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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
52
4,4 von 5 Sternen
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Ein Konzeptalbum - sowas macht eigentlich kaum noch einer! Und dann auch noch in jeder Hinsicht wirklich oppulent inszeniert und produziert ...
Aber 1994 war das wohl noch möglich ... jetzt, wo die Musikindustrie alles rauskegelt, was nicht soundsoviel Umsatz macht, fast schon undenkbar. Und da hat sich der gute Mike eine Geschichte von ARTHUR C. CLARK ( 2001: A Space Odyssey/2001 Odysse im Weltraum; Rendevous With Rama/Rendevous mit 31/439 ) zur Brust genommen: The Songs Of Distant Earth - wow, allein schon der Titel setzt die Phantasie regelrecht in Flammen!!!
1958 als Kurzgeschichte herausgegeben worden, erlebten THE SONGS ... 1986 eine Reinkarnation, will heißen, 1983 griff Clark die Idee noch einmal auf, feilte bis 1985 an der Geschichte rum und machte so ein ganzes Buch draus, das dann 1986 veröffentlicht wurde.
Arthur C. Clark gehört zu den SiFi-Autoren, die Wert auf wissenschaftliche Erkenntnisse legen und das rumgondeln durch den Weltraum mit WARP 9 als Fantasy betrachten. So webt er eine Story, in der die Sonne unserer Welt durch eine Explosion vor ihrer Vernichtung steht und damit auch die Vernichtung der Menschheit bevorsteht. Es werden riesige Raumschiffe gebaut und mit allem ausgerüstet, was die zukünftigen Siedler benötigen. Man ist nicht in der Lage Lichtgeschwindigkeit zu erreichen, am Anfang sogar nur einen Bruchteil davon. Reisen durch den interstellaren Raum bis zum nächstgelegenen bewohnbaren Planeten dauern folglich Jahrhunderte. Tiefgefrorene Foeten, in Kälteschlaf versetzt, werden zu den Sternen geschickt, die am Zielort von Robotern wiederbelebt und aufgezogen werden. Da die Menschheit aber über tausend Jahre Zeit hat, bis ihr alles um die Ohren fliegt, werden auch laufend Forschungsergebnisse erziehlt. Fast gegen Ende gelingt es, den Quantenantrieb zu erfinden, mit dem man beinahe Lichtgeschwindigkeit erreicht. So ist auch die Möglichkeit gegeben, selber in die Kältekammern zu klettern und sich auf die Reise zumachen. Auf halben Weg zum Bestimmungsort trifft man auf eine frühe, bewohnte Siedlerwelt. Der Cultreclash ist nicht von Pappe.
Soweit eine grobe Zusammenfassung der Geschichte - Mike Oldfield war wohl so schwer von Clarks Buch angetan, daß er sich auf das Experiment, musikalische Umsetztung, eingelassen hat. Und hat voll gewonnen!!!
So finden sich auf dieser CD keine für Oldfield typischen Pop/Rocksongs, sondern eine Filmmusik (!) vom Feinsten. Ähnlich wie auf der KILLING FIELDS zeigt der Meister was er kann. Zum akustischen Vergleich kann man VANGELIS, die instrumentalen Stücke von PETE BARDENS, die TRANSFER STAION BLUE von MICHAEL SHRIEVE & KLAUS SCHULZE, oder auch JEAN MICHEL JARRE, um nur mal ein paar Sportsfreunde zu nennen, heranziehen.
Mike nutzt hippe Drum Loops, so daß die Scheibe nicht altbacken rüberkommt, und fährt tüchtig Computerleistung auf. Seine verspielten Melodien, die er gerne mit seiner Guitarre einspielt, fehlen ebenso wenig, wie sein Hang zu außergewöhlichen Effekten und Instrumenten. Ein kurzer Dudelsackauftritt muß genauso sein, wie ein Vollsample der Saami-Gesänge aus der Titelsequenz des Films PATHFINDER.
Es ist schon ein Erlebnis, wenn ein mit Tranquilizern beruhigter Captain supercool die Startsequence runtercountet ( Track 14: Crystal Clear) und dann die Triebwerke einsetzen - WAAAHNSINN!!! Besonders mit einer gescheiten Surroundanlage, möglichst volle Pulle, abgespielt - da hat dann auch der Nachbar was von, aber hallo. Gregorianische Choräle finden genauso Verwendung, wie ein Sample einer Übertragung der Weihnachtsansprache aus dem Buch Genesis, gelesen 1968 vom Astronauten Bill Anders an Bord der Apollo 8. Waalgesänge wechseln sich mit fast schon sinfonischen Parts ab - randvoll mit Ideen, Melodien, atmosphärischen Flächen und technischen Gimmicks undundund wird der Trip zu den Sternen ein echtes Event.
Die CD selber ist sehr gut gemastert und kann daher mit tollem Klang überzeugen.
Das Booklet enthält noch mal ausführliche Linernotes von Arthur C. Clark persönlich (!), unteranderem wo dieser sich sogar lobend über Mike Oldfields musikalische Umsetzung ausläßt. Höhere Weihen gehen ja eigentlich schon gar nicht mehr! Die Aufmachung des Booklets sieht fast aus, als wären Screenshots von einem Video zur Musik verwendet worden. Wenn's so ist, würde ich das Band gerne mal sehen!
Fazit: Mit Mike zu den Sternen - das muß man genossen haben! Aber für die Shadow-On-The-Wall-Five-Miles-Out-To-France-Fans sicher nicht das Richtige ...
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am 21. Mai 2007
Klar, wer das Buch nicht gelesen hat, weiß nicht, was er verpasst hat...:-)

Für diejenigen ist die CD sphärisch, ein nettes Stück Ambient oder Chill-out. Wer jedoch das Buch von Arthur C. Clarke gelesen hat (welches Mike Oldfield immerhin so sehr inspiriert hat, dass dieser mit allen Gewohnheiten brach und einen Roman sozusagen vertont hat), der hört in dieser CD von Anfang an etwas völlig anderes. Zugegeben, dem Roman werden viele nichts Besonderes abkönnen, mich hat er jedoch von Anfang an gefesselt. Heute brauche ich das Buch gar nicht mehr zu lesen, ich lausche einfach der CD, die mit jedem Stück, ja mit jedem Klang träumerisch, fast schon wehmütig die Geschichte erzählt....von der Supernova, von der Reise zu den Sternen, dem eisigen Schlaf, dem Wehmut einer Generation von Heimatlosen und der neuen schönen Welt Thalassa. Ohne den Roman eine traumhafte CD, mit der Geschichte als Hintergrund tongewordene Erzählkunst....:-)
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am 29. März 2005
... bei denen ich mich noch genau erinnere, wo ich sie gekauft habe, wie ich sie zum ersten Mal eingelegt habe und mit aufgedrehten Lautsprechern durchgehört habe. So was nennt man wohl Magie, und das passiert nur sehr selten.
Tipp für Hobby-Astronauten: einfach mal in einer warmen, klaren Sommernacht auf eine Wiese legen, die "Songs Of Distant Earth" auf die Ohren und in die Sterne anschauen. Abheben garantiert ...
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am 24. November 1999
The songs of distant earth - der Titel könnte gar nicht besser gewählt sein. Mike Oldfield kreiert auf dieser CD ein Klangerlebnis sonder gleichen und kreiert eine Stimmung, wie man sie selten findet. Dazu tragen einige tolle Ideen bei, wie die einleitende Aufnahme der Schöpfungsgeschichte, gelesen über Funk von der Besatzung einer Apollo- Mission sowie zahlreiche andere futuristusche Klangeffekte. Auch wenn das Hauptthema aus Mr. Oldfields Gitarre ständig wieder auftaucht, gibt es doch genug Abwechslung, um nicht langweilig zu werden. Eine besondere Überraschung ist der letzte Track, der den Hörer nach den sphärischen Höhenflügen wieder intensiv auf die Erde zurückbringt. Eine sehr liebe- und phantasievoll gemachte CD. Der CD-ROM Track, der auf einigen Ausgaben enthalten ist, ist dagegen eher unspektakulär. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 26. Februar 2003
Als Fan von SF-Literatur und elektronischer Musik ist "Songs of distant earth" meine absolute Lieblings-CD von Mike Oldfield. Mit dieser CD hat er die Brücke zu neuen Ufern aufgestoßen, wobei er den Nerv von SF-Fans bestens trifft. Durch den langsamen Stimmungsaufbau holt Oldfield den Zuhörer langsam in sein eigenes Universum. Irgendwann hat man das Gefühl zu schweben, welches durch den Track "Hibernaculum" den absoluten Höhepunkt erreicht bevor die Reise viel zu schnell an ihrem Ziel angelangt. Mit dieser CD hat Oldfield etwas geschafft was viele Künstler nie schaffen werden, Erweiterung des eigenen Geistes durch die Auseinandersetzung mit einer neuen Musikform. Was dabei entstanden ist läßt nicht nur Oldfield-Fans aufhorchen sondern stößt ein Tor zu anderen Musikbereichen und deren Hören auf.
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am 3. September 2004
Dieses Album ist für mich ohne jeden Zweifel mit Abstand das Beste, welches er jemals produziert hat. Tontechnisch brilliant - so gut, dass es als Referenzprodukt für jede HiFi-Anlage herhält. Bahnbrechend im Konzept und allen anderen Apologeten von ähnlichen Kontextalben (Enigma, Era) haushoch überlegen und um Meilen voraus. Einige der Stücke liefen eine zeitlang nonstop in der SpaceNight des bayrischen Fernsehens. Mit gutem Grund.
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am 18. Juni 2003
...wenn das gute liegt so nah. Anders kann man dieses phänomenale Klangkunstwerk nicht umschreiben.
Kopfhörer auf, CD einlegen, Augen schliessen, und schon befindet man sich fernab allen Stresses in fernen Traumwelten. Solche Art von Musik ist man von Oldfield sicherlich nicht gewohnt, aber meinetwegen könnte er mehr von Musik dieser Art bringen! Eine prima Mischung aus Elektronik, Samples und den feinen Gitarrenriffs Oldfields. Ich höre oft solche Sachen wie Tangerine Dream, Ron Boots, Jean Michel Jarre. Ich würde dieses Album mit zu meinen Lieblings-Electronics zählen, auch wenn es sicherlich keine Electronics-CD darstellen soll. Anspiel-Tipp: Oceania, The Chamber, Hibernaculum. Am besten hört man aber das komplette Album, da die Titel ineinanderfließen.
Ein absolutes Highlight, welches in keiner Oldfield-Sammlung fehlen sollte. Und in einer Electronics-Sammlung erst recht nicht. :-)
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am 5. Dezember 1999
Unter den vielen CDs von Mike Oldfield hat mich diese ganz besonders begeistert. Innerhalb weniger Minuten nimmt sie den Hörer mit in eine imagimäre Science Fiction-Welt, weit abseits von den üblichen Motiven bei Mike Oldfield. Die typische mystische Stimmung ist zwar auch hier vorhanden, aber auf einer anderen Ebene. Stimmen und Sprachfetzen geben dem Ganzen noch eine unheimliche Vertrautheit. Wie Mike Oldfield hier mit Rhytmus und Themen umgeht ist genial. Einige Tracks werden zu echten Ohrwürmern, die man noch tagelang im Ohr hat. Ich höre die CD immer komplett durch und am Ende möchte ich am liebsten von Vorn anfangen. Angenehm ist auch, daß die Musik nicht aufregt sondern eher entspannend wirkt. Diese CD darf in keiner Mike Oldfield-Sammlung fehlen! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 27. Juni 2001
Meine absolute Lieblings-CD. Mit geschlossenen Augen hören und Du wirst in eine Welt der Wärme, Weite, Harmonie und Fülle versetzt. Alle in der Menschheit wohnenden, verborgenen Gefühle und unterbewußtes Wissen über Gott und die Welt rücken bis kurz unter die Oberfläche des Bewußtseins. Eine herrliche CD.
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am 11. Juli 2002
Irgendwie typisch Oldfield, irgendwie aber auch nicht. Sicherlich sind es die klangfrohe Vielfalt, der verspielte Facettenreichtum und die experimentelle Abfolge der CD, welche unverkennbar Mike Oldfields Handschrift zeigen. Die Synthilastigkeit ist dagegen weniger typisch, angesichts des Titels aber auch nicht anders zu erwarten. Nach der Schwächephase in den 80ern ist diese CD wiederum ein Beweis, dass Synthimucke keineswegs schlecht oder plump sein muss.
"Songs of distant earth" vermittelt eine interessante Kombination verschiedener Stimmungen: Aufbruchstimmung, Erstaunen, freudiges Entdecken sind ebenso Element dieser Musik wie die Ehrfurcht vor der Größe der Welt und dem melancholischen Erkennen der eigenen Winzigkeit. Somit beschreiben die Songs of distant earth auf sehr eindrucksvoll das Mysterium der unendlichen Weite...
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