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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
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4,1 von 5 Sternen
The Glenn Gould Edition: Bach - Goldberg Variations
Format: Audio CD|Ändern
Preis:6,79 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 1. November 2002
Diese Aufnahme kann einem Angst machen. Wer viel mit Musik umgeht, sie es nur hörend oder auch selbst spielend, entwickelt mit der Zeit ein Gefühl für Nuancen. Man stellt zunehmend fest, dass es selbst in der Reihe der großen, weltbekannten Virtuosen nur Wenige gibt, die imstande sind, vollkommen überzeugen. Keinem gelingt das immer, aber auch nur sehr wenigen immerhin gelegentlich. Glenn Gould ist dies mindestens ein Mal gelungen, und zwar mit dieser Aufnahme. Hier kommen die entscheidenden Elemente zusammen: eines der großen Werke der Klavierliteratur und ein Interpret, der Vollendung erreicht hat (man scheut nicht einmal davor zurück, eine Verbindung zu seinem bald darauf folgenden Tod zu sehen - so als hätte eine weitere Entwicklung nicht mehr stattfinden können).
Die Perfektion dieser Aufnahme ist beängstigend, weil sie übermenschlich wirkt: es gibt keine Note, die man sich auch nur um ein Winziges anders angeschlagen wünschte. Dargeboten wird dies jedoch mit der äußersten Lebendigkeit und - mindestens scheinbarer - Spontanität.
Ein Geständnis: auch wenn dies die klassische CD für die einsame Insel ist, kann zumindest ich sie nicht oft hören: die Konzentration, die nötig ist, um dieser Musik und dieser Darbietung gerecht zu werden, bringt man nur in wenigen Momenten auf.
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am 28. November 2002
Unter allen mir bekannten Goldberg-V.Einspielungen ist diese Aufnahme mit Abstand die beste ! Warum ? Sie ist nicht einfach nur jugendlich-stürmisch, rasend-schnell, pseudovirtuos wie Goulds erste Einspielung, sie ist nicht romantisiert wie die eines Kempffs, nicht einfallslos wie die eines Gavrilovs, oder oder oder...: Sie ist Gould, Goulds Vermächtnis ! Hier spielt Gould mit einer Ruhe und Weitsicht, die man am ehesten mit einem Blick herab von seinem Gipfel in die Ferne, über seine Welt vergleichen kann. Sicherlich kann man diese oder jene Variation auch anders spielen, sicherlich könnte man hier oder dort...; aber diese Folge von Variationen zu einem einzigen Stück verschmelzen zu lassen, dieses Einatmen zu Beginn und dieses letzte Verhauchen zu Ende: das gleiche Thema - und doch: was für Wandlungen mußte oder besser durfte es erleben: und, über jeder einzigen Variation schwebt der Blick auf das Ganze ! Hier ist nicht nur Bach's Klaviervermächtnis eingespielt, sondern auch das seines bisher wohl besten Interpreten, dessen Metamorphose von irgendeinem Wunderpianisten zu dem pianistischen Wunder nachzuhören und nachzufühlen ist: hier ist der bachischte Gould, der bachischte Bach !
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am 18. Dezember 2002
Das an sich schon durch seine Zeitlosigkeit bestechende Werk Bachs wird durch den Virtuosen Gould gekonnt interpretiert. Neben der technischen Fertigkeit begeistert die spürbare Anwesenheit des Künstlers, der sich zusätzlich durch kleine Nebengeräusche immer wieder bemerkbar macht und damit seine Anwesenheit spürbar werden läßt. Die eigenwillige Perfomnance erhält dadurch eine besonders persönliche Note, in der das sterile Werk mit dem Interpreten zu einer einzigartigen Lebendigkeit verschmilzt.
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am 30. März 2007
Da die Goldberg-Variationen das Bekannteste von Glenn Gould sind,waren es auch die ersten Aufnahmen ,die ich von diesem Pianisten wahrgenommen habe.

Und was hat das bewirkt ?

Es hat mir mit Gewalt eine Tür aufgestossen zu einer Welt ,die es warscheinlich für den Rest meines Lebens zu erforschen gilt.

Ich versuche alles von Gould zu hören und zu lesen.

Aber immerwieder kehre ich zur 81er Aufnahme der Goldberg-Variationen zurück.

Die Ruhe und Weisheit die diese Aufnahmen verbreiten, dringen in ihrer Intensität in mein Innerstes.

Wie Gould es auch im Interview sagte, hier wurden diese Variationen

nicht als 30 Einzelstücke gepielt,sondern ein Zusammenhang klar herausgearbeitet.Ich kann jedem Menschen nur raten:Kaufen, und sooft es geht hören.Es gibt keine bessere Droge .
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am 29. Oktober 2016
Dies ist eine großartige Interpretation des Werkes.
Jeder Bach-Liebhaber muss diese Scheibe haben, und sei es, um sie mit anderen zu vergleichen.
(Ein würdiger Vergleichspartner wäre m.M.n. hier die Aufnahme des Open-Goldberg Projekts (...) )

Außerdem ist natürlich Glen Goulds Gebrummel historisch einmalig. Aber es gibt Momente in dieser Musik, da kann ich es nachfühlen, und möchte vor Glück geradezu mitwinseln.

Den Punktabzug gibt es aus zwei Gründen:

1. Steht im Begleitmaterial nicht, welches Instrument verwendet wurde. In den oberen Lagen klingt es manchmal ein wenig metallisch, fast "elektronisch". Ist es die Aufnahmetechnik von '81 oder ein mangelhaftes Instrument, oder beides? Ich weiß es nicht. Wie ein richtiges Klavier (Bösendorfer) klingen muss, hört man auf der oben erwähnten Open Goldberg Aufnahme.

2. Leider hat man sich damals dafür entschieden, die Wiederholungen wegzulassen (nur, weil es dann nicht auf 1 CD gepasst hätte?). Das heißt, obwohl alle Stücke eigentlich in der Form AABB sind, spielt Glen Gould nur AB. Da gerade die schnellen Variationen auf diese Weise oft kaum eine Minute dauern, wird man geradezu durch das Werk gepeitscht, ohne recht mitzukriegen, was man gerade gehört hat.
Ich gebe unbedingt dem Hörerlebnis mit Wiederholungen den Vorzug. Es wird so bei der Komplexität der Musik für mich leichter bzw. überhaupt erst möglich. die Struktur richtig zu erkennen.
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am 7. Dezember 2006
Eigentlich kann nur noch eines gesagt werden: Gott hat mit den Händen von Glenn Gould eine Musik eingespielt, die sich jeglichen Worten entzieht. Es gibt keine Begriffe, mit denen die Schönheit der Goldberg Variationen zu fassen wäre. Wer in seinem Leben jemals in die Verlegenheit kommen sollte, so etwas wie Vollkommenheit erläutern zu müssen, der soll einfach diese CD einlegen und schweigen.
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am 14. Februar 2010
Wer Glenn Gould als Interpreten der Goldbergvariationen wählt, erlebt abstrakte Musik aus barockem Material, Kopfklänge, ohne dass der Körper und damit die Seele ernährt werden. Er instrumentalisiert Noten, um Klangbilder nach seinem eigenen inneren Gestaltungswillen zu formen. Damit erzeugt er eine gewisse spartanische Schwingung, so als ob er Bach in ein neutrales Zeitalter transformieren möchte: Nüchternheit, beinahe Zeitlosigkeit, Strenge durch Entschiedenheit und Heftigkeit, mit Power" im Anschlag hervorgerufen. Seine Klänge wie ein expressionistisches Gemälde eignen sich dazu, Menschen zu berühren, die durch Musik kraftvoll für aktives Handeln in ihrem Leben motiviert werden wollen.

Mir fehlt jedoch die heilende Kraft Bach'scher Arien, die hin zu Lebensfreude, Mitgefühl, Verstandensein und Akzeptanz des Leidens führen. Denn Bach selbst fand Resilienz durch Musik. Die tragischen Verluste, Leid und Krankheit, die sein Leben erschwerten, konnte er überwinden, indem er gegen die Verzweiflung anspielte und Weinen, Klagen und Sorgen verwandelte - hin zum Versprechen von Geborgenheit, die er in seiner Religiosität fand.

Wenn man den Überlieferungen glaubt, die den Ursprung der Goldbergvariationen in eine Musik zur Gemütsergötzung des Grafen Keyserlingk legen, weil dieser an Depressionen und Schlaflosigkeit litt, dann wäre ein Glenn Gould statt des Hofcembalisten Goldberg sicher ungeeignet gewesen. Denn Goulds postbarockes Spiel ist keine innere Seelenmassage, die die Sinne wieder lockert, Harmonie herstellt und Hoffnung auf die heitere Seite des Lebens eröffnet! Darum bevorzuge ich eher Koroliov, Kempff oder Tureck, die mehr die zwischenmenschliche Beziehung mitschwingen und den Funken zum Herzen überspringen lassen. Goulds eigene wunde Seele bleibt beherrscht und kontrolliert, ganz so wie es seine publikumsferne Studioarbeit möglich machte. Eigenwillig und perfekt, aber isoliert.
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am 11. Dezember 2013
Glenn Gould war ein Ausnahmekünstler, er spielt sehr klar, schnörkellos und mit großer Hingabe. Die Goldberg-Variationen erzeugen beim Hören einen heiter-gelassenen Gemütszustand. (Sie wurden ja auch für einen Pianisten komponiert, der oft für seinen zu Schlaflosigkeit neigenden Fürsten spielen musste).
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am 23. August 2001
Es ist schon sehr erstaunlich, wie es Glenn Gould auch bei seiner zweiten Studioaufnahme der Goldberg-Variationen wieder einmal gelang, das Klavier von Beginn bis zum Schluß so einzigartig unter Beschlag zu nehmen. Mehr als 25 Jahre nach seinem grandiosen Debüt lieferte er 1982 kurz vor seinem Tod diese hervorragende Aufnahme ab, die unschlagbar interpretiert wurde.
Unglaublich empfehlenswert!
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am 4. Februar 2008
Die Qualität der Aufnahme ist unterirdisch. Da kauf ich doch lieber eine Billig-Version von irgendeinem unbekannten Interpreten, als mir das anzutun. Die Interpretation mag ja ganz nett sein, im Hintergrund ist jedoch Gemurmel und Gesumme zu hören, was nur mäßig herausgefiltert wurde. Man muss schon taub sein, das nicht zu hören. Sicherlich gibt es Leute, die diese Form von "Persönlichkeit" schätzen - ich finde das lästig.

Das Rauschen wurde mit einem sehr schlechten Filter "entfernt", was dazu führt, dass einzelne Töne rauschen, andere nicht. Dabei sollte das eine DDD-Aufnahme sein (also auch digital aufgenommen). Wenn das an der angeblichen 20Bit-Technik liegen sollte, schafft das vielleicht mein Player nicht?! Wenn das so ist, gehört zumindest ein Hinweis auf die CD, dass das mit herkömmlichen Playern nicht abgespielt werden kann, ohne dass man Ohrenkrebs bekommt. Ich würde mir das lieber im Laden vorher mal anhören, als hier die Katze im Sack zu kaufen.
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