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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
3
4,0 von 5 Sternen
Beyond Recall
Format: Audio CD|Ändern
Preis:23,86 €+ 3,00 € Versandkosten

am 9. Dezember 2015
Klaus Schulze gehört zu jenen Musikern,die es schaffen,elektronischer Musik einen "wärmenden Mantel umzuhängen" und eine Symbiose zwischen kühler Distanziertheit und anheimelnder Emotion herzustellen,je nach erwünschter Stimmung im jeweiligen Track.
Bei Bedarf werden die Klangfarben synthethisch erzeugter Sounds bis hin zur Eiseskälte ausgereizt ("Mirage"),doch selbst dann wirkt die Musik nie abweisend,vielmehr werden Atmosphäre und Ambiente erzeugt,in welche Richtung auch immer.
Auch auf dem 1991 bei Venture Records erschienenen "Beyond Recall" hebt sich der Altmeister und Pionier der elektronischen Musik wieder überaus wohltuend von vermeintlichen Konkurrenten ab,die elektronisches Klingeling und wabernde Soundflächen uninspiriert aneinanderreihen und in ihrer Musik das "Gewisse Etwas" vermissen lassen.
Insofern unterscheidet sich "Beyond Recall" von der Flut an belanglosen Veröffentlichungen in der elektronischen Musik auch durch eines:
Es ist ein Original.
Gewagte Experimente und wirklich neue Ideen sucht man zwar hier vergeblich,aber der Meister setzt seine bekannten Mittel mal wieder äußerst geschickt ein und hat durchaus Abwechslung im Album zu bieten.
Obwohl die gesamte Musik von Schulze allein an den Tasten erzeugt wird,sind auch Anklänge an "organische" Instrumente zu vernehmen,wie Saxophon oder Gitarre.
Ich halte es zwar für besser,dafür Gastmusiker zu beschäftigen,und das nicht nur wegen der natürlicheren Klänge,sondern auch wegen deren Einflüsse auf Klaus.
Oftmals,natürlich nicht immer,sind gerade jene Alben besonders reizvoll geworden,auf denen Schulze mit anderen Musikern intensiv zusammengearbeitet hat,wie zB die mit Wolfgang Tiepold,Arthur Brown oder Harald Großkopf.
Auf "Brave Old Sequence" glaubt man sich fast zurückversetzt in ganz alte Zeiten,da hier auf einer klassischen Sequencer-Folge herumgeritten wird (und das wirklich ausgedehnt!),daß man meinen könnte,er wolle den ständigen Nachfragen nach "etwas wie früher" nicht nur nachkommen,sondern diese durch Übertreibung zum Schweigen bringen.
Relativ neu sind die eingesetzten Voice-Samples,die hier noch moderat interessant wirken,auf einigen späteren (Live-) Scheiben mich dann mächtig nerven.
Mal wird sehr lockere,leichte Kost geboten,dann wird es wieder etwas fordernder,nur eines ändert sich durchgehend nie:
"Beyond Recall" schafft es nicht,zu den absoluten Highlights des Künstlers aufzuschließen,setzt sich aber souverän von seinen weniger gelungenen Alben ab.
Ich empfinde "Beyond Recall" als eines der besseren routiniert eingespielten Schulze-Alben und würde es im oberen Bereich des Katalogs von KS einordnen;wer dessen Output und vor allen die Größenordnung kennt,weiß,daß das beachtlich ist.
Auch wenn das Album wenig impulsiv,eher sanft und ruhig daherkommt,die ganz großen Gefühle nicht anspricht,gigantische Klangformationen und Bombast ausspart,weiß es durch feine Zwischentöne und dezent erzeuge Stimmungen zu überzeugen.

Eine Neuauflage auf Revisited Records gab es nicht,insofern muß man hier auf die dort üblichen Bonustracks und die ansprechende Aufmachung im DigiPak verzichten.
Klanglich gibt es an der alten CD nichts zu nörgeln,es ist alles im erfreulichen Bereich.
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am 25. August 2014
Ich mag die Stücke sehr. Sehr verschieden, sehr stimmungsvoll, hypnotisierend. Ausgehend vom Grundsatz, dass "Komponieren, das Denken in Möglichkeiten" ist, fasziniert es mich immer wieder, welche neuen Klangwege KS innerhalb seines Stils immer wieder findet. Wer das zu hören vermag, dem wird Klaus' Musik nie langweilig.
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am 28. Dezember 1999
"Mögen die Hörer meines 23ten Solo-Albums die gleiche Freude empfinden, die ich hatte", als ich die Musik komponierte, arrangierte, spielte, aufnahm und produzierte, gab Klaus Schulze als Wegbegleitung aus. Aber irgendwie bleiben die 5 Stücke des Albums blass. Sicher, es ist wieder ein Stück "brave old sequence" drauf, bei dem schon der Titel verheissungsvoll klingt und man wird als Hörer auch nicht enttäuscht, sicher bürgt der Name Schulze wieder einmal für Musik von höchster Qualität; natürlich gibt es kaum einen Musiker, der mit derart viel technischem Aufwand produziert und das komplette Spektrum der verfügbaren Hilfsmittel besitzt und auch anzuwenden versteht; man weiss, dass er immer neue Wege sucht, um seine eigene musikalische Kreativität widerspruchslos ausleben zu können, aber er hat sich mit diesem Album auf einen Weg in die Belanglosigkeit gewagt, die man dem Genre entsprechend mit "New Age" umschreiben könnte. Es fehlen seine genialen Sequenzen, seine orchestralen Untermalungen dieser; es fehlt das Leben, was Schulze sonst immer in seine Stücke trägt und was ihn wohltuend von seinen Zeitgenossen (wie z.B. Tangerine Dream) abhebt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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