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am 25. September 2003
Dieses Werk ist keine eigentliche Oper, sondern ein Vertreter der typisch französisch-barocken Gattung der Ballett-Oper. Der Erfinder diese Genres scheint einst André Campra gewesen zu sein, mit dem Werk "L'Europe Galante". Man merkt schon an den Titeln, dass Rameau hier in den Mittelpunkt des Genres zielt; nur dass das vorliegende Werk es um den Reiz des Exotischen erweitert. (Wobei man das inhaltlich nicht so auf die Goldwaage legen darf: Die "beiden Indien", in denen das Werk spielt, sind die Türkei & Persien einerseits, sowie Südamerika andererseits ;-). Das Werk besteht aus vier Akten, die inhaltlich völlig selbständige und abgeschlossene Teile darstellen plus einem Prolog. Die Szenenfolge wird durch das gemeinsame Motiv zusammengehalten, wonach die Liebe eben alles besiegt. (Man verliert also keinen Effekt, wenn man die Akte einzeln anhört, das ist sozusagen ganz praktisch für den Hörer). Am besten ist man dran, wenn man die Gelegenheit hat, eine Aufführung zu sehen, denn Ballett ist nun mal ein wesentlicher Bestandteil der Sache, aber mit Christies Einspielung hat man auf jeden Fall auch rundum befriedigenden Musikgenuss. Über die Perfektion und Finesse von William Christies Einspielungen muss man glaube ich kein Wort mehr verlieren: besser gehts nicht. Das Stück selbst ist außerordentlich reizvoll und ich halte es für die beste von allen Ballettopern Rameaus. Die Tänze in den Ballettopern sind mE immer der potentielle Schwachpunkt: zwar stets lebendig und mitreißend und abseits jeder barocken Steifheit, aber aufs ganze gesehen oft nicht genügend abwechslungsreich fürs reine Zuhören. Bei den Indes Galantes hingegen finde ich, entfalten die Tanzsätze stellenweise auch eine ausgesprochen zarte lyrische Stimmung, insbesondere vom Prolog bin ich diesbezüglich begeistert. Neben seinen noblen und lyrischen Passagen ist das Werk aber auch ungewöhnlich effektvoll: Sensationell die musikalische Schilderung des Vulkanausbruchs im 2.Akt oder der Seesturm im ersten. Und dass Rameau in der "bukolischen" Szene des Prologs wirklich und wahrhaftig Dudelsäcke einsetzt - was sagt man dazu! Kurzum, das Werk bietet Musik von einer Originalität und Lebendigkeit die mancher im Barock nicht zu vermuten gewagt hätte. Große Empfehlung!
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