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am 29. November 2010
Mag sein, dass nach heutigem musik-wissenschaftlichen Stand eine andere Interpretation angemessener sein könnte als diese Aufnahme von Helmuth Rilling.
Aber dennoch möchte ich hier eine Lanze brechen für diese Aufnahme - vielleicht für diejenigen, die sie nicht unter wissenschaftlichen Aspekten hören möchte, sondern tatsächlich mit dem Herzen.

Da Geschwindigkeit auch bei bewundernswertester Präzision schlicht gehetzt wirkt, wenn "atemberaubend" auf die Tempi und auf die Spielkunst, dafür aber gar nicht auf die Nachempfindung des beschriebenen Geschehens zutrifft, da umgekehrt manche Aufnahmen so zäh und langatmig sind wie eine angestaubte Predigt - ist dieses Werk für mich mehr als nur ein Kompromiss in der Mitte: Rilling schafft sehr wohl Schwung und Brillanz in den Tempo-Stücken der Chöre - in einer Weise, die die schwierige Balance erreicht zwischen dem Strahlen der Weihnachtsbotschaft und der Würde der alten Texte. Andere Passagen wagen eine Innigkeit, die zutiefst die Frömmigkeit Bachs, des fünften Evangelisten nachempfinden lässt. Die Arie "Ich will Dir zu ehren leben" kann ebenso berühren wie die wunderbare Interpretation der Echo-Arie (um nur zwei "populäre" Beispiele zu nennen).

Bachs Musik kann auf viele Arten "richtig" interpretiert werden.
Das Weihnachtsoratorium ist aber eben nicht nur Musik, es ist Verkündigung. Diese gelingt hier - und zwar aus einem tiefen Verständnis dafür, dass Bach nicht nur Musiker um der Musik willen war, sondern ein brillanter Theologe - dem zu seinem musikalischen Genie auch noch ein großer Sinn für die Intellektualität und die Leidenschaft der lutherischen Sprache und protestantischen Theologie gegeben war. Bevor der Pietismus das Feld der "Innerlichkeit" besetzte und Aufklärung und Orthodoxie Nüchternheit und Langeweile einkehren ließen, ahnt man bei Bach die Kraft des evangelischen Zugangs zum Evangelium.
Aber dies hörbar zu machen ist in einer Zeit, die, bezogen auf das Christentum, sagen wir's vorsichtig, doch eher theologisch ahnungslos ist, eine ungeheure Herausforderung! Denn: wer kann wohl Bach darin wirklich nachvollziehen: nicht nur in seinem Musiker-Sein, sondern eben auch in diesem Christsein, das so gar nicht in die Klischees der heutigen Zeit passen will....

Diese Aufnahmen ist für mich eine der wenigen, bei denen das Ego der Interpreten hinter das Werk ZURÜCK tritt, als sei es Rilling eben nicht in erster Linie darauf angekommen, Tempi und Instrumentenwahl historisch angemessen zu wählen, sondern den Geist der Worte nachzuempfinden.

Doch: Alljährlich wird das Oratorium aufgeführt, bemüht um Perfektion und Leistung. Aber fast nie habe ich den Eindruck, dass neben der Musik auch der Inhalt berühren soll. Hier gelingt es.
Ich denke nicht einmal, dass es in der Absicht lag. Es war wohl ein kairos, dass hier eine Interpretation berühren, mitreißen, durch den Advent geleiten kann.
Diese Aufnahme bietet neben dem konzertanten Aspekt eben auch denen etwas, die beim Hören die gottesdienstliche Dimension der Kantaten nachempfinden möchten.

Anbei: Die Frauenstimmen der Gächinger Kantorei klingen in einer Fülle, Wärme und LEBENSERFAHRUNG, dass dies zumindest eine bemerkenswerte Alternative zu den klaren, beeindruckenden, aber eben auch ungerührten Stimmen kindlicher Knaben sein kann.

Bilanz: Man muss sich darüber im Klaren sein, was man will - Musik, die die Botschaft von Weihnachten in sich trägt, oder Interpretationen im hohen Dienste der Musik, beides wird immer zeit-, geschmack- und menschengebunden sein. Was sonst?
Mit dieser Aufnahme sind diejenigen Hörer sehr gut bedient, die jenseits der Musik noch das suchen, was Bach so einzigartig macht: Die Verbindung von Musik und christlicher Frömmigkeit - im besten, nämliche souveränen und freien Sinn.
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am 28. November 2007
Da ich sowohl die Rilling-Einspielung wie auch die Gardiner-Einspielung besitze, möchte ich diese Rilling Aufnahme wärmstens empfehlen. Sie ist nie langweilig, sie klingt immer schwungvoll und richtig. Gardiner dagegen klingt viel oft hektisch und gejagt, ja fast schon abgehackt. Eine der schwächeren Einspielungen von Gardiner, weil er sich allzu oft der Verlockung hingibt, im Mördertempo durch die Stücke zu jagen. Exemplarisches Beispiel: Einleitungschor "Ehre sei Dir Gott" aus dem 5. Teil.

Das gleiche klingt bei Rilling entspannt aber schwungvoll, der Chor ist (wie immer) ausgezeichnet (die hohen a's der Sopranistinnen sind einfach allererste Sahne) und angenehm groß besetzt. Es ist ein Chor und nicht, wie bei vielen (auch Gardiner) anderen Originalbesetzungen eine kleine Sammlung von Solisten.

Vielleicht findet man Rilling langweilig, wenn man das WO selbst schon tausend mal gesungen hat (obwohl ich es selbst schon oft gesungen habe und das nicht nachvollziehen kann) - aber das ist dann eine Einzelmeinung. Das Ensemble spielt ausgezeichnet, die Solisten wie auch der Chor sind sehr gut und die Aufnahme ist rund. Es ist Rilling pur - keine Originalinstrumente, satter Klang, dennoch kein "Wagnerbach" wie manche Richter-Aufnahmen, einfach nur alles richtig. Das reicht bei Bachscher Musik zu 5 Sternen - denn "den Rest" erledigt die Musik an sich.
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am 22. November 2014
nach fast drei Jarhunderten mal richtige Trompeten ohne die Hilfslöcher, mal das Schultercello. Das BC ist ein Traum. So muß es ein.
Bis auf die Knabenstimmen im Sopran und Alt Kompromisslos.
Es ensteht eine verdammt geniale Durchhörbarkeit. Die Qualität steht ausser Diskussion.

Ob Bach solche eine Klarheit jedoch jemals physisch erhört hat, mag man leider aufgrund der damaligen baulichen Innenausstattung der Kirchen bezweifeln.

Danke Sigiswald Kuijken!
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am 14. November 2002
Ich bin zwar kein Spezialist in Fragen Musik, schon gar keiner im Hinblick auf die Bewertung verschiedener Aufnahmen, doch diese hat mich ganz und gar überzeugt. Dabei kenne ich - nicht zuletzt aufgrund meiner Suche nach einer geeigneten Version - auch andere Aufnahmen, die teilweise erscheckend in der Qualität variieren - was vor allem für die Solisten gilt. Doch hier klingt der Sopran klar, der Bass solide (wie gesagt: so beschreib ich das als Laie), das Orchester voll, und doch transparent. Und für diesen Preis ist das Weihnachtsoratorium ein absolutes Schnäppchen!
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am 3. Dezember 2009
Die Zeit, ein Weihnachtsoratorium zu hören, ist angebrochen.

Für diesen bescheidenen Preis das gesamte Oratorium, das verlockt. Bekannte Solisten, ein professioneller Chor und dann das concerto cölln, das ebenfalls sehr einladend ?

Wie ist das Ergebnis zu bewerten ? Um mit den Solisten anzufangen. In der Tat standen Ralf Otto ausgezeichnete Kräfte zur Verfügung. Ich finde einen Klaus Mertens zum Beispiel überzeugender als einen Fischer-Dieskau.Die Solisten sind sehr gut, und verbreiten doch irgendwie nicht den Adventsglanz, der sich bei anderen Aufnahmen einstellt. Um beim Bass zu bleiben: Mertens sind tadellos, wird aber von Ralf Otto zu einem Tempo gedrängt, dass man eher darum besorgt ist, ob das gut gehen wird, als sich adventlicher Besinnung hingeben zu können.

Damit bin ich schon bei einem kritischen Punkt dieser Aufführung. Kaum einer möchte noch die behäbigen Tempi eines Karl Richter, aber ein Werk wie das Weihnachtsoratorium im ICE-Tempo zu durcheilen, wie es sich einige angewöhnt haben, ist unangemessen. Gardiner war ein Vorreiter dieser Hetze. Er hat sich selbst korrigiert und bei der pilgramage im Jahr 2000 wieder ruhigere Tempi gewählt.

Otto geht das Werk sehr zügig an. Er hat Kräfte, die das technisch bewältigen, aber besinnlich ist das nicht.
Im übrigen wundere ich mich, dass er mit concerto cölln konzertiert."Wir musizieren keine trockene Aufführung aus dem Archiv der historischen Aufführungspraxis - so etwas ist nicht zeitgemäß, ja überflüssig" soll ein Zitat von ihm sein. Wieso dann eine Aufführung mit einem ensemble, dass in dieser Tradition steht ?

Fazit: wer sich vom geringen Preis angezogen fühlt, bekommt ein technisch einwandfreie Aufführung mit sehr guten Ausführenden. Wer etwas für adventliche Besinnung sucht, wird eher zu anderen Aufnahmen greifen.
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am 8. November 2013
Ich muss gestehen, dass mir einige Stücke, die ich von einem Laien-Chor gehört habe, besser gefallen, als die hier vorliegende Umsetzung. Aber das ist ja bekanntlich Geschmacksache. Insgesamt ein klassisches Werk professionell eingespielt.
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am 17. Dezember 2013
die Reinheit des wie immer brillianten Chores, die Interpretation des Werkes und die wunderbar gesungenen Solis - ein Ohrenschmauß :))
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am 26. Dezember 2007
... aber sicherlich nicht das Highlight unter den Einspielungen des Weihnachtsoratoriums. Ausnahme - wie fast immer - Peter Schreier, er ragt eindeutig aus der Besetzung hervor, auch wenn die Solistenriege insgesamt auf hohem Niveau daherkommt.
Die Tempi sind stellenweise doch arg betulich - so wirken insbesondere sämtliche Alt-Arien und auch das Accompagnato Nr. 3 ziemlich einschläfernd. Es muß nicht immer Gardiner-High-Speed sein, aber ein bißchen mehr Fluß hätte auch vielen Chorälen nicht geschadet. Immerhin: Wer tatsächlich noch kein Weihnachtsoratorium im Schrank stehen haben solle, der macht hier sicherlich nichts falsch. Man könnte sich aber sicherlich auch mal bei Gardiner, Koopman oder der neuesten Einspielung von Harnoncourt umhören.
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am 3. Dezember 2014
Mit Helmuth Rilling und der Gächinger Kantorei kann man in Sachen JSB nichts falsch machen. Arleen Auger brilliert wie immer, das ist Harmonie pur. Sehr zu empfehlen!
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am 2. Januar 2014
ich habe diese CD gekauft , weil mir von früher her sowohl der Dirigent , die Gächinger Kantorei und
das Bachorchester bestens bekannt sind . Ich bin mit der CD hoch zufrieden . Es ist eine hervorragende
Wiedergabe .
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