Sale Sale Hier klicken Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle Unlimited AmazonMusicUnlimited BundesligaLive wint17

Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
3

am 8. April 2004
Zur Zeit dieses Querschnitts war Rudolf Schock leider schon über seinen Zenith hinaus, sein Hoffmann hat tüchtige Routine, aber der Figur fehlt es an vielem. Hildegard Hillebrechts Giuditta ist eine kapitale Fehlbesetzung, sie singt schlecht, von einer sinnlichen Kurtisane bleibt da nichts. Wesentlich besser die koloraturensichere Ruth-Margret Pütz als Olympia und die lyrische Antonia von Pilar Lorengar. Der Rest ist solider Durchschnitt
0Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 28. März 2017
Zu Beginn der 1960er Jahre waren die Schallplattenhersteller bestrebt, ihr Repertoire auf die neue, damals revolutionäre Stereotechnik, umzustellen. So wurden auch fleißig neue Opernquerschnitte vorgelegt, die es bereits in guter Besetzung, aber leider nur in veraltetem Monoklang, zu kaufen gab.
Auch dieser Querschnitt durch Offenbachs einzige Oper "Hoffmanns Erzählungen" ist ein Ergebnis dieser Katalogmodernisierung, der nur durch die Besetzung der Titelpartie mit Rudolf Schock der Vorgängeraufnahme glich. Alle übrigen Rollen, einschließlich des Dirigenten, waren nun anders besetzt worden. Warum nur, fragt sich der irritierte Hörer, hat man wieder Rudolf Schock herangezogen, wo doch Fritz Wunderlich zur Verfügung gestanden hätte? Eine Frage, die wohl heute kaum noch schlüssig beantwortet werden kann.
Rudolf Schock hatte in dem 1954er Querschnitt den Hoffmann sehr gut und rollendeckend dargestellt, und seine gesangliche Leistung war ebenfalls durchaus zu goutieren. Hier nun, in der Neuaufnahme, treten alle seine sängerischen Untugenden, das angestaute Singen, das "Stemmen", die schmerzhaften, fast ohrenpeinigenden hohen Töne, nachteilig in Erscheinung. Kurz und gut: Fritz Ganss, der Produzent der Aufnahme, hat hier wieder einmal auf Schock gesetzt, aber leider damit einen Fehlschuß getan, zumal die übrigen Partien fast alle gut bis luxuriös besetzt sind. Besonders hervorzuheben ist die Olympia von Ruth-Margret Pütz, einer Sängerin, die von den Plattenfirmen leider viel zu wenig berücksichtigt wurde. Ihre Olympia ist ein leuchtendes Beispiel dafür. Sie steht in dieser Rolle ihrer berühmten Vorgängerin Rita Streich in keiner Weise nach. Was man von Hildegard Hillebrechts Giulietta leider nicht sagen kann. Sie ist mit dieser Partie eindeutig überfordert und entspricht nicht den Anforderungen, die diese Rolle an eine Sängerin stellt. Das ist besonders schmerzlich in der berühmten Barcarole zu erfahren, die mit Sieglinde Wagner, einer ebenfalls viel zu wenig von der Plattenindustrie herangezogenen Künstlerin, ansonsten geradezu komfortabel besetzt ist. Den Vergleich mit der Kombination Streich/Wagner (in dem alten Mono-Querschnitt von 1954) sollte man besser nicht anstellen. Ein ganz großes Lob ist hingegen Pilar Lorengar zu zollen, die die Romanze der Antonia des 3. Aktes sehr gefühlvoll und gesanglich untadelig bewältigt. Marcel Cordes, dem leider viel zu früh abgetretenen Bariton, hat man die Rollen von Coppelius, Dappertutto und Mirakel anvertraut. Die Spiegel-Arie des Dappertutto im zweiten Akt ist ein Bravourstück des Sängers, und das beweist er auch wieder in dieser Aufnahme eindrucksvoll. Eine Glanzleistung in jeder Hinsicht. Hinweisen möchte ich noch auf den kurzen, aber schönen Auftritt von Betty Allen mit der "Stimme der Mutter" im 3. Akt.
Diesmal dirigiert Berislav Klobucar die Berliner Symphoniker, der diese Stelle nach Beendigung des Vertragsverhältnisses mit Wilhelm Schüchter eingenommen hatte. Er tut es mit großer Überzeugung und feinnervigem Engagement. Der Chor der Deutschen Oper Berlin, unter der bewährten Führung von Hermann Lüddecke, singt mit Präzision und in stimmlich glänzender Form.
Leider gibt es keine nennenswerte Textbeilage; lediglich die Tracks werden aufgeführt. Die Klangqualität der Stereoaufnahme ist erstaunlich gut. Sie wurde im Juni 1961 in Berlin produziert.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 29. Juli 2009
Mir ist dieser Querschnitt zu kurz, ich hätte gerne 2 CD's, denn es fehlen einige "Ohrwürmer"
11 Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden


Haben sich auch diese Artikel angesehen

Hoffmanns Erzählungen
9,79 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken