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Kundenrezensionen

4,9 von 5 Sternen
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TOP 1000 REZENSENTam 30. August 2008
Im November 1988 kaufte ich mir dieses Album am Erscheinungstag als LP - und war sofort hellauf begeistert und fasziniert. Der erste Durchlauf dieses für damalige Verhältnisse völlig aus dem Rahmen fallenden Albums gehört zu den magischten Momenten meiner Laufbahn als Musikfan.

Die CD kaufte ich einige Jahre später, und auch wenn mich Die Toten Hosen seit mehr als 15 Jahren nicht mehr wirklich hinterm Ofen vorlocken können: EIN KLEINES BISSCHEN HORRORSCHAU höre ich auch nach 20 Jahren extrem gerne.

In meinen Augen haben die Hosen auf diesem Album etwas geschafft, was sie später nie wieder so überzeugend hingekriegt haben: die Verbindung von Pathos, Eingängigkeit und Emotionen wie Wut oder Verzweiflung im typischen Hosen-Sound. Große Melodien, Ohrwurmrefrains und ruhige, verletzliche (und verletzte) Momente ergeben hier ein grosses, absolut stimmiges Ganzes. Das gesamte Album hat eine ganz einzigartige, markante Stimmung, welche mich beim ersten Hören genauso packt wie zwanzig Jahre später - EIN KLEINES BISSCHEN HORRORSCHAU wirkt wie "aus einem Guss", und wenn auch nicht alle Songs direkten Bezug zu "Clockwork Orange" haben, es macht absolut Sinn, dieses Werk komplett und in der vorgegebenen Reihenfolge zu genießen. Die "Skip"-Taste verwende ich bei EIN KLEINES BISSCHEN HORRORSCHAU nur seltenst.

Für ihre damaligen Verhältnisse präsentierte sich die Band ungeheuer gereift, das Songwriting war um Welten komplexer, erwachsener und durchdachter als zuvor - und Campinos Texte wesentlich pointierter. Nebenbei finde ich schlichtweg, das seine Stimme hier optimal zu den Liedern und der Thematik passt. Die Produktion ist ebenfalls wirklich gut.

Sehr lebhaft erinnere ich mich daran, dass das Album unter Fans seinerzeit alles andere als unumstritten war... wer den glattgebügelten Schunkelrock des Studiovorgängers "Damenwahl" erwartete wurde (glücklicherweise) bitter enttäuscht, und auch die Tatsache, das es hier um ein Konzeptalbum geht, war für so manchen Hörer ebenfalls sehr unerwartet... und hat Manche überfordert.
Aber vielleicht ist dies auch das Besondere an dem Album: während die Hosen in meinen Augen in der Folgezeit vorhehsehbarer wurden betraten sie mit EIN KLEINES BISSCHEN HORRORSCHAU für sie kreatives Neuland, stellten sich Herausforderungen und machten etwas, womit vermutlich kaum jemand gerechnet hätte... und sie machten es völlig großartig!

Vielleicht ist genau das Problem, dass die Hosen in der Folgezeit immer besser wussten, wie sie ein für sie typisches Album mit für sie typischem Sound und typischen Texten zu schreiben haben - für mich resultierte dies in den Folgejahren in für mich ziemlich austauschbaren Werken, welche ich zwar unterm Strich nicht schlecht fand, die mich allerdings meistens auch nicht sonderlich umgehauen haben... und die für mich ALLE den Vergleich mit EIN KLEINES BISSCHEN HORRORSCHAU nicht standhalten, schon gar nicht über die Distanz von vielen Jahren.

EIN KLEINES BISSCHEN HORRORSCHAU und die dazugehörige Tour wird oft als der kommerzielle Durchbruch der Hosen bezeichnet - in meinen Augen war es nicht nur das, sondern ihr völliges Zenit. Wer bis dahin nicht erkannt hat welches Potential diese Band hat sah es spätestens dann ein, und den ab diesem Album und dieser Tour spätestens startenden Höhenflug hatten sich die Jungs definitiv verdient!

Ich glaube, das jede Band so ein Album hat, auf dem ihre besten Trademarks optimal zur Geltung kommen - häufig sind dies die Alben, in denen die Band ihren jeweiligen Horizont drastisch erweitert hat und etwas Unerwartetes getan hat.
Genau dies ist bei den Hosen mit EIN KLEINES BISSCHEN HORRORSCHAU geschehen, und ich bezweifele ganz stark, dass Die Toten Hosen sich nochmals in dieser sensationellen Form befunden haben, auch wenn sie in den folgenden Jahrzehnten immer wieder gezeigt haben, dass man mit ihnen immer rechnen muss, wenn es um guten deutschen Rock geht... und das die Hosen eine unfassbar (!) gute Liveband sind haben die Jungs zu jeder Phase ihrer Karriere ohnehin unter Beweis gestellt.

Wie dem auch sei: ein absolut großartiges Werk und sicherlich eines der allerbesten deutschen Rockalben aller Zeiten... und persönlich eine wunderbare Erinnerung.
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am 27. Februar 2006
Wohl das einzige "Konzept"-Album der Hosen. Hier wird "Clockwork Orange" vertont. Logische Folge: Da gibt's nix zu lachen.
Sicher, man kann dem Album einiges vorwerfen: "Hier kommt Alex" ist sicherlich nicht anspruchsvoll oder komplex und wird im Schlußtrack praktisch nochmal gecovert. Mit der herrschenden Vorstellung vom 1977er-Punk hat die Scheibe nur noch wenig zu tun. Und Freunde von Rockballaden lassen schnell den Kopf aufgrund der vorherrschenden Härte hängen. Schlageräquivalente Trinklieder sucht man hier glücklicherweise vergebens.
Wer aber aus der Metal-Ecke kommt, wird die aggressive Scheibe zu schätzen wissen. Das Vorspiel zum "Musterbeispiel" ist herrlich, der brüllende Titeltrack sollte nicht nur Fortuna-Fans zu Ristics Zeiten bekannt sein, und mit "Mehr davon" ist noch ein Überlied drauf, was völlig zu recht im Laufe der Jahre in mehreren Versionen vorliegt (live, englisch, Reggae-Mix). Völlig unterschätzt zudem das "Testbild".
Die "Alles aus Liebe"/"Bayern"-Fraktion sollte aber eher die Finger davon lassen. Die Hits aus diesem Album gibt es schließlich auch auf der "Im Auftrag des Herrn" und "Reich&Sexy".
Maximale Wertung wegen fehlendem Tiefpunkt, ordentlicher Härte und den Beethoven-Überleitungen. Nie waren die Hosen im Studio besser als hier.
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am 6. April 2017
einer der größten Klassiker, unbedingt anhören
- nach dem Anschauen von Clockwork Orange (ebenfalls einer der größten Klassiker der Filmgeschichte)
- mit ordentlich Soundqualität + gehobenerer Lautstärke
-> genießen.
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am 25. Januar 2013
Hab die Platte in Vinyl und bin als Hosen Fan natürlich begeistert. Allerdings war ich von der CD etwas enttäuscht, da diese sehr leise aufgenommen ist.
Musik ist natürlich TOP. Qualität etwas dürftig.
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am 20. Mai 2012
Dieses Album, das im Herbst 1988 erschien, war für die Toten Hosen das, was "Für Usszeschnigge" für BAP und "4630 Bochum" für Grönemeyer war: Der ultimative Durchbruch, nach dem nichts mehr so sein sollte wie zuvor. Die Hosen, die man bis dato in erster Linie mit Saufliedern wie "Opel-Gang" oder "Eisgekühlter Bommerlunder" in Verbindung brachte, zeigten sich auf "Ein kleines bisschen Horroschau" thematisch überraschend ernst und musikalisch erstaunlich gereift. Während der Aufnahmen waren sie finanziell nahezu am Ende, sie wussten, dass dieses Konzeptalbum ihre vielleicht letzte Chance sein würde. Entsprechend konzentriert und energisch gingen sie zur Sache. Die stärksten Songs, darunter der Klassiker "Hier kommt Alex", wurden "in einer lauschigen Juninacht live im Schauspiel Bonn aufgenommen" (CD-Booklet). Eine magische Nacht, die den Ruhm der Band begründen sollte.
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am 2. April 2007
Campino bezeichnete "Hier kommt Alex" mal als schlechten Ostrocksong und dennoch gelang den Hosen mit der Beethoveneinleitung, dem hysterishen Aufschrei und dem sanften Gitarrenintro der beste Albumbeginn, den sie bis jetzt geschafft haben. Titel wie "Mehr davon", "Musterbeispiel", "Testbild" usw. dürften die Gemüter nach der damenhaften "Damenwahl" wieder beruhigt haben.
Und wer den Hosen seit diesem Album und heut diese Kommerzsch... vorwirft, vergißt daß sie schon zu "Liebesspieler"-Zeiten bei Formel Eins aufgetreten sind und nicht nur die Leute verar... und den Hardcore-Punk rauskehren lassen wollten.
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am 31. Dezember 2011
Bestes Hosen-Album aller Zeiten, in meinen Augen. 12 Tracks aus dem Jahre 1988 welche thematisch an den Stanley-Kubrick-Film Clockwork Orange angelehnt sind. 42 geballte, kritische Minuten über "alltägliche Dinge" wie Gewalt, Sex, Drogen, Vollzug und dazwischen immer wieder ein bisschen Beethoven. Genial. 8 seitiges Booklet mit Texten und Beethovens Konterfei auf dem Cover. Suchtfaktor... ich hör sie fast jeden Tag.
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am 21. Dezember 2015
Wer kennt nicht "Hier kommt Alex" oder "1000 gute Gründe" von den Toten Hosen? Dieses Album in der Remastered-Version aus dem Jahre 2007 ist der absolute Hammer. Wirklich jedes Lied ist genial! Dazu kommen noch die Lieder der B-Seiten der Single-Auskopplungen und alles in einer super Sound-Qualität. Es lohnt sich wirklich, dieses Album zu kaufen!
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am 9. April 2001
Die Platte "Ein kleines bisschen Horrorschau" ist für mich das beste Album der Hosen, sowie des deutschen Punkrocks! Die Kopplung von Klassik und Rock zeigt mal wieder, dass die Hosen nicht nur "3 Akkorde" spielen können, sondern dass sie tatsächlich auch musikalischen Verstand besitzen! Zudem beinhaltet diese CD einen roten Faden, der das Musical "Clockwork orange" verständlich und spannend darstellt! Es ist lohnenswert, sich dieses Album zuzulegen!
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am 8. Dezember 2006
Diese CD nimmt in der Schaffensphase der Toten Hosen eine gewisse Sonderstellung ein.

Sie steht rein musikalisch genau zwischen dem frühen Treiben der 80er Jahre und den neueren Veröffentlichungen nach "Kauf mich". Somit klingt sie auch ein wenig anders als die übrigen Alben. Sie ist sorgfältiger und hochwertiger arrangiert und produziert als die vorherigen und dabei trotzdem noch wesentlich rotziger und punkiger als die neuen Sachen.

Auch textlich unterscheidet sich "Ein kleines bisschen Horrorschau" von den anderen Werken. Das liegt zum Einen natürlich daran, dass (wie hier schon mehrmals erwähnt) zum größten Teil die Vertonung des Kultfilms "Clockwork Orange" vorliegt, zum Anderen dass hier völlig auf die (sonst für die Band ja auch typischen) Spass- und Partylieder verzichtet wurde.

Für mich war die Platte damals der Anstoss mich näher mit Musik auseinander zu setzen und meinen eigenen Geschmack zu ergründen.

Eines der wichtigsten Alben der deutschen Rockmusikgeschichte!!!
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