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Auf der "March or die" gibt es doch tatsächlich Keyboards und Piano zu hören. Ausserdem Gastmusiker wie Ozzy O.! und Slash. Schon diese Tatsachen machen diese Scheibe irgendwie anders. Sie ist nicht ganz so hart und rau wie die sonstigen Scheiben der "Frontwarze" Lemmy und sie ist sehr gut produziert. Aber keine Sorge, auch hier wird gerockt und gerollt wie es sich für Motörhead gehört. Zwischen den saustarken Platten "1916" und "Bastards" gelegen hatte "March or die" es auch nicht ganz leicht. Aber gerade so eben sind noch 4 Punkte (Sterne)drinn. Tips: Stand, Bad religion und Jack the ripper.
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am 6. Oktober 2014
Manche können wohl mit diesem Album nicht so viel anfangen, da sie es Motörhead verübelten, einmal etwas mehr "mainstream" oder "zu seicht" zu sein. Ich für meinen Teil kann sagen, dass mir diese Motörhead Scheibe sehr gut gefällt und die anderen Scheiben höchstwahrscheinlich zu hart oder zu extrem wären. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und darüber lässt sich schwerlich streiten.

Was ich am Album gut finde: dass der ehemalige Gunner und heutige Solist Slash mitgemacht hat ("I ain't no nice guy") und Ozzy Osbourne hat an "Hellraiser" mitgewerkelt. Insbesondere diese beiden Songs fallen deswegen klar in die Anspieltipps:

I ain't no nice guy
Hellraiser
Cat scratch fever
Too good to be true

Der Song "Hellraiser" wurde im frühen 90er-Jahre-Cenobitenschocker um Pinhead und Konsorten ("Hellraiser III - Hell on earth") im Abspann verwendet und wenn er für die Traumfabrik gut genug ist, wird ja wohl was dran sein. Ich selbst finde ihn einfach nur top. Alleine dieser Song war in den 90ern, nachdem ich besagten Film gesehen hatte, das Kaufkriterium dieser CD überhaupt. Nach meiner Meinung hat er eine eingängige, schöne anzuhörende Melodie, Lemmy stört mich da nicht wirklich.

Lemmy Kilmisters Gesang "Gesang" zu nennen (im Booklet bei der Bandvorstellung heißt es nämlich charmant "Howling") oder alles explizit zu verstehen, muss jeder für sich selbst vereinbaren. Da die CD nicht so sehr lang ist, kann man dennoch gut zuhören. Ich mag das Album jedenfalls und bin froh, es in meiner Sammlung zu haben. Leider ist die Aufnahmequalität nicht so toll, doch dafür wird dem Album dadurch auch etwas Charme verliehen, es muss ja nicht immer alles perfekt klingen und bis aufs kleinste i-Tüpfelchen abgemischt sein.
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am 12. April 2002
Lemmy und Co. beweisen auf diesem Album, dass sie auch die leisen Töne ("I Ain't No Nice Guy" mit einem saustarken Ozzy Osbourne) und den Blues ("You Better Run") beherrschen. Aber: Keine Angst "Stand", "Cat Scratch Fever" und "Hellraiser" machen aus dem bluesigen Kopfnicken ein heftiges Headbangen.
Abgesehen davon zeigt der Titelsong ("March Ör Die") eine wundervolle Kritik, besonders in der momentanen politischen Situation kommt mir der Text (fast) aus dem Herzen:
"[...]Our Statesmen Deals In Blood And Lies
100 Million Stifled Cries,
100 Million Wasted Lives[...]".
Und das dann noch mit einer solchen Kraft instrumentiert, da stellen sich mir gleich die Nackenhaare hoch und ich muss den Song jetzt erstmal GAAAAANZ laut hören.
Alles in allem ist dieses Album irgendwie untypisch für Motörhead aber ich glaube, genau das macht seine Klasse aus.
Unbedingte Kaufempfehlung!
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am 30. März 2013
"March Or Die" war die erste aktuelle CD, die ich mir als Jugendlicher damals brandaktuell von Motörhead gekauft habe. Hellraiser hat mir damals schon gut gefallen. Den Sound konnte ich damals im Vergleich zu den Vorgängern nicht beurteilen, das kam alles erst bei mir Jahre später, als ich ein richtiger Motörhead Fan wurde. Hab' im Laufe der Jahre die Songs dann aus dem Gedächtnis verloren, da nicht viel hängen geblieben ist bis.....

....ja bis 2012, Konzert in der Arena in Ludwigsburg. "You Better Run".... hörte ich dort das erste mal Live, und das Ludwigsburger Konzert war das 10. Motörhead Konzert, das ich seit dem 1996er Open Air "Lieder wie Orkane" (Böhse Onkelz)in Dietzenbach besucht hatte. Heimgefahren, die ganze Palette an CD's durchgeschaut(das sind schon nicht wenige), wo "You Better Run" drauf ist, nichts gefunden, dann hab' ich doch meine 20 Jahre alte CD (die nicht mehr ging) angeschaut, tatsächlich, da ist das Lied drauf, also gleich bei Amazon eine neue CD bestellt.

Tja, was soll ich sagen? "Hellraiser" ist genauso gut wie damals, der Titeltrack ist richtig geil, "You Better Run" ist der Hammer (besonders die Live Version mit der Blues Einlage von Lemmy auf der Doppel CD "Live at Brixton Academy"), ein paar durchschnittliche Songs sind halt auch dabei.
Klar, der Sound ist etwas mehr auf Radiotauglichkeit getrimmt, aber ganz ehrlich, das ist nicht weiter schlimm, weil das den Songs nicht schadet.
Eines ist mal auf jeden Fall sicher, dem Album merkt man das Alter nicht an.
Und.... natürlich bin ich auch 2013 wieder dabei, wenn Motörhead im Winter wieder auf Hallentour nach Germany kommen.
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TOP 500 REZENSENTam 25. August 2015
Ich finde das "March ör die" vollkommen zu unrecht von Fans und Fachpresse zerrissen wurde. "Motörhead" wurde wieder einmal der Versuch unterstellt massenkompatible und radiotaugliche Musik zu produzieren. Immer wenn ich so etwas lese, stellen sich mir die Nackenhaare hoch - hanebüchen! Dennoch finde ich das "March ör die" schon ein wenig aus der Reihe tanzt, es ist nicht ganz so hart wie die Vorgänger, die Songs wirken auf mich sehr verspielt und ich hatte den Eindruck das man sehr viel Augenmerk auf die Melodien geworfen hat. Dennoch ist "March ör die" meilenweit davon entfernt ein untypisches "Motörhead"- Album zu sein, wer es laut, hart und schnell mag, der muss ein wenig zurückstecken, ansonsten ist aber alles im grünen Bereich!
Nachdem die Ballade "1916" vom gleichnamigen Vorgängeralbum ein voller Erfolg war, legten "Motörhead" mit "Ain't no nice guy" gleich noch so eine Gänsehaut-Ballade nach. Das Duett mit "Ozzy Osbourne" gehört für mich zu den Highlights dieses Presslings, ebenso die Coverversion des "Ted Nugent"- Klassikers "Cat Scratch Fever" und Hellraiser", der ursprünglich für "Ozzy Osbourne" geschrieben wurde und für "March ör die" Motörhead-kompatibel gemacht wurde. Wer es etwas flotter und härter mag der kommt mit "Stand", "Bad Religion", "Asylum Choir", "Too good to be true" und "Name in vain" voll auf seine Kosten. Das sehr untypische blueslastige ""You better run" gehört für mich definitiv auch zu den Highlights. Der schwere, stampfende und bedrohlich wirkende Titelsong "March ör die" kommt in bester "Motörhead"- Tradition daher und könnte eigentlich auch vom "Orgasmatron"- Album stammen.
Alles in Allem ist "March ör die" ein sehr gutes und abwechslungsreiches Album geworden, das im traditionellen "Motörhead"- Gewand daher kommt.
Besonders zu erwähnen wäre noch, dass auf "March ör die" drei verschiedene Schlagzeuger am Werk waren. Während der Aufnahmen war "Lemmy" mit der Leitung von "Philthy" nicht mehr zufrieden, offensichtlich konnte er den Takt nicht mehr ohne Hilfe eines Metronoms halten. Darauf wurde er noch während der Aufnahmen durch Ex-"Whitesnake" Schlagzeuger "Tommy Aldridge" ersetzt, bei dem aber von vorneherein klar war, dass er nur als Studiomusiker einspringen würde und als festes Bandmitglied nicht zur Verfügung stehen würde. Gegen Ende der Studioaufnahmen stieg dann "Mikkey Dee" als fester Schlagzeuger ein, mit ihm wurden dann noch zwei Songs aufgenommen von denen es aber nur "Hellraiser" aufs Album schaffte.

Mein Fazit: Alles was man auf "1916" finden konnte, wird man auf "March ör die" nicht vermissen. Tolle und vor allem abwechslungsreiche Songs, eingängige Melodien - kurz gesagt, "March ör die" muss sich vor seinen berühmten Vorgängern nicht verstecken. Es ist zwar nicht ganz so hart, dreckig und rotzig wie einige seiner älteren Brüder, dennoch ein sehr gutes Album mit den typischen "Motörhead"- Trademarks.
Vielleicht waren "Motörhead" in den 90ern nicht mehr die lauteste Band der Welt, garantiert waren sie aber die ehrlichste Band der Welt. Auch wenn viele Menschen den Mannen um "Lemmy" immer wieder den Vorwurf machten dem Kommerz hinterher zu hecheln, haben sie sich doch meiner Meinung nach nie verbiegen lassen und sind ihrem Stil immer treu geblieben.
Tolles Album - beide Daumen hoch!
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am 10. Oktober 2014
Klar hat das Album schon einige Jahre auf dem Buckel... aber wer hat das nicht... und außerdem ist die wahrhaft göttliche Musik von MOTÖRHEAD eh zeitlos. Ein Highlight ist natürlich das Duett zusammen mit Ozzy Osbourne 'I Ain't No Nice Guy'
Als Fan hat man das Teil eh schon... eine Kaufempfehlung braucht man hier nicht. Entweder man liebt MOTÖRHEAD für ihren seit fast 40jährigen gelebten Rock'n'Roll oder man lässt es.
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am 18. Januar 2016
Motörhead kamen 1991 zum Major Label Sony Music und was sich auch schon mit "1916" angedeutet hat, wird hier konsequent fortgesetzt.
DIe Songs sind variabler, melodischer (böse Zungen behaupten gleich wieder kommerzieller), aber für mich war dies mit die Beste Zeit von Lemmy.
Hier merkt man, dass Sony im Hintergrund die Fäden zog. Keine 08/15 Nummern. Die Songs sind bis aufs letzte ausgefeilt.
Egal ob "Hellraiser", welches Lemmy bereits für Ozzys "No more Tears" mitgeschrieben hat, "I ain't no nice Guy ", "Cat scratch Fever"...hier passt alles.
Jeder Song geht ins Ohr und bleibt auch dort hängen.
Dies ist eine meine absoluten Lieblingsplatten von Motörhead.
So gut waren sie nach der Sony Zeit nur noch selten...
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am 27. Juli 2012
Das 1992 veröffentlichte "March Ör Die" von motörhead scheint eine regelrecht zwiespältige Angelegenheit geworden zu sein. Die Meinungen gehen ja mittlerweile ziemlich auseinander. Ich kannte damals all' die Kritiken, die von "kommerziell", "Kraftlose Produktion", "schwache Lieder", alles abdeckten, was genügt, um einen Bogen um eine Platte zu machen. Und so habe ich auch ersteinmal einen weiten Bogen um "March Ör Die" gemacht, bis es mir eher mal zufällig in die Hände gefallen ist. Aber da mir "zu kommerziell" und "schwach" im Geiste herumgeflogen ist, habe ich das Album auch beim Anhören sofort als schlecht und nicht motörhead-würdig abgetan.

Mit "I Ain't No Nice Guy" eine motörhead-Power-Ballade? Akustik-Gitarren? Bäh, sofort weg! Durch all die negativen Kritiken, die ich zu lesen bekommen habe, und die aussagten, wie motörhead zu klingen und vorallem nicht zu klingen hatten, war ich so von Vorurteilen behaftet, und so voreingenommen, dass ich dem Album anscheinend noch nicht einmal richtig zugehört habe. Selbstverständlich ist es vollkommen unsinnig, sich von irgendwelchen Kritiken die Meinung vordiktieren zu lassen. Irgendwann habe ich das Album aus einer Laune heraus wieder hervorgezogen, ich hatte wohl aus unerklärlichen Gründen gerade Bock drauf, und es mir angehört. Hmm .... so schlecht ist das jetzt aber auch nicht .. boah, das geht ganz schön ab. Warum hatte ich das so noch nicht wahrgenommen?

Ja, die Produktion ist ziemlich glatt, "kommerziell", wenn man von mir aus möchte, und dem US-Metal/Hard-Rock der 80iger bzw. der frühen 90iger angepasst(er). Aber kraftlos ist sie nicht, und schlecht schon gleich gar nicht. Der Sound mag glatt sein, ist aber eigentlich ziemlich wuchtig und massiv. Die Gitarren wühlen sich zwar nicht kopfüber im Schlamm, klingen aber doch recht räudig, und der E-Bass brummt und grummelt immer noch so vor sich hin, wie man es seit eh und jeher von motörhead kennt. Bemeckern könnte man vielleicht die Gitarren-Melodien, die immer wieder aufblitzen, und die Soli, die allesamt vielleicht auch zu einer Hair-Metal-Combo gepasst hätten. Aber dann wäre es eine ziemlich gute gewesen. Ich finde, diese Melodien ergänzen die Songs gut und verleihen ihnen etwas mehr Tiefe. Darüberhinaus erkennt man auf "March Ör Die" trotzdem sofort, dass motörhead zugange sind, Lemmy krächzt so wie man es von ihm kennt, und die Songs sind, auch wenn sie überwiegend im Mid-Tempo-Bereich angesiedelt sind, und vereinzelt Blues-Einflüsse aufweisen, alles andere als schlecht.

"Stand" ist ein flotter, hymnenhafter ("kommerzieller") Opener, "Cat Scratch Fever" mag zwar ein Cover sein, klingt aber schon etwas ungehobelter, und hat mehr Wumms als das Original von Ted Nugent. "Bad Religion" ist ein headbangendes Groove-Monster mit sehr wirkungsvollen Lyrics, die glatt geschliffenen, aber messerscharfen Riffs schneiden sich nur so durch die Gehörgänge. "Jack The Ripper" knüpft da ein wenig an, klingt aber gehetzter und nicht ganz so intensiv. "I Ain't No Nice Guy", die Ballade mit Ozzy und Slash, ist wirklich kein Überflieger, ist aber ganz nett anzuhören; es sorgt für Abwechslung und fügt sich ganz gut ins Album (ein Schelm, der Böses denkt? Aber nein.. ). "Hellraiser" dürfte in der Version von Ozzy bekannter sein, gefällt mir von Ozzy auch ein wenig besser. motörhead haben den Song ein wenig "eingeschmutzt", und dadurch, dass der Song zuvorderst für einen Film verwendet wurde, produzierte jemand anderes, was man meiner Ansicht nach auch hören kann. Jedenfalls bin ich froh, dass der Song mit auf dem Album gelandet ist, denn diesbezüglich gäbe es noch einen weiteren Song, der zu einem "lost track" avancierte: "Hell On Earth".

"Asylum Choir" und "Too Good To Be True" sind zwei Lieder, die recht bluesig und rockig sind, aber - was das Songwriting betrifft - auch etwas nach typischen 80iger-Jahre-US-Hard-Rock klingen, mir aber sehr gut gefallen. Wobei man mit anmerken muss, dass ich sowieso auf solches Zeug abfahre. motörhead klingen dabei allerdings wesentlich wuchtiger, nicht nach Pop, sondern nach Rock. "You Better Run", ein klassischer, aber heftiger Blues, der auch George Thorogoods' "Bad To The Bone" zitiert, hat es mir besonders angetan. Wenn ich mir alte Blues-Musiker anhöre, wie sie diese Musik interpretieren, denke ich mir oft, das die es wirklich drauf haben und dabei auch noch wirklich "bad-ass" sind. Man kann motörhead zwar nicht direkt mit Blues-Musikern aus den 30iger und 40igern vergleichen, aber "You Better Run" ist defintiv "bad-ass". "Name In Vain" ist dagegen eine ein wenig unscheinbare Nummer, aber wahrscheinlich die einzige, die wirklich auf "1916" gepasst hätte, es ist eine fetzige, schnelle Heavy Rock N'Roll-Nummer, die vorletzte vor dem etwas verstörenden Titelsong. Lemmy hatte ja zur Protokoll gegeben, dass er mit dem Klang des abschließenden Titelsongs nicht zufrieden ist, und weitaus besserere Versionen davon zuhause hat. Die veröffentlichte Version klingt wirklich etwas matschig und verwaschen, aber so daneben finde die Nummer hier gar nicht. Sie transportiert eine düstere Stimmung, thematisiert wie auch der ungewöhnliche Titelsong auf "1916" den Krieg, hat aber musikalisch nichts damit zu tun. So wie sie ist, gefällt sie mir recht gut, der Matsch passt hier eigentlich zu dieser Art von Thematik; die anderen Versionen würden mich jedoch brennend interessieren.

Meiner Ansicht nach ist das Album ein ganz guter Nachfolger zu "1916" geworden, selbst wenn die Produktion dabei glatter ausgefallen ist. Eine glatte Produktion allein bedeutet aber noch kein schlechtes Album. Man mag motörhead vielleicht in eine Waschmaschine gesteckt haben, aber sie sind immer noch 100% motörhead. Sie waren immer noch schmutzig, glänzten jedoch ein bißchen. Eine ganze Zeit lang konnte ich "March Ör Die" nicht aus meinen Soundsystemen kriegen, und das Album findet immer noch mit regelmäßigen Abständen den Weg dorthin. Wahrscheinlich mache ich mich jetzt der Blasphemie schuldig, aber ich finde, "March Ör Die" ist nicht sehr viel schlechter als "Ace Of Spades" - nur eben anders. Und sauberer.
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am 6. Mai 2012
Man versuchte Motörhead als kommerziellere Band zu vermarkten. Ob das im Juli 1992 dabei im Anflug der Grunge-Welle und anderen moderneren Rock-Musikströmungen noch sinnvoll war, noch einmal zu versuchen einen relativ alten etablierten Act wie Motörhead, der schon für eine gewisse extreme Musikrichtung bekannt war, jetzt noch einmal auf eine massenkompatible Mainstream-Band mit Radio- und Medientauglichen Single-Hits zu trimmen, das war schon sehr mutig und fragwürdig. In den Photosessions damals versuchte man ja auch die Jungs als ultracoole massenkompatible Schönlinge mittleren Alters darzustellen, also da war schon ein Konzept dahinter und nicht nur Zufall dass die Musik sehr viel eingängiger und gemässigter war als zuvor. Es hätte ja auch funktionieren können, aber ich bin der Meinung, dass der Zeitpunkt einfach schon ein wenig von der Zeit überholt war für so ein Unterfangen, und letztendlich hat es dann Motörhead viel an Glaubwürdigkeit bei seinen früheren Fans gekostet und nur sehr wenig neue Fans der "neuen Motörhead" dazugewonnen.

Der Sound des Albums ist von Peter Solley gut und auf Hochglanz produziert und endlich ist auch die Spielzeit mit 47 Minuten einmal gut bemessen. Die Songs sind im Gegensatz zu früher und dem letztjährigen Vorgänger "1916" sehr massenkompatibel gemässigt und zahm, und man versuchte sogar mit der Ted Nugent-Cover-Version "Cat Scratch Fever", dem melodiösen eingängigen Stadion-Rocker "Hellraiser" und der süsslichen Ballade "I aint no nice Guy" im Duett mit USA-Rock-Ikone Ozzy Osbourne einige Radio-Kompatible Single-Hits zu landen. Und tatsächlich sind diese drei Songs auch allesamt sehr gut gelungen und hübsch anzuhören, aber Sie waren eben nicht typisch derbe Motörhead-Kost, wie man Sie bis dahin kannte !!- Das waren eindeutig Kompromisse einer Band, die bis dahin als kompromisslos berühmt war - eben ein Ausverkauf an den Kommerz von einer Band, die eigentlich bisher für Prinzipien stand - Hauptsache der Rubel rollt! - Es gibt mit "Name in Vain" auch nur einen Motörhead-typischen schnellen Song gegen Ende des Albums zu finden, das meiste andere Material spielt sich im Midtempo ab, wobei es meist nicht über Durchschnitt hinausgeht, lediglich das langsam sehr bluesig rockende "You Better Run" und der kraftvolle melodiöse Kracher-Opener "Stand" können noch ausser den bereits schon genannten Songs überzeugen. Auch der im Marschtempo stampfende Antikriegs-Titelsong "March or Die", nur mit atmosphärischen Keyboards unterlegt und mit Marschtrommeln vorangetrieben, überzeugt mich diesmal nicht wirklich -- es soll ja offensichtlich eine Fortsetzung von der Cello-Ode "1916" darstellen, thematisch fischt man ja in gleichen Gewässern - es ist jetzt aber auch nicht schlecht, nur eben auch nicht wirklich gut, aber ein netter nachdenklicher Ausklang des Albums. Leider gibt es mit dem langsam stampfenden "Bad Religion" und dem teilweise flotten, jedoch uninspirierten und auch keinen guten Refrain besitzenden "Jack the Ripper" zwei schwache Songs auf dem Album zu finden, die das Gesamtbild des Albums leider trüben und die Benotung nach unten ziehen, gerade weil diese zwei belanglosen Füller mit Position 3+4 noch ziemlich zu Anfang stehen und damit das Album nicht richtig in die Gänge kommen lässt.

Das oft unterbewertete und als zu zahm empfundene "Another Perfect Day"-Album war auf jeden Fall härter und Motörhead-typischer als "March or Die" -- nur als Anmerkung und Vergleich, wobei auch "March or Die" seine Momente hat und nicht schlecht ist, nur ist es eben nicht typisch Motörhead, sondern eher als Motörhead-Light zu bezeichnen, freigegeben auch für junge Buben und Mädchen im MTV-relevanten Alter.
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am 12. August 2003
Motörhead haben vielleicht nie wirklich eine schlechte Scheibe gemacht, aber mir persönlich gefällt der Sound auf "March Or Die" nicht, die Kooperationen mit Ozzy und Slash sind zwar nett, aber "1916" kam ohne sie aus und war ein Highlight.
Es gibt eine Coverversion, was meistens kein gutes Zeichen ist und der Rest ist eher Durchschnitt.Wahrscheinlich die Scheibe die ich persönlich von ihnen am Wenigsten höre.
Wer alle anderen Platten von Motörhead schon hat, kann sich auch diese kaufen, aber ich empfehle "Bomber", "overkill", "another perfect day", "1916", "Bastards" und "no sleep 'til hammersmith", mit weniger Motörhead kommt man nicht aus.
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