Jeans Store Hier klicken Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Learn More sommer2016 Herbstputz mit Vileda Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic festival 16

Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
1
4,0 von 5 Sternen
5 Sterne
0
4 Sterne
1
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Preis:16,44 €+ 3,00 € Versandkosten

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 1000 REZENSENTam 14. August 2005
Es sollte der PR-Gag des Jahrhunderts werden: Für die Hauptrollen in Sir Georg Soltis erster Studioaufnahme von Verdis Oper über die Ermordung des schwedischen Königs Gustav III. waren die beiden größten schwedischen Opernstars ihrer Zeit verpflichtet worden: Birgit Nilsson und der wunderbare Jussi Björling. Doch dann verstarb der Tenor plötzlich kurz vor den Aufnahmen und musste durch den damals noch relativ unbekannten Carlo Bergonzi ersetzt werden.

Übrig blieb Nilsson und damit ein Problem der Aufnahme: Sie kannte die Rolle gut, hatte sie auch auf der Bühne mit Erfolg gesungen, und schafft es in der Aufnahme auch, die Partie nicht mit ihrer Riesenstimme zu erschlagen. Allerdings hatte sie einfach nicht das ideale Instrument für diese Rolle: Die Amelia muss eine weich einschwingende Stimme und ein warm leuchtendes Piano haben - wie etwa Leontyne Price. Nilssons Stimme klingt v. a. in den leisen Passagen eher kühl, flach und hart. Ihre Stärke waren nun einmal starke Frauen, denen sie ihr strahlend metallisches forte leihen konnte.

Carlo Bergonzi dagegen nutzte die Chance, mit dieser Aufnahme - seiner ersten von zwei Maskenball-Einspielungen - zu zeigen, dass er der legitime Nachfolger Björlings als technisch bester, stilsicherster Verdi-Tenor seiner Zeit war - man höre sich nur einmal an, wie souverän, sehnsüchtig und elegant er "Di' tu se fedele" singt, um dann hinterher mit überschäumender Freude das "È scherzo od' è follia" anzuführen.

Die restlichen Sänger der Aufnahme sind gut (MacNeill) bis hervorragend (Simionato), an Chor und Orchester gibt es wenig auszusetzen.

Mit den sehr langsamen Tempi von Sir Georg Solti habe ich allerdings Probleme. Diese tragikomischste der Opern Verdis bräuchte eigentlich eine leichtere Hand, wie sie etwa Abbado und Ricardo Muti später gefunden haben.

Insgesamt also eine wirklich gute, wenn auch etwas schwerfällige Gesamtaufnahme des Maskenballs, die aber nicht ganz die sängerische Einheitlichkeit der in dieser Hinsicht unübertroffenen Leinsdorf-Aufnahme (auch mit Bergonzi, daneben aber Leontyne Price, Merrill, Verrett, Grist) oder die Eleganz von Mutis Einspielung (mit dem jungen Domingo, Arroyo, Cappuccilli, Cossotto, Grist) erreicht.
33 Kommentare| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken