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am 28. Oktober 2005
..."Say Hello 2 Heaven", genau das. Diese Platte ist die Eintrittskarte zu dem, was den Sound von Seattle jenseits des Green River/Mudhoney/Thrown Ups/U-Men-Schmuddelrocks in Vollendung präsentiert. Soundgardens Chris Cornell hat vielleicht nie wieder eine so übermenschlich emotionale Leistung abgeliefert wie bei dieser Zusammenkunft von trauernden Freunden. Ich sage bewußt nicht Band oder Projekt, denn es ging hier um den Tod eines Freundes und gleichzeitig den Willen, weiterzuleben. Music heals your soul, oder wie es ein anderer Rezensent mit den Worten Jeff Aments bereits ausdrückte: Life rules.
Zu den Songs dieses Albums könnte man ein eigenes Buch schreiben, aber ich will es bei einem Überblick belassen: Der bereits zitierte Über-Opener "Say Hello 2 Heaven" ist der perfekte Einstieg; eine absolute Meisterleistung in Sachen Songwriting und Gesang, zudem einer der beiden Songs, die den Ursprung von Temple of the Dog bildeten. Der andere folgt gleich danach: "Reach Down", ein über zehn Minuten langer Blues-Hardrock-Jam, textlich ebenfalls direkt Bezug auf Andy Wood nehmend. "Hunger Strike" wurde dann zum Aushängeschild des Albums, wobei die Tatsache, dass der damals noch unbekannte Eddie Vedder die zweite Stimme sang, für den zweiten Höhenflug der Platte in der Zeit nach der Nirvana-Explosion sicherlich eine nicht ganz unbedeutende Rolle spielte. "Pushin' Forward Back" geht dann erstmals frontal ab - hier zeigt Cornell, von welcher Band er eigentlich kommt. Dennoch fragiler und weniger Sabbath-sludgy als das Soundgarden-Material aus der Zeit um 1990. "Call Me a Dog" und "Times of Trouble" (letzteres von Pearl Jam als "Footsteps" in akustischer Form überarbeitet) sind dann zwei der Vorzeige-Blueser, und in ihrer Intensität und Schönheit sicherlich ebenfalls unerreicht. "Wooden Jesus" ist für mich einer der besten Songs aller Zeiten, obwohl das bei dieser Platte sicher eine schwierige Aussage ist, aber er ist schlicht und einfach zeitlos. "Your Savior" geht wieder in die Richtung von "Pushin'...", knackiger, voll abgehender Rock mit Botschaft. "Four Walled World" ist dann noch einmal ultraschwerer Blues, während mit "All Night Thing" ein sanfter Ausklang folgt.
Fazit: Diese Platte kann man nur schwer beschreiben. Aber wenn man in irgendeiner Form auf gute Musik steht, sollte man sie besitzen. Und was das Heulen von gestandenen Männern zu "Temple of the Dog" angeht, so kann ich mich meinem Vorrezensenten nur anschließen.
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am 23. September 2004
Die Entstehungsgeschichte ist bekannt, sie wurde bereits oft genug in Rezensionen erwähnt. Als Tribute Album für den verstorbenen Mother Love Bone-Sänger Andy Wood gedacht enstand Anfang der Neunziger Jahre eines der wichtigsten, schönsten und besten Alben Seattle's. Was macht nun dieses Meisterwerk aus?
Fast alle Songs sind wunderschöne Balladen oder ausdrucksstarke Midtempo-Songs, bei denen nicht der kommerzielle Erfolgsdruck die Kreativität und Echtheit der Songs unterdrückt. Stattdessen konzentriert man sich rein auf die Musik, strebt nach Perfektion, lässt die Musik aber fließen, lässt sie sich selbst entfalten und ausweiten. Die Band ist zwar ziemlich zusammengewürfelt (so kennt man Chris Cornell eigentlich als rabiaten apokalyptischen Antiheldentenor von Soundgarden und Matt Cameron als dessen rhythmisch-genialen Chef-Beserker und Jeff Ament sowie Stone Gossard als entspannt-melodische Hintergrundrocker von Mother Love Bone und später Pearl Jam) aber es passt eigentlich alles - alle harmonieren derart wunderbar, als ob sie schon seit 10 Jahren in dieser Formation spielen würden.
Dazu kommt noch eines der wundervollsten Duetts aller Zeiten - bei Hunger Strike geben sich Chris Cornell und Ed Vedder die Ehre und geben einem ohnehin schon grandiosen Song mit berührendem Text den letzten Schliff. Als Hörer wird man Zeuge einer einzigartigen, nie dagewesenen Mischung aus Kraft und Melancholik.
Ich sage nur: Danke Chris, danke Matt, danke Stone, danke Jeff, danke Mike und danke Ed!
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am 16. Oktober 2002
Mit dieser Platte wurde dem verstorbenen Sänger der Formation "Mother Love Bone" von seinen Freunden, die alle wenig später zu Weltruhm gelangten, ein musikalisches Denkmal gesetzt, wie man es sich bewegender, trauriger und besser eigentlich nicht vorstellen kann.
Aus der Trauer heraus wurde hier ein fantastisches Rockalbum komponiert und das vielleicht erste echte Grungealbum veröffentlicht, was es abgesehen von der hochkarätigen Besetzung für musikgeschichtlich Interessierte besonders reizvoll machen dürfte.
Abgesehen davon ist dieses Album musikalisch jedem einzelnen der wenigen Grungeklassiker mindestens ebenbürtig, in seiner Intensität ist es sogar unnerreicht, auch Pearl Jam, deren Stil am ehesten dem nahe kommt, was auf "Temple of the dog" zu hören ist, gelang nie ein Album, dass dieser Platte in punkto Emotionalität das Wasser reichen könnte.
Das Album ist ein bewegendes Dokument der Trauer, das in keiner gut sortierten Plattensammlung fehlen darf.
Wunderbar !
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am 17. Oktober 2001
als ich 1991 zum ersten mal hungerstrike hörte, war mir noch nicht klar, was das für eine band war und wieso diese band war, aber ich merkte,da steckt mehr hinter. und das tat es. temple of the dog, ist eine der wichtigsten bands der früh 90er grunge bewegung. nicht nur deshalb weil eddi vedder, jeff ament, stone gossard (alle später pearl jam) chris cornell und matt cameron von soundgarden bestand, nein, diese platte ist wohl die emotionsgeladenste platte der grunge musik.
wer schon von nirvana, peral jam, soundgarden, alice in chains und den stone temple pilots begeistert war, wird dieses album lieben und deshalb 8 punkte
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am 16. November 2013
undabhängig davon ob man das nun als Grunge oder sonstwas in die Überkategorie Rock einordnet. Denn dass hier teilweise um die richtige "Schublade" gestritten wird zeigt schon das einzige Problem, denn musikalisch gibt es hier nichts zu diskutieren. Der zusammenschluss von im wesentlichen Soundgarden und Pearl Jam liefert hier geniale, komplexe und abwechslungsreiche aber auch eingängige Songs.

Seien es jetzt die Gesangsparts von Cornell und Vedder, die Gitarren oder die Texte oder oder oder...

Es ist schlichtweg ein wunderbares Album das auch nach dem x-ten Durchlauf nicht langweilig wird und bei jedem Fan der Rockmusik, insbesondere aus der damaligen Seattle Zeit, im Regal stehen sollte.
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am 21. August 2001
Im Alter von 14 bis 17 fängt man gewöhnlich an, sich für Musik zu interessieren -- oft mit einer aus dem Rückblick gerade zu rührenden Ernsthaftigkeit. Ich gehöre zu denjenigen Musikverrückten, bei denen diese Zeit in die Jahre 1989 bis 1992 fällt. Grunge war die Losung und Bands wie Soundgarden, Nirvana, Mother Love Bone, Alice In Chains, Pearl Jam die großen Helden und Vollstrecker eines wütend-melancholischen Lebensgefühls.
Diese Platte geht an das Herz und die Seele, den Geist und den Verstand dieser Jahre. Geboren aus der Trauer um den Drogentod von Andrew Wood, ist sie viel mehr als "nur" ein Tribute Album für einen begnadeten Musiker. "Temple of the dog" ist das Manifest und die Hinterlassenschaft einer Zeit, in dem so viele hungrig wurden auf Musik. Sie ist die schönste musikalische Erinnerung in meiner Plattensammlung und verfügt über Größe, Wärme, Traurigkeit, Hoffnung, kurz: alles was ein großartiges Stück Kunst ausmacht.
Jeder, der sich für Musik im allgemeinen und alternativen Sound im besonderen interessiert -- egal ob Grunge, Punkrock, Nu Metal oder welches Label man auch immer verteilen möchte: dieses Album verdient es gehört und gefühlt zu werden!
Life Rules...
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am 29. Oktober 2011
Ich weiß gar nicht mehr, wie ich damals auf dieses Album gestoßen bin, von Mother Love Bone oder den tragischen Ereignissen um Andrew Wood hatte ich jedenfalls keinen blassen Schimmer. Aber dann dieses Album, das mich sofort packte und auch nicht mehr los gelassen hat. Für mich ein All-time-favourite und ich werde nicht müde, mir die Songs anzuhören. Liegt es eventuell tatsächlich daran, dass hier keine Band Musik macht, die sich über eine lange Gründungsphase hinweg gefunden hat und eine gemeinsame, auf Erfolg angelegte Zukunft anvisiert? Hier scheint Song auf Song eines im Mittelpunkt zu stehen: Musik und natürlich auch Musik als Ausdruck der gemeinsamen - und mit dem verstorbenen Freund geteilte - Liebe zur Musik. Pathetisch? Vielleicht, doch ist das der Eindruck, der für mich bei jedem Song mitzuklingen scheint. Anspieltipps? Natürlich bietet sich das bekannte "Hunger Strike" als Einstieg an, aber da ist auch noch das hervorragende "Your saviour", auch "Wooden Jesus" und das treibende "Pushin' forward back" und, und, und...
Fazit: Hören und auf sich wirken lassen!
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am 30. August 2001
Es ist 10 Jahre her, seit Temple of the Dog erschienen ist und es ist trotzdem heute noch das absolut Beste was eben in diesen letzen 10 Jahren herausgekommen ist. Das einzige was folgte waren STP und Cornell's Solodebüt. Temple of the Dog jedoch ist an Emotion und Tiefe einfach nicht zu übertreffen. Erinnert es zeitweilig an die frühen Whitesnake und deren Durchdringlichkeit, so ist dies doch kein Vergleich, denn es geht hier um Weiterentwicklung. Alle die die wilden rockigen 80iger erlebt haben und die Sehnsucht immernoch in sich tragen, sei Temple of the Dogs wärmstens ans Herz gelegt.
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am 28. September 2015
Dieses wunderbare Stück Musik von Temple of the Dog hat sich mir erst sehr spät offenbart konnte ich doch erst ab 1993 etwas mit dieser Grunge-Bewegung anfangen.
Vorher tendierte ich in Richtung Heavy Metal und die schrägen Töne von Soundgarden,Nirvana,Alice in Chains etc..waren mir eher etwas unangenehm.Irgendwann hat es mich dann voll erwischt und ich lernte den Kompositionen besagter Bands zu folgen ,besonders Soundgarden hat mich mit ihren schrägen und sperrigen Gitarren den manchmal unrythmischen Drumparts und der vielseitigen Stimme von Cornell schwer beeindruckt.1997nach dem Band-Aus von Soundarden stieß ich auf Temple of the Dog und bin bis heute schwer beeindruckt...man muß das wirklich genießen was sich auf dieser mittlerweile fast 25 Jahre alten Scheibe abspielt.
Erklärungen braucht es hier keine,kaufen einlegen und los geht die Reise.Genauso wie Above von Mad Season einer meiner unvergänglichen Klassiker...genial und zeitlos.
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am 28. Januar 2005
Mein erstes Lied dieser Platte habe ich mit 17 gehört. Damals hatte ich keine Ahnung von Rock oder Grunge. Ich habe Madonna und Michael Jackson gehört, damals wie gesagt. Bei einem Bekannten lief die Platte. Normalerweise hatte der immer Songs von Queen laufen. Auch gut.
Aber es nie der Blitz eingeschlagen. Und dann lief dieser Song:
Hungerstrike. Meine Ohren wurden groß wie Suppenschüsseln und ich hatte das Gefühl, mein Gehirn löst sich auf. In der Stimme Eddie Vedders und dem Sound von Chris Cornell habe ich mich verloren.
Diese Platte war mein Erweckungserlebnis für aussergewöhnliche Musik mit Seele und Herz. Und von Frau zu Frau: Männer, die diese Platte im Regal haben, haben Geschmack und Verstand. Mit weniger sollte man sich als Frau nicht zufrieden geben.
Auch wenn man kein Rock- oder Grungefan ist, diese Platte gehört zu den absoluten Must-Haves. Bitte kaufen!
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