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am 16. März 2009
Guten Tag,
wie jede Aufnahme, hat auch diese Aufnahme ihre Schwachstellen.
Jedoch sind diese Schwachstellen nicht pauschal anzugeben, sondern eine Frage des Geschmacks.
Meiner Meinung nach, sind die Chöre zu "brav". Dies liegt wohl daran, daß der Thomanerchor relativ junge Stimmen hat.
Wenn sie singen "nicht diesen, nicht diesen sondern Barrabam!", klingt es irgendwie zu "schön", zu sehr cantabile, bel canto.
Diese Stellen sind meiner Meinung nach sehr deklamatorisch zu artikulieren, jeder Ton mit portato, sforzando und marcato zu singen; schließlich sind diese Trubae-chöre Ausdruck einer wütenden Volksmasse, die etwas fordert. (Das lyrische cantabile des Thomanerchores paßt dazu ungefähr genauso gut wie eine schweigende Demonstration zu den Forderungen streikender Gewerkschaftler).
Die Tempi finde ich in einigen Fällen gerade an der Grenze zum zu langsam werden.
Die Choräle sind allerdings gut interpretiert: hier passt der Thomanerklang besser zur Grundstimmung, nur die kleinen Chöre wirken etwas verschlafen.

Wer das nicht haben möchte, dem sei die Aufnahme von J.E. Gardiner (Archiv) anzuempfehlen, die allerdings auch Schwachstellen hat.

Nun zu den positiven Seiten:
Der Evangelist: mein Vorrezensent schreibt etwas von einer wahren Wonne, und das ist wirklich nicht übertrieben.
Der Evangelist Peter Schreier singt absolut einwandfrei, wobei er besonders durch seine differenzierte Vokalfärbung überzeugt, und er trifft in jedem Fall die richtige Stimmung.

Sämtliche Solisten sind großartig.
Hören Sie sich den Anfang von "Ach mein Sinn" an.

Alles in allem ist die Aufnahme wirklich gut, besonders auch wegen des saftigen Orchesters, das zwar nicht, wie jemand gesagt hat, verschnörkelt historisch spielt, aber dennoch zwei alte Traversflöten und eine oboe da caccia, sowie einige alte Streichinstrumente hat.
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am 3. Juni 2011
Es wurde immer wieder behauptet, die Wahl der Tempi bei den Bachschen Passionen sei eben -Geschmackssache-. Ich versuche, dem mit einem begründeten Plädoyer für gemäßigte Tempi, wie sie in dieser Einspielung auch von Rotzsch gewählt wurden, zu widersprechen. Es ist keine Frage, dass ein Gardiner beispielsweise bei Turba-Chören durch schnelle Tempi einen sehr dramatischen Effekt erzielt. Ich behaupte aber, dass er andererseits damit wesentliche Strukturen verdeckt, die durch langsamere Tempi -wie beispielsweise bei Herreweghe in der Matthäus-Passion und insbesondere hier bei Rotzsch in der Johannes-Passion- viel klarer hörbar werden. Und sie sind für ein Erfassen der Bachschen Aussagen von entscheidender Bedeutung.

Dies sei an dem Turba-Chor der Johannes-Passion "Lasset uns den nicht zerteilen" exemplarisch aufgezeigt. Es geht um den Rock Jesu, den die Kriegsknechte beschließen im Gegensatz zu den übrigen Kleidungsstücken nicht zu teilen. Bereits beim erstmaligen Hören fällt die für einen einzigen Text-Satz ungewöhnliche Länge des Stückes auf. An zwei Stellen erwartet der Hörer bereits das sichere Ende - und dennoch fließt die Musik weiter, so als wenn sie kein Ende finden könne. Hier ist die Unendlichkeit mit musikalischen Mitteln hörbar gemacht worden. Die beiden Übergänge gliedern das Ganze in drei Abschnitte, die aber gerade nicht als einzelne Teile mit einer klaren Grenze trennbar wären, sondern ineinanderfließen, miteinander "durch und durch" verwoben sind wie der einteilige Rock Jesu - im Gegensatz zu dem teilenden Macht- und Besitzstreben der Kriegsknechte. Der Rock -wie das Musikstück- sind wie ein Gleichnis der Dreieinigkeit, zugleich aber auch der Unteilbarkeit des Lebens. Darin liegt die eigentliche Tiefe der Bachschen Musik sogar über ihre christliche Botschaft im engeren Sinne hinaus. Schaut man sich nun die Sing- und Instrumentalstimmen genauer an, so fallen wiederum drei nahtlos ineinander übergehende Themen auf: Erstens eine fast tänzerische 16-tel Bewegung als Steigerung einer vorherigen auf der Stelle eines einzigen Tones verharrenden 8-tel-Folge, zweitens eine von einem 8-tel abspringende Bewegung in 4-tel-Synkopen, sowie drittens eine die Taktzeiten stattdessen wieder klar betonende 4-tel Bewegung. Jede Stimme enthält ineinanderübergehend diese drei Formen. Sie erklingen aber auch gleichzeitig in den verschiedenen Stimmen. Hier drückt also jede einzelne Stimme wie eine leibnizsche Monade zugleich das Ganze aus. Es wird für den Hörer fast ununterscheidbar, ob es überhaupt einzelne Stimmen oder nur ein Ganzes gibt - so wie auch in der Monadologie eines Leibniz offen bleibt, ob es unendlich viele oder nur eine einzige Monade gibt. Man könnte daher sagen: das Übel beginnt in der Welt mit dem Teilen und Zählen. Die Vertonung all dessen lebt aber von der dynamischen Spannung der trotz ihrer Gleichzeitigkeit auch widersprüchlichen, gegeneinander spielenden drei musikalischen Formen. Auch darin zeigt sich eine über das Konzept der christlichen Dreieinigkeit weit hinausreichenden Tiefe der Bachschen Musik. Diese aber wird zerstört, wenn man das Tempo so flott anzieht, dass die 16-tel-Bewegung zu einer in ihrer tonalen Bewegung nicht mehr genau hörbaren, hektischen Bewegung verkommt und die feinen Strukturen in einem auf die gröberen Taktzeiten reduzierten, unruhigen Staccato verschwinden. In diesem Sinne gehen bei Gardiner die eigentlichen Aussagen Bachs zugunsten eines viel oberflächlicheren, dramatischen Stimmengewirr unter. Bei ihm konzentriert sich alles auf die Ebene der psychischen Verfasstheit der Kriegsknechte - der Dramatik ihres Handelns. Ich kenne keine Aufnahme, die dagegen diese Unteilbarkeit des Lebens derart plastisch und ergreifend hörbar macht wie diejenige von Rotzsch. Allem anderen, was positiv über diese Aufnahme gesagt wurde (herausragend Peter Schreier als Evangelist, usw.) kann ich nur zustimmen. Es braucht an dieser Stelle nicht nochmals wiederholt zu werden.
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am 3. September 2015
Ich habe von einem Thomanerchor mehr erwartet. Man merkt, dass es sich für den Chor um Standardrepertoire handelt: die Chorstücke sind fast durchgehend eher lustlos gesungen, Dynamik fehlt in weiten Teilen. Es macht den Eindruck, dass der Chor die Passion eben einfach nochmal runtersingt ohne jede Begeisterung darüber, was Bach in Wirklichkeit in diese Passion musikalisch gelegt hat. Das sollte aber m.E. gerade dieser Chor wissen und umsetzen können.
Außerdem besteht ein typisches Knabenchor-Problem: Man hört in weiten Teilen nur den Sopran. Die anderen Stimmen gehen völlig unter. Wenn man die anderen Stimmen nicht aus eigener Praxis oder anderen Aufnahmen kennt, hört man sie nicht. Streckenweise hat man den Eindruck, Bass und Tenor würden gar nicht mitsingen.
Die Solisten sind gut, können aber den schlechten Chor nicht wettmachen.
Leider keine schöne Interpretation.
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am 26. Juli 2001
Wer hat nicht alles schon die Johannes-Passion aufgeführt und aufgenommen?! Wer allerdings dieses Werk in schnörkelloser Klarheit und Reinheit, ohne den Schnickschnack der sog. historischen Aufführungspraxis, hören will, der sollte hier zugreifen. Diese Aufnahme ist Predigt im besten Sinne, das Bachsche Motto "Soli Deo Gloria" findet hier seinen Ausdruck. Mit welcher Vollendung die Thomaner alle Teile, ob schlichte Choräle, turbulente Volksszenen oder die großen Chorsätze zu Beginn und am Ende, bewältigen, ist so nicht wieder zu hören. Daß Peter Schreier der Evangelist schlechthin ist, braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden. Und daß die anderen Solisten sowie das Gewandhausorchester ihren angemessenen Part am Gesamtkunstwerk zum Lobe Gottes haben, klingt schon fast banal. Was kann man noch sagen? Greifen Sie zu, solange es diese Aufnahme noch gibt!
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am 11. Januar 2013
Ein sehr schönes Album. Vom Thomanerchor auch zu erwarten. Sehr deutlich die Aussprache und auch mit sehr Gefühl vorgetragen. Sehr zu empfehlen ist der Chorus "Ruht wohl".

Einzig der Tenor in den Rezitativen ist teilweise ein wenig schwülstig und breit vom Klang her.

Nicht nur zu Ostern gut zu hören.
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am 26. Juli 2001
Wer hat nicht alles schon die Johannes-Passion aufgeführt und aufgenommen?! Wer allerdings dieses Werk in schnörkelloser Klarheit und Reinheit, ohne den Schnickschnack der sog. historischen Aufführungspraxis, hören will, der sollte hier zugreifen. Diese Aufnahme ist Predigt im besten Sinne, das Bachsche Motto "Soli Deo Gloria" findet hier seinen Ausdruck. Mit welcher Vollendung die Thomaner alle Teile, ob schlichte Choräle, turbulente Volksszenen oder die großen Chorsätze zu Beginn und am Ende, bewältigen, ist so nicht wieder zu hören. Daß Peter Schreier der Evangelist schlechthin ist, braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden. Und daß die anderen Solisten sowie das Gewandhausorchester ihren angemessenen Part am Gesamtkunstwerk zum Lobe Gottes haben, klingt schon fast banal. Was kann man noch sagen? Greifen Sie zu, solange es diese Aufnahme noch gibt!
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am 8. Mai 2013
Die Aufführung ist an manchen Stellen zu brav.
Dem Chor fehlt die Stimmgewalt erwachsener Männer, daher kommen
die resuluten Teile nicht zur Geltung.
Entschädigt wird man zum großen Teile aber durch die Solisten, die
ausnahmslos mit hervoragenden Stimmen glänzen.
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am 14. Januar 2011
Kurz und knapp:
- eine tolle Aufnahme
- eine hervorragende Interpretation Bachs Musik
- für die gute Qualität äußerst preisgünstig
Sehr empfehlenswert!!
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am 1. Januar 2012
Die Johannes Passion von Bach ist eine wunderschöne musikalische Verarbeitung eines traurigen Stoffs, man merkt sofort das Original in der Zusammenstellung von TEXT und NOTEN. Daher ist diese Passion nur zu empfehlen.
Die musikalische Ausführeung scheint mir perfekt und gut zu
sein, Arien und Chorstücke vor allem das neunte Stück sind einfach wunderschön, daher auch hier Empfehlung. Schwächen in der Aufnahme kann ich nicht feststellen.
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am 15. August 2004
Ich bin so glücklich, diese CD gefunden zu haben. Der Evangelist wird von Peter Schreier herzzerreißend klar und eindrucksvoll gesungen. Theo Adam singt Jesus - meine Erwartungen wurden auch hier reichlich belohnt.
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