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am 11. Juli 2001
Dylan stürzte 1966 mit seinem Motorrad, nachdem er mit "Highway 61" und "Blonde on Blonde" zwei Jahrhundertalben innerhalb kürzester Zeit aufnahm und im absoluten Hoch der Kreativität mit seinem Leben im Fassbinder-Stil spielte.
Für ihn Anlaß sein Leben grundsätzlich zu ändern, dem Starkult entzog er sich von der einen zur anderen Minute und verließ die Bühne der Öffentlichkeit ohne eine Spur. Es wurde so still um ihn, daß, als anderthalb Jahre später "John Wesley Harding" erschien, man glaubte, die Stimme eines Toten zu hören, so schrieb damals eine Zeitschrift. JWH gab uns allerdings - was zu diesem Zeitpunkt noch kaum einer wußte - einen ziemlich genauen Einblick in das, was er in der Zwischenzeit getan hat, nämlich die "Basement Tapes" aufzunehmen. Das Harding-Album entstand in einer Aufnahmepause zu den Tapes und klingt, laut Greil Marcus, wie eine reduzierte, trockene Form desselben Gedankens, der auch "Basement..." zugrunde liegt.
Dylan fühlte sich nach seinem Unfall wie befreit von allem Leistungsdruck, der auf ihm lastete und zog in diesen pinkfarbenen Keller, um mit seinen Lieblingsmusikern THE BAND, die sich damals noch HAWKS nannten, einfach aus Spaß Musik zu machen. Man richtete sich später in einem ähnlichen Keller in der Nähe ein kleines Studio, BIG PINK getauft, ein und nahm alles, was dann kam - so will es die Legende - mit einem Dreiersatz Mikrophone auf, den sich von PETER, PAUL UND MARY borgten. Dann wurde gejammt, geblödelt und gekifft, was das Zeug hält, keiner dachte wohl daran, das alles jemals zuveröffentlichen. Insgesamt füllt das Material fünf CD's, die man heute in jedem guten Bootleg-Store bekommt und ein Doppelalbum mit dem besten (?) Material veröffentlichte Columbia einige Jahre später. Alles in allem ist die Auswahl sehr gut, es fehlen allerdings einige entscheidende Songs und das ist zum Teil eine Tragödie, "I shall be released", das aber in dieser Version auf den Bootlegs I-III veröffentlicht wurde, die im öffentlichen Handel erhältlich sind, das siebeneinhalb minütige "Sign on the Cross", die längste und musikalisch sehr interessante Basement-Reise, und vor allem - und das ist wirklich schlimm - das wundervolle "I'm not there", daß von allen, die es einmal gehört haben, als der traurigste Dylansong ever bezeichnet wird.
Aber was soll's - Bootleg besorgen, in diesem Fall lohnt es sich. Das interessante an diesen Tapes ist, das die Musiker auf der Suche nach ihren Wurzeln so sehr mit diesen verschmelzen, daß die Band oft nichtmal wußte, ob Dylan den Song irgendwo aufschnappte oder ihn gerade geschrieben hatte. Er improvisiert als gäbe es kein Morgen, macht Nonsens ohne Ende, ein surreales Wortspiel reiht sich an das andere, und die Band tobt zerbrechlich, riskant und innig über ihre Instrumente und Dylan singt wie er noch nie sang, erweckt alte Cowboysongs wieder zum Leben, stirbt fast vor Schmerz in "People get ready" und "Tears of Rage" und spielt wie ein Zauberer, der keine Folgen erwarten muß, mit Zitaten amerikanischer Geschichte, Tradition und Roots (s. Greil Marcus "Basement Blues" - es enthält eine genaue Aufschlüsselung seines Vorgehens im Zusammenhang mit amerikanischer Songwriter-Tradition).
Zu den bezauberndsten Momenten gehören jene, in denen Sänger und Band in die fragmentarischen Andeutungen ihrer Spielweise so hineinfühlen, daß jeder Ton bewußt gespielt wird, nachhaltig und trotzdem zart und fließend, wie im Vorübergehen voll Leichtigkeit hingezaubert und trotzdem durchdacht und entschlossen scheint. Man hörte von den Musikern später oft Sätze wie, wir wußten, es würde kein zweites Mal geben. Musik als magischer Moment: "This wheel's on fire", "You ain't goin nowhere" oder "Yea!Heavy..." haben dieses Leuchten, eine sagenhafte Intensität, die man nie vergißt, wenn man sie gehört hat, dieses Schweben im Raum mit diesen alten, knatternden Mikros aufgenommen, überall spürt man den Dreck des Rock 'n' Rolls und gleichzeitig eine göttliche Wärme - unglaublich.
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am 16. April 2009
Mehr als 40 Jahre nach den "Basement-Sessions" von Bob Dylan & The Band wäre eine neue offizielle CD-Ausgabe mit mehr als den "nur" 24 Tracks der Doppel-LP von 1975 längst überfällig! Im Rahmen der Dylan-Remasters gibt`s jetzt wenigstens eine klanglich aufgefrischte CD-Version, im Digipak zum aufklappen, mit dem alten Essay von Greil Marcus und den selben 24 Songs wie bei den bisherigen offiziellen Versionen der Basement Tapes. Die neuen Remasters klingen sensationell gut, einfach unfassbar, was man mit moderner Technik aus den alten Bändern herausholen kann! Wer mehr als die "nur" 24 Songs vom Sommer 1967 aus dem Big Pink-Basement haben und hören möchte, der muss leider nach wie vor mit Bootlegs vorlieb nehmen, von denen die 4-CD-Box "A Tree With Roots" mit immerhin 107 Tracks die bislang umfangreichste CD-Ausgabe der Basement Tapes ist, noch dazu mit weitgehend sehr guter Soundqualität!
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am 26. September 2012
Wenn es noch irgendeines Beweises bedarf für die phänomenalen Soundeigenschaften einer gut produzierten SACD, dann vielleicht die "Basement Tapes" von Bob Dylan & The Band, aufgenommen im Sommer 1967 im Basement eines von den Musikern gemieteten Hauses in West Saugerties, in diesem brandneuen SACD-Remaster von MFSL. Der klangliche Zugwinn selbst gegenüber dem erst 2009 erschienenen Basement Tapes-Remaster ist in Worten kaum zu beschreiben! Wäre man seinerzeit selbst dabeigewesen, hätte es sich wahrscheinlich nicht anders, besser, direkter, transparenter angehört als auf dieser SACD. Wie üblich hat MFSL nicht mehr und nicht weniger als die originalen Master Tapes verwendet, es gibt also keinerlei Bonustracks, aber immerhin alle 24 Songs auf einer einzigen Scheibe, so dass die Anschaffungskosten denen einer einzelnen MFSL-SACD entsprechen. Seit ewiger Zeit eine meiner absoluten Lieblingsplatten, und jetzt in dieser Version erst recht!
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TOP 1000 REZENSENTam 28. Dezember 2011
es überrascht mich nicht wirklich, dass dieses LP-reissue genau die gleichen 24 tracks enthält wie seinerzeit. immerhin ist ja auch das cover-artwork quasi original belassen worden.

die später so genannten "basement tapes" wurden 1967 mit robertsons "the band" im keller eines hauses nahe woodstock nach dylans motorradunfall eingespielt. die räume waren für aufnahmen ungeeignet, mitgeschnitten wurde auf einer geliehenen 2-spur-bandmaschine, keiner der anwesenden verfügte über eine entsprechende ausbildung (mikro-positionierung, abmischung, ect). entsprechend furchterbar klangen die damals ab 1969 erhältlichen bootlegs, von denen aber angeblich rd. 350.000 stück verkauft worden sind.

wohl deshalb erschien 1975 das teil offiziell, der sound war nicht sehr viel besser....

dylan brachte damals etwa 30 neue kompositionen mit, täglich wurde eine menge gespielt, mitgeschnitten wurde nur ein teil und man muss wohl rufen: leider! zb "mighty quinn", damals erstmalig gespielt, fehlt hier, ebenso wie "i shall be released".

zumindest bei dem CD-reissue wären da doch ein paar bonustracks wünschenswert gewesen, entsprechend platz hätte sich auch gefunden - die vorhandenen songs alleine passen wohl auf eine einzel-CD - naja, das leben ist eben kein wunschkonzert...

dylan und die band bilden wie immer eine seltsame symbiose. ich habe immer diese vorstellung, dass dylan "the band" hinter sich nachzerrt, mitunter vor sich herschiebt, sich dabei plagt und schwitzt und stellenweise auch müde wird. es gibt formationen, in denen dylans stimme und seine art zu spielen beweglicher bleiben, in denen er seine mitmusiker leichter mitbewegt, was man mehr mag ist reine geschmackssache...

die scheibe enthält keine großen dylan songs, am bekanntesten vielleicht "too much of nothing" weil die hippie-band 'peter, paul and mary' mit einer coverversion mäßig erfolgreich war, es sind songs, die nicht so leicht ins gehör flutschen, manche davon wehren sich, kratzen und beißen - aber es sind dylan-lieder und sie sind alle großartig, manche versteht man gleich, andere brauchen ihre zeit...

nun also diese neuauflage auf vinyl, da konnte ich nicht daran vorbei. das ding ist immer noch alles andere als ein audiophiles highlight, aber in anbetracht der ausgangsqualität des vorhandenen materials wurde großartiges geleistet. immerhin hört es sich nun an, wie eine "normale" aufnahme aus den 70ern und nicht mehr wie eine, die aus einem kaputten lautsprecher, der in einen blechkübel gefallen ist, herausquakt.

vielleicht entbehrlicher als die veröffentlichungen der grandiosen bootleg-series, aber für alle, die dylan's genie erkannt haben ist das unverzichtbar und somit natürlich fünf sterne - what else?
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am 19. November 1999
Allein durch "illegale" Kopien waren die Basement Tapes so weit verbreitet worden, daß Bob Dylan zu dem kommerziellen Erfolg der "offiziellen" Platte meinte: "Komisch, ich dachte jeder hätte schon eine". Die Musik war nie wirklich für die Veröffentlichung gedacht und gerade darin liegt die Stärke der Lieder. Nach seinem Motorradunfall setzte Bob Dylan sich mit seinen Freunden von "The Band" im Keller von "Big Pink" zusammen, einfach um zu musizieren. Dabei lief ständig ein Tonbandgerät und das ist eigentlich auch die ganze Entstehungsgeschichte der Basement Tapes. Diese Freude am Jamming und an der Musik macht die Basement Tapes zum "großartigsten Album in der Geschichte der amerikanischen populären Musik" (John Rockwell in "The New York Times")
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am 22. April 2009
Eine intime CD aus der amerikanischen Folk - Rock Geschichte. Die Band mit einem überraschend entspannten und ausgeglichenen Bob Dylan,der nach seinem Motorradunfall alles hinter sich lässt. Offensichtlich hat er während dieser Zeit neue Inspiration erlangt. Die nachfolgenden Werke "John Wesley Harding" und "New Morning" zeigten einen veränderten Dylan, der in den 70 ern neue Meisterwerke der Pop Geschichte hervorgebracht hat.
Die Lyrik der CD ist sekundär, teils lustig, teils genial aber oft undurchdringlich, surreal. Die Band spielt famos auf. Man muss sich dem Drive der Musik hingeben, irgendwann fühlt man sich mitten unter den Musikern, das ist der eigentliche Zauber dieser CD.
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Wir dürfen eines nicht vergessen: all diese Songs waren von 1967-75 nur Insidern zugänglich; für alle anderen war beispielsweise "Quinn, The Eskimo (Mighty Quinn)" in der wunderbaren Basement-Version nur nur ein Gerücht. Dylan schrieb diese Songs, weil er nach einem neuen Weg im Musikbusiness suchte; -als Songschreiber für andere. Im Film "Don't look back" kündigt er regelrecht an; dass 1966 etwas Entscheidendes passieren werde und das Touren ein Ende nehmen werde, was ja dann auch der sogenannte Motoradunfall (für mich nur ein fake) mit sich brachte: Dylan zieht sich zurück. Er wollte endlich Zeit für Sarah und die Kinder und mit dem Songschreiben für andere Geld verdienen. Außerdem fühlte er 1967, dass er, seiner Meinung nach, so etwas wie die Beatles nie erreichen könne; denn erstens- er ist allein; hat nicht, wäre er John, noch Paul und George -und zweitens fehle ihm ein George Martin als Produzent und drittens wäre so etwas wie Pepper auch nicht sein Ding; aber sein Ding, dachte er, ist dabei, gegenüber den Beatels entscheidend zu verlieren. Also wollte er, ermutigt durch die omnipräsente Ausschlachtung seines Materials durch z.B. The Byrds, Geld verdienen als Songschreiber; dann müße er nicht mehr auf Tour gehen und der große Dylan sein. Dafür waren die Basement Tapes gedacht; die besten 14 (oder so) Songs wurden an die engl. und amerikan. Song-Agenten geschickt; um Geld daraus zu machen. Dort hörten sie Manfred Mann, The Byrds und andere und nahmen Material auf - auch The Band nahmen für ihr erstes Album 2? Songs davon auf ; und Du hast Recht; - sie machten auch meines Dafürhaltens gegenüber den Originalen nahezu alles falsch, was man da falsch machen kann. Neu engespielt werden mußten sie; weil auf den Originalen Dylan singt (aber seine Versionen nicht veröffentlichen wollte) und sie außerdem in keiner Hinsicht sauber produziert waren; Tonband; Monomix, Klebestellen, Takt oft nicht gehalten, verspielt, gehustet, gekifft, gelacht usw. Überwiegend Richard Manuel singt die Songs dann für The Band, Für Dylan waren die restlichen Songs der Basement Tapes intime Blödesl-Songs und sollten niemals das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Für mich aber ist es mit Riedenabstand (noch vor Desire) das Beste, was er jemals machte. John Wesley Harding ist -für mich- dagegen ein sehr schwaches und uninspiriertes Album. Ebenso Planet Waves mit The Band. Kein Vergleich mit der Spiritualität der Basement Tapes. Erschwerend für eine Veröffentlichung der Basement Tapes 1967 kam auch hinzu, dass Dylan seinen Vertrag mit Albert Großmann produktlos auslaufen lassen wollte; und 1969 hatte er die Basement Tapes dann schon wieder fast vergessen bzw, war ihm aktuelleres Material wichtiger.
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am 24. November 2006
Eine intime CD aus der amerikanischen Folk - Rock Geschichte. Die Band mit einem überraschend entspannten und ausgeglichenen Bob Dylan,der nach seinem Motorradunfall alles hinter sich lässt. Offensichtlich hat er während dieser Zeit neue Inspiration erlangt. Die nachfolgenden Werke "John Wesley Harding" und "New Morning" zeigten einen veränderten Dylan, der in den 70 ern neue Meisterwerke der Pop Geschichte hervorgebracht hat. Die Lyrik der CD ist sekundär, teils lustig, teils genial aber oft undurchdringlich, surreal. Man muss sich dem Drive der Musik hingeben, irgendwann fühlt man sich mitten unter den Musikern, das ist der eigentliche Zauber dieser CD.
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am 16. September 2014
The Basement Tapes gehört zum besten, was der Meister bisher machte. Das ist Zeitlos schöne Musik. Ich freu mich schon, wenn am 31.10.2014 die kompletten "Basement Tapes" veröffentlicht werden. Roll on Bob...
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am 5. August 2014
Macht schon was her. Alte Bob Dylan Aufnahmen in solcher hoher Klangqualität sind sehr selten. Hut ab. Tolle Scheibe. Tolle Titel.
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