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Kundenrezensionen

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am 13. November 2000
Hier ist er, der Grundstein des momentan zur reinen Modebewegung verkommenen Gothic-Kultur...der Vergleich der Musik von Joy Division mit einer gothischen Kathedrale trifft förmlich ins "Schwarze", denn es war nicht nur die Ursache für eine neue Begriffswerdung, sondern einer der ersten Bands die diese damals neugeborene schwarze Weltperspektive, die Einsamkeit und Isolation in der Grosstadtwüste, die düstere Industrieromantik und dem unaufhaltsamen "Ice Age" der Gesellschaft auf eine puristische, zugleich brutale und zerbrechliche Weise ausdrücken konnten. "Closer" ist wie ein gewaltiges Schwarzes Loch, das einen abgrundtief verstört und erschreckt, aber auch anzieht und förmlich in seiner elektrischen Dichte und Weite aufsaugt. Im Vergleich zu den anderen Alben ist dieses deutlich homogener und vielschichtiger, da sind fast dissonante Keyboards auf "Isolation" zu finden, auch psychedelische Strukturen bei "Heart and Soul", buchstäblich das Herzstück des Albums, aber auch militärisch wirkende Punk-Einflüsse in "Colony". Das stärkste Stück ist jedoch ganz eindeutig das minimalistische "Passover"; hier wird der Joy Division-typische mächtige Bass verknüpft mit einer leise verzerrten Gitarre, die der Inbegriff jeder nächtlichen Klaustrophobie und Verzweiflung in seiner Reinform ist... Dieses Album hat mein Bewusstsein verändert...Die Pforten der Wahrnehmung sanft aufgestossen. R.I.P. Ian Curtis
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am 19. Januar 2009
...umhüllt dieses Album wie ein Leichentuch. Joy Division Sänger und Teilzeit-Gitarrist Ian Curtis weilte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von "Closer" im Frühsommer 1980 schon nicht mehr unter den Lebenden. Leider. Der begnadete Lyriker (mann kann ihn auch ohne Weiteres als Dichter bezeichnen) erhängte sich kurz vor Beginn der US-Tour von Joy Division. Eine schwere Krankheit in Form der Epilesie hatten den hochbegabten Sänger in ein psychisches Wrack verwandelt und ihm mit nur 23 Jahren zum Freitod getrieben. "Closer" ist die musikalischen Hinterlassenschaft Joy Divisions, wohl aber zum größten Teil die der Privatperson Ian Curtis. Natürlich liest sich das Wort "autobiograpisch" für die Beschreibung eines Albums immer mit sehr viel Vorsicht. Doch in diesem Fall fällt mir kein Begriff ein, der es im Nachhinein passender auf den Punkt bringt. Ian Curtis singt von Isolation, Selbsthaß, Entäuschung, Schmerz und eben der ewige Ruhe, gespickt von Zeilen die im Nachhinein Hilferufe einer sich auflösenden Seele waren. Und das in einer schonungslos ehrlichen Art, wie es die wenigsten Menschen wohl auf Anhieb verdauen werden. Labile Menschen sollten dieses Album mit Vorsicht genießen. Ob das Album dunkel ist? Oh ja, es ist tiefschwarz und ist meiner Meinung nach vollkommen referenzfrei. Vor und nach "Closer" kam nicht mehr was in Sachen Düsternis und lyrischer Genialität an dieses Album herankommen kann. Auch wurden Genres (Gothic/Dark Wave) und unzählige Bands von dem Sound Joy Divions und der Person Ian Curtis geprägt (im speziellen wohl The Cure in den Achtziger). Schlussendlich bleibt mir nur noch zu sagen das "Closer" ein absolutes Meisterwerk ist und wohl Pflichtlektüre in jeder halbwegs gut ausgebauten Plattensammlung sein sollte
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am 22. März 2002
Wo der Bezug zum vorletzten Pulp-Album This is hardcore von 1998 sich verbirgt? Düsternis in Potenz! Texte, die noch etwas zu vermitteln haben! Abkehr von Nullaussagen der modernen Pop-Industrie. Pulp haben von Joy Division gelernt, eindeutig.
Was jedoch dieses Album an und für sich angeht, wird es schwierig: Die Kälte der Sounds läuft diametral zur Empathie der Texte von Ian Curtis. Durchzogen von Gefühlen, die auf dem ersten Blick unterkühlt wirken, hat der Hörer doch die einzigartige Möglichkeit, direkt und ohne Umwege in das Herz der Finsternis zu blicken. So nahe wie an IC kommt man nie wieder an einen Pop-Poeten heran.
Ansonsten sind auf dieser Platte nur allerfeinste Negativ-Pop Hymnen versammelt, die ihresgleichen suchen. Isolation, Heart and soul, Decades, wie sie alle heißen. Gemeinsamen sind ihnen alle eine vollkommene Authensität, eine Art musikalische Untermalung des Todes. Wie der Name der Platte schon andeutet. Closer - nur zu was? Ein Meisterwerk!
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am 4. Dezember 2004
Ich bin 18 und bin froh so weit zu sein, die Kraft zu erfassen, die in diesem Album steckt. Ich kenne sonst niemandem in meinem Alter, der von der Band je etwas gehört hat. Aber wenn sie wüssten, wer sich alles dicke Scheiben von dieser Band und diesem Album abgeschnitten hat... Joy Division hatten einen unglaublichen Einfluss (erschufen den New Wave geradezu) und Ian Curtis war ein Genie, das sicherlich noch lange nicht an den Grenzen seines Potentials angelangt war... Closer ist kaum in Worte zu fassen... Es ist ein Meilenstein, zeitlos.
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am 11. September 2011
Nach dem frühen Suizid von Ian Curtis im Alter von 23 Jahren sollten die Werke von Joy Division lange in Erinnerung bleiben. Der Titel 'Love Will Tear Us Apart' wurde zu einem der größten Songs, abseits des Mainstreams, der 80er Jahre. Auch durch eine beachtliche Version die in einer BBC-Session eingespielt wurde. Neben diesem Lied gelten Unknown Pleasures und Closer als zwei der Alben die den Post-Punk am stärksten prägten.
Der Reiz von Closer liegt in Verschiedenem. Zum einen ist es die Art und Wiese wie einfach Riffs in Bass und Gitarre mit elektronischen Elementen kombiniert werden. Der gekonnte Einsatz von Effekten trägt zum generellen Sound ungemein bei. Dieser bewegt sich auf eine bemerkenswerte Weise zwischen organisch und krachend. Immer wieder ertönt Rauschen und undefinierbare Geräusche die auf das Gehör im ersten Moment befremdlich wirken. Doch man wird nie überfrachtet, weil die Musik angenehm unkonventionelle, psychedelische Klänge und vertraute und simple Strukturen verbindet.
Was bei erstem, aufmerksamen Hören sofort auffällt ist die grundlegende Stimmung: Beklemmung und Subtilität zugleich.
Was die Musik dann letztendlich zu einem Unikat macht ist allerdings der Gesang von Ian Curtis. Doch nicht nur seine Stimme, auch die Texte. Das Vorbild Curtis' war Jim Morrison, das merkt man in diesem Bezug, denn für beide Frontmänner war es immer ein Anliegen Poesie und Musik zu verbinden.
Der Eingangssong 'Atrocity Exhibition' beginnt mit einem eingängigen Schlagzeug Rhythmus. Dann hört man eine simple Bassmelodie. Ein verwirrt hetzender Lärmteppich beginnt über den sich die Vocals legen. Immer wieder wird die Zeile 'This is the way / Stepp inside...' wiederholt. Die Aufforderung zum Eintritt, beunruhigend gesungen, aber. Wie bei einem Ritual wird sie wiederholt.
Das Intro zu 'Isolation' ist genauso trivial. Einfache Drums und Bassline. Dazu ein Synthesizer, der immer in die Ferne abdriften zu scheint. Auch hier eine textliche Wiederholung, diesmal ist es nur das Wort 'Isolation'. Perfekt unterstreicht Ian das Feeling des Songs. Seltsam: Auf den Song könnte man wunderbar tanzen, trotzdem verspürt man aufschwellende Beklemmung. Am Ende wird es schlagartig leise, dann wieder für einen Liedschlag laut und dann ist es vorbei. Sogar heute noch bemerkenswerte Effekthascherei.
Die Effekte werden auch bei 'Passover' exzellent eingesetzt. Unter der hypnotischen Stimme und dem monotonen Spiel der Instrumente spürt man die ganze Zeit einen wallenden, tiefen Basslaut. 'This is a crisis I knew had to come / Destroying the balance I'd kept' Textlich: Typisch Curtis.
Das Beginnen von 'Colony' klingt, als wollte es einem zum Flüchten motivieren. Ians Intonation klingt ratend und befehlend. 'I can't see why all these confrontations' Man könnte meinen er bezieht sich auf einen Konflikt mit sich selbst.
'I put my trust in you' heißt es bei 'A Means To An End'. Gesungen wird es aber nicht wie vertrauend. Eher enttäuscht und voller Resignation. Am Schluss gibt auch die Band auf wird langsam und kraftlos. Mal wieder dank eines wunderbar ausdrucksstarken Effekts.
'Heart And Soul': Synthesizer und Vocals wirken weit entfernt und die Worte werden lang gezogen, als falle es schwer sie auszusprechen. Verständlich! 'Soulless and bent on destruction / A struggle between right and wrong.' und 'Heart and soul / One will burn'. Das sind keine besonders positiven Botschaften.
Ich sehe eine Gestallt vor mir die versucht zu gehen aber immer wieder zurückgeworfen wir, am Anfang von 'Twenty Four Hours'. Plötzlich ändert sich das alles. Als ob man in einen Zeitraffer gewechselt hätte. Später dann wieder in zurück Zeitlupe. Und das immer wieder. Hektisch werden Worte in den Raum geworfen oder sie werden dahingesungen, trotzdem schwerwiegend.
'The Eternal' war von Anfang an das Lied auf Closer, das mich am meisten ansprach. Schlangenartige Geräusche, dann der Bass. Der Synthesizer beginnt. Alles ist geballte Emotion. Intensiv singt Ian Curtis den tiefgründigen Text. Dennoch tut er es nüchtern, ebenso verheißungsvoll und düster. Diese Antithetik macht den Song so einmalig. 'Procession moves on, the shouting is over / Praise to the glory of loved ones now gone.' Die Lyrics zeichnen das verschwommene Bild einer Prozession und metaphorisch von Depression. Alles ist in diesem Stück bedenklich. Alles wirkt mehrdeutig und bedrückend. Emotional betrachtet ein meisterhaftes Werk!
Der letzte Track 'Decades' ist wieder Hypnose. Im Hintergrund unterstützt der Synthesizer durch rudimentäre Arrangements dieses Bild. Mit ihm die Stimme. Sie ähnelt diesmal dem Gesang von Mönchen. Sie ist bedeutungsschwanger wie immer. 'Decades' hört mit dem klassischen Leisewerden auf und lässt den Zuhörer geistesabwesend einfach dort sitzen, liegen oder stehen wo er das Album hörte. Er hat das Gefühl es sei ein folgenreicher Abschied.
Auch wenn Ian bereits zwei Monate tot war als die LP erschien, es wird immer sein Vermächtnis sein. Das letzte Werk einer dramatischen Persönlichkeit. Er kreierte mit Hilfe seines kongenialen Ensembles eine ganz eigene Fusion aus Poesie und Musik. Beides ist überhaupt fröhlich, dafür aber ergreifend. Schon die Fotografie von Bernard Pierre Wolff die das Cover ziert manifestiert diese Stimmung. Der Anteil des Schwarzes ist wesentlich größer als der des Weißes. Gebückte Vermummte sammeln sich um einen aufgebarten Körper. Man kann nur hoffen, dass diese neun Songs noch viele Generationen überstehen ohne in Vergessenheit zu geraten.

[MJH]
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am 13. März 2013
Das Album ist ohne Zweifel genial. Allerdings dachte ich es würde sich hier um die gemasterte Version handeln. Auf dem Cover steht aber nichts davon und der Klang von meinem Exemplar ist eher dünn. Schade eigentlich. Bonustracks hätten hier auch nicht schaden können.
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am 29. November 2013
Der Filmbericht über Joy Division hat mich wieder daran erinnert, wie außergewöhnlich die Band um Ian Curtis war. Mit nur zwei Alben haben sie Musikgeschichte geschrieben.
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am 10. Juni 2016
Habe Joy Division laaaange nicht mehr gehört... es schlägt immer noch von Anfang bis Ende voll ein...grandioses Album, großes Kino!!! Einfach nur Hammer.
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am 21. Juni 2013
Der zweite Longplayer von Joy Division kam einige Monate nach dem Freitod von Ian Curtis raus und stellt gleichzeitig das bekannte Vermächtnis der Band dar, die fortan als "New Order" firmieren wird. Ähnlich kraftvoll wie der Vorgänger "Unknown Pleasure" kommt "Closer" ordentlich düster daher - man muss diese Art von Musik schon mögen. Im Zusammenhang mit dem tragischen Schicksal von Ian Curtis erhält das Album den sakralen Anstrich eines Requiems. Und genau das ist es auch. Trauriger als mit "Decades", diesem sensationellen Stück, kann eine Platte kaum enden. Ich schließe mich einem Vor-Rezensenten an: Skippen verboten! Leider auch ein Stern Abzug - nicht wegen der Musik, sondern wegen minimalem Booklet.
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am 26. September 2012
Die 1977 gegründete Post Punk- und New Wave-Legende um den früh verstorbenen Sänger Ian Curtis legte mit dem tiefschwarzen "Unknown Pleasures" bereits einen exzellenten Erstling vor. Die Nähe zum Punkrock der Gruppe aus Manchester war zwar immer noch spürbar, doch es war die unterkühlte Atmosphäre sowie die reduzierte Ästhetik, die dieses Debüt so herausragend machten. Ein Jahr später erschien sein Nachfolger "Closer". Ian Curtis erlebte die Veröffentlichung des Albums allerdings nicht mehr. Er begann zwei Monate vor Erscheinen des Albums Selbstmord. "Closer" bestätigte die Weiterentwicklung Joy Division`s weg vom rauen Post Punk, hin zu minimalistisch, ästhetisch ausformulierten New Wave. Trotzdem merkt man dem zweiten- und letztem Album der Gruppe aus Manchester seine Unfertigkeit an. Der etwas statisch-ungelenkige Beat in "Isolation" will nicht so recht mitreißen genauso wie dem faden "Colony", den einprägsame Hooks fehlen, um den Song im Gedächtnis haften zu lassen. Es ist die zweite Hälfte von "Closer", auf der die Band zur Höchstform läuft und die vielleicht intensivsten Songs ihrer Karriere spielt. "Heart And Soul", "Twenty Four Hours", "The Eternal" und das abschließende "Decades" leben von ihrer zermürbend-depressiven Stimmung und ziehen "Closer" in tiefe Abgründe. Kein wirklich hoffnungsvoller, aber schöner Abschluss einer kurzen, aber denkwürdigen Ära.
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