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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
25
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Deep Purple... eine konfliktreiche Band. Ein Jahrzehnt hat es gedauert, bis Gillan und Blackmore ihre Animositäten erstmals begruben, knapp fünf Jahre später war schon wieder Schluss, und Gillan erklärte der Presse ein deutliches "Nie mehr".

Aber sag niemals nie, dreieinhalb Jahre später steht er dann doch wieder zur Verfügung. Ein Grund dürfte die Fürsprache von Bassist und Coproduzent Roger Glover sein. Allerdings nur unter der Bedingung, dass er Blackmore im Studio möglichst selten begegnen muss. Die Songs sind größtenteils schon aufgenommen, bloß Texte und Gesang fehlen noch. Beides ergänzt Gillan in Peter Maffays "Red Rooster Studio" - fertig ist die CD. Insofern ist der CD- Titel auch augenzwinkernd- allegorisch als Gesamt- Bandkonzept zu verstehen.

Überraschenderweise... gefällt mir das Endprodukt. Zwar nicht mit dem Hammer "Perfect Strangers" ebenbürtig, aber deutlich besser als das halbgare und käsig produzierte "House of blue Light" oder das enttäuschende "Slaves & Masters". Der Titelsong ist ein klasse durcharrangierter Rocker, "Anya" äußerst atmosphärisch, "Time to kill" extrem eingängig, "Ramshackle Man" leicht bluesig, "Solitaire" balladesk. Dazwischen stehen die sperrigen "Lick it up" und "Talk about Love" und das hektische "Twist in the Tale". Es ist diesmal ziemlich knapp, aber in meiner Welt ist "Battle rages on" fünf Punkte wert. Wow.

Dass die Band die anschließende Tour nicht überstand, hat kaum überrascht. Habe sie in Frankfurt gesehen, da haben sich Blackmore und Gillan über zwei Stunden keinen freundlichen Blick zugeworfen. Naja. Überrascht hat höchstens, dass nicht Gillan seinen Hut nehmen musste, sondern dass Blackmore ging. Nach einem kurzen Gastspiel von Joe Satriani wurde er durch Steve Morse ersetzt - aber das hat dann ein neues Purple- Kapitel aufgeschlagen, welches hier noch keine Rolle spielt.
11 Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Juli 2008
"Die Schlacht tobt weiter ..." passender hätte man nach dem erneuten Einstieg von Ian Gillan das interne Bandgefüge nicht umschreiben können. Allerdings paßt der Titel auch ganz gut zum Album. Die alten (Vor-)Kämpfer des Rocks ziehen in eine weitere Schlacht und wer mit Hard Rock nichts anzufangen weiß, der sollte erst gar nicht reinhören. Das Flaggschiff klassischen Rocks bleibt seinem Stil treu. Zu Gute kommt ihm dabei die druckvolle Produktion über die sich lediglich Ian Gillan (aber durchaus zu Recht) beschweren könnte.
Gleich zu Beginn spielt die (mal wieder und letztmalig vereinigte) Mk II Formation ihr Können voll aus. Paice und Glover bereiten den Boden auf dem Blackmores Gitarre die ansteigenden Melodien von Gillans Gesang und Lords Orgelspiel konterkariert. Das folgende "Lick it up" gerät trotz aller künstlerischer Klasse doch etwas schwerfällig. Letztlich bleibt es ein Füller an dessen Position das energische "A twist in the tale" besser aufgehoben gewesen wäre. "Anya" geht ganz gut ins Ohr, zitiert aber auch McCartneys "Live and let die". Bei "Talk about love" stauen sich zwar die Riffs auf, allerdings fällt auch dieser Song eher in die Kategorie Füller. Ein Ohrwurm ist die Halbballade "Time to kill" bei der die Band ihr Gespühr für Melodien auspielen kann. Allerdings klingt die Produktion hier insgesamt etwas "verwaschen".
Mit Beginn der zweiten Hälfte führt die Band zurück in (ihre) früheren 70er Jahre. Bei "Ramshackle man" stolzieren Gitarre und Orgel Hand in Hand durchs Gehör. Mit dem anschließenden "A twist in ..." verläßt die Band - ausnahmsweise - den mittleren Tempobereich. Das düstere "Nasty piece of work" bittet schließlich mit seinem dominanten Orgelspiel zum Headbangen. "Solitaire" erscheint dagegen als der haromische Nachfolger von "Perfect strangers". Mit "One man's meat" findet das Album letztlich einen soliden Abschluss (auch hier wäre wohl ein Positionswechsel besser gewesen).
"The Battle Rages On ..." stellt kein Meisterwerk da. Es ist lediglich ein solides Stück Rock, das Liebhabern von klassischen Rock viel Freude bereiten dürfte. Interessant ist jedoch die an einigen Stellen aufklingende Ähnlichkeit zu den späteren Alben mit Steve Morse an der Gitarre.
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am 16. April 2010
Turner weg - Gillan wieder zurück! Blackmore immer noch da, was für die Standortbestimmung das Albums wichtig ist, denn es war ein paar Jahre vorher jener Blackmore der Gillan in die Flucht geschlagen und mit seinen Ex-Rainbow-Sänger Joe Lynn Turner ersetzt hatte. Der Titel des Albums kann durchaus auf die Zustände innerhalb der Band gewertet werden.

Dieser Kampf hat auch immerhin was gutes für sich. Das Kreativ-Trio Gillan, Glover, Blackmore schüttelte mal so locker ein Album aus dem Ärmel, das es durchaus mit der 84er Deep-Purple-Scheibe aufnehmen kann, aber um eine ganze Ecke fetter und stellenweise auch aggressiver klingt (A Twist In The Tale). Allerdings schafft man es nicht ganz dem Kitsch (Anya) zu entfliehen oder auch eine Nullnummer (Talk About Love) zu fabrizieren.

Nach der anschließenden World-Tour (geiles Konzert damals in Nürnberg) war dann letztendlich wirklich Schluß mit der legendären Besetzung, als Blackmore die Truppe verließ und Rainbow für ein Album wieder aus der Taufe hob und dem Hardrock dann mit Blackmores Night komplett den Rücken zuwandte.

FAZIT: für mich die DP-Scheibe der 90er Jahre...
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am 24. Februar 2002
Dies ist ein zwiespältiges Deep Purple-Album, dem viele nachsagen, es sei das schlechteste überhaupt. Ich halte es aber dennoch für weit besser und inspirierter als "House Of Blue Light" und vielleicht sogar "Perfect Strangers". Das Album verfügt mit dem hymnenartigen "The Battle Rages On", dem ge-ni-alen "Anya" auf dem Ritchie Blackmore seinen musikalischen Leidenschaften fröhnt, dem schnellen "A Twist In The Tale" und dem düsteren "Solitaire" über vier absolute Deep Purple-Hämmer was Produktion, Songwriting und Einspielung anbelangt. Wow! Unter den restlichen Stücken befinden sich zugegeben einige Füller, aber allein die vier genannten sind den Kauf wert und stechen aus dem breiten Deep Purple Angebot angenehm hervor. Deshalb vier Sterne.

Der Titel des Albums ist eine herrlich nicht-subtile Anspielung auf die Reibereien in der Band, speziell zwischen Sänger Ian Gillan und dem bösen Mann in schwarz, Ritchie Blackmore. Dass ihn bald darauf Gitarrist Steve Morse ersetzte und frischen Wind brachte, war wohl überlebenswichtig. Zusammen mit dem Livemitschnitt "Come Hell Or High Water" ist dies Album somit ein nettes Abschiedsgeschenk Blackmores. So zeigt die Platte gleichzeitig die Genialität dieser Band und dass die Luft draußen war...
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Bei der "Battle rages on" von 1993 ist es für mich ähnlich wie bei der "House of blue light" oder der "Bananas", ich kann nicht verstehen, warum manche Rezensenten diese Platten so schlecht reden. 1. war Ian Gillan wieder zurück. 2. ist diese Platte wieder härter als der Vorgänger mit Joe Lynn Turner, welcher mir allerdings auch gefällt.

Sicherlich kann man "The Battle.." nicht mit "Machine Head" oder "Perfect strangers" vergleichen, das waren und sind Meisterwerke und zu einer ganz anderen Zeit entstanden. Leider machen einige Purple-Fans diesen Fehler und geben neueren Platten von Anfang an keine Chance. Mir jedenfalls gefällt die vorliegende Platte richtig gut. Mit dem Titelsong, `Anya` und `Solitaire` sind sogar 3 Juwelen enthalten!
Auch `Lick it up` ist sehr ordentlich. `Time to kill` hätte ich als Single veröffentlicht, ist aber wohl nicht passiert. Vielleicht wäre es sogar ein kleiner Hit geworden? Auf der darauffolgenden Tour ging es dann mit Ritchie gar nicht mehr. Somit musste der Mann, der sich häufig selber im Weg steht, gehen.
Von mir gibt es 4 Sterne für die Schlacht, die weitergeht. Gott sei Dank machten Purple dann auch ohne Ritchie weiter. Zusammenfassend muss man sagen, es gibt auf dem Album Füller, aber mit `The battle..`, `Anya` und `Solitaire` Knüller.
88 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. April 2003
das 92er werk das hier voliegt ist irgendwie recht unbekannt,
und wenn dann wirds oft niedergemacht.
zugegebenermassen ist mir schleierhaft warum!
joe lynn turner war wech von der truppe (slaves and masters von 1990) - durchaus ein guter shouter, hat die gruppe aber in richtung american mainstream rock gebracht.
ian gillan war zurueck + blieb. trotz krach mit alter grummelbacke blackmore, der hier auch zum letzten mal seine saiten fuer purple maletriert hat.
der einstieger und titelsong zeigt wo der apfel haengt, knackig, hart + instrumentalisch ausgefeilter als z.bsp. das hochgelobte "perfect strangers".
auch die songs zeigen ein breiteres spektrum.
hard rock songs ala titelsong oder "a twist in the taile". ein touch von mittelalterlicher musik (zumindest am anfang des songs, spaeter machte richtie blackmore unter "blackmores night" ausschliesslich solche musik) wie in "anya".
dann was ruhigeres wie "time to kill" mit verfremdeter stimme. in die gleiche richtung geht auch "solitaire".
saubere produktion ist sowieso gewaehrleistet wenn roger glover an den reglern dreht. eine scheibe bei der man die spannungen innerhalb der truppe nicht "hoerte". sondern es noch kreativ zuging, wenn wohl auch laut und voller streit.
fazit: ein unterschaetztes werk, mit transperetem klang. gute songauswahl, sehr abwechslungsreich instrumentiert und gesungen.
4 sterne voll+ganz verdient, nicht mehr, aber auch keine sternschnuppe weniger!
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am 11. April 2016
Die LP ist ohne Fertigungsfehler. Sie liegt plan auf und spielt so gut wie ohne Nebengreräsche. Der Sound ist druckvoll und gut durchhörbar. In der Regel sind die Pressungen von "Music On Vinyl" immer sehr gut.
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TOP 1000 REZENSENTam 11. November 2006
Bei der "Battle rages on" von 1993 ist es für mich ähnlich wie bei der "House of blue light" oder der "Bananas", ich kann nicht verstehen, warum manche Rezensenten diese Platten so schlecht reden. 1. war Ian Gillan wieder zurück. 2. ist diese Platte wieder härter als der Vorgänger mit Joe Lynn Turner, welcher mir allerdings auch gefällt. Sicherlich kann man "Battle" nicht mit "Machine Head" oder "Perfect strangers" vergleichen, das waren und sind Meisterwerke und zu einer ganz anderen Zeit entstanden. Leider machen einige Purple-Fans diesen Fehler und geben neueren Platten von Anfang an keine Chance.

<br />Mir jedenfalls gefällt die vorliegende Platte richtig gut. Mit dem Titelsong, `Anya` und `Solitaire` sind sogar 3 Juwelen enthalten. Auch `Lick it up` ist sehr ordentlich. `Time to kill` hätte ich als Single veröffentlicht, ist aber wohl nicht passiert. Vielleicht wäre es sogar ein kleiner Hit geworden?

<br />Auf der darauffolgenden Tour ging es dann mit Ritchie gar nicht mehr. Somit musste der Mann, der sich häufig selber im Weg steht, gehen.

<br />Von mir gibt es 4 Sterne für die Schlacht, die weitergeht. Gott sei Dank machten Purple dann auch ohne Ritchie weiter.
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am 1. Januar 2003
"The battle rages on" war das letzte Album mit Ritchie Blackmore, der nach der folgenden Welt-Tour einstimmig vom Rest der Band zusammen mit seinen Ego-Problemen von Bord gekickt wurde. In meinen Augen die richtige Entscheidung - begnadeter Gitarrist hin oder her - zumal man mit Steve Morse einen mehr als gleichwertigen Ersatzmann gefunden hat. Doch auf diesem Album zeigt Blackmore noch einmal, was er so alles draufhat, indem er einige beeindruckende Soli in die Songs einbaut.
Die Mischung aus kernigen Hardrockern (Der Titelsong, "Lick it up" oder "One man's meat"), einem schnellen Kracher ("A twist in the tale"), 'ner langen Bombastnummer ("Anya") und einem Song mit etwas Pop-Appeal ("Time to kill") macht die Platte von vorne bis hinten hörenswert, ohne das sich Lückenfüller eingeschlichen hätten und Ian Gillan brilliert sowieso wieder in jeder Tonlage.
Fazit: Auch mit "The battle rages on" beweisen Deep Purple, dass sie immer noch in der Lage sind, ein abwechslungsreiches und überragendes Hardrock-Album einzuspielen, dass sich nicht hinter den zahlreichen Klassikern verstecken muss.
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am 14. Juni 2002
Meiner Meinung nach ist dieses Album von vielen Fans und Kritikern verkannt, da sich die Band damals in einer schwierigen künstlerischen (und zwischenmenschlichen) Phase befand. Die vielerorts gehörte Beurteilung >>als schlechtestes Album der Band<< kann ich in keinster Weise nachempfinden und daß obwohl ich mit der Musik von Deep Purple aufgewachsen und wirklich ein eingefleischter Fan bin. Ich finde die Scheibe bietet einige musikalisch sehr interessante und gelungene Stücke (The Battle Rages On, Anya, Ramshackle Man), wobei Blackmores Gitarrenriffs- und soli die Songs dominieren. Man kann in einer so langen Schaffenszeit einer Band auch nicht erwarten, daß jedes Werk den Anspruch erhebt ein Meilenstein zu werden. Dieses Album gehört trotzdem unbedingt in die Sammlung eines jeden Deep Purple-Fans (zumal es auch das letzte Studioalbum mit Blackmore war) - KAUFEN!!!
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