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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
14
4,3 von 5 Sternen
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am 18. August 2010
Modest Mussorgsky (1839 - 1881) ist einer der wichtigsten Komponisten Russlands und gehörte dem sogenannten "Mächtigen Häuflein" an, das darum bemüht war, als Erben des ersten richtigen russischen Komponisten Mikhail Glinka eine eigene russische Nationalmusik heraus zu bilden.
Viele Werke komponierte er nicht. Heute ist er in erster Linie für seinen Klavierzyklus "Bilder einer Ausstellung" berühmt, obwohl er einige Opern und andere Klavierkompositionen schrieb. Überhaupt sind die "Bilder" eines seiner wenigen rein instrumentalen Werke.

Zum Andenken an den Maler und Architekten Viktor Hartmann ließ er musikalisch eine seiner Ausstellungen Revue passieren. Zwischen einzelne Bilder - insgesamt sind es zehn - baute er sogenannte "Promenaden" ein, die als loser Variationszyklus zu verstehen sind. Als Mussorgsky gefragt wurde, wofür diese Promenaden stünden, soll er geantwortet haben, dass er die Promenade sei.
Wie dem auch sei fungieren die Promenaden teils als Verbindungsglieder zwischen den einzelnen Bildimpressionen. Auch "Cum mortuis in lingua mortua" ist letztlich nur eine Variation der ursprünglichen Promenade.

Das erste Bild ist der gefürchtete Gnom, ein hässliches und scheußliches Wesen, das jedem Pianisten das Äußerste abverlangt und als eines der schwierigsten Klavierstücke überhaupt gilt. Mit fingerbrechender Akrobatik werden die blinden Auswüchse, die verkrüppelten Beine und das trunkene Torkeln dieses Märchenwesens dargestellt.
Beim alten Schloss schließlich scheint der Komponist verharren zu wollen. Die tiefsinnigen Melodien berühren sogleich, auch wenn ihnen etwas Schattenhaftes, etwas Spukhaftes innezuwohnen scheint.
Ausgelassen geht es weiter zu den Tuilerien, den Lustgärten der Stadt Paris. Das lustige Treben adliger Familien erheitert das Gemüt.

Das Bildnis vom schwerfälligen, gelangweilten Esel Bydlo setzt der Russe perfekt in Musik um, ohne dabei einen gerechtfertigterweise frotzelnden Unterton vermissen zu lassen.
Der berühmteste Teil der Bilder" dürfte das Ballett der Küken in ihren Eierschalen sein, dieser lustige Ringelreigen voller Kraft und Grandezza.
Als nächstes folgt das Bild zweier Juden, des reichen, behäbigen Samuel Goldenberg und des armen, piepsigen Schmuyle.
Zur Gemütsergötzung gereicht dann das folgende Bildnis vom Marktplatz in Limoges, wo Mussorgsky das bunte Durcheinander der Markthändler trefflich darstellt.

Leise und sachte, beinahe geheimnisvoll begibt sich der Hörer anschließend in ein römisches Grabmal, die Katakomben.
Im krassen Gegensatz dazu steht die Hütte der russischen Hexe Baba Yaga, die auf Hühnerbeinen steht. An dieser gehässigen alten Furie lässt der russische Tonsetzer kein gutes Haar.
Das strahlende, majestätische Finale beschreitet das umfangreichste Bild, "Das große Tor von Kiev".

Alfred Brendel bietet diesen anspruchsvollen und eindrucksvollen Zyklus bravourös dar. Sein Spiel ist zupackend, fein gliedernd und scharf akzentuierend. Die unendliche Facette an Klangfarben, die er aus der altbewährten Komposition herausholt, ist ausdrucksintensiv und empathisch. Man werfe nur einen Blick auf seine Interpretation des "alten Schlosses"! Auch die Aufnahmequalität überzeugt.

Die bekanntere Orchesterversion der "Bilder" allerdings stammt paradoxerweise gar nicht aus der Feder Mussorgskys: Ein Meister der Orchestrierung aus Frankreich hat sich hier austoben können, der große Impressionist Maurice Ravel. Zwar handelt es sich dabei nicht um die einzige Orchesterfassung, aber um die beliebteste.
Ravel orchestrierte selbst etliche eigene Werke mit großen Effekten. Was er aber aus der Klavierfassung von Mussorgskys Meisterwerk macht, verdient allen Respekt und zählt zum Besten, was die klassische Musik zu bieten hat.

Man höre sich nur die feine Nuancierung zwischen Blech- und Holzbläsern an, den dezenten Einsatz von Schlagwerk oder die differenzierte Verwendung von tiefen und hohen Streichern! Bombastisch!
So wird das Bild "Samuel Goldenberg und Schmuyle" zu einem wahren Leckerbissen und beispielsweise "Das große Tor von Kiev" zum unangefochtenen Highlight des Zyklus'. Die Promenade zwischen "Samuel Goldenberg und Schmuyle" und "Der Marktplatz von Limoges" entfällt allerdings in der Orchesterversion.

Diese wird eingespielt von perfekt spielenden Wiener Philharmonikern unter André Previn. Auch hier sind die Klangfarben berauschend herausgearbeitet. Previn setzt auf große melodische Bögen und sehr pittoreske Akzentuierungen. Vor allem das letzte Bild lässt dem Hörer die Haare zu Berge stehen. Die Aufnahmequalität kann sich auch hier hören lassen.

Fazit: Zwei herausragende Aufnahmen, die Karajan und Berman Konkurrenz machen.
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am 12. März 2009
Alfred Brendel spielt die "Bilder einer Ausstellung" meisterhaft und zeigt damit einmal mehr seine einzigartige Klasse. Die Klangqualität kann sich sehen(hören) lassen.
Zu dem Werk muss man, so glaube ich, nicht mehr viel sagen, es stellt einen historischen Höhepunkt deskriptiver Musik dar, der so gut ist, dass er von Maurice Ravel für Orchester transkribiert wurde. Diese Version liegt auf dieser CD ebenfalls vor und sorgt für eine interessante Gegenüberstellung der beiden Versionen. Jetzt müsste man nur noch die Version von Emerson, Lake & Palmer haben - denn die hat es auch in sich...
Die Klavierfassung ist letztlich aber am klarsten und besten, meiner Ansicht nach sind die "Bilder" ein absoluter Meilenstein klassischer Musik, der in keiner vernünftigen Musiksammlung fehlen sollte.
Für diese CD gilt absolute Kaufempfehlung!
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am 31. Mai 2016
Ich habe mir die CD wegen der Klavierfassung gekauft. Brendel spielt in der von ihm gewohnten Qualität und die Aufnahme ist sehr klar. Die Orchesterfassung scheint mir vom Klang her etwas dumpf. Außerdem finde ich die Interpretation von Previn relativ langweilig. Ich erkenne wenig Dynamik und wenig Spannung. Der Charakter des Werks geht meiner Meinung nach verloren.
Ich würde die CD dennoch wieder kaufen. Die Interpretation von Brendel ist für sich genommen schon den Preis wert. Wenn es mir darum gegangen wäre eine gute Orchesterfassung zu erwerben, hätte ich mich wohl eher geärgert. Da gibt es weitaus bessere Aufnahmen.
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am 11. Oktober 2016
Diese CD enthält die originale Version für Klavier von Modest Moussorgsky und die bearbeitete Version für Orchester von Maurice Ravel: zwei Meisterwerke, die oft im selben Atemzug genannt werden! Welche Version schöner oder besser klingt, mag jeder für sich selbst entscheiden, sofern das überhaupt geht, denn eindrucksvoll und ergreifend klingen beide! Alfred Brendel spielt Moussorgskys Werk auf dem Klavier, die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von André Previn spielen Ravels Werk.
Im beiliegenden Heftchen ist ein englischer Text über die beiden Komponisten und ihr Herangehen an die Thematik "Bilder einer Ausstellung" abgedruckt.
Ich empfehle diese CD allen Moussorgsky- und Ravel-Fans sowie allen Freunden klassischer Klavier- und Orchestermusik!
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am 8. April 2013
Zu Mussorgsky's "Bilder einer Ausstellung" gibt es gegenüber der ursprünglichen Klavierfassung ja zwei Orchesterbearbeitungen. Vielleicht weil Nikolai Rimski-Korsakov ja ein Landsmann Mussorgsky's ist, sehen sich viele Orchester und ihre Dirigenten veranlasst, seine Fassung dann auch gern und häufig aufzuführen; als orchestrale Bearbeitung im Kern trifft Maurice Ravell's Fassung das Werk viel eher mit einer Filigranität, auch mit einer französischen Galanz und dem dazugehörigen Charme sowie einer Leichtigkeit, die der eigentlich wirklich zarten Klavier-Komposition letztlich doch viel näher kommt.
Diese Aufnahme beinhaltet gottlob die Ravell'sche Fassung. Das ist gut so. Wenn ich auch nicht stets und ständig die Wiener Philharmoniker favorisieren würde - diese Einspielung ist unter dem Dirigat von André Previn äußerst gelungen. Dazu fügt sich die Interpretation von Alfred Brendel auf angenehme Weise ein. Beide Darstellungen kommen ohne Pomp und Aufgeblasenheit aus - eher scheint es so, dass es ein Aufeinander-Hören gegeben haben muss, so dass gerade die Feinheiten des Werkes vollends zur Geltung kommen. Eine gelungene, runde Sache.
Wer nun unbedingt Klavier- und Orchesterfassung voneinander getrennt hören mag, der programmiere eben seienn CD-Player, aber die direkte Gegenüberstellung der einzelnen Teile nebeneinander hilft sogar noch zu einem viel tieferen Verstehen des Werkes ganz von innen heraus.
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am 15. Dezember 2012
Die Klavierversion ist wunderbar eingespielt. Das Orchester ist für meinen Geschmack etwas zu aufdringlich, aber das liegt wohl mehr an Ravels Vorgaben. Dies ergibt einen interessanten Kontrast, wenn man die Werke vom Klavier Solo mit dem raumfüllenden Orchester vergleicht.
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am 30. Dezember 2013
Modest Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung" ist meines Erachtens eines der schönsten Werke, die es in der Klassik überhaupt gibt. Neben der bekannten Orchesterfassung von Maurice Ravel – hier mit den Wiener Philharmonikern unter André Previn – hat mich vor allem die Originalfassung für Klavier (mit Alfred Brendel) interessiert. Die Gesamtspielzeit dieser CD beträgt ca. 68 Minuten, wobei die ursprünglichen Aufnahmen aus den Jahren 1986/87 stammen. Sowohl die orchestrale Fassung (in einer Live-Aufnahme) als auch die Klavierfassung haben mir sehr gut gefallen, wobei ich mir diese Disc primär wegen Alfred Brendel gekauft habe. Abgerundet wird das Ganze noch durch ein beiliegendes 8seitiges Booklet (Texte nur in Englisch).
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am 23. April 2013
Es ist eine sehr feine Einspielung von dem grossen Werk Mussorgskys, worin der Komponist versucht die Musik sichtbar zu machen, und es gelingt ihm.
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am 2. August 2014
Sehr schöne klassische Musik von Klavier und Orchester. Der Gang durch die Ausstellung ist sehr gut greifbar. Das Verweilen vor den Kunstwerken und das Weiterschreiten wird erlebbar.
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am 14. September 2013
Bilder einer Ausstellung gehört zu meinen absoluten Favoriten - dis Musik ist einfach genial. Nun habe ich auch endlich die ursprüngliche Klavierfassung!
Allerdings finde ich die Dynamik dieser Aufnahme unzufriedenstellend - und das trotz einer "Decca" Aufnahme. Da hatte ich mir mehr von versprochen. Speziell die Orchester-Aufnahme ist mir da zu "weichgespült" - als wenn die Musik "zusammengestaucht" wäre. Da gefällt mir meine 30 Jahre alte LP besser.
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