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TOP 1000 REZENSENTam 26. Januar 2011
Im Gegensatz zu den meisten anderen kammermusikalischen Gattungen gibt es im Genre des Klavierquartetts, also des Quartetts für Klavier, Geige, Bratsche und Cello, kein Spätwerk aus der Feder Johannes Brahms'. Zwei frühe Quartette und ein mittleres stellen das Corpus dar. Doch dennoch zählen diese geistreichen Quartette zu den beliebtesten Kompositionen des großen Hamburgers.

Von jeher ist das erste Klavierquartett g moll op. 25 das populärste, und das trotz seiner Überlänge. Das Werk eröffnet mit einem gemächlichen Allegro, das voller technischer Raffinessen steckt. Leidenschaft und Schmerz halten sich die Waage. Der zweite Satz ist natürlich weit mehr als ein schnödes "Intermezzo", als welches Brahms es betitelt. Der ruhende Pol der Komposition ist ohne Frage das kantable Andante, das zu einem der schönsten des deutschen Tonsetzers zählt. Schon immer waren Kritiker vom herrlich espritvollen, wirbelnden Rondo "alla Zingharese" begeistert, zweifelsohne zurecht.
In unmittelbarer Nachbarschaft zum ersten Quartett entstand das zweite in A Dur op. 26, das nicht allein aufgrund seines enormen Umfangs - 50 Minuten Aufführungsdauer! - im Vergleich zum ersten und auch zum dritten Quartett einen schwereren Stand hatte. Doch das Stück als langweilig und langatmig abzutun, wäre nicht zuletzt wegen der künstlerischen Qualität desselben verfehlt. Der gemütliche Kopfsatz weist freilich nicht diese Spannung auf, wie man es sonst von Brahms gewohnt ist, dennoch haben sowohl das tiefsinnige Adagio als auch das prachtvolle Scherzo ihre Momente. Und wenn der Komponist im Finale einen freudigen Kehraus mit dem Hörer zelebriert, sind nahezu alle Kritikpunkte an diesem Werk verworfen.
Genauso wie sein drittes Klaviertrio so wurde auch Brahms' drittes Klavierquartett c moll op. 60 sofort ein Liebling beim Publikum, und das nicht nur, weil der Komponist hier den Rahmen verknappt. Der erste Satz, ein von leidenschaftlichen Ausbrüchen durchzogenes Allegro, hat freilich noch ausschweifende Ausmaße, doch bereits das geistreiche Scherzo ist seiner Mittel nach verkürzter Ausdruck. Nach einem schlichten Adagio folgt das aufbrausende, teils zutiefst schmerzhafte Finale.

Als Zugabe gibt's hier das Fragment eines Klavierquartetts in a moll von Gustav Mahler, der der breiten Masse ja eigentlich nur durch seine monumentalen, epochalen Sinfonien bekannt ist. Doch in seinen jungen Jahren begann er seine Arbeit an diesem seinem einzigen kammermusikalischen Werk, das er aber - leider - nie vollendete. Der Satz ist noch sehr stark spätromantisch, ja, geradezu pathetisch geprägt, auch wenn Mahler seine individuelle Tonsprache hier bereits gefunden hatte.

Die vorliegende Einspielung durch das Ensemble "Domus" entstand Ende der 80er Jahre, erfreut sich aber dennoch hervorragender Aufnahmequalität. Überhaupt ist es verwunderlich, dass diese herausragende, empathische und kongeniale Einspielung nicht bekannter ist. Die Akteure musizieren fließend und stets authentisch, niemals mit aufgesetztem Pathos, stets werktreu und mit ästhetischer Durchdringung. Hinzu kommen treffsichere Akzente, die die Darbietung spannend und prickelnd machen, sowie farbige Schattierungen, die Klangfarben eröffnen, die bislang unerhört blieben. Das devote Zurücktreten hinter die Partitur steht niemals im Kontrast zum inbrünstigen, leidenschaftlichen Vortrag des Ensembles, dessen Interpretation dabei aber stets transparent und differenziert verweilt.

Fazit: Die absolute Referenz der Klavierquartette! Da können auch so tolle, moderne Einspielungen wie die des Fauré Quartetts oder die der Gruppierung Angelich/ Capucon/ Caussé/ Capucon nicht mithalten - mustergültig und zeitlos!
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am 23. August 2016
Für mich DIE perfekte Interpretation dieser genialen Brahmsschen Werke, ein inniges, transparentes Spiel, jede Tiefe auslotend, jedes Hoch auskostend, trotzdem ohne jeden Überschwang oder übertriebene Agogik. Die 4 gehen in diesem Musizieren auf und werden zu einem Einzigen, voller Hingabe an diese wunderbare Musik. Alles kommt von ganz tief drinnen, klingt und gelingt mühelos (auch wenn jeder, der selbst spielt, weiß, wieviel Arbeit dahinter steckt). Ob es die wütend-verzweifelten eröffnenden Akkordschläge des Werther Quartetts oder die innigen 2. Sätze aller 3 Quartette sind, deren empfindsam-verletzliche Menschlichkeit einen zu tiefst berühren.
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am 4. August 2002
Die Klavierquartette von Brahms sind Perlen der Kammermusik. Domus und das Nash-Ensemble gehören zur Weltspitze von den Kammermusikensembles, die permanent zusammenspielen. Oftmals finden sich bei Klavierquartetten ein bekannter Pianist und ein Trio zusammen, etwa Rubinstein mit den Guarneris oder Serkin mit dem Busch-Quartett. Domus hat einen solchen Star nicht und braucht ihn auch nicht. Alle Mitglieder sind Stars auf ihrem Instrument und das Zusammenspiel ist herrlich.Kraftvoll ebenso wie zart-einfach stimmig in allen Details.Wenn man bedenkt, dass die Aufnahmen, von Virgin klanglich hervorragend realisiert vor Jahren an die siebzig Mark kosteten, kann man jetzt nur schreiben: zupacken !!

Leider hat sich domus vor Jahren aufgelöst,aber die wunderbaren,kraftvoll und transparenten Aufnahmen bleiben erhalten!
Nachtrag 7.6.2013
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