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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
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4,5 von 5 Sternen

TOP 500 REZENSENTam 5. August 2016
Zu den leider viel zu wenig bekannten und noch weniger gewürdigten musikalischen Partnerschaften zählt die intensive Zusammenarbeit des Dirigenten George Szell (1897-1970) mit dem hierzulande nie recht populär gewordenen US-amerikanischen Pianisten Leon Fleisher (geb. 1928). Das mag zum Teil daran liegen, daß Fleisher bereits in jungen Jahren wegen einer Gelenkerkrankung seine solistische Tätigkeit weitgehend einschränken und später ganz aufgeben mußte. Erst ab den späten 1980er Jahren konnte er wieder als Klavierspieler auftreten, doch der Karriereknick des Jahres 1960 war nicht mehr wettzumachen.
Als wahren Glücksfall muß man es bezeichnen, daß Fleisher vor dem Ausbruch seiner Krankheit noch eine Reihe von großen Konzerten der Klavierliteratur auf Tonträger verewigen konnte, die meisten davon mit George Szell. Aus dieser Zeit stammt auch die hier glücklicherweise wieder vorgelegte Gesamtaufnahme der Beethoven-Konzerte, die in den Jahren 1959/60, bereits in Stereo, produziert wurde, kurz bevor der Pianist verstummen mußte.
Fleisher war damals gerade 30 geworden, Szell war mehr als doppelt so alt. Und trotzdem hat man selten ein solch vollendetes Konzertieren aus einem Geiste erlebt wie hier. Beide Künstler verschmelzen zu einer pianistischen und orchestralen Einheit, die noch heute unter Kennern und Liebhabern als vorbildlich gilt. Intensität und Gespanntheit, improvisatorische Freiheit und rhythmische Präzision zeichnen Fleishers Spiel aus, und Szell breitet dem Pianisten mit seinem glänzend disponierten Cleveland Orchestra einen wunderbaren Klangteppich aus. Fleishers kompromißloses, gänzlich unaffektiertes, energisches Klavierspiel findet in Szells perfekter, minutiös genauer Begleitung die ideale Ergänzung.
Angesichts dieser beispielhaften Musizierhaltung fällt es schwer, Höhepunkte zu benennen. Trotzdem möchte ich eigens auf die Konzerte Nr. 3 & Nr. 5 hinweisen, weil alle die genannten positiven Eigenschaften da in ganz besonderer Weise zutage treten. Insgesamt kann man sagen, daß hier ein Zyklus entstanden ist, der als Musterbeispiel für alle vergangenen und kommenden Aufnahmen dieser Konzerte gelten kann. Die Kassette sollte in keiner guten Klassik-Sammlung fehlen.
Als erfreulichen "Bonus" gibt es noch das Tripelkonzert C-Dur op. 56, zwar ohne Fleisher und Szell, aber in einer ganz ausgezeichneten, viel zu wenig bekannten Aufnahme mit den Solisten Eugene Istomin (Klavier), Isaac Stern (Violine) und Leonard Rose (Cello). Die Künstler werden begleitet vom Philadelphia Orchestra unter Eugene Ormandy. Es handelt sich um eine Produktion aus dem Jahr 1964, die sich wirklich hinter keiner der zahlreichen Konkurrenzaufnahmen zu verstecken braucht. Die Künstler sind bestens aufeinander abgestimmt und spielen großartig. Hier haben wir den seltenen Fall, daß große Künstler echt als Team auftreten und nicht einer dem anderen den Rang streitig zu machen versucht. Eine höchst willkommene, überraschend wertvolle Zugabe.
Die Klangtechnik entspricht natürlich nicht ganz dem heutigen Standard. Es handelt sich, wie bereits angedeutet, um frühe Stereoaufnahmen, die aber nach digitaler Bearbeitung recht räumlich und ausreichend transparent klingen. Das Bandrauschen konnte nicht ganz unterdrückt werden, ist aber bei der überragenden künstlerischen Qualität leicht zu verschmerzen. Ein schönes Booklet mit interessanten Details rundet die wertvolle Ausgabe ab.
Bei der Gelegenheit möchte ich noch darauf hinweisen, daß es in der Kombination Fleisher/Szell auch die Konzerte von Brahms, Schumann, Grieg sowie das Mozart-Konzert Nr. 25 KV 503 gibt, dazu noch Werke von Franck und Rachmaninow. Sie wurden alle auf CD überspielt und sind ebenfalls sehr empfehlenswert. Die Beethoven-Konzerte sind übrigens auch als Einzelausgaben erschienen.
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am 2. Juni 2002
Leon Fleishers Beethoven ist nichts für Einsteiger. Wer hier den dramatischen "Titan" sucht, kommt nicht auf seine Rechnung. Zusehr ist Fleisher in seine lyrischen Passagen, in die perlenden Läufe, die zarten Schwebungen verliebt. Nicht, daß dies etwas Schlechtes wäre - so kann man Beethoven auch spielen, aber ob es der ganze Beethoven ist, scheint eher fraglich. Die Begleitung unter George Szell macht das Manko wieder wett: mit voller Wucht, sehr straff und energisch geht das Cleveland-Orchester zur Sache. Aus der Spannung zwischen lyrischem Solisten und dramatischer Begleitung erhält die CD-Box schlußendlich ihren speziellen Reiz. Das Beste an der Collection ist aber die leicht zu übersehende Zugabe: das Triple-Konzert mit Stern, Istomin, Rose unter Ormandy: eine Jahrhundert-Aufnahme, die dem oft verkannten Werk den ihm gebührenden Platz verschafft!
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