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Kundenrezensionen

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am 22. März 2009
Es war 1992 und die Zeit des New Wave of British Heavy Metal war endgültig vorbei. Wer harte Musik wollte ging in den Hardcore-Bereich oder (seltener) zu den Death/Black Metallern. Das ganze interessierte Iron Maiden offensichtlich herzlich wenig, ansonsten hätten sie wohl kein Album rausgebracht welches in bester Maiden-Metal-Tradition stand. Und das obwohl der Vorgänger "No Prayer for the Dying" von Fans wie Kritikern (teils zu unrecht, teils zurecht) verrissen wurde. Doch dieses 92er Werk "Fear of the Dark" gehört meiner Meinung nach wieder zu den stärkeren Alben der Band. Sicher, einen Klassiker bekamen die Jungfrauen nicht hin, dafür ist ihnen zu wenig neues eingefallen. Allerdings liefern sie typische Maidensongs auf recht hohem Niveau. Ein paar Schwachpunkte gibt es natürlich. Bruce beispielsweise hört sich teilweise gesanglich stark unterfordert an. Man hat oft das Gefühl das er eigentlich zu mehr in der Lage wäre. Außerdem sind Steve Harris und Co. ab diesem Album auf die Idee gekommen den Chorus eines Liedes immer wieder und wieder und wieder zu wiederholen, bis man rappelig wird. Gottseidank kann das Songmaterial größtenteils überzeugen ansonsten wäre das schlimm. Die Produktion ist im Vergleich zum Vorgänger bedeutend besser, weil druckvoller. Für 90er-Verhältnisse kann man trotzdem noch etwas mehr erwarten. Trotz einiger Schwächen ist "Fear of the Dark" sehr gut geworden wenn und hat keine richtig schlechten Songs.

Be Quick or Be Dead: Ein rasanter Opener, bei welchem Bruce im Refrain zwar ziemlich rumquäkt, aber durch harte Riffs dennoch voll überzeugen kann. (5/5)
From Here To Eternity: Ordentlicher Stimmungssong mit starken Riffs. (4/5)
Afraid to Shoot Strangers: Eine für Maidenverhältnisse sehr ungewöhnliche weil ruhige Nummer, die sich wieder zum fantastischen Metalsong steigert. Bruce's Gesang ist phänomenal! (5/5)
Fear is the Key: Ein Metalsong auf gutem Niveau. (4/5)
Childhood's End: Wieder ungewöhnlich und durchaus gewöhnungsbedürftig, der gute Mittelteil entschädigt aber wieder. (4/5)
Wasting Love: Fantastische Ballade! Der Gesang, die Gitarrenarbeit, alles auf hohem Niveau. Die erste reine Rockballade von Maiden. (5/5)
The Fugitive: Guter schneller Metalsong der sich nicht ganz so gut im Ohr festsetzt. (4/5)
Chains of Misery: Starker Song mit harten Riffs und Klasse-Mittelteil. (5/5)
The Apparation: Ungewöhnliche Hardrocknummer, welche ebenfalls durch gute Riffs überzeugen kann. (4/5)
Judas Be My Guide: Schneller Metalsong mit geilen Riffs und Ohrwurmchorus. (5/5)
Weekend Warrior: Fast perfektes Lied, wegen Sehr guter Gitarrenarbeit, doch der Gesang fällt etwas ab. (4/5)
Fear of the Dark: Genialer Titeltrack! Vom ruhigen Anfang bis zum knallharten Metal ein perfekter Maidensong! (5/5)

Fear of the Dark ist für mich ein ganz besonderes Album, gehört zu meinen Lieblingsalben von Iron Maiden, obwohl es einige kleinere Schwächen aufweist. Zu den Klassikern der 80er würde ich es auf keinen Fall hinzurechnen, allerdings ist es gut genug um 5 Sterne zu verdienen, vor allem wenn man bedenkt das andere Metalbands alles dafür geben würden nur um ein einziges Metalalbum auf diesem Niveau rauszubringen. Fear of the Dark dürfte auf jeden Fall eins der besten Metalalben der 90er sein (was zugegebenermaßen auch nicht schwer war ;)). Danach verließ Bruce Dickinson bis 2000 die Band und Iron Maiden brachten daraufhin zwei nicht so tolle Scheiben mit Blaze Bayley raus. Gerade weil Fear of the Dark das stärkste Album von Maiden in den 90ern ist empfehlenswert!
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TOP 1000 REZENSENTam 24. Oktober 2006
Die "Fear of the dark" ist für lange 8 Jahre die letzte Platte mit Bruce Dickinson. War Bruce schon in Gedanken bei seinem Soloprojekt? Oder fehlte Adrian Smith doch irgendwie als Songwriter? Oder fielen Steve Harris diesmal nur 2 oder 3 highlights ein und nicht wie sonst deutlich mehr? Man weiß es nicht. Ich persönlich finde einfach, dass auf der vorliegenden Platte die Durchschnittssongs überwiegen, ja einige sind sogar richtig langweilig. Von der Aufbruchstimmung und der Experimentierfreudigkeit der 80er-Jahre ist nur noch wenig übrig geblieben. Und trotzdem ist die Platte unter dem Strich (natürlich) eine gute Platte, es sind eben doch Maiden. An erste Stelle liegt das aber an zwei Megasongs, nämlich `Afraid to shoot strangers` und `Fear of the dark`. Diese beiden Songs reissen das Album heraus, da sie zu den besten Maidensongs überhaupt gehören! Es wird eine ungeheure Athmosphäre erzeugt, richtig geheimnisvoll und Bruce singt sowas von stark, schon fast unglaublich. Ausserdem ist ein guter Song `From here to eternity` welcher auch eine Single war. Aber es sind auch, wie schon geschrieben, jede Menge Durchschnittssongs wie z.B. `Fear is the key`, `Childhood`s end`, `Chains of misery` und `Judas be my guide` vorhanden.

Unter dem Strich gibt es aber 4 Sterne, weil die beiden Spitzensongs es richten.

Wir schreiben jetzt November 2014. Nachdem ich heute die Platte wieder gehört habe muss ich feststellen, dass `Childhood`s end` doch ein guter Song ist. Daher gehen die 4 Sterne schon in Ordnung.
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am 8. Mai 2012
Im Mai 1992 erschien das neunte Studio-Album von Iron Maiden unter dem Titel *Fear Of The Dark*. Es wurde eingespielt in der Besetzung Bruce Dicksinson (vocals), Steve Harris (bass), Jannick Gers (guitar), Dave Murray (guitar) und Nicko McBrain (drums). Es sollte eine Art Schicksalsalbum werden, Sänger Dickinson verließ im Jahr darauf die Gruppe und kehrte erst 1999 wieder zurück.

Zunächst bietet das Album einen optischen Knick. Das Artwork wurde nicht von Derek Riggs, sondern von Melvyn Grant bezeichnet. Und selbst musikalisch handelte es sich um ein Schicksalsalbum. Der langjährige Produzent Martin Birch ging anschließend in den Ruhestand. Das waren allerdings alles Umstände, die sich nicht auf die musikalische Arbeit der Band auswirkten.

Das Album wurde zwar ähnlich zwiespältig von der Kritik aufgenommen, so manch einer dürfte es immer noch nicht verkraftet haben das Adrian Smith nicht mehr zum Bandgefüge gehört, aber die Band konnte die richtige Antwort auf alle Kritiken geben, denn das Album besitzt ähnlich gute Qualitäten wie die Meisterwerke aus den 80er Jahren. Als Anspieltipps würde ich *Be Quick Or Be Dead*, *Afraid To Shoot Strangers*, *Fear Is The Key*, The Fugitive* und den Opus *Fear Of The Dark nennen. Und mit *From Here To Eternity* ist ein weiterer Teil der Charlotte-The-Harlot-Saga enthalten, leider bis heute der letzte Teil.

Größere Qualitätsschwankungen oder gar schwache Songs konnte ich bisher nicht erkennen. Die zwölf Songs haben einfach nur Biss, Klasse und Atmosphäre, wie man es von Iron Maiden gewohnt war. Für mich persönlich handelt es sich um die besten Scheibe seit *Powerslave*, obwohl die Alben dazwischen ebenfalls nicht von schlechten Eltern waren.

FAZIT: das Album gilt zwar nicht als Klassiker, ist aber ein unbestrittenes Highlight...
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am 28. November 2006
Nachdem Maiden für 'no prayer' recht viel Kritik fressen mussten, wagten sie sich (fürs erste) noch einmal im alten Line-up ins Studio, und ich erinnere mich noch, wie sehnlich ich auf die Erstausstrahlung des Videos von 'Be quick or be dead' gewartet habe, quasi als Vorgeschmack auf die Veröffentlichung des Albums - und wie sehr gefiel mir diese schnörkelloses geradeaus-Power-Speed Metal-Attacke, die (Eine Nummer, die später mit Blaze Bailey als 'Falling down' recyclet werden sollte...). Leider sollte dieser Opener das einzige bleiben, was auf 'FOTD' wirklich rockt, denn der Großteil vom Rest bewegt sich eher im mittleren Tempobereich und bleibt nicht wirklich im Ohr hängen.

Aber zunächst die guten Nachrichten, und der Grund für die vier Punkte: Die Scheibe enthält GROßE KLASSIKER! 'Afraid to shoot Strangers' und 'Fear of the Dark' benötigen wohl keiner weiteren Erläuterung - hier ist die Tempobremse äußerst effizient eingesetzt, und erzeugt jedes Mal Hören eine Gänsehaut - ob jetzt das Gebet des Nachts wach liegenden Soldaten, oder die Schlaflosigkeit wegen der befürchteten Monster im Schlafzimmer. Genial! Auch große Klasse das abwechslungsreiche und stimmungsvolle 'Wasting Love' - meines Wissens die einzige (Halb-)Ballade in Maidens Repertoire und sozusagen die bösere Variante von 'Nothing else matters'.

Mit dem Rest der Scheibe bin ich hingegen nie richtig warm geworden, und ich verstehe auch nicht, weshalb ausgerechnet 'From here to Eternity' als Sinle ausgekoppelt wurde, aber Geschmäcker sind verschieden, und damit bleiben vier Punkte und die Meinung, dass es wesentlich empfehlenswertere Scheiben von Maiden gibt. Gut sind sie schließlich (fast) alle.
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am 19. Oktober 2012
Iron Maidens neuntes Werk "Fear Of The Dark" ist ohne Frage eines der umstrittensten Alben der Eisernen Jungfrau. "Die Platte besitzt zwar einige gute Songs - mit dem Titeltrack sogar einen Klassiker der Band - leidet aber zunehmend an den vielen Fillern", lautet oftmals das Fazit, das ich persönlich zwar nachvollziehen, aber nicht teilen kann.

Die Scheibe beginnt mit "Be Quick Or Be Dead", einem der schnellsten und aggressivsten Tracks Iron Maidens, und macht damit sofort deutlich, dass "Fear Of The Dark" nicht mehr dem progressiven Hauch seiner Vorgänger folgt, sondern sich eher an des Vorgängern Vorgänger orientiert, im speziellen den ersten beiden Alben mit Paul Di'Anno am Mikro. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass sich Bruces Gesang leicht aggressiver, aber immer noch sehr stimmig anhört. Trotz dieser kleinen Abänderungen im Stil, beziehungsweise der Reorientierung am alten Material, sollte "Be Quick Or Be Dead" jedem Maiden-Fan bestens gefallen – für mich ist der Track neben "Aces High" sogar der beste Opener der zahlreichen Iron-Maiden-Platten. Auch mit "From Here To Eternity" liefert Maiden einen klasse Song ab, der mit tollem Solo und einem Refrain, der zum Mitsingen einlädt, zu überzeugen weiß.

Bisher also, gibt es nicht den geringsten Grund zur Kritik – eher im Gegenteil. Mit dem folgenden "Afraid To Shoot Strangers" beginnt nämlich ein Song so herrlich, wie ich nur wenige kenne. Ein langsamer Anfang mündet nach 2,43 unscheinbaren Minuten in einem Melodiefeuerwerk, das einem sofort und ein jedes Mal eine unbeschreibliche Gänsehaut bereitet. Eine Offenbarung in Liedform möchte man sagen.

Der Moment, an dem wahrscheinlich der erste Zweifel an "Fear Of The Dark" zu keimen beginnt, stellt erst "Fear Is The Key" dar, das bei weitem kein schlechter Song ist, sich aber leicht dahinschleppt und recht untypisch wirkt. Zudem überrascht es in der Mitte mit einem Break, auf den schnelle Wechsel zwischen elektrischer und akkustischer Gitarre folgen. Sehr befremdlich das ganze und wahrscheinlich einer der Gründe, warum dieses Album schlechte Kritiken einfahren musste.

Doch alles halb so schlimm. "Fear Is The Key" ist, wie auch schon vorher erwähnt, kein schlechter Song und lässt nicht etwa den Gedanken aufkommen, ihn skippen zu wollen – auch wenn mit "Childhood's End" ein unfassbar guter Song, vom Kaliber eines "Only The Good Die Young" oder "Flight Of Icarus", folgt. "Childhood's End" ist ein traurig-atmosspährisches Meisterwerk, das die perfekte Balance zwischen Epik und Härte meistert und somit neben "Be Quick Or Be Dead" und "Afraid To Shoot Strangers" bereits das dritte richtige Highlight dieser Platte darstellt. Mit den drei herausragenden Songs aus den fünf bisher genannten, ist "Fear Of The Dark" bis hierhin sogar auf dem besten Weg, eines der besten Erzeugnisse Maidens zu sein, zumal sich mit der ebenfalls grandiosen Halbballade "Wasting Love" ein weiterer klasse Song an die Serie anknüpft. Warum also diese schlechten Wertungen?

Den Grund hierfür findet man wohl am wahrscheinlichsten in den drei nächsten Songs "The Fugitive", "Chains Of Misery" und "The Apparition", die alle etwas an den selben Aspekten von "Fear Is The Key" kranken. Alle muten etwas langatmig, eigen und unkonventionell an, überzeugen (mich persönlich zumindest) aber durch einige gute Ideen und klasse Refrains – streckenweise seltsam klingend hin oder her. Und während so manch anderes Album bereits hier sein Ende gefunden hätte, bietet "Fear Of The Dark" noch drei weitere Songs, die allesamt grandios sind. "Judas Be My Guide" und "Weekend Warrior" sind Spaß-Garanten und bringen einem jedes Mal zum Mitgröhlen. Und der Titeltrack? Tja, über "Fear Of The Dark" als Lied braucht man, so denke ich, keine wirklichen Worte verlieren, da ihn so oder so jeder Maiden-Fan kennt und liebt. Und das zu Recht, ist er doch einer der besten Songs der Band.

"Fear Of The Dark" ist also weit davon entfernt, ein schlechtes Album zu sein, auch wenn es - das lässt sich zugeben - nicht von vorne bis hinten einen solch durchgehend starken Auftritt hinlegt, wie es zum Beispiel "Seventh Son Of The Seventh Son", "Powerslave" oder "Somewhere In Time" tun. Dennoch ist die Summe der Hits für meinen Geschmack nahezu gleich. Vermutlich wäre es für die Kritiken daher besser gewesen, das Album mit entschlackter Titelliste herauszubringen, in etwa:

1. Be Quick Or Be Dead
2. From Here To Eternity
3. Afraid To Shoot Strangers
4. Childhood's End
5. Wasting Love
6. Judas Be My Guide
7. Weekend Warriors
8. Fear Of The Dark

Die einstündige Laufzeit hätte es durchaus erlaubt. Aber sei es drum. Schwacher Kritiken zum Trotz sollte sich jeder selbst ein Bild von dieser Platte machen, kann sie allein schon wegen "Fear Of The Dark" und "Afraid To Shoot Strangers" kein Fehlkauf sein.
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am 1. April 2008
Der Trommelwirbel der den ersten Track "Be Quick or Be Dead" einleitet, und Bruce Dickinsons darauf folgender Schrei war für mich einer der Momente im Leben, in dem sich sinnbildlich ein Schlüssel im Schloss dreht: "Fear of the Dark" war nicht nur das erste Maiden-Album, das ich in die Finger bekam; es war das allererste Heavy-Metal-Album das ich je gehört habe ' ich hatte es damals wahllos als Leihexemplar in der Bibliothek gegriffen, weil mich das gruselige Cover ansprach: Und mit "Fear of the Dark" begann eine bereichernde Liebesbeziehung, die bis heute hält. Obwohl sich mein Geschmack in späteren Jahren deutlich härteren Sachen öffnete, und ich die Londoner Großmeister zeitweilig ganz aus den Augen verlor, habe ich mir in all den Jahren immer eine Schwäche für dieses Album bewahrt. Damals wusste ich noch nicht, dass "Fear of the Dark" mit seinem energiegeladenen aber etwas ordinärem Hardrock eigentlich unter Maidens gewöhnlichem Niveau liegt; und obwohl es zweifelsohne musikalisch bessere Alben dieser Band gibt, spielt das für mich keine Rolle - das erste Auto, die erste große Liebe oder das erste geschmacksformende Album ' all diese Dinge sind doch selten wirklich perfekt, sondern haben immer einen sentimentalen Wert.
Andere Bands, die ich zwischenzeitlich kennengelernte, habe ich irgendwann wieder verworfen: Maiden nicht; na klar - ein anderer hat ein anderes Album als Erweckungserlebnis; aber auch wenn ich heute, viele Jahre später, das Intro des Titelstücks höre, läuft es mir immer noch kalt den Rücken hinunter und ich fühle mich wieder dem beeinflussbaren 13jährigem ganz nahe, der in seinem Zimmer sitzt, diesen unbekannten, kraftvollen Klängen lauscht, und aus dem Staunen nicht mehr herauskommt, dass es tatsächlich eine Band gibt, die sich schreckliche Monster auf ihre Cover malt, und Songs mit dem schockierenden Titel "Judas My Guide" schreibt.
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am 2. März 2013
Als ich 1992 in einem Laden in der Leipziger Innenstadt stand und mir "Fear of the dark" anhörte war ich enttäuscht. Ich kannte den Opener "Be quick or be dead" bereits, war völlig hin und weg. Stattdessen vernahm ich weichgespülte Softrock-Songs wie "Childhood's End" und "The Fugitive". Das mag einerseits an der schwachen Produktion liegen, aber auch daran, dass die Eiseren Jungfrau ihr Songwriting änderte. Adrian Smith fehlte bereits seit 1989/90, Bruce Dickinson bewies schon mit seinem ersten Soloalbum "Tattooed Milionaire" sein Händchen für wohlgefälligen Hardrock. Steve Harris tendierte bereits zu langgezogenen Nummern.
Leider finde ich auf Dauer keine wirklichen Höhepunkte außer dem furiosen Opener "Be quick or be dead" und dem ebenso gelungenen Rausschmeißer "Fear of the dark". "Wasting Love" ist noch als Highlight zu nennen, aber das war's auch schon. Der Rest ist uninspiriert, lasch und fade. Dagegen werte ich "No prayer for the dying" als Meilenstein, "Fear of the dark" nicht. Wenn auch ich das Album im Regal stehen habe. Ein Rohrkrepierer wie "Virtual XI" ist's dennoch nicht.
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am 26. Dezember 2012
Nach dem gediegenen, aber leider auch etwas schwachen "No Prayer For The Dying" fanden Iron Maiden mit ihrem 9. Studioalbum wieder etwas zurück zu alter Stärke. Die Betonung soll auf etwas liegen, denn ganz können Maiden nicht an ihre vergangenen Werke anknüpfen. Allerdings blieb "Fear Of The Dark" für einen längeren Zeitraum das letzte Album mit Bruce Dickinson.

Das Album wird mit "Be Quick Or Be Dead" furios eröffnet, so aggressiv, bissig und schnell sind Iron Maiden eher selten gewesen. Doch bleibt der Opener der einzigste Song, der so nach vorne stürmt. Die Lieder sind überwiegend etwas zurückhaltender und gemäßigter, immer noch heavy zwar, aber bei weitem nicht mehr so ungestüm. Das Album wird dabei im Besonderen vom herausragend sensationellen Titelsong und dem nicht minder schlechten "Afraid To Shoot Strangers", die beide alles beinhalten, was Iron Maiden in Höchstform ausmachen, getragen. Im Gegensatz dazu fallen die anderen Lieder leider ziemlich ab, vorallem bei den ersten Durchläufen, wo man desöfteren dazu geneigt ist, sich beinahe zu langweilen. Doch beschäftigt man sich ein wenig mit dem kompletten Album, offenbaren auch andere Songs ihre (etwas versteckten) Vorzüge. Tolle Maiden-typische Melodien und viele gute Ideen und Ansätze findet man auch in den anderen Songs, wie z.B. "Childhood's End", "Judas Be My Guide" und "The Fugitive".

Nichtsdestotrotz ist "Fear Of The Dark" in seiner Gesamtheit eher etwas durchschnittlich ausgefallen, was für Iron Maiden-Verhältnisse aber immer noch ein hohes Niveau bedeutet. Im Prinzip rettet auch Bruce Dickinson den ein-oder-anderen Song vor der totalen Bedeutungslosigkeit, und sorgt dafür, dass man die Scheibe auch mal gut am Stück hören kann. Der Klang und die etwas düstere Stimmung weisen meiner Ansicht nach bereits etwas in die Richtung, die Steve Harris mit "X-Factor" einschlagen sollte. "Fear Of The Dark" ist kein überragendes und spektakuläres, aber ein durchaus starkes Maiden-Album, das seine Anzugskraft in erster Instanz seinen "Über"-Songs "Afraid To Shoot Strangers" und "Fear Of The Dark" verdankt, aber in zweiter Instanz auch ganz gute Maiden-Songs aufweist.
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am 16. September 2015
Das letzte Studioalbum von Iron Maiden vor der Bayley-Ära wird bei mir mit verstreichender Zeit immer besser. Vor allem wenn man die durchwachsenen Alben nach Brave New World betrachtet.
Die Produktion von Martin Birch ist hier staubtrocken und knallhart.
Die rohe Power und Urgewalt des ersten Songs "Be quick or be dead" erreichten die Jungfrauen in der Shirley-Ära nicht wieder. Das klingt wirklich nach Heavy Metal.
Ebenso das swingende "From here to Eternity" gehört für mich zu den Favoriten. Der Titelsong ist schon seit langem ein Live-Klassiker und das auch zurecht. Weitere gute Anspietipps: "Afraid to shoot strangers" , "Weekend Warrior", "Judas my Guide".

Allerdings sind aus meiner Sicht auch ein paar Durchschnittssongs drauf (Wasting Love, The Fugitive, Chains Of Misery, The Apparition )

Damals bei Erscheinen des Albums hätte ich wahrscheinlich nur drei Sterne vergeben, mittlerweile sind es aber stolze 4.

\m/ \m/ \m/ \m/
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am 24. Oktober 2012
Das Album ist nach dem relativ schwachen No Prayer for the Dying(1990) wieder deutlich stärker. Das ultraschnelle furios-bissige "Be quick or be Dead", der eingängige Mainstream-Rocker "From here to Eternity", das vielschichtige atmosphärische Antikriegs-Epos "Afraid to shoot Strangers" mit seinem schönen melodischen Mittelteil und der fabelhafte Titelsong "Fear of the Dark" sind die eindeutig besten Songs. Das melodische "Judas be my Guide", der rifflastige Hardrocksong "Weekend Warrior" und das schleppende "Chains of Misery" gehen bei mir noch als guter Durchschnitt durch, der Rest der 12 Songs sind eher belanglos, wenn auch keine Füller. Die Bruce Dickinson Ballade "Wasting Love" war noch eine Single-Auskopplung, die mir allerdings nicht gefällt, weil es zu kitschig ist und irgendwie nicht zu Iron Maiden passen will. Was einfach fehlt ist weiterhin der Härtegrad von Alben wie Powerslave(1984) und Piece of Mind(1983), viele Songs enthalten balladeske Passagen, die das Album verweichlichen. Positiv ist zu erwähnen, dass auf technische Hilfsmittel wie Keyboards oder Gitarrensynthies weitgehend verzichtet wurde, und das Album musikalisch wieder sehr natürlich daher kommt. 12 Songs waren vielleicht 2 Songs zu viel des Guten, weil gerade in der Mitte bei solchen Songs wie "Fear is the Key", "Childhoods End", "Wasting Love", "The Fugitive" und "The Apparition" sich doch etwas Langeweile breit macht, weil die Songs fast alle den gleichen Songaufbau und die gleiche Geschwindigkeit haben. Am besten man hört erst mal die 3 ersten Songs und die 3 letzten Songs, und nähert sich dem Rest aus dem Mittelteil erst zu einem späteren Zeitpunkt an.
Letztendlich ein gutes Album mit den erwähnten kleinen Abstrichen, dass für mich das letzte Iron Maiden-Album war mit dem ich wirklich etwas anfangen konnte, die neueren Iron Maiden-Alben enthalten mir einfach zu viel lange progressive Epen und viel zu wenig rohen echten kernigen Heavy Metal. Manche behaupten hier, dass ausser dem hochgelobten Titelsong nichts geboten wird, das sehe ich etwas anders. Mir gefällt das Album ganz gut, auch wenn es nicht sehr innovativ ist oder es an die ersten 5 Meisterwerke anschliessen kann. Die Songs sind wieder, wie auch schon auf No Prayer for the Dying kürzer gehalten, und von daher ist Fear of the Dark irgendwie dann doch eine ganz gute flüssige Scheibe mit ein paar kleinen Hängern im Mittelteil.
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