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Die wichtigste Botschaft gleich vorneweg: Dieses Werk macht Spaß! Ich kannte Penderecki bislang nur für seine avantgardistischen Werke, beispielsweise die Lukas-Passion. Sehr eindrucksvoll, aber nicht eben schön anzuhören. Mit dem gänzlich tonal komponierten "Credo" hingegen geht der polnische Komponist auf die Zuhörer zu. Die Musik geht dadurch bei aller musikalischen Tiefe wesentlich leichter ins Ohr und vermittelt die zentrale Botschaft der christlichen Liturgie auch einem musikalischen Publikum, dessen Hörgewohnheiten ewas "konservativer" sind. Seicht ist das, was Rilling und sein Ensemble da darbieten, keinesfalls. Sie musizieren - technisch selbstverständlich auf höchstem Niveau - mit größter Intensität. Schade ist nur, dass Sopranistin Juliane Banse relativ wenig zu tun bekommt.
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am 6. Dezember 2006
An der Könnerschaft Pendereckis ist kaum ein begründeter Zweifel möglich.

Von den experimentellen Anfängen (Psalmen Davids, Threnos, De natura sonoris I und II, Violinpartita usw.) über die Phase einer Auseinandersetzung mit der Tradition (deutlich erkennbar in der Lukaspassion, die - bei aller Avanciertheit der Mittel - auf ältere Formen, teilweise sogar auf die Tonalität zurückgreift, daher auch von der strengen Darmstädter und Donaueschinger Gefolgschaft wie ein Verrat betrachtet wurde) bis hin zu seinen gerne als "romantisch" bezeichneten Werken spätestens seit den 80er Jahren zeigt er immer, daß er vermag, was er will.

Fragt sich nur, ob dem, was Penderecki will, auch wirklich in jedem Fall die erhoffte künstlerische Inspiration vorausgeht. Bei vielen dieser Werke gewinnt man nämlich zumindest den Eindruck, der Meister schreibe beständig seine "Variationen über ein Seufzermotiv" fort, das einmal mystisch-sonor in den tiefen Streichern erklingt, dann molto expressivo in den extremen Höhenlagen der Solovioline oder wie eine große Wolke im polyphonen Gebilde eines Chorsatzes...

Der Anfang des vorliegenden Credo verheißt mehr als das. Penderecki verzichtet zunächst einmal auf seine Chromatomanie, setzt mit dunkel abgefärbten Chor- und Orchesterklängen ein, verwebt die Oboe wundervoll ausgehorcht mit den Streichern. Ja, so könnte es einfach weitergehen.

Aber dann treten die Solisten hinzu, bestellen in wachsendem Maße das Feld, und was sie bringen, ist vor allem - Theatralik, Pathos! Die Angelegenheit wird immer opernhafter. Keine Kunst der Beschränkung ist erkennbar, stattdessen wird der Hörer Zeuge eines mäandernden Fortspinnens der typischen Penderecki-Figuren, die nicht selten in breiige Gefilde führen. Für Augenblicke - z.B. in den Abschnitten von der Passion Christi und vor allem im "Et resurrexit" - wird dieses Elend durchbrochen, man horcht auf und ist gleichermaßen von den altvertrauten Worten wie von der musikalischen Umsetzung berührt. Doch was sind diese Momente angesichts des Gesamtwerkes?

Schade drum! Zumal Penderecki mit Rilling wirklich einen erstklassigen Sachwalter für seine Musik hat. Hätte sich der Komponist doch wenigstens auf ein Credo für Chor und Orchester beschränkt...

Persönlich fühle ich mich, nachdem ich späten Penderecki gehört habe, wieder umso mehr zur Lukaspassion hingezogen. Ein starkes, tiefreligiöses und wahrhaft zeitgemäßes Werk. Aber hier geht es ja leider um das Credo...
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