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Kundenrezensionen

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am 29. Mai 2015
Zeitsprung... Zurück in eine Zeit, als der Hardrock laufen lernte... Es geschah irgendwann ab 1967 und erreichte 1970 so ziemlich seinen Höhepunkt. Eine schöne und musikalisch sehr interessante Zeit. Die Musik war handgemacht, es war wild, romantisch, gitarrenorientiert, alles neu. Eine Aufbruchstimmung...

Die Beatles, die Stones oder die Kinks und andere wohlgefällige Beat- und Popbands, bevorzugt aus dem Vereinigten Königreich, hatten zuvor die Musikwelt bereits gehörig verändert. Aber die Weiterentwicklung setzte sich unaufhaltsam fort...

Manche Bands wurden lauter. Sie drehten einfach ihre Gitarrenverstärker bis zum Anschlag auf und erzeugten somit immer härtere und verzerrtere Riffs, Soli und Sounds. Von den bekannten Bands waren es die Yardbirds, The Who oder Cream, die den Hard- und Bluesrock auf den Weg brachten. Andere folgten ab 1968 unaufhaltsam und kreierten einen immer härteren Sound, der abermals Musikgeschichte schreiben sollte... So entstanden echte Klassiker, wie es sie bis heute nicht mehr gegeben hat. Zum Beispiel „Deep Purple“ In Rock, Led Zeppelin 2 oder Jethro Tull’s “Aqualung”.

Deep Purple gehörten zu jenen Klassikern, die sich 1968 formierten. Wohl aufgrund eines Castings... Das gab es damals schon und war auch seinerzeit ein nicht unübliches Verfahren, Sänger und Bands in die Charts zu katapultieren.

Aus gegebenen Anlass möchte ich mein Augenmerk auf das Debutalbum der aller ersten Deep Purple - Besetzung richten. Genannt auch „Mark I“... Damals noch mit Rod Evans als Sänger und Nick Simper am Bass.

Warum gerade dieses uralte Album ? Tja... Ich hatte es bisher nicht ! Diese Platte fehlte tatsächlich in meiner Sammlung. Warum auch immer... Durch Zufall bin ich nun vor 5 Tagen in den Besitz der remasterten CD-Version gelangt. Wie gut, dass es gute Freunde gibt... Und ich bin sehr angetan davon.

Songs wie „Hush“, „One More Rainy Day“ oder “Help” sind mir natürlich schon immer ein Begriff gewesen. Zum Beispiel durch den ebenfalls schon über 20 Jahre alten CD - Sampler „Single A’s + B’s“. Oder durch einige vorhandene Video- und DVD - Chroniken von Deep Purple.

Eine eindeutige musikalische Richtung gibt es auf „Shades Of Deep Purple“ indes noch nicht. „One More Rainy Day“, „I`m So Glad“ oder „Love help me” sind sehr pop-orientiert geraten. Typischer 60er - Jahre - Hippiesound... Zudem sind auf dem Album vier Fremdkompositionen, die als Coversongs nachgespielt werden. Man merkt es an, dass die Band eher Songs für die damaligen Charts abliefern sollte (wollte ?).

Aber es sind auch bereits progressive Elemente enthalten, die ansatzweise zeigen, welchen Weg Deep Purple künftig gehen werden.

Ganz hervorragend finde ich die Versionen des Beatles-Songs „Help“ sowie „Hey Joe“. von Jimi Hendrix. Einfach umwerfend gut. „Mandrake Root“ geht schon sehr in Richtung des später typischen „Deep Purple – Hardrocks“.

Auch brilliert Jon Lord bereits auf diesem Album durchgehend an der Hammond, der schon einiges an musikalischer Erfahrung in die noch junge Band einbringt. Was mir weniger gefällt sind die „blubbernden“ Soundeffekte, mit denen manche Songs eingeleitet werden. Damals vielleicht ganz witzig, heute klanglich und songtechnisch irrelevant. Aber das tut der Gesamtqualität hier keinerlei Abbruch.

Ich kann mich nach ersten Höreindrücken einigen Rezensionen uneingeschränkt anschießen. „Shades Of Deep Purple“ ist ein beachtenswertes Erstlingswerk und ein sehr gutes Album der „MK I – Besetzung“. Sogar besser als das Nachfolgealbum “The Book Of Taliesyn”. Gehört in jede Plattensammlung. Auch in meine... Allerdings mit etwas Verspätung...
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am 14. Dezember 2007
Kaum zu glauben, aber Deep Purple waren einmal das Produkt eines Castings. Die Produzenten Curtis und Edwards wollten Ende der 60er eine hitparadenträchtige Pop Band zusammenstellen. Ihre Wahl fiel dabei auf Jon Lord und Ritchie Blackmore. Als die beiden sich einig waren, wurde aus deren Umfeld der Rest der Band rekrutiert. Somit wurde "Shades of Deep Purple" 1968 in der Besetzung
Ritchie Blackmore (guitar),
Jon Lord (organ),
Rod Evans (vocals),
Nick Simper (bass) und
Ian Paice (drums)
eingespielt.
Da die Einflüsse von außen auf die Band noch sehr groß waren kam eine bunte Mischung aus 60ies Psychedelic Rock, hitparadetauglichem Pop, progressiven Elementen, aber auch Anklängen an das was später folgen sollte heraus. Man musste sich schließlich erst finden und die Erfahrungen der einzelnen Musiker im Songschreiben waren noch nicht sehr groß. Von den acht Stücken der ersten LP waren vier Fremdkompositionen. Die Produktion und der Sound sind nicht besonders gut, da zum einen die erste LP unter Zeitdruck aufgenommen wurde und zum anderen natürlich die Studioausstattung 1968 noch andere technische Standards aufwies. Besonders Ritchie Blackmore's blecherner Gitarrensound ist hier noch weit weg von dem was wir später liebten. Die meisten Stücke wurden durch Stereospielereien und Effekte von einer Soundeffekt Platte(!) aufgepeppt.
Jetzt gibt es eine remasterte Version mit zusätzlichem Material und hochinteressantem Booklet zur Bandentstehungsgeschichte veröffentlicht.

Nun zu den Titeln der CD:
1. And the address (Blackmore/Lord) 4.38
Der instrumentale Song wird von einem einminütigen auf und abschwellenden Orgelakkord eingeleitet, bevor er in einen flotten Popsong überwechselt. Blackmore, Lord und vor allem Ian Paice zeigen hier schon ihre Klasse.
2. Hush (South) 4.24
Der erste Single Erfolg der Band, vor allem in den USA. Er ist auch heute wieder im live Programm der Band. Wolfsgeheul stimmt den sehr rhythmischen, von einem schönen Basslauf getriebenen Song ein.
3. One more rainy day (Lord/Evans) 3.40
Ein sehr schöner, melodiöser Popsong mit einem markanten, unisono von Orgel und Gitarre gespielten Melodielauf.
4. Medley 7.19
Prelude: happiness (Lord/Evans/Simper/Blackmore)
Ein experimentelles, dynamisches Instrumentalstück mit klassischen Elementen
I'm so glad (Skip James)
Ein weiterer Popsong für die Hitparaden. Aber auch hier wieder ein typisches Deep Purple Merkmal - zwei getrennte Soli jeweils für Gitarre und Orgel. Klasse Drums von Ian Paice.
5. Mandrake root (Blackmore/Evans) 6.09
Die erste Hälfte des Songs wird von einem heavy Riff dominiert, der von Orgel und Bass gespielt wird, bevor dann ein Donner den zweiten Teil einläutet. Treibender Bass und Schlagzeug sind der Hintergrund für hervorragende sehr dynamische Orgel- und Gitarrensoli. "In Rock" lässt bei diesem Stück grüßen. Mandrake root war dann auch noch lange im live Repertoire der Mk II Besetzung.
6. Help (Lennon/McCartney) 6.01
Der Beat Song der Beatles im ganz neuen Sound. Deep Purple machte daraus eine getragene, bluesige Ballade mit sehr gutem, gefühlsbetontem Gesang von Rod Evans.
7. Love help me (Blackmore/Evans) 3.49
Wieder was für die Hitparaden. Ein flotter Pop Song mit einem schönen Wah-Wah Solo von Blackmore.
8. Hey Joe (Roberts) 7.33
Das zweiminütige experimentelle Intro hat zunächst nichts mit dem Hendrix Klassiker zu tun. Hier zeigt Jon Lord wieder seine Vorliebe zur Klassik. Ein Thema von Manuel de Falla ist eingearbeitet. Dann kommt der Übergang in den eigentlichen Song, aber nicht so bluesig gespielt wie von Hendrix. Das Solo greift dann erst wieder das klassische Thema auf, bevor es in den Hendrix Blues gleitet.

Bonus Tracks auf der remastered Edition
1. Shadows (Lord/Evans/Simper/Blackmore) 3.38
Ein Stück, das es damals nicht auf die LP schaffte. Ein einfacher Pop Song, allerdings mit schlechterem Sound wie die LP Titel.
2. Love help me (Blackmore/Evans) 3.29
Die Instrumental Version des LP Titels.
3. Help (Lennon/McCartney) 5.23
Eine live eingespielte Demo Version. Gefällt mir trotz etwas rauherem Sound besser, als die LP Version.
4. Hey Joe (Roberts) 4.05
live BBC , Januar 1969. Ohne das Intro und deutlich näher an Hendrix.
5. Hush (South) 3.53
live fürs US TV 1968 - dumpfer, verrauschter Sound. Darauf hätte man getrost verzichten können. Wäre wohl als Video-CD Zugabe interessanter gewesen.

Fazit: Das waren noch nicht die Hard Rocker wie sie die Welt kennt. Gute Musik von hervorragenden Musikern ist es aber trotzdem. Wer sich die Scheibe zulegen möchte, sollte auf jeden Fall zur remaster Version greifen. Der überarbeitete Sound, die zusätzlichen Stücke und das informative Booklet sind den geringen Preisunterschied auf jeden Fall wert.
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am 12. Januar 2016
Erste LP einer legendären Band; eingespielt in der Besetzung 'Mark I'; Jon Lord, Ritchie Blackmore, Rod Evans, Ian Paice und Nick Simper. Dabei ist zu hören, wie verschiedene stilistische Elemente in teilweise experimenteller Art in entsprechender Weise zum Ausdruck gebracht werden. 'Hey Joe' gilt für mich als ein wirklich gelungenes Beispiel, wobei auch eine weitere Version ohne den klassischen Vorspann zum Tragen kommt.
Bereits bei dieser LP ist das Können der einzelnen Musiker auszumachen. Dieses Können erhielt sich auch nach der Umbesetzung im Jahr 1969; genannt 'Mark II'; mit Ian Gillan und Roger Glover. Die Frage, ob die Beiden wirklich besser waren ist müßig, doch sie waren anders.
Die Gruppe spielte weitere effiziente Platten ein; beispielsweise 'Deep Purple in Rock'. 'Shades Of Deep Purple' zeigt jedoch den Ursprung der Band, wo der Samen für ihre weitere Entwicklung bereits gelegt war. Für Fans unbedingt zu empfehlen!
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TOP 1000 REZENSENTam 13. Dezember 2006
Die "Shades Of DP" ist ihr erstes Album und stammt aus dem Jahr 1968. Es wurde in der Besetzung Ritchie Blackmore (Gitarre), Jon Lord (Orgel und Piano), Ian Paice (Drums), Rod Evans (Gesang) und Nick Simper (Bass) eingespielt. Wie einige Rezensenten zu Recht schreiben, enthält die Platte einen mix aus Cover- und Eigenkompositionen und verschiedenen musikalischen Stilrichtungen. Das finde ich jedoch sehr gelungen und macht den Reiz dieser Platte aus.

Zu den Songs:

And the address: Instrumental und der erste Kampf zwischen Lord und Blackmore (Gitarre gegen Orgel).

Hush: Ihr erster Hit (Nr. 13 in den USA!). Der Song wurde ein Klassiker und wird auch immer mal wieder von der jetzigen Besetzung gespielt.

One more rainy day: Ein Pop-Song, aber sehr gelungen.

Happiness/I`m so glad: Der erste Teil ist ein Instrumental, der 2. Teil eine Coverversion. Ziemlich Pop- und Hippiemäßig.

Mandrake root: Ihr erster Hard Rocker. Besonders Ian Paice kann glänzen.

Help: Ich finde die Version des Beatles-Klassikers sehr, sehr gelungen. Der Song ist hier vollkommen anders. Was Jon Lord an der Orgel im Mittelteil anstellt ist einfach nur...genial!

Love help me: Ein eher durchschnittlicher Song. Ziemlich popig.

Hey Joe: Hier gilt das Gleiche wie bei `Help`. Eine super Version des Jimi Hendrix Song. Alle 5 können voll überzeugen.

Die Bonussongs sind interessant, aber die Qualität ist nicht immer Top.

"Shades Of Deep Purple" ist ein tolles Erstlingswerk! Ich finde es das beste Album der MK I und sogar besser als einige Alben aus der großen Zeit (z.B. "Stormbringer", "Come Taste The Band"). 5 Sterne.
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HALL OF FAMEam 4. Oktober 2003
- anders als "In Rock", mit vielen Fremdkompositionen - und gut.Das Album klingt mit seinen Beatles, Cream- und Hendrix-Adaptionen einerseits typisch nach Sechziger-Jahre. Andererseits lieferte es der Musikwelt ein neues Klangerlebnis: neu war die dominante Orgel, die schon beim ersten Track "And the Adress" schimmernd wie Lava aus den Boxen strömt. So weit waren Ray Manzarek und die Doors nicht gegangen. Die langen Intros von "Hey Joe", "We can work it out" und "I'm so glad" sind aus klassischen Werken Rachmaninov und Grieg entlehnt und zeigen, daß Jon Lord damals den längsten Schatten auf "Shades" warf.
Neu war die - selbst bei Balladen - wuchtige Soundabmischung von Simpers Bass und Ian Paice Schlagzeug. Auf "Love Helps Me" trommelt er so wild, wie wenn er aus einem Raum ausbrechen möchte.
- Reizvoll war der Gegensatz von Rod Evans romantischer Pop-Schlager Stimme via Blackmores experimenteller(selbstgebastelte Fuzz-Boxes in I'm so glad) und aggressiver E-Gitarre via der schweren und klassisch angehauchten Orgel. Ein gelungenes Debüt, daß sich jeder Deep Purple Fan anschaffen sollte, besonders gut:
- And The Address, alleine wegen des psychedelischen Beginns. Auch ohne Gesang bereits das typische Klangerlebnis in tiefem Purpur.
- Hush: war ein Chart-Erfolg in den Vereinigten Staaten.
- I'm So Glad. Tolles Gitarrensolo im Mittelteil
- Help: Paul McCartney gratulierte der Gruppe zu der experimentellen Version. Das Original ist (wie bei Joe Cockers "With a little help") in dem romantisch-orgellastigen Klangsee kaum mehr auszumachen.
- Love Help Me: Ein wenig beachteter schneller Pop-Track, temperamentvoll mit Ian Paice in voller Aktion.
- Hey Joe muß um diese Zeit beliebt gewesen sein. Am besten machte es Hendrix - finde ich. Deep Purples fast wagner-mäßige Bearbeitung ist kaum weniger reizvoll. Klasse ist Lords Einleitung und Blackmores Solo am Ende.
- Das Bonusmaterial hat mit "Shadows" einen bisher unbekannten Beat-Song zu bieten, ansonsten Alternativversionen des frühen Materials. Das Booklet bietet eine Menge Neues aus 1968, z.B. geht es auf die Gründung ausführlich ein.
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am 27. Januar 2015
Ich habe die Remastered Version dieses Debut Albums von Deep Purple aus dem Jahr 1968 gerade angeschafft und gehört und muß sagen, so ganz kann ich mich dem Großteil der Rezensenten hier nicht anschließen. Zu durchwachsen ist dieses Album für meinen Geschmack. Es sind halt Songs in vielen verschiedenen Stilrichtungen zu erkennen, Einflüsse der Beat-Ära (z.B. Beatles, Kinks), des Psychodelic Rock, einfachen Pop Songs und der Wunsch, richtigen Hardrock zu spielen, wechseln sich ab. 4 Eigenkompositionen und 4 Cover sind vertreten. Los gehts mit "And the Address", einem fulminanten und ziemlichen heavy Instumental song: 5/5 Punkte. Danach folgt "Hush", der erfolgreischste Song des Albums, von mir heiß geliebt als Live-Version auf dem Album "In Concert 1970/72", gehört auf jeden Fall auf ein "Best Of Deep Purple", obwohl es ein Cover ist: 5/5 Punkte. Dann gehts für meinen Geschmack leider steil bergab, "One More Rainy Day" ist ein ganz netter Pop Song im Beatles Stil, und jeder weiß, ganz nett ist der kleine Bruder von total ...2/5 Punkte. Mit "Prelude/I'm so glad" zeigt Jon Lord im Intro schon einen Ansatz seines Könnens, das er im Folgealbum "Book Of Taliesyn" noch verfeinert und ausbaut, während der eigentliche Song an das Cream Cover nicht im Ansatz heranreicht. Ich liebe die agressive, rohe Cream Version auf deren Live CD einfach zu sehr, um diese, vor allem was das Gitarrensolo angeht, kürzere Purple Version vorzuziehen: 3/5 Punkte. "Mandrake Root" folgt als nächstes und lässt erahnen, wo die Reise in der 70ern hingeht, ziemlich heavy, mit ausuferndem Orgel + Gitarren-Solo und Ian Paice gibt an den Drums wirklich alles: 4/5 Punkte. Das Beatles Cover "Help" überzeugt mich leider überhaupt nicht, ich finde es langweilig. Halbes Tempo macht aus dem Song noch keine gute Ballade, 2/5 Punkte. "Love Help Me", wohl ebenfalls auf Ursprünge der Beat Ära zurückzuführen, obwohl das Riff etwas heavier daherkommt, hier standen wohl die "Kinks" Pate. Gefällt mir ganz gut: 4/5 Punkte. Als Bonus ist übrigens noch eine rohe Instrumental Version dieses Songs drauf. Lasst mal die Orgel und das Gitarrensolo weg und Ihr hört den wohl ersten reinrassigen Punkrock-Song der Musikgeschichte... und das knapp 10 Jahre, bevor der Punk offiziell erfunden wurde. Als letzter Song kommt "Hey Joe", für mich wieder mal ein ziemlich mißlungenes Cover, da höre ich mir lieber Hendrix Version an: 2/5 Punkte. Von den Bonus Songs ist noch der bisher unveröffentlichte Song "Shadows" erwähnenswert, ein Pop Song ebenfalls von den Beatles beeinflusst. Als weiteren Bonus gibt es eine kürzere Alternativ-Version von "Help" sowie "Hey Joe" aus den BBC Top Gear Sessions mit einem für meinen Geschmack besseren Gitarren Solo als auf der Album Version. "Hush" live aus dem US-TV hätte man weglassen sollen, die Soundqualität ist einfach unterirdisch. Wäre besser auf einer DVD aufgehoben.
Wenn ich jetzt die Durchschnittsspunkte errechne, komme ich auf 3,4, was abgerundet gute 3 Punkte ergibt (3,5 Sterne darf man ja leider icht vergeben).
Für Deep Purple Gelegenheitshörer sicher nicht die erste Wahl, sich ein Purple Album anzuschaffen, für uns Fans aber bei dem günstigen Preis ein "must have".
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TOP 1000 REZENSENTam 26. Januar 2012
Die "Shades Of DP" ist ihr erstes Album und stammt aus dem Jahr 1968. Es wurde in der Besetzung Ritchie Blackmore (Gitarre), Jon Lord (Orgel und Piano), Ian Paice (Drums), Rod Evans (Gesang) und Nick Simper (Bass) eingespielt. Wie einige Rezensenten zu Recht schreiben, enthält die Platte einen mix aus Cover- und Eigenkompositionen und verschiedenen musikalischen Stilrichtungen. Das finde ich jedoch sehr gelungen und macht den Reiz dieser Platte aus.

Zu den Songs:
And the address: Instrumental und der erste Kampf zwischen Lord und Blackmore (Gitarre gegen Orgel).
Hush: Ihr erster Hit (Nr. 13 in den USA!). Der Song wurde ein Klassiker und wird auch immer mal wieder von der jetzigen Besetzung gespielt.
One more rainy day: Ein Pop-Song, aber sehr gelungen.
Happiness/I`m so glad: Der erste Teil ist ein Instrumental, der 2. Teil eine Coverversion. Ziemlich Pop- und Hippiemäßig.
Mandrake root: Ihr erster Hard Rocker. Besonders Ian Paice kann glänzen.
Help: Ich finde die Version des Beatles-Klassikers sehr, sehr gelungen. Der Song ist hier vollkommen anders. Was Jon Lord an der Orgel im Mittelteil anstellt ist einfach nur...genial!
Love help me: Ein eher durchschnittlicher Song. Ziemlich popig.
Hey Joe: Hier gilt das Gleiche wie bei `Help`. Eine super Version des Jimi Hendrix Song. Alle 5 können voll überzeugen.
Insgesamt werden auf "Shades" die Freunde von Jon Lord und seiner Hammond Orgel bedient.

"Shades Of Deep Purple" ist ein tolles Erstlingswerk! Ich finde es das beste Album der MK I und sogar besser als einige Alben aus der großen Zeit (z.B. "Stormbringer", "Come Taste The Band"). 5 Sterne.
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am 15. Februar 2013
heutzutage kennt Deep Purple vermutlich jeder der auch nur im entferntesten etwas mit Rock Musik anfangen kann. Smoke on the Water ist ähnlich wie Stairway to Heaven ein meilenstein der Musikgeschichte.

Die Anfänge sind auf Shades of Deep Purple zu hören. Die Songs klingen alle noch deutlich nach "Hippie Ära", der charakteristische Deep Purple sound klingt noch nicht allen Ecken durch. Dennoch befindet sich auf dem Album mit "Hush" schon ein absolutes Highlight.
Dazu kommt mit Help ein ordentliches Beetles cover und mandrake Root deutete schon an, wo die Deep Purple Reise hingeht, auch wenn der Feinschliff noch fehlte.

Für Fans gibt es einige Bonustracks obendrauf, was die CD zusammen mit dem günstigen preis eigentlich zum Pflichtkauf für jeden macht, der Deep Purple bzw. Rock generell mag und dieses Album noch nicht in der Sammlung hat.

Für "Gelegenheits"-Hörer macht vermutlich eher eine der best of Scheiben wie Deepest Purple Sinn, da Shades of Purple doch eher in die deutlich experimentellere Schublade einzuordnen ist
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am 9. April 2003
Das erste Deep Purple-Album wirft die Schatten bereits voraus: das Intro des Eröffnungssongs "And the Address" ist bereits ein kleiner Vorgeschmack auf den zwei Jahre und drei Alben später veröffentlichten Deep Purple In Rock-Opener "Speed King"!
Auch ansonsten sind die Wurzeln bereits erkennbar, Jon Lords Keyboard und Ian Paices Schlagzeug sehr wohl hörenswert! Bemerkenswert auch die Bassarbeit von Nick Simper, der sich von seinem späteren Nachfolger keineswegs zu verstecken braucht sondern zweifelsohne erst von Glenn Hughes übertroffen wurde. Und Rod Evans war sowieso ein hervorragender Sänger! Allenfalls Ritchie Blackmores Gitarrenarbeit ist zuweilen noch etwas schräg, erstaunlich zu welchen Steigerungen dieser in der nur relativ kurzen Zeit bis zum Erscheinen von Deep Purple In Rock fähig war!
Was die einzelnen Lieder anbelangt so vermögen vor allem die Cover-Versionen von "Help" (hier zu einer rockigen Ballade mutiert), "I'm So Glad" (besser bekannt durch die damaligen Live-Auftritte von Cream, die diesen Song aber auch nicht selbst geschrieben haben!) und "Hey Joe" (dem Hendrix-Klassiker) sowie das ebenfalls nicht selbst komponierte "Hush" zu überzeugen. Die Eigenwerke dagegen sind noch etwas unbeholfen, am ehesten gefällt das allerdings etwas kitschige daher kommende "One More Rainy Day".
Fazit: ein stellenweise schon nahezu vollkommenes Rockalbum, man darf es eben nur nicht aus dem Blickwinkel von In Rock, Machine Head oder Burn betrachten! Kein Wunder also, dass Deep Purple mit ihrer ersten Formation in den USA bereits ganz beachtliche Erfolge feiern konnten, eine Tatsache die heute beinahe in Vergessenheit geraten ist. Schade nur, dass das noch im selben Jahr nachgeschobene zweite Album gegen Shades Of Deep Purple doch deutlich abfällt! Erst das dritte von 1969, dem Jahr des Auseinanderbrechens der MK I-Besetzung, vermag wieder zu überzeugen, auch bezüglich den dort endlich ausgreiften Eigenkompositionen.
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am 10. Juni 2000
Ihre Musik traf speziell den Nerv des deutschen Musikempfindens. Die erste Formation von Deep Purple ist bis heute unterbewertet. Sie starteten in der Psychedelic-Ära mit dem klassisch angehauchten Keybord-Sound der Vanilla Fudge. Ähnlich wie Vanilla Fudge hatten sie etliche Fremdkompositionen im Reportoire. Doch wie originell interpretiert und verfremdet. Sie verliehen "Hey Joe" oder "I'm so glad" von den Cream ganz neue Dimensionen. Auf der einen Seite die bleischwere, klassisch inspirierte Orgel von Jon Lord auf der anderen Seite die rasend schnellen Gitarrenläufe von Ritchie Blackmore, beides Meister ihrer Instrumente. "Hey Joe" ist so dramatisch interpretiert, es gibt Tempowechsel und der damalige Sänger war - so gut Ian Gillan als Ersatz später auch war - großartig. Deep Purple war nie eine reine Hardrock Band. Balladen und Heavy-Stücke wechseln einander ab. Besonders toll ist die Version von Beatles "Help", melancholisch und eindrucksvoll. Das Können von Schlagzeuger Ian Paice kann man besonders auf "Love helps me" bewundern. Meine Anspieltips: "I'm so glad", "Help" und "Hush". Oldies-Fans, Bluesliebhaber , Klassik-Interessenten wie Hard-Rock-Fans kommen auf diesem bisher unterbewerteten Album mit seiner sensitiven Musik auf ihre Kosten. Die Aufnahmetechnik war für damalige Verhältnisse excellent, es gibt psychedelische Geräuscheinlagen wie Regen und Gewitter, die jeden Song einleiten. Aufnahmetechnik ist besser als die auf ihrem Klassiker "In Rock". Thomas Richter, Frankfurt am Main
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