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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
3
Matthäuspassion
Preis:78,41 €+ 3,00 € Versandkosten

am 29. Juli 2015
Es handelt sich hier um eine, wenn nicht sogar der besten Aufnahme der Matthäus-Passion von Bach. Herreweghe erreicht mit dieser Einspielung von 1984 eine Perfektion, die selten erreicht wurde. Orchester, Chor und Solisten sind in Höchstform!!!
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am 18. November 2013
Mein persönliches Projekt, alle 12 mir eigenen Aufnahmen der Matthäus-Passion für amazon zu rezensieren, steht nun kurz vor dem Abschluss und ich kann sagen: Keine Aufnahme hat mir bei meinem monatelangen Hör- und Vergleichsmarathon mehr Freude bereitet als diese, keine hat mich zusammen mit der Dresdener-Leipziger (Peter Schreier/Philips)-Produktion so tief bewegt und zu Tränen gerührt!

Wieviel Kritik musste ich an den vielen anderen insgesamt immerhin auch guten Aufnahmen noch äußern! Werkauffassung, Dirigat, Tempi, Chor-/Orchesterleistung, Besetzungsentscheidungen, Qualität der einzelnen Gesangssolisten, Klangbild und Aufnahmetechnik: Überall gab es an der einen oder anderen Stelle deutliche Punktabzüge.

Herreweghe und seine Mitstreiter aber machen in ihrer 1985er Aufnahme für meinen Geschmack alles so gut und richtig, dass für mich keine Wünsche offen bleiben.

Die Chapelle Royale zeigt sich auf ihren Originalinstrumenten als erlesenes Ensemble mit keineswegs sprödem, sondern transparentem und warmen Klang. Das ist beseeltes Musizieren, fernab jeder Routine anderer professioneller Orchester. Ich wünschte, ich könnte von ihnen eine reine Orchesterversion der Matthäus-Passion hören, allein das würde sich schon lohnen.

Das Collegium Vocale Gent ergänzt um den „Choeur d’enfants in dulci jubilo“ verzaubert mit einem wunderschön homogenen Gesamtklang, vortrefflich besetzt in allen Stimmlagen. Der Chor verfügt über große Beweglichkeit („Sind Blitze, sind Donner“) und wahrhaft sinnliche Ausdruckstiefe (Anfangs-/Schlusschor, „Oh Haupt voll Blut und Wunden“...) bei hervorragender Textverständlichkeit.

Diese ist auch bei den teils nicht muttersprachlichen Solisten zu meiner großen Freude durchgängig gegeben. Hierzu wurde von Herreweghe eigens ein Linguist als Trainer engagiert.

Howard Crook bietet alles, was ein Evangelist benötigt: Ein schönes, einnehmendes Timbre, dramatisches und lyrisches Ausdrucksvermögen, dezente Zurückhaltung in den distanziert epischen Passagen.

Hans Peter-Blochwitz, bei Solti drei Jahre später auch ein formidabler Evangelist, ist nicht nur ein gesanglich souveräner Tenor, auch er verfügt über ein dem Rollenverständnis entsprechendes hohes Maß an Ausdrucksvermögen und Anteilnahme („Ich will bei meinem Jesu wachen“), ohne ins Melodramatische oder rein Affekthafte abzugleiten.

Ulrik Colds Bass verleiht seinem Jesus echtes Charisma, heldische Stärke, tiefe Verletzlichkeit und verzweifelte Unsicherheit. Hier findet eine totale Identifikation mit der Rolle sängerischen Ausdruck. Man hat ein plastisches Bild dieses Jesus vor Augen. So intensiv habe ich das noch bei keinem Sänger empfunden.

Barbara Schlick ist als Sopran einfach umwerfend. Die Arie „Blute nur du liebes Herz“ habe ich noch nicht schöner gehört. Die Passage „Ach, ein Kind, das du erzogen, das an deiner Brust gesogen“ singt sie mit so tiefem Ausdruck, dass man das sinnliche Empfinden einer stillenden Mutter förmlich nachfühlen kann, sensationell!
Umso absurder erscheint es mir in diesem Licht, diese Partie ungeachtet einer rein aufführungshistorischen Betrachtungsweise heute noch von Knabensopranen singen zu lassen (Leonhardt...).

René Jacobs, Alt, und Peter Kooy, Bass, runden ein ausgezeichnetes Sängerensemble auf höchstem Niveau ab.

Die stets der inhaltlichen Aussage angemessene Ausdrucksstärke der Solisten und des Chores in allen kontemplativen Passagen ist für mich die Meisterleistung Herreweghes. Trotz dieser plastischen Rollen- und Textdeutung gleitet seine Passion nie ins opernhafte ab, sie bleibt stets eine tief bewegende oratorische Passion.

Wunderbar auch das Klangbild: Räumlich und mit ganz leichtem Nachhall schmeichelt es dem Hörer (Daran hätten sich die Tontechniker der mit aufdringlichem, zu direktem Klangbild verstörenden 94er Rilling-CD ein Beispiel nehmen sollen).

Diese Aufnahme gehört für mich zur absoluten Referenzklasse, "so muss Bach"!
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am 10. März 2006
Damals wurde diese Aufnahme als Referenz angesehen. Ausser Harnoncourt gab es noch nicht so viele Aufnahmen in der historischen Aufführungspraxis. Herreweghe hat einen grossartigen Chor, ein sehr gutes Orchester, mit Blochwitz und Koy großartige Solisten, aber zu Frau Schlick kann man geteilter Meinung sein.
Gravierender ist der Einwand, dass Herreweghe das Prinzip der Klangrede dogmatischer betreibt als Harnoncourt dies bei Bach je tat. Dadurch bekommt diese Aufnahme ein wenig Dogmatisches.
Heute, zwanzig Jahre später, ist man auf eine solche Aufnahme nicht angewiesen.
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