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Kundenrezensionen

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HALL OF FAMEam 23. September 2002
Das vielfach unterschätzte 13. Album "The Ghosts of Tom Joad" zeigt den Boss meist ohne Begleitband, nur Stimme mit Gitarre und Mundharmonika, ein Liedermacher-Album in klassischen Sinne, das wie sein geistiger Vorgänger "Nebraska" die Ambivalenz Springsteens gegenüber seinem Heimatland aufzeigt. Dabei hat Springsteen die Charaktere nicht einfach von Steinbeck, aus Filmen oder Zeitungsartikeln gestohlen, sondern er verwandelt sie in moderne Menschen und macht sie so zu einem Teil seiner Beobachtungen des zeitgenössischen Amerikas.
Themen der nicht selten depremierenden Lieder sind die Armut und die Verzweiflung. Mal geht es um den einsamen Grenzpolizisten, der sich in eine Mexikanerin verliebt, die verzweifelt versucht, auf illegalem Weg in die USA zu gelangen ("The Line"), mal um einen Arbeitslosen, der sein Heim in Pennsylvania verlässt, um wie die Hobos der Großen Depression auf Güterzügen durch das Land zu reisen ("The New Timer"), andere handeln von Vietnamveteranen, die daran scheitern, in der Gesellschaft Fuss zu fassen. Das titelgebende Stück wurde benannt nach einem Darsteller aus John Steinbecks "Früchte des Zorns". Hier singt Springsteen: "The highway is alive tonight / But nobody's kiddin' nobody about where it goes". Der Highway nicht länger als Metapher für Hoffnung, wie noch in "Born to Run", sondern als Synonym der Hoffnungslosigkeit, der Heimat für die Verlierer der Gesellschaft.
Wenn ich beim Hören von "Tom Joad" die Augen schließe, dann sehe ich einsame Seen und Rinderherden vor grellen Sonnenuntergängen, dann rieche ich Maisfelder und fühle den von endlosen Autofahrten lahmen Rücken, das raue Leder des Ami-Schlittens, der auf schnurgeraden Highways quer durch den Mittleren Westen Amerikas röhrt. Es ist ein Meisterwerk der Stimmung!
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am 31. Juli 2006
Der Titel des Albums kündigt es bereits an: Springsteen hat sich mit "The Ghost of Tom Joad" auf die Spuren von Steinbecks Roman "Grapes of Wrath" ("Früchte des Zorns") begeben. 12 Songs über die Verlierer des American Dream, über illegale Einwanderer, Obdachlose, Enttäuschte. Musikalisch knüpft Springsteen an "Nebraska" an: Balladen ganz in der Tradition der amerikanischen Songwriter, dominiert von Akustikgitarre und Mundharmonika, insgesamt sparsam instrumentiert. Umso mehr wirkt Springsteens Gesang: eindringlich, melancholisch, aber mit verhaltenem Zorn, poetisch auch. Ein Volltreffer mitten ins Herz! Das ganze Album vermittelt eine ganz eigene Atmosphäre, man sieht förmlich die endlosen Wüsten des amerikanischen Südwesten vor sich, in der die Menschen verloren wirken -- Weiten ohne Monument-Valley-Romantik und ohne Trost. Der Geist von Tom Joad ist immer noch lebendig.

Bruce Springsteen gelingt auf dieser CD (seiner besten, zusammen mit "Nebraska") etwas, was nicht einmal Bob Dylan in solch eindringlicher Weise gelang: Er erzählt Geschichten, wie sie auch Steinbeck hätte erzählen können, und man würde diese Geschichten auch dann verstehen, wenn man kein Wort Englisch könnte. Es ist diese unglaubliche Intensität seiner Interpretation.

Fans des Rockmusikers Springsteen könnten vielleicht enttäuscht sein von dieser anderen Seite des "Boss" -- aber wenn's nach mir ginge, hätte er mehr Alben dieser Art gemacht.
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am 18. Februar 2014
Wenn ein Ausnahmegigant wie THE BOSS eine strippedDown-Version seiner Poesie als Brettl-Jause serviert, als Kalte Platte so to say, dann ist mit Sicherheit ein Meisterwerk die Folge - voila, hier ist wieder ein solches. Das NEBRASKA der 90er Jahre, und knapp 20 Jahre später als CD bei amazon um 5 EURO erhältich - man darf auf keinen Fall den Eindruck bekommen, es handle sich bei diesen CDs um SecondClass-Material - weit gefehlt: Hier werden KLASSIKER der Rockmusik kunden- und Geldbeutelfreundlich angeboten, und jeder, der sich eine reelle Sammlung - wie in meinem Fall Vinyl, CD plus mp3 - zulegen will, der kann gar nicht anders als hinlangen. Ich kenne keinen, der den BOSS nicht mag!
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am 20. Januar 2016
Für mich ist Ghost of Tom Joad das beste Springsteen Album überhaupt und offenbart seine gesamten Songwriter-Qualitäten, unglaubliche Geschichten, Gänsehaut pur. Habe mir die songs auf MP3 nun gekauft, weil meine CD's schon so oft gespielt wurden, und zerkratzt sind.
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TOP 1000 REZENSENTam 4. November 2013
Bruce Springsteen bewegt sich mit "The Ghost Of Tom Joad" (ebenso wie mit "Nebraska") in der Tradition der Songwriter. Es ist ein grandioses Album geworden. Musikalisch sind durchweg sehr ruhige Songs zu hören. Vergleiche mit anderen Songwritern wie Bob Dylan, Leonard Cohen oder Donovan wären hier falsch am Platz. Es spielt und singt Springsteen! Begleitet wird er von sehr guten Musikern, wie die E-Street-Band Weggefährten, Danny Federici, Patti Scialfa, Gary Tallent und Soosie Tyrell, anderen guten Musikern die mir bislang nicht bekannt sind. Die Musik begleitet Springsteen im wahrsten Sinne des Wortes. In dieser sehr ruhig arrangierten Atmosphäre dominiert der Gesang von Bruce Springsteen. Die Stimme wirkt fast zerbrechlich und ist mit der seiner vielen gewaltigen Hits nicht zu vergleichen. Wunderschöne Songs wie "Youngstown", "The Ghost Of Tom Joad" und "The New Timer" sind absolut gelungen. Dies sind auch meine Anspieltipps. Wer aber Springsteen ausschließlich als den Boss der E-Street Band und des Stadien Rocks mag, der liegt hier wahrscheinlich verkehrt.
Ich besitze das Album seit seinem Erscheinen im Jahre 1995. Der Titel der CD ist an John Steinbecks Roman "Früchte des Zorn" angelehnt. Unter den vielen CD's, DVD's und LP's, die sich mittlerweile in meine Musiksammlung eingefunden habe, hat "The Ghost Of Tom Joad" einen ganz besonderen Stellenwert eingenommen. Ich kann jedem, der gerne Singer/Songwriter Musik hört, dieses Album nur wärmstens empfehlen.
Bruce Springsteen in der Tradition dr Singer/Songwriter!!!
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am 8. Februar 2006
Ich habe vor einiger Zeit schon einmal eine Rezension abgeben, die aber - warum auch immer - leider nicht zu sehen ist. Deshalb mach ich es kurz: Ein absolutes Meisterwerk und in meinen Augen auch (noch) besser als die beiden anderen Acoustic-Platten "Nebraska" und "Devils and Dust". Gänsehautmomente ohne Ende, insbesondere "Dry Lightning", "Across The Border". Man sollte sich aber auf jeden Fall die Mühe machen, und die Texte dazu lesen (und verstehen). GOTJ beweist einmal mehr die Vielseitigkeit von Springsteen. ZUsammen mit Bob Dylan und John Prine gehört Springsteen uneingeschränkt zu den größten noch lebenden Singer/Songwritern.
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am 16. Februar 2005
Gefühle pur auf eine CD gebracht. Hätte er doch mehr solcher Scheiben rausgebracht. Eine CD voller Gefühle und mit seiner einzigartigen Stimme. Hier hört man, was er kann. Neben Nebraska für mich das Beste was der Boss je produziert hat. Für mich gibt es nicht viele Künstler, auf dessen Scheiben alles gefällt. In manche muss man erst "reinhören". Diese aber begeistert ab dem ersten Moment, d.h. es beginnt mit "The Ghost of Tom Joad". Meine Favoriten: "Across the border" (Harmonica und Violins) und "The Line". Beides Grenzerfahrungen mit unterschiedlichem Ausgang.
"Sinaloa Cowboys" ist ebenfalls sehr gefühlvoll("Doing the work the hueros wouldnt do"). Feelings at its best.
Träumen. Und nix bereuen. Es lebe Miguel, Louis, Bruce und das Leben.
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am 2. Mai 2003
Vom gleichnamigen Album „ The ghost of tom joad" wurde der Titelsong ausgekoppelt.
Diese Ballade finde ich sehr gelungen und außerdem zeigt dieses Lied wohin die
musikalische Reise mit dem Boss auf dem Rest des Albums geht, nämlich vom Anfang
bis zum Ende sparsam instrumentierte Folknummern. Die beiden folgenden Lieder
„ Straight time" und „Sinaloa cowboys" stammen ebenfalls aus dem 95-iger
Studiowerk. Hier werden die Songs „unplugged" aufgeführt. Die Liveaufnahmen sind von einem Konzert im Tower -Theater genommen worden. „Straight time" nur mit Akustikgitarre
und Mundharmonika finde ich sogar besser als die Studioaufnahme . Titel 4 bietet eine
Überraschung :„Darkness on the edge of town" in einer abgespeckten Soloakustikgitarreninterpretation, gleichfalls im Tower-Theater aufgeführt. Zur CD
ist diese Maxi-CD sehr zu empfehlen da sie ja irgendwie eine Livefortsetzung
des Albums ist.
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am 27. Mai 2013
Habe ja schon einige Alben vom "BOSS" doch diese Platte ist in meinen Ohren eine seiner besten. Habe sie soeben wieder gehört und ich bin immer wieder begeistert.
Für Springsteen-Fans ein absolutes "MUSS man haben"
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am 28. Juni 2001
In diesem, dem vielleicht besten Album Bruce Springsteens, besingt und bespielt Bruce das Problem der Immigranten und Obdachlosen in den USA. Die äusserst melodisch arrangierten Gitarrenparts passen perfekt zu den Texten des jeweiligen Songs. Mein absolute Lieblingslied auf dieser Platte ist "Balboa Park". Die Geschichte von "Little Spider" ergreift mich immer wieder. Ich möchte den Songwriter kennenlernen, der DIESE Arrangements und vor allem DIESE Lyrics übertrifft. Bruce Springsteen bestätigt einmal mehr seinen Ruf als einer der grössten Songwriter aller Zeiten. Nicht mal ein Bob Dylan kommt an diese Zeilen heran. Bruce Springsteen hat Bob Dylan auf seinem eigenen Gebiet in Grund und Boden gespielt.
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