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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
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am 1. September 2015
Die Vorfreude, die ich empfand, als ich gestern endlich, endlich
CUJO auf DVD sehen durfte, war unbeschreiblich. Kann sich sicher
gar niemand vorstellen. Aufgrund der vielen enttäuschenden
Bewertungen, die den Zustand der Fassung nicht gerade als günstig
beschrieben, scheute ich eine lange Zeit davor zurück, sie mir
zu kaufen. Jetzt ist es doch passiert- ich dachte mir, es kommt
auf einen Versuch an. Schlechter als auf meiner dreißigjährigen VHS
kann die Quali wohl kaum sein. Jau, und die Qualität ist hier super!
CUJO in dieser Red Edition Reloaded ist ungeschnitten und damit auch
unverstümmelt. Weder die freizügigen Szenen mit Donna und Steve fehlen,
in Küche und Bett, weder die blutigen Attacken der Titelfigur.
Sah den Film gute fünfzig Mal in meinem bisherigen Leben- erstes, freies
Aufatmen. Des weiteren beinhaltet der Film eine ungefähr dreißigsekündige
Szene, die plötzlich im Originalton Englisch zu vernehmen ist. Blöd, aber kein Weltuntergang.
Und mir fiel auf, dass eine einzige kurze Szene( Tennisplatz) neu synchronisiert wurde.
Machte mich zwar stutzig, aber ist kaum ärgerlich.
Außerdem kam es mir so vor, dass diese Szenen zusätzlich in CUJO
mit hinein genommen wurden, da sie mir gänzlich unbekannt erschienen.
Wie dem auch sei- für mein Empfinden ist diese Edition völlig in bester
Ordnung. Und es fehlt nichts. Das ist wohl neben Bild und Tonquali,
die übrigens nur anfänglich leicht hapert, der wichtigste Aspekt überhaupt.

Und zum Film ansich brauche ich nicht mehr viel sagen, außer:
CUJO ist das Monster aus dem Schrank. Aus Tad`s Schrank. Und CUJO ist
leider sehr böse- und damit eine der besten King- Verfilmungen überhaupt.
Wenn nicht gar die beste. Ohne puppenhafte, mit Fell überzogene, mechanische
Atrappen. Sondern mit einem echten Bernhardiner. Aus dessen Augen und Maul
die schreckliche Tollwut trieft. Der personifizierte Tod auf vier Pfoten.
Der vor Schmerz und Wut Türen und Autos attackiert und einrennt. Mit seinem
Kopf- in dem sich das Gehirn langsam zersetzt.
" Joe Camber? Ich fahr`mal raus! "

*****************************************************************************************

Geschichte:

Donna, Vic und deren kleiner Sohn Tad sind von New York
in eine Kleinstadt umgezogen. Eheprobleme des Paares und
schreckliche Visionen des ängstlichen Tad sind an der Tages-
ordnung. Doch der wirkliche Albtraum beginnt in Gestalt eines
Hundes, Cujo, der während seines Jagdfiebers im Schlupfloch einer
Schar Fledermäuse stecken bleibt. Die ihn durch einige Bisse
in die Nase mit Tollwut infizieren.......................
...........................................

**********************************************************************************************

Fazit:

" Monster haben draußen zu bleiben.
Sie haben hier nichts verloren.
Kein Monster darf in Tad`s Schrank- ist zu eng für euch da drin.
Kein Monster darf unter Tad`s Bett- da unten habt ihr keinen Platz.
Und kein Monster darf an Tad`s Fenster- und auch nicht ins Auto.
Sonst müsst ihr sterben...............
niemand darf Tad etwas zuleide tun- das gilt für die ganze Nacht.
Und auch für hier....vielleicht springt das Auto jetzt an... "

Entsetzen, Hoffnung, Glaube.
Schmerz, Angst. Todesangst.
CUJO. Außer Kontrolle.

Grandios gespielt von Mensch und Tier.

FÜNF Sterne! Aus Schweiß und Blut!

" Ich weiß nicht, wo dein Daddy ist!!!!!! "

Lauflänge: 93.45 Minuten( mit Abspann ) !
3434 Kommentare| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. März 2016
Das ich das noch erleben darf.
Eine der spektakulärsten Stephen King Verfilmungen erscheint nach zahllosen , eher unerfreulichen Veröffentlichungen und unterirdischen Booklets ENDLICH auf einer in Bild und Ton qualitativ gut restaurierten BluRay Ausgabe, die natürlich alle bisherigen Veröffentlichungen in Punkto Schärfe, Farben und Ton in den Schatten stellt. ( Was zugeben auch nicht schwer ist !)
Ungeschnitten ist das Werk, in Widescreen und Gott sei Dank in der alten sehr guten deutschen Synchronisation. Für einige kurze neue Passagen, für die es keine alte deutsche Synchro gab, wird mit neuen Sprechern überbrückt und so steht dem tollwütig haarigen Genuß nichts im Wege.

" Cujo" ist ein grausamer Film , weniger wegen den kurzen, aber knallharten Bluteffekten sondern wegen der Kompromisslosigkeit mit der der finstere Stephen King Horror jede Form von Halt und Sicherheit im Leben des Menschen zerstört. Der tierische Beschützer einer kleinen Farmersfamilie auf dem abgelegenen Land , ein riesiger gutmütiger Bernhardiner , eigentlich zotteliger Freund der Kinder wird zur blut- und speicheltriefenden , heulenden Kreatur des Bösen . So gnadenlos und entsetzlich, dass etwaige Gespenster, die sich kleine Kinder des Nachts in Wandschränken einbilden, zu harmlosen Kinkerlitzchen werden.
Phantastisch ist die Kameraarbeit , bahnbrechend die Tierdressur, schweisstreibend der grossartige Spannungsaufbau, der uns oft fast nicht hinsehen lässt . " Cujo" ist Herzschlagkino , das psychisch ungaublich fordert , nicht mit übertriebenen Splatterszenen sondern mit enormer klaustrophobischer Intensität , dem Entsetzen des hilflos Ausgeliefertseins und direkt greifbarer Todesangst. Der Kampf um das eigene Leben und um das Leben eines kleinen Kindes im Angesicht einer gnadenlosen tollwütigen Bestie , das bleibt unvergesslich und schnürt immer wieder die Kehle zu.
Wer es etwas ausführlicher mag, unter der herkömmlichen DVD Ausgabe habe ich mich dem Nervenfetzer noch umfangreicher gewidmet.
Erleben Sie " Cujo" , lieber Interessent, einer der besten Horrorfilme der achtziger Jahre , so bissig, böse und schweisstreibend, wie nie zuvor.
Mit " Carrie", " Shining", " Misery" und " Friedhof der Kuscheltiere" die eindrucksvollste King Verfilmung aller Zeiten.
1212 Kommentare| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. April 2016
Cujo uncut endlich auf Blu Ray - kauf `ich sofort, weil geiler Schocker aus den seeligen 80ern - dann die Ernüchterung: Bild über weite Strecken sehr gut, aber auch bei dunklen Szenen sehr kriselig, Menüführung schlecht - Film fängt "selbständig" sofort an, bevor man sich für eine Sprache oder einen anderen Meüpunkt entschieden hat, keinerlei Extras ( Interviews, Making of etc.) und dann der größte Murks: Der Ton - was ist hier nur schief gelaufen ???? Es gibt Stellen im Film, da laufen die amerikanische und die deutsche Tonspur parallel, die Syncro stimmt stellenweise gar nicht mit den Filmszenen überein ( Autotüren schlagen zu, deren Klang man in der nächsten Szene immer noch hört) bis hin zu einer etwa zwanzig Sekunden langen Stelle wo gar kein Ton mehr zu hören ist -- Glückwunsch!! Die einzigen Gründe um überhaupt zwei Sterne zu vergeben sind die phantastische Leistung der Tiertrainer und der Make-up Künstler, keine Ahnung mit was für ekligem Zeugs das "arme"Tier beschmiert wurde, und der insgesamt auch heute noch beängstigende Film an sich. LG Markus
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am 28. April 2008
Das weniger manchmal mehr ist wüssen wir ja bereits.So verhält es sich oft auch bei Filmen.
Es gibt aber auch Filme die gerade wegen dieser Minimalistik durchaus mehr Wirkung erzielen als irgendwelche aufgeblasenen Big Budget Filme.
CUJO ist so einer von diesen Filmen , basierend auf einem Roman von Stephen King.
Nachdem in den 70 ern durch Spielbergs "JAWS" der Tierhorror Salonfähig gemacht wurde sah es in den 80 ern so aus als wenn dieses Genre sich absolut totgelaufen hat und seitdem nur noch aus billigen B oder C Movies bestehen würde.
Da machte es sich Regisseur Lewis Teague (Auf der Suche nach dem Juwel vom Nil) zur Aufgabe in gerade dieser Zeit die King Story um einen tollwütigen Bernardiner zu verfilmen.
Herausgekommen ist dabei ein Film der 90 Minuten lang konsequenten Terror bietet und dabei (für seine damaligen Verhältnisse) konsequent zur Sache geht.

Eigentlich ist CUJO ein liebenswürdiger Hund der am liebsten Kaninchen hinterherjagt.Doch genau dieses Spielchen sorgt dafür das CUJO eines Tages von einer mit Tollwut infizierten Fledermaus gebissen wird.Somit wird aus dem ansonsten knuffigen und treuen Hund langsam aber sicher eine ziemlich unangenehme Bestie.
Cujo lebt bei einem privaten KFZ Mechaniker auf dessen Hof. Eines Tages kommt die frustrierte Donna mit ihrem Sohn Tad auf den Hof gefahren weil ihr Auto defekt ist.Doch ausser Cujo ist niemand da - und der ist nicht mehr der liebe Hund der er einst war.Die beiden sitzen im Auto fest und keine Hilfe in nächster Nähe - nur dieser äusserst böse Hund der den beiden das Leben zur Hölle macht...
Nachdem der Film in Fahrt kommt hat man kaum zeit Luft zu holen , denn auch wenn der Film größtenteils nur in diesem Auto mit zwei Schauspielern sich abspielt (den Hund lassen wir nun mal aussen vor!) ist CUJO einer der besseren King Verfilmungen und gehört zu einen der spannendsten Filme überhaupt.
Die darstellerischen Leistungen des Tanny Pintauros der den jungen Tad spielt ist so erschreckend real und auch die Wutattacken des durchdrehenden Bernardiners sind einfach genial.
Da haben die Tierdresseure ganze Arbeit geleistet (hier wurde wirklich noch ein Hund benutzt und keine Computereffekte!) und zeigen ihr ganzes Können.
CUJO ist ein minimalistischer Tier Schocker der auch nach all den Jahren nichts von seiner Faszination eingebüßt hat.

Leider wurde CUJO nur einmalig als Auflage auf DVD veröffentlicht und zwar von EMS die gerade als DVD Label angefangen sind und nicht wirklich bekannt dafür waren gute Veröffentlichungen zu präsentieren.Der Film liegt nur im matten 4:3 Bild vor, der Ton ist absolut blechern und Extras sind Fehlanzeige.
Schade , denn solch eine durchwachsene bis schlechte Umsetzung hat dieser Film nicht verdient.
Bis heute wurde dieser Film nicht neu aufgelegt was dazu führte das die erste Auflage schnell ausverkauft war und somit heute zu horrenten Preisen angeboten wird (wie man auch hier sieht!)
Dieses geld ist die DVD nicht wert (der Film schon!) und auch ich besitze diese Version die ich ebenfalls für viel Geld mir besorgt habe.
Vielleicht kommt ja mal eine Neauflage - verdient hat es dieser Film allemal.

Und nochwas:Dem Hund CUJO ist damals bei den Dreharbeiten nichts passiert!

Film:****
Bild:**
Ton:*
Extras:----
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TOP 500 REZENSENTam 30. April 2016
Bei der Jagd auf ein Kaninchen wird der herzensgute Bernhardiner Cujo von einer Fledermaus gebissen und fällt langsam aber sicher der Tollwut anheim.
Zuerst merkt davon niemand etwas aber der Verfall wird immer sichtbarer bis der Zeitpunkt gekommen ist wo sich der treue Hund nicht mehr unter Kontrolle hat und zur Gefahr für alles was sich bewegt wird.
Dumm das genau zu diesem Zeitpunkt Donna Trenton und ihr kleiner Sohn Tad auf den Hof fahren um ihr Auto reparieren zu lassen.
Dort ist aber niemand mehr am Leben und so bleibt der verzweifelten Mutter keine andere Wahl als im Auto zu verharren......und draußen lauert Cujo auf seine Chance.

Cujo aus dem Jahr 1983 ist immer wieder eine Sichtung wert wenn man King Fan oder Liebhaber von Animal-Horror ist.
Kein Meisterwerk aber ein unheimlicher, spannender und dramatischer Film den man alle paar Jahre mal Schauen kann.
Star des Ganzen ist natürlich der...oder besser gesagt...die Bernhardiner (Beim Dreh wurden mehrere eingesetzt) die erheblichen Eindruck hinterlassen.
Dazu ordentliche Dialoge, die typische King Atmosphäre und eine Prise Blut....fertig ist die gute King-Verfilmung.
Darsteller sind u.a.: Dee Wallace, Daniel Hugh Kelly, Ed Lauter und Danny Pintauro.
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am 5. Januar 2016
Hatte eine alte und schon sehr abgespielte VHS. Jetzt endlich ist diese durch eine tolle DVD ersetzt worden und hat dieser Film sogleich die ganze Familie in den Bann gezogen. Wer schönes Gruseln liebt - zugreifen.
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am 27. August 2015
die aus heutiger Sicht "schlechte" Qualität macht diesen Film noch viel besser, als er sowieso schon ist. Irgendwie fühlt man sich sofort in der Zeit zurück versetzt und gruselt sich mit dem kleinen Jungen vor dem bösen Hundchen...
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Eine Verkettung unglücklicher Umstände:
1. Bei der Jagd auf einen Hasen wird Bernhardiner Cujo von einer Fledermaus, welche Tollwut überträgt, in die Nase gebissen.
2. Cujos Besitzer, die eine Autowerkstatt haben, befinden sich auf Reisen, bzw. ihnen wurde bereits von Cujo die Aorta am Hals geöffnet.
3. US-Bilderbuchmutter Donna geht fremd. Ihr Mann kommt dahinter und muss eine Weile weg, um nachzudenken.
4. Donnas Auto hat eine Macke, und gerade als sie mit ihrem kleinen Sohn Ted zur Reparatur fährt, bleibt der Wagen auf dem verlassenen Gelände liegen und springt nicht mehr an. Niemand kommt vorbei - bloß Cujo lauert auf das leiseste Geräusch.
Donna und Ted sind tagelang gefangen in ihrem Schrottauto, und ihr Wasservorrat ist nicht eben üppig. Wie kann man so eine Situation überstehen ?

Spannendes "Familiendrama" der anderen Art. Horrorspezialist Stephen King schrieb die Vorlage für diesen charmanten 80er Jahre-Streifen, nach dessen Genuss man sich nochmal genau überlegt, ob man seinen Kindern wirklich einen Hund kaufen soll.
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am 31. Juli 2015
Saftig grün sind die Wiesen, die Sonnenstrahlen scheinen auf ein idyllisches Waldpanorama.
Verspielt und leichtfüssig ist die Musik, die eine malerische Friedfertigkeit unterstreicht. Ein kleines Kaninchen schnuppert neugierig durch das Unterholz. Die Kamera stets auf Augenhöhe mit dem possierlichen Tier schwebt ,saust übermütig gleich mit durch das grüne Dickicht. Plötzlich versperren vier riesenhaft wirkende Beine die Sicht. Vor uns , baumhoch und gigantisch aus der Hasenperspektive steht ein riesiger Bernhardiner.
Alsbald beginnt die Jagd zwischen Goliath und David, und ein Erdloch unter einem Eichenbaum wird zum rettenden Unterschlupf für die kleine Jagdbeute.
Nur den dicken, flauschigen Kopf vermag der Bernhardiner in das Erdloch zu stecken. Ein direkt niedlicher Anblick, doch ab diesem Bild wird die Ahnung bösen Verhängnisses die Gefühle bestimmen. Modrige Gerippe kleiner Tierchen sind in der Dunkelheit der Höhle zu erkennen. Schwarze klatschende Flügel flattern aufgeschreckt an die Erdwände. Kleine messerscharfe Zähne tollwütiger Fledermäuse verbeißen sich in die Nase des Hundes, der unter stechendem Schmerz aufjault.
Ab diesem Zeitpunkt verdunkelt sich der Blick auf die ländliche mittelamerikanische Farmeridylle .
Hier im trägen, friedlichen Licht der goldenen Wiesen und Wälder wird bald die tückische Gefahr durch ein zunehmend aggressives, blutdürstiges Tier qualvolle Angst und Lebensgefahr bringen.
Von der Tollwut infiziert wird Cujo, der so zutrauliche gutmütige Familienhund der Famerfamilie Chamber langsam zu einer reissenden unkontrollierbaren Bestie.
Während die Familie lauthals am Abendbrottisch diskutiert, streitet , Eheprobleme ausbaldowert, wird er wie gewöhnlich träge unter den Stuhlbeinen sitzen, während mehr und mehr sein krankhaft sich selbst zerstörendes Gehirn von allen unbemerkt seine Lefzen verzerrt, seine Augen blutunterlaufen werden lässt, bis der schiere Wille zum Töten seinen massigen Körper in Bewegung setzen wird.
Vom wuschelig weichen besten Freund des Menschen zu einem derart hasserfüllten furchterregenden Monster, wie es man es selten auf der Leinwand sah.
" Cujo" ist ein grausamer Film, weniger wegen den knallharten und überragend inszenierten kurzen Bluteffekten, sondern wegen der Kompromisslosigkeit mit der die finstere Stephen King Mär jede Form von haltgebenden Sicherheiten und festen Ankerpunkten im Leben des Menschen zerstört.
Der tierische Beschützer des Hauses, der zottelige Freund der Kinder, ( gerade Bernhardiner oft auch Retter Verschütteter) wird zur blut -und spucketriefenden, heulenden Kreatur des Bösen. So gnadenlos und grauenhaft, dass etwaige Gespenster, die sich Kinder nachts naiv in Wandschränken einbilden, zu kleinen Kinkerlitzchen werden.
Dabei ist das, was einmal ein Hund war, in seinem erbarmungswürdigem Zustand selbst so unfassbar bemitleidenswert und gleichzeitig teuflisch wie möglich.
Die Schrecken einer Krankheit, und wie sie uns geistig deformieren kann, die Angst vor dem grauenhaften Zerfall des Körperlichen, unaufhaltsame Hilflosigkeit , die uns vor dem erbarmungslosen, unerklärbaren Schicksal oder Zufall erzittern lässt.
Der Film " Cujo" macht keine Gefangenen, und schnürt uns die Kehle zu. Denn das Herrchen und Frauchen, was das plötzlich reale Monster physisch zerstören will, das ist schon längst sowieso kränkelnd, ausgehöhlt, voller Lebenslügen und dreht sich beständig um seine eigene unzufriedene Existenz.
Das Urteil Tod durch Zerfleischen , vollstreckt durch die fratzenhaft, die Zähne bis zum Anschlag fletschende Höllenkreatur als gerechte Strafe für die Beteiligten, vielleicht als überirdisch gewollte rächende Kartharsis für sinnlos vergeudetes Leben ?
Beide Familienstrukturen, hier im Film seziert ; die der Farmersfamilie Chambers, als auch das routinierte Ehegefängnis der Trentons sind gekennzeichnet von Krise, Seitensprung, Heuchelei , Konflikt und besonders bei den Chambers zusätzlich von tyrannischem Patriarchat und Unterdrückung.
Ist der unberechenbare Cujo die Manifestation , das fleischgewordene Krebsgeschwür dieser emotionalen Abgründe und mussten damit schicksalshaft nach den Spielregeln des moralischen amerikanischen Horrorfilms genau diese beiden Familien auch ihre Quittung bekommen ?
Stephen Kings bitterböse Alptraumstory lässt sich so vereinfachend nicht in die Karten schauen. Denn um vielmehr die Sinnlosigkeit und Willkür der schockierenden Ereignisse zu verdeutlichen, lässt King uns gerade an dem Martyrium des nun wirklch vollkommen " unschuldigen" Kindes der Trentons, dem sechsjahrigen Tad Anteil nehmen.
Nirgendwo kannst du dich im Leben sicher fühlen, motivlos und zufällig wirst du ausgewählt und Leid und Tod greift nach dir in den unwahrscheinlichsten Verkleidungen und Verkettungen von Puzzleteilen und sei es auch nur ,wenn du gedanklich versunken in deine kleine hausgemachte Problemwelt , dein Auto in eine Reperaturwerkstatt fahren willst.
So hoffnungslos deprimierend ist Stephen Kings " Cujo, ( in seiner klaren Struktur und Intensität übrigens eines der besten Werke des Autors), dass Regisseur Lewis Teagues sich entschied in seiner Leinwandadaption dann wenigstens in den letzten Bildern noch einen Strahl Hoffnung zu zulassen.
Dieser Entschluss schadet " Cujo" nicht, vielleicht wäre er sonst für das Genre des Mainstream- Horrors auch zu unerträglich geworden.

Die ersten 45 Minuten lässt " Cujo" in fesselnder Weise die Charaktere der beiden Familien plastisch werden, bis er das Schicksal der Familie von Werbefachmann Trenton und der von Joe Chamber, Besitzer einer Autowerkstatt in der abgelegenen Pampa blutig zusammenführt.
Eheprobleme der Yuppies Donna und Vic Trenton in ihrem blitzweissen Vorstadthäuschen und die Alpträume ihres kleinen Sohnes einerseits, -erdrückend, hartes reaktionäres Farmerleben andererseits.
Cujo lauert in kleinen Szenen immer wieder knurrend in den Ecken, in den Innenhöfen der Farm.
Einmal verschwindet er träge schlurfend und schon gezeichnet von den ersten Anzeichen der Wesensveränderung in fast surrealen Nebelschwaden.
Das Monster lauert schon, wartet nur ab, so flüstert Regisseur Lewis Teague den Zuschauern zu, während er uns emotional die Protagonisten sorgfältig ans Herz legt, bis wir um sie zittern, gerade weil wir um das kommende Verhängnis wissen.
Dieser brillante Inszenierungskniff lässt uns auch atemlos das kriselnde Beziehungsleben miterleben, bis beide Handlungstränge zusammengeführt werden, und der nervenzerfetzende Terror losbricht.
Ein wenig erinnert diese Vorgehensweise an Hitchcock, wenn dieser in " Die Vögel" auch immer in kurzen prägnanten Szeneneinwürfen an das dräuende Ungluck erinnert, während die Protagonisten noch lange sich nur um sich selbst und ihre Befindlichkeiten drehen.

Eines sonnendurchfluteten Tages wird Donna, ihren sechsjährigen Sohn auf dem Rücksitz, den klapperigen Familienwagen zur Autowerkstatt Chambers lenken, wird dort in der sengenden Glut des Gehöftes anhalten, und sich über die Stille wundern, während der Motor des alten Wagens nun endgültig den Geist aufgibt, und der kleine Tad verträumt auf der Autorrückbank spielt.
Willkommen im Jagdrevier von Cujo. Kein Bernhardiner mehr, sondern eine räudige, blutverkrustete Killermaschine.
Während Donna das Auto in die grosse Einfahrt lenkt, hat die Bestie zur selbigen Minute schon zwei Menschen getötet.
Was nun folgt ist bahnbrechendes Kino des nägelkauenden Schocks und des kriechenden Entsetzens.
Phantastisch ist die manipulative, kreisende Kameraarbeit, die ein ums andere Mal den vor Angst aufschreienden Zuschauer in seinen Erwartungen übertölpelt. Klaustrophobie, Ausichtslosigkeit eines grauenhaften Todes , sengende Hitze eingeschlossen in dem Fahrzeug, während draussen die Bestie lauert- " Cujo" ist Herzschlagkino, das psychisch unglaublich fordert, nicht mit übertriebenen Splatterszenen aber mit der enormen Intensität der mit Händen greifbaren Todesangst.
Das Darstellerensemble allen voran Dee Wallace und der kleine Danny Pinotauro ist phänomenal.
Die Effektkünstler und Tiertrainer liefern eine unvergessliche Leistung ab. " Cujo" ist Synonym fur Tierhorror, wie man ihn in dieser Bedrohlichkeit selten sieht.
Weiter gespoilert wird von mir nicht. Sehen, spüren Sie selbst.
Der Kampf um das eigene Leben und das Leben des kleinen Kindes in einer aussichtslosen Situation, das wird kein Zuschauer je vergessen.
Ein spektakulärer Meilenstein des Horrors mit unglaublicher Raffinesse inszeniert, der immer wieder den Pulsschlag in die Höhe treibt.
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am 20. Februar 2001
"Cujo" ist ein hervorragender Film in bester Stephen King-Manier. Fesselnd vom Anfang bis zum Ende, aber leider merkt man anhand der Bildqualität deutlich, dass der Film 1983 gedreht wurde: Das Bild ist nur im 4:3 Format, der Sound auch nicht dem heutigen Standard gerecht und nur die deutsche Sprachversion auf der DVD ist einfach nicht genügend. Daher nur 3 Sterne, ansonsten hätte sich "Cujo" mind. 4 Sterne verdient.
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