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  • Tyr
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Kundenrezensionen

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am 3. April 2005
Wahnsinn! Black Sabbath haben mit Tony Martin wirklich ihren dritten Frühling erlebt. "Eternal Idol", "Headless Cross" und schließlich "Tyr"... drei Weltklassealben in Folge. Die doomigen und stonerrockartigen Elemente der Alben mit Ozzy Osbourne sind auf diesen Alben fast gar nicht mehr vorhanden. Hier wird fast ausschließlich lupenreiner Heavy Metal geboten. Und was für einer! Getragen von Tony Martins klaren Vocals (die etwas an Ronnie James Dio errinnern) und Tony Iommis einzigartigen Riffs hat "Tyr" ausschließlich klasse Songs am Start. Egal ob getragene Epic-tracks, gefühlvolle aber nie kitschige Balladen oder Uptemposongs, Sabbath ist auf diesem Album alles gelungen.
An dieser Stelle sollen die drei Uptempo-Granaten
"The Lawmaker", "Valhalla" und "Heaven in Black" (mit seinem Monster-Ohrwurmrefrain) besondere Erwähnung finden.
Genauso stelle ich mir traditionelle Uptempotracks einer Heavy Metal-Band vor. Melodische, aber von der Attitüde her immer heavy vorgetragene Gitarrenleads die sofort ins Ohr gehen, gute Refrains und ein klasse Solo (das absolut in den Song passt) nach dem zweiten Refrain.
So manche neuere Metal-band kann sich hier eine gewaltige Scheibe abschneiden, und sollte sich an Sabbath in punkto Melodieführung ein Beispiel nehmen.
Abschließend sollte erwähnt werden, dass sich Black Sabbath mit den eingangs erwähnten 3 Alben neu erfunden haben, und ihrer Legende ein (bzw. drei) wichtige Kapitel hinzu gefügt haben.
Ich kann nicht anders und muss "Eternal Idol", "Headless Cross" (auf dem sich fast ausschließlich nur 6-7 minütige atmosphärische Epic-Tracks befinden) und dem eben erwähnten "Tyr"-album 5 Sterne geben.
Wer auf traditionellen Heavy Metal mit klarem Gesang steht muss bei diesen 3 Alben zugreifen (oder hat sie eh schon im Regal stehen).
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am 3. August 2006
Black Sabbath sind eine Legende - egal in welcher Besetzung. Immer gibt es Songs die herausragen, auch wenn ein Album einmal nicht so überragend ist (wie etwa "Forbidden").
Es gibt aber genügend Alben, deren Gesamteindruck viel stärker ist, als die einzelnen Songs selbst. So ein Album ist (phasenweise) das 1990 erschienene "Tyr". Wie der Titel andeutet, geht es hier um dunkle Mystik und verklärte Texte voller Schmerz.
Die Songs sind allesamt hart und bedhrohlich, lassen aber die nötige Melodiösität nicht vermissen.
Bereits der Opener "Anno Mundi" ist nach der choralen Anfangspassage ein düsterer Midtempo - Stampfer, der sehr bedrohlich und walzend daher kommt. Ein böser Auftakt, der mit der Nachfolgenummer "The Lawmaker" noch einmal gesteigert wird. Brutal und schnell wie nie prügelt sich Schlagzeug - Gott Cozy Powell durch diesen Track, den einzigen auf dem Satan himself erwähnt wird - die Lieblingsgestalt der Männer in Schwarz. Ein klasse Stück mit ordentlich Double - Bass.
Mit Sicherheit ein untypischer Song, denn eigentlich sind brachiale Dampframmen nicht die Sache der Engländer.
"Jerusalem" wiederum ist eine aufgeblasene Bombast - Hymne, die stampfend und drückend in den sehr eingängigen Refrain mündet.

Das vielleicht Böseste Stück der LP ist das fast 7 Minütige "The Sabbath Stones". Tonnenschwer krachen Powells Höllendrums und Tony Iommi liefert Gitarrenriffs, die einem die Nackenhaare zu Berge stehen lassen. Ein wahres Meisterwerk der düsteren Musik. Gefährlich und vernichtend walzt sich dieser Track in die Annalen der Musigeschichte.
"The Battle of Tyr" leitet die Song - Trilogie über die Nordische Mythologie ein, die dem Album ihren Namen gibt. Dabei ist dieser Titel jedoch lediglich ein von epischen Keyboard - Passagen getragenes Instrumental, das in die athmosphärische Ballade "Odin's Court" mündet. Sänger Tony Martin beweist hier seine stimmliche Klasse, die besonders im direkt folgenden "Valhalla" ihre vielfältigkeit beweist. Nicht nur ruhig kann er's, sondern auch bei einer ruppigen Stakkato - Nummer, die vernichtend ales niedermacht. Man meint förmlich den Reiter aus Valhalla über sich hinwegfegen zu sehen.

Im völligen Kontrast zu diesem Heavy Metal - Titel steht die einzige Single "Feels good to me". Eine im 80er Stil gehaltene Rock - Ballade, die jedoch immer wieder von den typischen zähen und stampfenden Riffs Iommis geprägt wird.
Mit dem letzten Titel lassen es die alten Herren nochmal richtig krachen.
"Heaven in Black" ist ein eindringlicher Kopfnicker mit einem melodiösen Refrain, der ein gutes Album mehr als würdevoll beschließt. Der beste Track der CD!

"Tyr" ist das 14. Black Sabbath Studioalbum in der zigten Neubesetzung. Diesmal mit dem einzig verbliebenen Urmitglied Tony Iommi (Gitarre), dem damals (und heute) vielleicht besten Schlagzeuger Cozy Powell (Ex - Rainbow), dem Bassisten Neil Murray und dem Sänger Tony Martin im dritten seiner fünf Werke mit Sabbath.
Diese Formation hatte bereits den Vorgänger "Headless cross" eingespielt, der meiner Meinung nach noch einen Tick stärker ist, da er mit "Headless cross", "Devil and daughter" oder "Black Moon" echte Übersongs beinhaltet.
Der Nachfolger "Tyr" hingegen lebt vom düsteren Gesamteindruck. Einen nicht unerheblichen Teil zum im vergleich zu älteren Verlöffentlichungen doch recht kommerziellen Sabbath - Sound trägt auch der langjährige Keyboarder Geof Nicholls bei, der Iommis Riffs gebührend unterstützt oder selbst eine dunkle Stimmung erzeugt.

Nach diesem Album, das seinem Vorgänger in Stil und Sound recht ähnlich ist, entschließt sich Gründungsvater Tony Iommi, die gesamte Band zu entlassen, um eine Reunion des "Mob rules" - Lineup mit Ronnie James Dio, Geezer Butler und Vinnie Appice zu erreichen. Der Nachfolger "Dehumanizer" klingt demnach total anders, rauh, hart, unbarmherzig und kalt.

"Tyr" gehört sicherlich zu den besseren Black Sabbath - Veröffentlichungen. Auch wenn der Sound sehr "leise" und wenig "ausladend" ist.
Es besticht durch einen starken Sänger, der technisch absolut top ist und die Songs durch seinen eindringlichen Gesang aufwertet, die wie immer starken Riffs und Soli von Tony Iommi, die düster wabernden Bass - Parts von Neil Murray und die grandiosen Schlagzeugparts von Ausnahmekönner Cozy Powell, der leider 1998 bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist.

Spitzenmusiker liefern große Musik ab. Gerade weil die Platte so anders ist als vieles was unter dem Namen "Black Sabbath" erschienen ist und erneut erfrischende Kontraste setzt, heißt es: Kaufen, kaufen, kaufen!
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am 11. Oktober 2014
Sabbath ohne Ozzy hat immer wieder für Diskussionen gesorgt und musste sich natürlich auch immer die entsprechenden Vergleich gefallen lassen.

Und verglichen mit den alten Sabbath Alben klongt Tyr schon deutlich anders. Sämtliche Songs des Albums erzeugen eine ziemlich breite, bedrohliche Klangkulisse die von ziemlich geradlinigen Metal/Hard Rock Songs durchzogen ist.

Mal mit etwas höherem Tempo (Lawmaker), dann schwere, langsame Parts (The Sabbath Stones).

All das ergibt ein gelungenes Gesamtbild, das frisch und unverbraucht klingt und in der Discographie von Sabbath häufig zu unrecht verschmäht und unterschätzt wird.
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am 25. Oktober 2005
Was die Männer um Tony Iommi Anfang der 90er abgeliefert haben grenzt an ein Wunder. Alle Bandmitglieder waren bereits seit 20 Jahren (+/- x) im Geschäft, normalerweise sprudeln die Ideen da nicht mehr wie bei 25jährigen. Und dann hämmern sie ein Album ein, das den starken Vorgänger „Headless Cross" noch einmal übertrifft.
„Tyr" bietet einen musikalischen Abwechslungsreichtum wie er auf Metal-Alben selten anzutreffen ist. Textlich und thematisch ist das Ganze im Mittelalter und nordischen Sagen verankert (Tyr = Thor, Odins Sohn). Balladen und psychedelisch-experimentelle Instrumentals (wie auf den alten Sabbath-Scheiben) finden sich hier ebenso wie die obligatorischen Headbanger. Keyboarder Geoff Nicholls war stark in die Aufnahmen involviert und verleiht fast jedem Song auch eine melodische Komponente.
Den Auftakt macht „Anno Mundi", ein langer, atmosphärisch dichter Midtempo-Song, der von Iommis ersten, überraschend sanften Akkorden an bezaubert. Sänger Tony Martin liefert - wie auf dem ganzen Album - eine sehr starke Leistung ab, vielleicht die beste in seiner ganzen Karriere. Martin sah das anno 1990 ähnlich und war mit sich sehr zufrieden - mit Recht.
Es folgt „The Law Maker", ein kurzer, derber Doublebass-Kracher vor dem Herrn (Danke, Cozy Powell). Der schnellste Song den Black Sabbath je veröffentlichten. Klasse!
Das melodisch-harte „Jerusalem" klingt fast schon poppig, aber trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen) interessant.
„The Sabbath Stones" wäre typisch für die Black Sabbath der 70er Jahre: Schleppendes Heavy-Riff, melodische Bridge, Tempiwechsel, fulminantes Finale... glänzend gespielt und produziert.
Die „zweite Seite" des Albums beginnt mit einer Song-Trilogie: „The Battle Of Tyr", ein psychedelisches Instrumental mit Keyboard, martialischen Drums und elektronischen Verfremdungen geht über in die akustische Ballade „Odins Court". Martins eindringlicher Gesang und die schwelgerische Gitarre gehen nahtlos über in...
..."Valhalla", einen vierminütigen Nackenbrecher mit stakkatoartigem Riff, der gnadenlos alles nieder reitet. Gute Laune und Adrenalinschübe stellen sich ein.
„Feels Good To Me" markiert eine weitere Ballade. Zwar ist dieser Song eine klare Konzession an den musikalischen Zeitgeist der frühen 90er, doch entwickelt er sich zum respektablen, intensiven Midtempo-Stampfer.
Den Rausschmeißer gibt fast schon traditionell eine sehr harte Nummer, „Heaven In Black". Lange rätselte ich über den Text, bis ich ein Interview las in dem Tony Martin erklärt dass es sich um eine Legende um den Bau der berühmten Basilius-Kathedrale in Moskau handelt. Angeblich ließ Ivan der Schreckliche den Baumeistern die Augen ausstechen, damit sie kein zweites Wunderwerk errichten konnten.
Ich bin der Ansicht dass „Tyr" in jede gute Metal-Sammlung gehört. Das Album bietet eine große musikalische Bandbreite und wirkt durch die originellen Songs und die saubere Produktion geradezu zeitlos. „Härte" und Melodie werden dabei nie vernachlässigt. Ich habe nur eines auszusetzen: Die Tatsache, dass dieses Album außerhalb von Sabbath-Fankreisen kaum bekannt ist. „Tyr" hat mehr Aufmerksamkeit verdient.
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am 18. September 2005
Der dritte Frühling war mit dem Vorgänger *Headless Cross* eingeläutet worden und die Sommersonne stand nun wieder wohlwollend über Black Sabbath. Eine neue Traumbesetzung war gefunden: Tony Iommi (Guitar), Cozy Powell (Drums), Neil Murray (Bass) und bereits zu dritten Mal in Folge Tony Martin am Mikrofon.

Persönlich finde ich das Tony Martin von allen Sabbath-Sänger der Beste ist, auch wenn er nie auch nur annähernd aus dem Schatten von Ozzy Osbourne heraustreten konnte, aber das hat Dio in letzter Konsequenz auch nie geschafft. Die CD selbst ist besser produziert als der Vorgänger und die Stücke überzeugen auf ganzer Linie.

Man wagt es sogar zwischen harten Titeln wie *Anno Mundi*, *The Sabbath Stones*, *The Law-Maker*, *Valhalla* und *Heaven In Black* gleich drei ruhiger Stücke und zwei Intros zu plazieren. Nur blieb es leider nicht bei dieser traumhaften Besetzung, weil Meister Iommi lieber wieder Dio im Boot haben wollte.

FAZIT: einfach nur Klasse...
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am 5. Dezember 2011
Dieses Album aus dem Jahr 1990 ist leider als CD derzeit nicht mehr auf dem Markt.
Ich hatte die CD früher einmal, habe sie dann irgendwann ( weiß der Geier warum ) abgestoßen.
Soeben (5.12. 2011) habe ich sie second hand erneut erworben.

TYR ist eines der lockersten, melodischsten, ausgefeiltesten und dennoch "heaviesten " Black Sabbath Alben überhaupt.
Das Werk um Ausnahmesänger Tony Martin, Gitarren - Hexenmeister Tony Iommi, Meisterbassist Neil Murray und der 1998 leider viel zu verstorbenen Drummerlegende Cozy Powell ist ein zeitlos gutes Rockalbum.
Die Songs gewähren einen Spannungsbogen von Anfang bis Ende des Albums.

Fazit:

Ich freue mich auf die erneute Reunion mit Ozzy, möchte euch aber dieses Album sehr ans Herz legen.
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am 14. November 2001
Mit "Tyr" gelang BLACK SABBATH wie schon mit dem Vorgänger "Headless Cross" der Anschluß an die goldene und innovative Phase mit Ronnie James Dio.
Der neue Sänger Tony Martin war ein absoluter Glücksgriff, und die Songs strotzten nur so vor überragenden Melodielinien und den typischen Riffattacken von Tony Iommi. Und auch Drum-Gott Cozy Powell und Bassist Neil Murray lieferten ihren Teil zu diesem überragenden Silberling bei.
Anspieltipps: "The Sabbath Stones", "Valhalla" sowie "Feels Good To Me". Ein Muss für den qualitätsbewußten Metal-Fan!
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am 15. April 2006
Wäre das Vorgänger-Album "Headless Cross"nicht,wäre "TYR" wohl das beste Black Sabbath-Album überhaupt.Thematisch und von seiner Stimmung kunstvoll um das Thema "Nordische Mythologie"gestrickt,glänzt dieses Album durch "Düster-Rock" der Extra-Klasse.Tony Martin passt sanglich perfekt in diese Scheibe,selbst wenn ich nicht sein größter Fan bin...und Anthony Iommi bringt durch seine melodisch-finsteren Riffs dieses Meisterwerk zum Glänzen...Licht aus,Kerzen an,ne Flasche Rotwein(oder was euch sonst so einfällt)...und ab nach VALHALLA
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am 21. Mai 2014
...für die Black Sabbath nicht nur mit OO "gültig" sind. Ich finde eh, dass die Zeit mit Tony M. die Beste war... Dieses Album is der Kracher, da haben schon so viele alles geschrieben, da fang ich nicht nochmal an. Hört Euch aber auch mal die Alben an, die nicht gleich sofort zünden. "Forbidden" wurde hier angesprochen als nicht so pralles Album. Jeder Song gefällt mir da auch nicht, aber das Album is schon schick ;-)
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am 7. Februar 2011
(Review aus dem Jahre 2007)

Zu oft wird Black Sabbath's Phase zwischen 1987 und 1995 übersehen, exakt jene, in der ein gewisser Tony Martin des Singsangs für die britischen Urväter des Heavy Metals bemächtigt wurde. Der Korrektheit wegen: dazwischen, also 1992, gab's ja das kurze Comeback von Mister R. J. Dio in Form von "Dehumanizer", bevor Martin das letzte mal für "Forbidden" sein AOR gestyltes Timbre in der Ära Black Sabbath oszilieren ließ. Woran es lag? Nun, dem Kultstatus eines Ozzy Osbourne würde ohnehin keine Kreatur ankommen, mit Ausnahme des besagten Mr. Dio, der in diesen Tagen seinen dritten Frühling bei Black Sabbath bzw. Heaven and Hell erlebt, obschon diese Ausnahme dem betörend magischen Charisma des kleinwüchsigen Mannes zugrunde liegt.

Wie dem auch sei: die von T. M. gesanglich veredelten Werke "Eternal Idol", "Headless Cross" und das hier gepriesene "Tyr" gehören sicher mit zum Besten, was Riffgott Iommi und Co. auf Konserve jemals gebannt haben. Und will man es kaum glauben: obwohl "Tyr" ein neueres Black Sabbath Werk verkörpert, liegt das Erscheinungsdatum schon wieder ganze siebzehn Jährchen zurück '

Der spirituell greifbare Touch, das bombastische Ambiente, diese grandios arrangierten Tracks sowie jene, kraftvoll und nicht weniger mystisch anmutende Stimme Tony Martins sind ihrer Fusion Garant für das Kulminieren in knapp vierzig Minuten zu wahrhaften Gänsehautmomenten, die einen regelrecht zur Sucht treiben können. Ob nun der opulente, von atemberaubender Kulisse umsäumte Opener "Anno Mundi", der flotte "The Law Maker", das von Hammerrefrains verzierte "Jerusalem", ein geheimnisvolles "The Sabbath Stones", das balladesk und zugleich spannungsgeladene Intermezzo "Odin's Court" (welches nahtlos die Tore in die Ruhmeshalle "Valhalla" öffnet) oder das am Schluss herrlich rockige Up-Tempo Geschoß "Heaven In Black" die Lautsprechermembrane passiert ' hier ist einfach jeder einzelne Ton ein Gourmethappen für sich, der keinerlei Abnutzungserscheinungen hervorzurufen scheint, zumindest lässt sich dies anno 2007 nicht mal ansatzweise erkennen. In sich vollständig stimmig, mit Langzeitwirkung und einer magischen Aura versehen. Dabei sollte man die powervolle und nicht weniger exzellente Drumarbeit von Cozy Powell (R.I.P.) nicht vergessen.

Doch zurück zum "verlorenen Sohn" Tony Martin: Schade wie gesagt, dass er aus dem übermächtigen Schatten der genannten Rockidole nie heraus treten konnte ' allerdings ließen sich etliche Bands klugerweise nicht lange bitten, das Goldkehlchen mit dem gewissen Etwas im Timbre für sich in Anspruch zu nehmen, als da wären M3, Giuntini, The Empire u. v. a..
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