug gefangen hielt. Diese Dose fungiert auch als letzte Szene des 160 Minuten langen Films. Interessanterweise ist die Geschichte dieser extrem passiven Figur des Puyii ausserordentlich vielschichtig und Bertolucci hat alles daran gesetzt, dass sein Film als farbenprächtiges Epos alle Register zieht.
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am 15. Mai 2003
Mit "The Last Emperor" (dt. "Der Letzte Kaiser") lieferte Bertolucci 1987 ein mit 10 Oscars ausgezeichnetes Meisterwerk ab. Was den fast 3 Stunden langen Film auszeichnet, ist die prächtige Ausstattung, die für einzigartige Bilder sorgt. Bis zum Ende wird dieser Film nie langweilig.
Muss man zum Film nicht viel sagen, so ist die DVD längst nicht so gelungen. Angefangen bei den langweiligen, nicht mal animierten Menüs, einem fehlenden Making-Of (das es gibt!) sowie nicht mal einer englischen Tonspur. Die einzigen Extras sind 3 Trailer von anderen Filmen sowie eine Oscar-Texttafel und eine animierte Kapitelübersicht.
Dem Film kann die schwache DVD-Umsetzung nicht schaden, aber was abgesehen von Bild- und Tonualität der Unterschied zur VHS-Version sein soll, ist mir ein Rätsel.
Fazit: Film: Meisterwerk, DVD: Schwach
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..die ja hier auch schon in aller Ausführlichkeit zu recht bemängelt wurde.. ich finde diesen Film wirklich großartig und denke er hat seine zahlreichen Oscars verdient. Natürlich lässt sich heute schwer nachvollziehen, wie es damals in der "Verbotenen Stadt" wirklich zuging, aber der Film vermittelt einen überzeugenden Eindruck, wie es gewesen sein könnte. Ein Film, der sich auch durch besondere Bilder auszeichnet. Die Geschichte des Pu Yi, des letzten chinesischen Kaisers und auch die kaum bekannte Geschichte des Marionettenstaates Mandschuko zur Zeit des Zweiten Weltkriegs, sind es wert erzählt zu werden. Also, kein im Prinzip langweiliges Historienspektakel, sondern eine spannende Story, die auch von ihrer Detailfreudigkeit lebt und bestens zu unterhalten weiß. Hier taucht man in eine fremde verschwundene Welt hinab und lüftet den Vorhang zur verbotenen Stadt. Wer Wert auf eine besondere Ausstattung der DVD legt, ist sicher mit dem Kauf einer der zahlreichen anderen Versionen besser beraten.
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am 29. August 2014
Ich weiß nicht, von wann die DVD von mir ist (steht bei mir nirgendwo drauf); es muss aber die erste - von inzwischen vielen - DVD- Veröffentlichung sein, und verfügt leider über praktisch keine erwähnenswerten Extras; abgesehen von 3 kurzen Darsteller- Infos, und einer Liste über die Auszeichnungen, die dieser Film erhalten hat, darunter allein 9 (!) Oscar's, 4 Golden Globes, 3 BAFTA- Awards, 1 Grammy, ... - um nur die wichtigsten zu nennen! (und das, obwohl dieser Film ein "ausländischer" Film (also kein US- Film) ist! - Äußerst selten!) - Die Kritiker waren sich damals zur Zeit des Erscheinens des FIlms (1987) offenbar darüber einig, dass der Film so ziemlich über "jede Kritik erhaben" wäre, und der FIlm avancierte zum "großen Film" dieses Jahres, scheint aber heute erstaunlicherweise schon wieder recht in Vergessenheit geraten zu sein.
Das Drama ist einer der letzten großen, bildgewaltigen Monumental- Historien- Epen. - Allerdings nicht zu verwechseln mit den alten 50er- Jahre- Schinken, die nur so von Kitsch und Klischees triefen; denn davon ist dieser Film glücklicherweise komplett frei; und das - ohne, dass der - immerhin 157 Minuten lange - Film dabei langweilig wirkt. - Das muss Regisseur Bernardo Bertolucci, der hiermit wohl sein absolutes Meisterwerk geschaffen hat, erstmal Jemand nachmachen! Auf jeden Fall hat sich der Regisseur hiermit ein Denkmal gesetzt, das ihn in die "ewige Ruhmeshalle der Filmhistorie" bringt.
Was den Film so besonders macht, ist außer seines unterhaltsamen Spielfilm- Charakters überhaupt der Perfektionismus, mit dem die FIlmemacher vorgegangen sind: gute Darsteller- Wahl, super Kostüme, Orginal- Drehorte (es wurde tatsächlich in der "verbotenen Stadt" in Peking gedreht!), Kulissen und Kostüme, Unmengen an Statisten (19.000 sollen an dem Film ja beteiligt gewesen sein!), Filmmusik, ... - So einen Aufwand würde sich vermutlich heutzutage kein Regisseur mehr machen.
Obwohl ich damals noch keine 12 Jahre alt war (Altersbeschränkung: FSK 12), hatte ich damals das Glück, den FIlm im Kino nach Erscheinen sehen zu können, und der mich damals in der "monumentalen" Kino- Leinwand- Breite natürlich sehr beeindruckt hat, weil der Film dabei wirklocih seine ("Breiten"-) Wirkung voll zur Entfaltung bringen konnte.- Ganz klar ein "Kino- Film"; weniger ein "Video- Film".
Wenn in den 80er Jahren auch - aus heutiger Sicht - vielleicht nicht so viel Gutes gedreht wurde, dieser FIlm ist ganz klar ein Klassiker und das m.E. beste Monumental- Epos überhaupt, das jemals gedreht wurde!
Der Film gibt Einblicke in die chinesische Geschichte, brachte diese einem westlichen Publikum näher, zu einer Zeit, als der "Eiserne Vorhang" noch nicht gefallen war, und wo man im Westen kaum etwas aus dem "Reich der Mitte" erfuhr, da das Reich unter den Kommunisten - mal wieder - sehr abgeschlossen gegenüber dem Ausland war. China wird in dem Film in keinem schlechten Licht gezeigt, das alte Kaiserreich aber nicht nur in seiner vordergründigen Pracht, sondern auch in seinem Verfall, seiner Dekadenz und Korruption. - Es ist nicht wirklich verwunderlich, warum das kommunistische Regime die Drehgenehmigung für den Film erteilt hat, wenn man bedenkt, dass die Kommunisten hier nicht negativ dargestellt werden, sondern eher die "üblen Japaner", und Pu Yi, der Kaiser, im Film eine Art "Entwicklung" durchmacht, von der er als Kleinkind erst Kaiser wird, dann schon früh entmachtet wird in revolutionären Wirren und sich ins Exil begeben muss, dort ein aufwändiges Leben als "Playboy" führt, um später wieder als "Marionettenkaiser" auf einen von den Japanern, den eigentlichen Todfeinden der Chinesen, künstlich geschaffenen Thron in Nordostchina, dem Kaiserreich "Mandschuko", getragen zu werden, wo er - einmal mehr - von den Regierungsgeschäften weitgehend ferngehalten wird; die wahre Politik machen hauptsächlich die Anderen. Sein schicksal als Kaiser besiegelt schließlich das Ende des 2. Weltkriegs, wo er zunächst lange Zeit in relativ bescheidenen Verhältnissen in russischer Gefangenschaft zubringen muss, bevor er dann - ausgeliefert an das neue "kommunistische China" - in China 10 Jahre lang in einem "Umerziehungslager" zubringen muss, um später - daraus entlassen - dann als einfacher Gärtner - und angeblich "überzeugter Kommunist" (?) - seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Seine anfängliche Arroganz und Weltferne ist Demut und großer Bescheidenheit gewichen. - Bereit für ein "neues Leben" ohne Privilegien im kommunistischen China. Pu Yi selbst wird in dem Film weitgehend als ahnungsloser Träumer, mit im Grunde gutem Charakter beschrieben, der eher "Opfer seiner Umstände" ist, statt "Täter", und der Reformen in China wollte, dazu aber zunächst noch zu jung war, dann zu machtlos und es dafür dann bereits zu spät war ... Außerdem konnte er ja tatsächlich nichts für die gravierenden Fehler seiner unfähigen und reformunwilligen Vorgänger.
Vom verantwortungslosen Playboy wandelt er sich dann hier zum "Marionetten- Kaiser" in Mandschuko, der im Grunde genommen nur das Beste für "sein" Volk will, und dem die vielen von den Japanern in China und seinem Reich verübten Gräueltaten erst viel später bekannt werden. Er ist ein gut meinender, aber schwacher Mensch, dem die Umstände- und vor allem die Japaner - übel mitspielen. Als einfacher Gärtner - von den Kommunisten "Umerzogen" - kann er seine menschlichen und gut meinenden Züge in Freiheit - als einfacher Mann - so weiterleben. - Verständlich also, dass die Kommunisten (in ihrem großen Wohlwollen) ihm das Leben und - wenn auch erst nach ca. 10 Jahren Haft - wieder die Freiheit geschenkt haben. Ein "Guter Mensch" hat eben auch im "Roten China" seinen Platz, wenn er bereit ist, sich zu ändern und zu kooperieren, nachdem er seine Irrtümer eingesehen hat ...
Besteht also die Tragik des Pu Yi darin, dass er nicht nur zunächst ein "hilflos- kindlicher (Titular-) Kaiser" war, dann ein Marionettenkaiser von "Japans Gnaden", Kriegsgefangener und Umerziehungs- Häftling, einfacher Gärtner, um dann wieder nur eine "Marionette" für eine Weltanschauung - durch diesen Film - zu werden? - Ausdrücklich nein! - Denn der Kommunismus wird hier nur am Rande erwähnt, wird sehr wertneutral dargestellt, kaum erwähnt. Zwar ist Regisseur Bertolucci ja zeit seines LEbens ein überzeugter und offen bekennender Sympathisant für den Sozialismus gewesen, und selbst (Ex-) Kaiser Pu Yi soll ja - dank einiger effektiver "Gehirnwäschen" im Umerziehungslager - später angeblich tatsächlich überzeugter (?) Kommunist geworden sein. - Zumindest haben die Kommunisten in dem alternden Mann keine "Gefahr" mehr für sie gesehen (auch Pu Yi's Familie soll ja z.T. noch heute in China - als einfache Menschen - leben). - Daher keine Angst! - Der Film ist "weltanschaulich neutral"; dafür aber mit beeindruckenden Bildern und einer unterhaltsamen Story. Die Kommunisten werden dennoch nichts gegen den Film gehabt haben, da er sie nicht negativ beurteilt, und außerdem die "wahre Geschichte" weitgehend authentisch wiedergibt, die schon in ihrem wahren Charakter zumindest nicht besorgniserregend für die heutigen Machthaber Chinas nach deren Meinung sein muss.
Der Film wirkt authentisch, und orientiert sich ja auch tatsächlich am wahren Leben von Pu Yi, der wohl heutzutage eine gewisse Berühmtheit - auch im Westen - vor allem diesem Film verdanken dürfte. Dennoch nahm sich der Drehbuchautor hier einige "künstlerische Freiheiten" heraus; entweder, weil man "improvisieren" musste oder auch zu Gunsten der dramatischen Handlung; nicht alles, was dargestellt ist, ist so passiert, bzw. es fehlen dafür die Belege (siehe auch Wikipedia- Artikel zu dem Film und auch zu "Puyi"!); z.B. soll die opiumabhängige Ehefrau Puyi's schon seit ihrer Jugend dieses Laster gehabt haben. - Aber im Großen und ganzen wird das Dargestellte wohl stimmen. - Die "Hauptperson" und ihr echtes Leben wird hier nicht für "künstlerische Ambitionen" der Filmemacher instrumentalisiert. - Aber dazu war das tatsächliche Leben des letzten Kaisers von China wohl auch selbst schon dramatisch genug. - Auch wenn man sich schon allein aufgrund der verfügbaren Zeit auf bestimmte Aspekte im Leben von Puyi beschränken muss, bzw. hervorheben, o.Ä. Inwiefern wichtige Aspekte des Lebens und des Charakters von Puyi hier evlt. "unterschlagen" wurden, o.Ä., kann ich nicht sagen, weil ich darüber nicht Bescheid weiß, und nur wenig mehr über das Leben Puyi's weiß, das über den Film hinausgeht. Eine "authentische", gar noch "Geschichts- "Dokumentation" wird dieser Film dennoch nicht sein, eben auch schon alleine aufgrund der vielen Facetten im Leben des "letzten Kaisers", und die starke Reduzierung seines Lebens dadurch, die für einen Film unvermeidlich ist, zumal für einen "Spielfilm", der auch für sich den Anspruch erhebt, unterhaltsam und spannend sein zu wollen; auch für Diejenigen, die sich sonst weniger für Geschichte interessieren.
Dennoch ist es sicherlich interessanter, wenn man sich ein wenig über die wahren geschichtlichen Hintergründe vorab informiert, um den FIlm besser zu verstehen.
Wer wirklich an der historischen Wahrheit interessiert ist, wird sich vielleicht fragen, was der wirkliche Charakter von Puyi gewesen ist - er wird ja im Film sehr positiv dargestellt. Wie war er wirklich? Wie war die Beziehung zu seinen (beiden) (Ehe-, bzw. Neben-) Frauen? - Tatsächlich soll er ja sehr desinteressiert an diesen gewesen sein! (geht im Film so nicht hervor). War Puyi gar homosexuell (es gibt da Gerüchte). Oder auch: wie sah Puyi's Leben nach seiner Haftentlassung im "Roten China" tatsächlich aus? Für den Selbstmordversuch Puyi's am Anfang des Films soll es im übrigen keine verlässlichen Belege geben (immerhin ist dieses aber gut vorstellbar). Vor allem fragt sich der politisch- historische zuschauer, ob Pu Yi von all den unmenschlichen und gegen das chinesische Volk gerichteten Aktionen der Japaner und überhaupt deren Absichten und ihrer Marionetten im "Kaiserreich Mandschuko" wirklich nichts gewusst haben will (in den "Tokyoer Prozessen" nach dem 2. WK hat er ja dabei den Japanern die alleinige Schuld gegeben, und sich von allen Anklagen freigesprochen) ...

Einige, wenn auch nur wenige Szenen sind unrealistisch: z.B. wenn Puyi bei seinem Besuch der "Verbotenen Stadt" - als inzwischen einfacher Gärtner - dem kleinen Jungen dadurch beweist, dass er "kaiser von China" war, dass er ihm die Schachtel überreicht, in der - nach all den vielen Jahren (!) - noch immer eine lebende (!) Grille herauskommt (ausgerechnet die letzte Filmszene) - wer hat die Grille zwischenzeitlich - in dem Geheimversteck - ernährt? - Eine zugegebenermaßen schöne Schlussszene, leider unrealistisch.

Der Film: Kaiser Pu Yi (bemerkenswert gespielt von John Lone!) verübt einen selbstmordversuch, nachdem er in der chinesischen Umerziehungsanstalt - von den Russen aus deren Gefangenschaft ausgeliefert - eine harte Zeit und äußerst ungewisse und beängstigende Zukunft vor sich hat, nachdem er vor den Scherben seines tragischen Lebens steht ... Der Film spielt aus dieser Perspektive des gefangenen, völlig machtlosen
Puyi erlebt in dem Film eine "Entwicklung": völlig überraschend und für ihn verstörend wird er mit 3 Jahren plötzlich auf den "Himmelsthron" gehoben, zum Kaiser des "Reichs der Mitte" - formal - gekrönt, die Regierung führt währenddessen natürlich die alte "Kaiserin- Witwe" Cixi für ihn weiter. Von seiner Mutter wird der kleine Junge grausam getrennt (die daraufhin bald Selbstmord verübt), seine wichtigste Bezugsperson wird seine Amme. Von seiner Umwelt wird er ferngehalten; er wächst in der vom "Rest der Welt" abgeschlossenen "Verbotenen Stadt" mit ihren zahlreichen Palästen auf. Von der "Außenwelt" erfährt er lange Zeit nichts. Spielkameraden hat der einsame Junge kaum welche (später wird ihm aber sein Bruder zugesellt). Die stärksten Bezugspersonen bleiben für Pu Yi die Hof- Eunuchen, von denen es in der "Verbotenen Stadt" Tausende gibt. Von "seinem Reich" - vor allem aber von dessen wachsenden Problemen - erfährt der "Kindkaiser" nichts. Niemand darf ihn bestrafen oder kritisieren; Jeder muss ihm dienen. Zu seinen Erziehern gehört auch der britische Sinologe "Thompson" (Peter O'Toole), der ihn mit westlichen Denkweisen vertraut macht und entsprechend beeinflusst. - Im korrupten Hofstaat ist er hier sein engster Verbündeter; die Puyi eigentlich unterstellten zahlreichen Hofeunuchen sind korrupt und schaffen ständig zu ihren eigenen Gunsten zahlreiche der unermesslich Wertvollen Schätze aus den Palästen der "Verbotenen Stadt", die eigentlich dem chinesischen Kaiser gehören. Als kleines Schulkind bereits erfährt Puyi, dass China eine Republik geworden ist (1912 unter Sun- Yat- Sen), und dass er de facto kaum noch etwas zu sagen hat, was über den imposanten Hofstaat hinausgeht, auch wenn er hierin weiter (Titular-) Kaiser ist und sein großer Hofstaat von China noch längere Zeit weiter finanziert wird. Weitere politische Veränderungen in China bewirken aber, dass Puyi als Kaiser von China bald auch formal abdanken muss. Er begibt sich letztlich, nachdem China immer mehr in Bürgerkriege versinkt - auf Anraten seiner Berater - nach Tianjin, wo es ein großes internationales Viertel gibt, und lebt dort selbst wie ein Ausländer. Verheiratet ist er - noch als Teenager - mit der zerbrechlichen "Kaiserin" Wanrong (Joan Chen) worden, die wie er westliche Erziehung genossen hatte; als Nebenfrau wählte er sich zu dieser Zeit Wenxiu, die ihn im Exil bald verlässt, weil sie mit dem Status als "Frau 2. Klasse" eines entmachteten Kaisers (angeblich) nicht mehr zufrieden ist. Als besondere Vertraute der Kaiserin fällt ihr Weggang Wanrong sehr schwer. Im Exil führt Puyi ein verschwenderisches LUxusleben, an dem von den modernen dort oft lebenden Europäeren orientiert. Währenddessen führen die Japaner mit dem bürgerkriegsgeplagten China Krieg. Puyi träumt unterdessen davon, wieder Kaiser von China zu werden ... Um ihre Interessen in China durchzusetzen, gründen die Japaner in der von ihnen besetzten Mandschurei bald darauf einen Marionettenstaat, "Mandschuko", für den sie Puyi als deren (Marionetten-) "Kaiser" vorgesehen haben. Der naive und politisch völlig ahnungslose Puyi willigt auf den Vorschlag der Japaner ein. Vertraute der Kaiserin wird in dieser Zeit die dubiose japanische Spionin und Fliegerin Kawashima Yoshiko, die ständig Umgang mit dem Kaiserpaar hat und die schwache Kaiserin Wanrong beständig mit Opium versorgt, und China in Wirklichkeit hasst ... Als "Kaiser von Mandschuko" wird Puyi erst langsam gewahr, dass er hier nur "Kaiser von Japans Gnaden" ist, und dass er hier de facto nichts zu sagen hat. Seine Gattin sieht währenddessen die Notwendigkeit, einen kaiserlichen Erben zu gebären, jedoch verweigert ihr ihr Gatte inzwischen das gemeinsame Ehebett, auch wegen ihrer Drogenabhängigkeit. Voller Verzweiflung stürzt sich die Kaiserin in eine Affäre mit ihrem Chauffeur, der ihr ein Kind zeugt. Jedoch kommt dieses plötzlich bei der Geburt um, und die Kaiserin wird dabei krank, und - auf Anraten der japanischen "Berater" in Pu Yi's Hofstaat - kommt sie schnell in ein Sanatorium. Pu Yi ahnt die japanischen Hintermänner, versucht das die kaiserin wegfahrende Auto noch eigenhändig aufzuhalten - doch ein Tor schließt sich nach dessen Ausfahrt, und japanische Wachen versperren ihm den Weg ... Ohnmächtig wird Pu Yi endlich bewusst, dass er nur ein "Instrument" in den Händen der Japaner und deren perfiden Eroberungsplänen ist. Seine Einsamkeit ist immens. Einige Jahre vergehen, der 2. Weltkrieg hat längst begonnen, als dieser bald endet - und Japan hat ihn verloren. Die Rote Armee dringt nach Mandschuko ein, Pu Yi dankt ab. Auf seiner Flucht in den Süden wird sein Flugzeug von russischen Soldaten abgefangen. Er kommt in russische Kriegsgefangenschaft, wovon er bald nach China ausgeliefert wird, wo inzwischen auch schon die Kommunisten herrschen. Hier ist zunächst einmal traurige Zwischenbilanz seines traurigen Lebens in einer chinesischen Umerziehungsanstalt, wo er noch viele Jahre verbringen wird (zwischendurch blendet der Film immer wieder von der "Vergangenheit" "zurück" in die "Gegenwart" (Umerziehungsanstalt), wo Pu Yi auch mit alten (politischen) Weggenossen, Verhören und Schuldzuweisungen konfrontiert hat. (ab hier laufen die beiden "Handlungsstränge" des Films zusammen, es geht nur noch in der "Zeit der Umerzeihungsanstalt" weiter:). Pu Yi hat schließlich seinen Lebensmut unter diesen Umständen verloren, und ist bereit, alle Schuld auf sich zu nehmen; auch, was er in Wirklichkeit nicht getan hat. Der Gefängnisdirektor ist ihm jedoch prinzipiell gut gesonnen, hält ihn schließlich für "erfolgreich umerzogen" und "rehabilitiert" und veranlasst Pu Yi's baldige Entlassung. Pu Yi darf als normaler Bürger sogar wieder - als einfacher Gärtner - arbeiten. Betroffen wird er später - in der "Kulturrevolution" (?) - feststellen müssen, dass sein damals wichtiger "Freund" und Fürsprecher, der Gefängnisdirektor, der Puyi auch durch seine Fairness und Menschlichkeit beeindruckt hat, inzwischen selbst verurteilt wird und auf den Straßen würdelos vor den Massen hergeschoben wird, und dem vermutlich der Tod droht (?). Puyi will intervenieren, doch wird er nicht verstanden und zurückgewiesen. - AUch hier ist er wieder ohnmächtig und lediglich Zuschauer ... Am Ende des Films kehrt Puyi als einfacher Besucher wieder in seinen Palast in der "Verbotenen Stadt" zurück, wo ihn der kleine Sohn des Wärters darauf hinweist, dass er sich hinter die vorgeschriebenen Orte hier zurückziehen soll. Puyi glaubt er zunächst nicht, als dieser ihm seine Identität als "letzter Kaiser von China", als quasi "lebendige Geschichte" offenbart, bis dieser ihm eine alte, versteckt liegende Schachtel zeigt, in der sich zur Überraschung des Jungen, heute so jung wie Puyi damals, eine noch lebende Grille befindet; ein alter, einstiger "Spielkamerad" des einsamen letzten Kaisers von China ...

Das enttäsuchend geringe "Zusatz- Material" dieser DVD ist schon alleine deswegen unverständlich, weil sich viele zusätzliche "Dokumentationen" über Puyi, aber auch zum Film, vielleicht auch einige Interviews der Beteiligten hier, geradezu aufdrängen, nachdem man den Film gesehen hat - zumal der Film ja ein "großer Film" ist. Aber nichts davon wurde hierfür unternommen, obwohl es meines Wissens sogar Dokumentationen zu dem FIlm, wie auch zum Leben von Puyi gibt. - Aber das muss man sich aus anderen Quellen (mühsam) beschaffen, was auch deswegen ärgerlich ist, weil auch im Internet z.B. nicht viele Informationen über Puyi und sein (wahres) Leben verfügbar zu sein scheint.
Der DVD liegen lediglich eine Art Schautafel zu den vielen Auszeichnungen, die der Film erhielt, bei; außerdem gibt es eine (allerdings sehr kurze) Kurz- Info über 3 (Haupt-) Darsteller des Films.
Ich hatte den Eindruck, als sei dieser Film etwas kürzer als der, den ich von früher kannte. Tatsächlich soll es ja auch eine längere Version des Films geben; die hier Vorliegende ist das aber definitiv nicht!

Die BILDQUALITÄT könnte besser sein; geht aber in Ordnung, wie auch der TON.

Die FILMMUSIK hat zumindest mir zugesagt und passt zum Film.

Eine gezielte SZENENANWAHL ist bei dem Film möglich.

Der 157 Minuten lange Film unterliegt der FSK 12 - Einschränkung. - Jüngere (Kinder) sollten den Film auch wirklich nicht ansehen, weil sie ihn nicht verstehen werden. Auch ältere (Jugendliche) sollten am besten etwas historischen Hintergrund oder wenigstens Interesse haben, wenn sie diesen Film ansehen.
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am 23. Juli 2001
Dieser Fim beinhaltet Biografie und dramatische Geschichte zugleich. Der Film ist spannend, aber der Schluss nicht eindeutig. Wenn man die wirkliche Geschichte des letzten Kaisers nicht kennt, kann man mit dem Ende wenig anfangen. Da darf man dann raten! Zur DVD:Das war entaeschent wenig. Ein Wunder, das eine Beschreibung der Darsteller da war. Ich vermisse z.B. eine kleine Doku wie der Film entstanden ist.Es muessen ja noch nicht einmal Interviews dabei sein, aber das war echt mager.Um ein Beispiel zu nennen, bei der DVD von"Lawrence von Arabien" waren Dokus dabei, massig Interviews, Trailer Filmografie, Making of und sogar Informationen ueber T.E.Lawrence.Da war der Film benahe nur ein kleiner Teil der DVD!
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