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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
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4,0 von 5 Sternen
Bach: Kantaten, Vol.7 (BWV 61, 63, 132, 172)
Format: Audio CD|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 13. Mai 2009
Masaaki Suzuki, 1954 in Kobe geboren, ist Dirigent des Bach-Collegiums Japan, einer handverlesenen Formation von Musikern, die sich seit 1990 kompetent und dauerhaft um Bach kümmert. Suzuki hat viele Verbindungen zu Europa, studiert bei Ton Koopman,selbst Dozent für Cembalo an einer Musikhochschule in Deutschland.

Als Protestant in Japan hatte er schon dort die emotionalen und spirituellen Grundlagen dieser Musik kennen gelernt.
"Wer bei mir singt, sagt Suzuki mit einem fast unmerklichen Lächeln, der weiß von langen Abenden, was es mit den sichtbaren und unsichtbaren Dingen auf sich hat." wird er von Wolfgang Goertz zitiert.

Wolfram Goertz in der Zeit meint, es bleibe einem die Spucke weg und schwärmt:"Suzukis Art, Bach zu musizieren, leuchtet von innen, sie scheint über das Kraftfeld der Meditation geschritten, aber sie verhaucht sich nicht, sondern imponiert durch Frische und Dynamik, Elan und stimmlichen Kern"

In der Tat ist der Chor fabelhaft transparent, sehr gut verständlich.
Schmithüsen, Mera, Sakurada, Kooij seine Solisten, ebenfalls ohne Akzentverfärbungen.

Wäre diese Aufnahme in den frühen achtziger Jahren erschienen, hätte man sie als Referenz preisen können. Aber heute ist die Konkurrenz doch sehr stark.Sein Lehrmeister Ton Koopman ist einer der Konkurrenten, in jedem Fall Gardiner und Herreweghe oder Kuijken mit seiner petite bande.

Gegenüber diesen Aufnahmen klingt Suzuki in der Tat ziemlich meditativ. Seine Tempi - ein ruhiger Fluss. Wer einen solchen Bach mag, ist mit Suzuki sehr gut bedient, wer mehr Dynamik wünscht, sollte zum Beispiel eher zu Gardiner greifen. Wer kleinere Besetzungen vorzieht, müsste nach Creesh oder Kuijken schauen.

Bei dem derzeitigen Angebot von hervorragenden Aufnahmen von Bach-Kantaten ist sie eine der guten. Referenz ? Nein, dies nicht. Heute nicht mehr.
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