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am 7. Juni 2015
Der erste Meilenstein.Als ich die Scheibe 84' kaufte waren meine Erwartungen groß,war' Kill em all' doch schon sehr gut.Aber als die Nadel von meinen Plattenspieler auf das erste Lied 'Fight fire with fire' traf dachte ich nur noch, oh s*** das wird ein Monsteralbum.'Ride the lightning' und' For whom the bell tolls' folgten und ich schaute nur ungläubig auf meinen Plattenspieler.Oh man dachte ich ,wie soll die Scheibe dieses hohe Level nur halten.Dann kam'Fade to black' ,eine(Halb) Ballade dachte ich zunächst, oh ha das passt nicht zu Metallica.Aber das Lied war so unwiderstehlich das es mir egal war ob eine Ballade nun zu Metallica passt oder nicht.Ganz großes Kino dachte ich.Ich hatte fast Angst mir die Seite 2 der Lp anzuhören.'Trapped under ice' hieß die Wundertüte auf der zweiten Seite.Und es ging immer so weiter, 'Escape' wieder so ein Knaller.Dann das große 'Creeping Death',das kannte ich schon von der Maxi Single die ich hatte.Hammer Song.Dann die "Erlösung" mit 'The call of ktulu'ein instrumental Song,aber was für einer.Klassiker,dachte ich nur.Von den Album wird man auch noch in 30 Jahren sprechen das war mir sofort klar.Ich machte das einzig sinnvolle und drehte die Lp wieder um und hörte mir sie sofort noch einmal an.Draussen regnete es und es gab ein Gewitter.Das passte zu der Stimmung auf der Platte.Ein unvergesslicher Tag.
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am 1. September 2012
Liebliche Akkustik-Töne erklingen zu Beginn und lassen den Hörer träumen. Doch nach 40 Sec. ist es vorbei mit der Träumerei. Ein gnadenloses Riffgewitter bricht über uns herein, und Metallica donnern uns mit "Fight Fire With Fire" zu Boden. Schnell, laut und hart ist dieser Song, der von der Gefahr eines Atomkrieges berichtet. Dieser Song bildet eines der schnellsten Lieder, die Metallica jemals geschrieben haben. Ein Opener, wie man keinen besseren für ein Album finden hätte können.
Stampfend legt schließlich der Titeltrack nach. Hauptsächlich im Midtempo gespielt, wird hier von der Angst eines Mannes erzählt, zu Unrecht auf dem elektrischen Stuhl gelandet zu sein. Zum Mittelteil hin steigt das Tempo jedoch merklich an, und Hammetts Gitarrensolo flitzt schließlich flott davon. Wunderbar.
Dann erklingen Glockentöne, die mittlerweile jeder Metal-Head kennt. "For Whom The Bell Tolls", eine der größten Metal-Hymnen, die je gespielt wurden und einer der unzähligen Mega-Hits der Band. Was Manowar krampfhaft auf jedem Album versuchen, nämlich Hymnen zu entwerfen, die die Fäuste der Metaller in die Luft recken lassen, schütteln Metallica hier grad mal lässig aus dem Ärmel. Epischer geht es einfach nicht. Hetfield & Co. zeigen allen hier, wem die Stunde schlägt.
Dann folgt die erste Ballade aus der Feder der Band. Ungewöhnlich bis zu diesem Zeitpunkt ist Hetfields Stimme, der diesen Song mit Klargesang einsingt und ihm dabei eine dramatische Note verleiht. Ein Song, der von den Selbstmordgedanken eines depressiven Menschen handelt und Gänsehaut erzeugt.
Doch dann ist es wieder vorbei, schon peitscht "Trapped Under Ice" vorwärts. Dieser Song klingt noch sehr stark an den Sound des Debüts angelehnt. Besonders die Gitarrensoli zwischen den Strophen klingen wie bei den Hits von "Kill 'Em All".
In rockigem Tempo geht es weiter mit "Escape". Der Kontrast von Hetfields Stimme ist hier stark zu erkennen, schreit er doch die Strophen geradezu ins Mikro, während er dem Refrain einen sehr melodiösen Klargesang verpasst.
Dann folgt der nächste Überhit: "Creeping Death" knallt aus den Boxen, und im Gegensatz zum Songtitel ist die Musik alles andere als schleichend. Man muss einfach die Luftgitarre auspacken, wenn Hetfield knarzend von den bieblischen Plagen, die über das Land Ägypten hereinbrechen, erzählt. Höhepunkt stellt hier eben die Bridge dar, in der die zehnte Plage den Tod ankündigt.
Den Abschluss des Albums bildet das leicht verstörende Instrumental "The Call Of Ktulu". Eine Anlehnung an den Mythos um das Wesen Cthulhu aus der Feder von H.P. Lovecraft.

Was soll man nun zu diesem Album sagen? Es ist ein Meisterwerk, ganz klar. Hier erkennt man die Handschrift von Cliff Burton, der mit seiner klassischen musikalischen Ausbildung der Band ganz neue Facetten aufzeigte. Die Musik auf diesem Album ist noch immer hart, schnell und laut, doch um einiges melodiöser als noch der Vorgänger. Hammetts Soli, bereits vom Vorgänger bekannt, wurden hier nochmals ausgebaut und der Lockenkopf mit den wirren Flitzefingern tobt sich so richtig aus, dass es eine wahre Freude ist. In jedem Song bereitet bereits sein Gitarrenspiel Gänsehaut.
Aus heutiger Sicht ist der Albumtitel sehr treffend gewählt. Die Musik klingt durchweg wie der Ritt auf einem Blitz. Und Hetfields Stimme, damals noch hell und mit einem rauhen Krächzen im Kehlkopf, passt hervorragend zu den Songs. Wollte er doch damals einen anderen Sänger suchen, so kann man aus heutiger Sicht nur den Göttern danken, dass dies nicht gelungen ist. "Ride The Lightning" wäre nicht der Meilenstein geworden, der er heute ist.
Das textliche Konzept beschäftigt sich mit Verzweiflung ("Fade To Black"), Alpträumen ("Ride The Lightning") Todesängsten ("Trapped Under Ice") oder globalen Bedrohungen ("Fight Fire With Fire"). Teilweise sind den Songs auch ganz leichte Hintergrundgeräusche beigemischt, wie etwa die Explosion einer Atombombe am Ende von "Fight Fire With Fire" oder einer Alarmsirene bei "Escape". Diese geben den Songs noch ein gewisses Flair.
Abschließend kann man einfach nur sagen: Ich persönlich empfinde dieses Album als ein großartiges Werk. Metallicas frühe Werke gehören zum Grundschulwissen eines Metallers. Und wenn man sich der Musik öffnet, kann man mit den vier Jungs gemeinsam auf dem Blitz dahinreiten und eine Reise in die frühen Achziger unternehmen. Grandios.
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am 19. Oktober 2013
Das war eine Platte (ja, die Dinger groß und schwarz mit erfurchterbietenden Ausmaßen) die unter Fans der harten Mucke nach "Kill'em all" abermals einschlug wie eine Bombe. Metallica damals: Noch immer neu, schnell, hart ,interessantere Texte - alles was ein paar von uns Teenagern, die nicht dem Synthie-Pop der 80er verfallen sind, noch mal eine Spur elitärer gegenüber den Anhängern von etablierten Hard Rock a la Bon Jovi, Whitesnake, AC/DC und Co fühlen ließ. Diese Platte war eine der Unterschiede, ob man ein "Schön-Wetter-so-manchmal-ganz-gern-Hard-Rock" -Fan wurde und blieb oder ob man sich mit der stählernen Musik verheiratet hat. Mich hats durch "Ride.." endgültig erwischt. Pure Metal-Magie und viele Erinnerungen verbinde ich persönlich mit "Ride..." - großartig! Und dann kam "Master of Puppets"...
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am 18. April 2016
Über die Musik selbst gibt es unter Metallica Fans wohl kaum Diskussionsbedarf. Das Album war und ist großartig und wird es auch immer bleiben. Das Problem beim 2016er Remaster ist der fürchterliche Remix. Diese Release ist so dermaßen laut und übersteuert, dass einem die Ohren bluten. Nicht falsch verstehen - ich liebe laute Musik & Heavy Metal. Aber ich hasse diese unnötig und künstlich übersteuerten Mixes, weil sie den Sound nicht nur lauter machen sondern auch verzerren. Leider ein weiteres trauriges Beispiel von "loudness war" (Details siehe Wikipedia, Stichwort "loudness war"). Selbst die (zumindest in früheren Auflagen) leiseren Stellen des Albums, wie z. B. das subtile Intro von FADE TO BLACK, hauen einem bei diesem Remaster schon die Ohren ein. Klingt einfach nur fürchterlich! Wer eine gute Version des Albums haben will, der kauft sich entweder Vinyl oder eine der CD Erst- bzw. Frühauflagen. Die klingen um Lichtjahre besser als dieses Remaster. Wie gesagt, ich finde RIDE THE LIGHTNING ist eines der besten Metallica Alben, aber diese Neuauflage ist soundtechnisch einfach Schrott. Wer's nicht glaubt, vergleicht am besten die alte CD aus der Sammlung mit der Neuauflage bei gleich eingestellter Lautstärke. Jeder der nicht halb taub ist wird erkennen können, dass die 2016er Remaster im Vergleich übermäßig laut abgemischt ist.

Fazit: Für Gelegenheitshörer ist diese Release mitunter ok. Für Sammler und Audiophile aber absolut verzichtbar! Die Band hat offenbar aus der DEATH MAGNETIC Kontroverse nichts gelernt...
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am 17. September 2004
Der Nachfolger von Kill'em all ist das wohl düsternste Album von Metallica, aber eines der besten. Es beinhaltet ein paar der größten Metallica Hits überhaupt und ist auch melodisch ein Schritt in die richtige Richtung. Kirk Hammets Gittarenspiel ist nahe der Perfektion, James Hetfields Riff kurz vorm Zenit und Lars Ulrichs Drums und Cliff Burtons Bass spielen schon längst auf dem Höchstlevel.
Fight Fire With Fire: Die Anfangsmelodie ist die Ruhe vor dem Sturm, der dann wie ein Fegefeuer aus den Boxen dröhnt. Nicht genialer, aber gelungener Auftakt. (4/5)
Ride The Lighning: Titelsong mit Abstrichen. Der Wiedererkennungsbeginn schlechthin, der leider etwas abbaut zum Ende hin. (4/5)
For Whom the Bell Tolls: Metallica das erste mal in Perfektion. Eine kleine Hommage an AC/DCs "Hells Bells" und dazu eine grandiose. Ein Song der zum mitsingen anregt. (5/5)
Fade To Black: Die erste Ballade im Metallica Universum. Für einige Fans damals Verrat, doch warum nur? Der Song ist einfach wunderschön zu Beginn und entfaltet sich, wie bei fast allen 'tallica Balladen, zum Ende hin zu einem schnellen melodischen Meisterwerk. (5/5)
Trapped Under Ice: Schnell, schneller, "Trapped under ice". Das schnellste Stück des Albums, das vor allen durch die Soli glänzt. (5/5)
Escape: Die Achillesferse des Albums. Wirkt irgendwie nicht fertig, baut die ganze Zeit irgendwas auf, was nie kommt. Schwachpunkt! (2/5)
Creeping Death: Live der Hammer und auf CD bombastisch. Eines der größten Metallica Werke überhaupt. Prima Solo und Mitsing Stellen garantiert. (5/5)
The Call Of The Ktulu: Gänsehaut! Einfach nur Gänsehaut! Ich habe noch nie ein Instrumental gehört das so beklemmend und faszinerend zugleich ist. Noch mal 9 fesselnde Minuten zum Abschluss. (5/5)
Ride The Lightning: (35/40)
Metallicas letzter Schritt vor dem Urknall "Master Of Puppets" war eine erhebliche Weiterentwicklung zu Kill'em all. Und man ahnte da noch nicht das diese Jungs noch mehr Potenzial haben.
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am 4. Juli 2011
Auf "Ride the Lightning", ihrem 2. Longplayer haben sich die Metallicats deutlich weiterentwickelt.
Zwar konnte man den räudige Charme des Vorgängers hinüberretten aber insgesamt geht es deutlich reifer zur Sache. Erstmals trauten sie sich ruhigere Töne anzuschlagen und entbrannten somit schon damals Debatten ob sie nun eine Thrashband sind oder nicht.
Nun, wer solche Geschütze wie das mörderische "Fight Fire with Fire" oder "Trapped Under Ice" in Petto hat, sollte ein Wort in der Szene mitreden können.
Nur sind die Jungs viel mehr als nur Thrash.
Mit dem verschachtelten Titelstück schafft man die Steilvoflage für "Master of Puppets", "For Whom the Bell Tolls" ist ein überlebensgroßer Monsterstampfer mit Ohwurmgarantie und das wahrhaft epische "Creeping Death" ist das mit Abstand göttlichste, was diese Band jemals verbrochen hat!
In klanglicher Hinsicht ist dies die beste Metalproduktion aller Zeiten.
Die Gitarren braten wie Hulle und werden vom knochentrockenen 70er Drums angetrieben.
Pflichtprogramm!
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am 12. August 2006
Nach dem denkwürdigem Debüt " Kill'em all" , ware ich 1984 gespannt ,wie der Nachfolger werden würde. Nun Metallica haben ein unerwartetes Album veröffentlicht und trotzdem , oder vielleicht gerade deshalb , alle Erwartungen übertroffen !

Während alle Speedbands , die damals wie Pilze aus dem Boden schossen , auschliesslich auf Geschwindigkeit und "Knüppel aus dem Sack" setzten , gingen Metallica neue Wege.

Zu den Songs:

"Fight fire with fire": Reinrassiger Trash in der Stärke von "Kill....!"

"Ride the lightning" : Sehr vielseitig , komplexe Melodien , bei 2:30 min zeigt sich die ganze Genialität diese Songs! Was für ein Riff !

"For whom the bells tolls" : Die Glocke ! Bei Livekonzerten der 80' er Jahre ein Höhepunkt! Der Anfang des Songs ist ultraheavy und genial. Geniale Lyrics !

"Fade to black" : Die erste Ballade von Metallica und das deutlichste Zeichen der Weiterentwicklung seit " Kill..." . Was für ein unsterbliches Riff bei 2:01 min !! Was für eine Explosion des Songs bei 3:56 min !! Absolut schwarze Lyrics " life seems to fade away, drifting further ewery day, getting lost within myself , nothin matters , no one else, i have lost the will to live, simply nothin' more to give , there's nothin' more for me , need the end to set me free"

"Trapped under ice" : Flottes Stück mit tollen Melodien und treibenden Gitarren

"Escape": Tolles Riffing , geht gut ab

"Creeping death": Eines der besten Stücke , die Metallica je geschrieben haben ! Musikalisch ungeheuer komplex , trashig und melodiös. Live über Jahre die erste Zugabe , vom (damaligen) Publikum fehlerfrei mitgesungen .

" The Call of Ktulu" : Neben " Fade.." ein weiteres Zeichen , dass Metallica nicht eindimensional waren. Ein Instrumental , bei dem die Jungs zeigen , was sie musikalisch drauf haben. Absolut genial ! Herrlich lang und komplex.

" Ride.." stellte einen Meilenstein in Metallicas Entwicklung zur vorrübergehend grossartigsten Band diese Planeten dar. Keine andere Band der damaligen Zeit vermochte Härte,Melodie und Abwechslungsreichtum in dieser Vollendung zu bieten.

Ich persönlich sah eine gewissen Bruch zu "Kill.." , konnte mich aber für die neuen Einflüsse sofort begeistern. Entwicklungen sind wichtig für eine Band , solange sie im gleichen Maße begeistern wie das bisherige. Leider war nach "Ride.." nur noch ein weiteres Album , " Master of puppets" in diesem Line-Up möglich. Nach Cliff's Tod , der sich bald zum 20-mal jährt ( +27.9.1986), kam die musikalische Entwicklung zum Stillstand bzw. entwickelte sich zum 08/15 Metall/Pop.
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am 5. November 2001
That's it! Der Opener "Fight Fire With Fire"stellt in Sachen Brutalität den Höhepunkt der Metallica-Songs dar und kann sich aufgrund der harten und sadistischen Vocals sogar mit Slayer messen. Auch die 7 folgenden Tracks sind geniale Songperlen, selbst das oft als Popsong belächelte "Escape" ist mehr als Banger-kompatibel. Der Titelsong überzeugt durch einen progressiven Aufbau, "Fade To Black" (die erste Metallica-Ballade) faded mit einem der coolsten Soli von Kirk Hammett aus und "For Whom The Bell Tolls" glänzt durch ein Bassintro, das klingt, als wäre es die Titelmelodie eines B-Horrorstreifens. Sowas kann nur aus der genialen Feder von Basslegende Cliff Burton (R.I.P.) stammen! "Trapped Under Ice" ist ein melodiöser Bay Area-Thrasher allererster Sahne und das Instrumental "Call Of Ktulu" geht in einem gigantischen Spannungsbogen auf. Den absoluten Höhepunkt stellt jedoch "Creeping Death" mit seinen geilen Lyrics und einem Chorus zum Austicken dar.
Entgegen vieler Expertenmeinungen finde ich "Ride The Lightning" um einiges besser als "Master Of Puppets", zumal die Songstrukturen nachvollziehbarer sind und hier soundtechnisch 10mal fähiger zu Werke gegangen wurde als Michael Wagener, die angebliche Producerlegende, es auf dem Nachfolger tat.
Also: 8 Songs - 8 mal 150% Adrenalin!
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am 7. Oktober 2011
Während für viele Headbanger das alles überstrahlende 1986er Masterpiece "Master Of Puppets" rückblickend als die Einstiegsdroge zum "richtig harten Sound" gilt und mein älterer Bruder jene sogar in den Jahren 1986/87 endlos am Plattenteller rotieren ließ, begann ich erst mit leichter Verspätung allmählich zu begreifen, welch enorme Energie und Wucht sich hinter solchen Klängen verbirgt. Obwohl Ac/dc und Iron Maiden noch hoch im Kurs standen, würde der Thrash Metal samt seinen wichtigen und weniger bekannten Namen in meiner audiophilen Welt fast alles verdrängen, was nicht schnell und heavy genug war, zumindest für eine bestimmte Zeit. Auch wenn die Initialzündung erst im unvergesslichen Frühjahr 1988 folgte: das eben erworbene "Ride The Lightning" Album öffnete mir unwiderruflich die Pforten zum Speed & Thrash Metal.

Wie mag es wohl gewesen sein, als die jenigen, die "Kill'em all" bereits in ihr Herz geschlossen hatten, die Tage bis zum Release - es soll der 30. Juli 1984 gewesen sein - von "Ride The Lightning" zählten? Wenn man mit Zeitzeugen darüber plaudert, gehen die Meinungen teils auseinander. Die ersten Reaktionen reichten damals von Vorwürfen der Kommerz Anbiederung (!) bis hin zu den höchsten Glorifizierungen eines künftigen Meilensteins. Nach mittlerweile 27 Jahren darf man jedoch mit Fug und Recht behaupten: diese Veröffentlichung gehört zu den essentiellsten der gesamten Rock & Metal Historie überhaupt.

Tatsache ist, dass Metallica für "Ride The Lightning" die raue Attitüde des Debüts zwar nahezu eliminiert hatten, in Sachen Songwriting dafür einen enormen Reifeprozess durchliefen. Retrospektive meint die Band, dass Bassist Cliff Burton, der während der "Kill'em All" Sessions sich nur bescheiden einbringen konnte, der Gruppe plötzlich völlig neue Türen öffnete. Immerhin waren es sechs Stücke, die er mit den Hauptsongwritern Hetfield/Ulrich komponiert hat. Bemerkenswert: die zwei von der Band wohl am wenigsten beachteten Songs "Trapped Under Ice" und "Escape", weisen keine Burton Credits auf. Ebenso vermochte Lead Gitarrist Kirk Hammett, der den mit Megadeth später durchstartenden Dave Mustaine ersetzte, sich deutlich besser einzufügen als noch ein Jahr zuvor. "Fade To Black", die erste Ballade in Metallica's Repertoire, dürfte wohl der einzige Auslöser für die Herren Kritiker gewesen sein, der Band diese Verweichlichung (!) anzukreiden. Doch sind wir uns ehrlich: was, außer Slayer oder Venom, war in jenen Tagen wirklich härter?

Der Besuch auf dem alten Kontinent. Das Quartett hatte aufgrund des dazumal günstigen Wechselkurses entschieden, "Ride The Lightning" in Lars' Heimat Dänemark aufzunehmen, um gleich bei einem gewissen Herrn Flemming Rasmussen (Sweet Silence Studios) anzuklopfen. Ausschlaggebend für diese Entscheidung soll der glanzvolle Sound von Rainbow's "Difficult To Cure" (VÖ: 1981) gewesen sein. Auch wenn man die widrigen Umständen (Recordings aus Kostengründen nur nachts, das Schlafgemach direkt im Studio) bedenkt, dürfte dies eine der weisesten Entscheidungen der gesamten Karriere gewesen sein, denn so druckvoll wie "Ride The Lightning" klang keine andere Heavy Metal Scheibe, zumindest im Jahre 1984. Der inzwischen zur Legende gekürte Toningenieur (später auch für Artillery, Blind Guardian, Pretty Maids u. v. a. Mentor) puschte die Quadriga mit seinen Arbeiten bekanntermaßen von 1984 ' 1988 in derartige Erfolgssphären, von denen das Gros der Genremitbegründer trotz größtem Ehrgeiz nur träumen durfte.

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, welch heftige Eruption das eröffnende Speed Spektakel "Fight Fire With Fire" nach dem scheinheiligen Akustikintro auf unserer bescheidenen HiFi Anlage auslöste (genau genommen stammt das Stück noch aus den früheren Tagen, Dave Mustaine wird bei den Credits ebenso genannt). Während meine Lauscher Milchschäumergleich vibrierten, folgte auch schon der abschließende Bombenabwurf und nahtlos dieser sensationelle, von herrlichen Breaks gesäumte Titeltrack, welcher mich nicht nur beim Anblick des Coverartworks mit gut 50000 Volt versorgte ' was für eine Intensität!!! Hetfield's Lyrics verjagten bald darauf sämtliche Alltagsgedanken und irgend "etwas" föhnte mir meine Haarpracht regelmäßig gen Süden ... irgendwann später erfuhr ich, dass man dieses "etwas" auch Stakkatoriff zu nennen pflegt.

"For Whom The Bell Tolls" bietet nach jenem furiosen Starterdoppelpack die erste Gelegenheit, wieder etwas mehr Sauerstoff in die Birne zu kriegen: obwohl einer der langsameren, gehört er aber zugleich zu den gewaltigsten Tracks der kompletten Metallica Discograhie, dessen eingängige Bridge/Refrain Parts wahrscheinlich jeder, der irgendwann mit Metallica oder Heavy Metal generell in Berührung kam, selbst im Tiefschlaf auswendig kennt. Aber was muss ich euch schon groß erzählen? Und auch das angesprochene "Fade To Black" gehört in die Riege der beliebtesten Metallica Songs. Die Halbballade, die aus der Sicht eines aus dem Leben scheidenden Menschen erzählt, bietet ein dementsprechend ein dramatisches Finale. Via "Welcome Home" (auf "Master Of Puppets") und "One" (auf "' And Justice For All") wurde jene kluge Strategie, eine gen Ende härter werdende Ballade an die vierte Position zu setzen, konsequent fortgeführt '

Auch die zweite Seite von "Ride The Lightning" hält das "Metal-Stangel-Fieber" im roten Bereich. Das fetzige "Trapped Under Ice" leitet den herrlichen Reigen sattelfest ein, ehe "Escape" sich als solides, aber nicht ganz so betörendes Midtempo Stück beweist. Und bei "Creeping Death" handelt es sich schliesslich - wie wir alle nur zu gut wissen - um ein Schnitzel von einer Mitsinghymne, denn neben "For Whom The Bell Tolls" ist dies einer der meist gespielten LIVE Songs der kompletten Metallica Diskographie ever. Da gibt's nix zu rütteln. Was vielleicht nicht jeder weiß: die Songbasics hierzu hatte Flitzefinger Hammett von seiner Ex-Combo Exodus (Originaltitel: "Die By The Sword") mitgenommen. Die Maxi Auskoppelung von "Creeping Death" enthält darüber hinaus zwei fantastische Coverversionen aus der NWoBHM Ära: zum Einen "Am I Evil?" von Diamond Head und zum anderen Blitzkrieg's gleichnamigen Track. Doch zurück zu "Ride The Lightning". Abgeschlossen wird dieses Prachtstück von "The Call Of Ctulu" (der Titel deutet an, dass H. P. Lovecraft's Werke James Hetfield noch öfter inspirieren werden). Hier zeigte das Quartett eine ganz andere Seite, die mit "Orion" zwei Jahre später Nachschub erhält: ein ruhig beginnendes und lang gezogenes Instrumental, das sich von Minute zu Minute steigert und am Ende in ein pures Bombast Szenario mündet.

Es dürfte kein Zufall sein, dass solche Hits wie "For The Whom the Bell Tolls", "Creeping Death" oder "Fade To Black" bis zum heutigen Tage zu den beliebtesten Songs von Metallica gehören. Echte Evergreens halt. Mit dem Betreten eines größeren Terrains, was mit angedeuteten Tempovariationen, markigeren Melodiebögen als auch mehr Sounddetails einherging, verstanden es die Jungs schon sehr früh und vor allem äußerst geschickt, wie wichtig es eigentlich ist, sein eigenes Profil zu bewahren und sich von niemanden rein pfuschen zu lassen ' das passierte bereits zu einer Phase, wo der Speed/Thrash Metal rein chronologisch betrachtet noch in seinen Kinderschuhen steckte. Diese Beharrlichkeit hat sich jedenfalls ausgezahlt: alleine in den USA konnten Metallica für "Ride The Lightning" bis heute nämlich Fünffachplatin einheimsen!

Was den zum Ende kommenden Rezensenten betrifft: für selbigen gab's von da an kein Zurück mehr. "Master Of Puppets" und "Kill'em All" wurden binnen kürzester Zeit ebenso (noch auf Vinyl) nahezu vergöttert. Dabei ging ohne "Headbangen" oder "mit der Luftgitarre posen" fast nichts mehr. Der Rest ist Geschichte: mit der ersten selbst verdienten Kohle wurden die ersten vier Alben auf CD erworben, denen solch Granaten wie Slayer's "South Of Heaven", Testament's "The New Order", Kreator's "Extreme Aggression" und später weitere gefühlte 500 Thrash Alben folgen sollten ... da kann ich nur mehr sagen ... was für eine geile Zeit!
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am 29. August 2008
Mit ruhigen, fast kitschigen, cleanen Gitarren fängt dieses Album an nur um urplötzlich zu einem kompromisslosen Thrash Metal-Hammer zu werden, der alles plattwälzt. Und damit beginnt ein äußerst düsteres Album, vielleicht sogar das düsterste der Band überhaupt. Metallica's zweites Album "Ride the Lightning" ist der düstere Anfang einer Trilogie von Alben die sich vorrangig mit jeweils einem Thema auseinandersetzen. Auf "Master" ist es Unterdrückung/Abhängigkeit, auf "Justice" Ungerechtigkeit und hier auf der "Lightning" ist es der Tod der in (fast) allen Songs besungen wird. Sei es durch Selbstmord (Fade to Black), Krieg (Fire, Bells), unrechtmäßige Gefangenschaft (Titeltrack, Escape) oder durch Verarbeitung von Bibelgeschichten (Creeping Death), man wird ständig mit dem Tod konfontriert. Dabei präsentieren sich Metallica im Vergleich zum Vorgänger neu. Die Texte sind sozialkritisch, es sind mehr Midtempo's dabei und ganz nebenbei präsentiert die Band auch noch ihre erste Ballade überhaupt: Fade to Black. Man merkt zudem das Cliff Burton im Gegensatz zum Debüt mehr am Songwriting beteiligt ist was der Platte vor allen Dingen den düsteren anstrich verleiht. James Hetfields Stimme ist im Vergleich zum Vorgänger etwas erträglicher, kreischen tut er trotzdem noch viel. Insgesamt ist es mal wieder ein musikalisches Glanzwerk was die vier Jungs hier abgeliefert haben!

Titelbewertung:
Fight Fire with Fire: Heftiger, düsterer, Highspeed-Opener! (5/5)
Ride the Lightning: Genialer Titeltrack mit massig Abwechslung und einem der besten Metallica-Soli! (5/5)
For Whom the Bell Tolls: Slow-Tempo Nackenbrecher der Extraklasse! (5/5)
Fade to Black: Eine unglaublich tolle Metal-Ballade mit nachdenklichem Text. (5/5)
Trapped Under Ice: Auch ne geile Highspeed-Nummer mit nur minimalen schwächen. (4/5)
Escape: Schwächster Track der Platte, aber durchaus erträglich. (3/5)
Creeping Death: Geniale Riffs, geniale Soli, einfach ein geiler Song, der auf keinem Konzert fehlen darf! (5/5)
The Call of Ktulu: Wunderbares Instrumental bei welchem vor allem Mr Burton sein können am Bass beweist! Genialer Abschluss für ein geniales Album! (5/5)

Und wieder ein Klassiker des Heavy Metal den Metallica hier abgeliefert haben. Kein Metal-Fan kommt an dieser Scheibe vorbei. Harte, schnelle Thrash Riffs, geniale Soli, kritische Texte. Was will man bitteschön mehr? Und "Lightning" war noch nicht mal das Ende vom Lied, denn die beiden Überalben "Master of Puppets" und "... and Justice for All" kamen ja noch.
100% Kaufempfehlung von mir!
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