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Kundenrezensionen

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am 17. Juli 2017
Super gutes Remaster einer sehr guten Scheibe von Iron Maiden.
Fear of the Dark war damals mein Einstieg in die Musik der Briten und wird immer eines meiner Lieblingsalben bleiben.
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TOP 1000 REZENSENTam 16. Juli 2017
"Fear of the Dark"... ich kann mich noch sehr gut an die Veröffentlichung erinnern. Ich war damals 12 und seit 2 Jahren Iron Maiden Fan. Ich war sehr aufgeregt, da ein neues Album meiner Helden auf den Markt kommen sollte.
Bereits im April kam die erste Single "Be Quick or be dead" auf den Markt. Den Videoclip dazu habe ich auf MTV in der Sendung "Headbangers Ball" gesehen und war begeistert. Das ich mir die Single kaufte, war Ehrensache!

Als dann im Mai das Album auf den Markt kam, gab es sowohl Begeisterung, aber auch Ernüchterung, denn die Band, die einst Götteralben wie "Powerslave", "Somewhere in Time" und "Seventh Son of a seventh Son" aufgenommen hatte, war irgendwie nicht mehr dieselbe...

1. Be Quick or Be Dead (Bruce Dickinson, Janick Gers) – 3:24
Der Opener ist eben die vorhin besagte erste Single Auskopplung "Be quick or be dead". Der Song geht gleich in die Vollen, besitzt eine Menge Drive und hat ein sehr schnelles Tempo. Wie eine Mischung aus "Aces High" und "Tailgunner", nur noch aggressiver, was man auch an dem Gesang von Bruce Dickinson merkt. Eine sehr rohe Nummer, welche die Linie von "No Prayer for the Dying" konsequent fortsetzt und zu Beginn des Albums Großes erwarten lässt.

2. From Here to Eternity (Steve Harris) – 3:38
Der erste Tiefpunkt kommt jedoch schnell. Fand ich "From here to Eternity" damals noch gut, hat sich in den letzten 25 Jahren eine richtige Aversion zu diesem Song aufgebaut, zumal mich die Nummer stilistisch stark an "Bring your Daughter..." erinnert. Man möchte fast meinen Steve wollte bewusst, den Erfolg der damaligen Single Auskopplung wiederholen... Immerhin: Der Song geht schnell ins Ohr und kam bei Konzerten damals Mitgröhler gut beim Publikum an.

3. Afraid to Shoot Strangers (Steve Harris) – 6:56
Das nächste Highlight. "Afraid to shoot Strangers" beginnt zwar vielleicht mit seiner ruhigen Art sehr unspektakulär, ist dann aber so etwas, was man gerne mal als Grower bezeichnet, spricht: Die Nummer wächst, nicht nur von mal zu mal, sondern auch im Laufe des Songs. Der Text geht dabei echt unter die Haut. Herausragend ist übrigens auch die zweite Hälfte des Songs, bei der die Leadgitarre herausragende Melodien aus den Saiten zaubert, die Iron Maiden so groß haben werden lassen. Hammer!

4. Fear Is the Key (Bruce Dickinson, Janick Gers) – 5:35
Wie ich mal später irgendwo gelesen habe, war dieser Song stark von Led Zeppelin beeinflusst, was man auch gut heraushören kann. 1992 hat mir der Song gar nicht so wirklich gefallen. Mittlerweile gefällt er mir sogar wirklich ganz gut, fällt aber im Vergleich mit den Highlights deutlich ab. Stark ist der orientalische Touch, der später etwa auch bei "The Nomad" wieder aufgegriffen wurde oder auch einige starke Leadgitarren. Insgesamt wirkt der Song aber in sich nicht ganz schlüssig und erscheint ziemlich konstruiert und etwas konfus. Mit einem anderen Arrangement und 1, 2 Riffs weniger hätte was daraus werden können, aber so geht die Nummer in der Masse unter. Schade.

5. Childhood’s End (Steve Harris) – 4:40
Der Song "Childhood’s End" ist schließlich eine Nummer, die dasselbe Schicksal wie etwa auch "The Duellists", "Deja Vu", "Alexander the Great" oder "Face in the Sand"teilt: wurde leider nie live gespielt, ist aber tatsächlich ein Highlight des entsprechenden Albums!
Der Song ist mit ein Grund, weswegen ich das Album immer noch so sehr mag, denn auch wenn einige schwächere Nummern mit dabei sind, sind es Stücke wie eben dieser, die die Scheibe so wertvoll werden lassen. Starke Leadgitarren, Hammer Text, gutes Arrangement, tolle Soli, so muss es sein.

6. Wasting Love (Bruce Dickinson, Janick Gers) – 5:50
"Wasting Love" war die dritte Singleauskopplung, wobei die CD Single mittlerweilw sogar schon eine kleine Rarität geworden ist. Der Song ist eine wirklich schöne Halbballade, mit der Bruce wohl den amerikanischen Markt erobern wollte. Nicht gerade ein Highlight der Scheibe, aber dennoch eine gutklassige Nummer, die man sich auch gerne mal öfter anhören kann.

7. The Fugitive (Steve Harris) – 4:54
Lange Zeit mochte ich die Nummer gar nicht und habe diese sogar als Schwachpunkt der Scheibe angesehen. Um etwa 2014/15 herum kam mir aber in den Sinn, wie ich früher als Jugendlicher das Album "Fear of the Dark" auf meinem Walkman hoch und runter gehört habe und habe jedem Song eine neue Chance gegeben und - zack - ich fand das Stück plötzlich wieder richtig stark. Zugegeben: Es gibt weitaus bessere Kompositionen aus der Feder von Steve Harris, aber "The Fugitive" hat definitiv etwas, so dass ich mir den Song mittlerweile doch sehr oft anhöre und auch gerne auf selbst erstellte Best ofs nehme.

8. Chains of Misery (Dave Murray, Bruce Dickinson) – 3:37
"Chains of Misery" ist ein solider Rocker. Besser als "From here to Eternity", bzw. mit weniger Nervfaktor, aber dennoch nichts wirklich Besonderes. Zum nebenher Anhören ok, mehr aber auch nicht.

9. The Apparition (Steve Harris, Janick Gers) – 3:54
Wenn man sich "The Apparation" anhört, fragt man sich, was Steve und Janick sich beim Komponieren gedacht haben. Wo man bei "Fear is the Key" noch Potential erkennen kann, zeichnet sich hier ab, was wohl in der Band vorging. Konfus, ohne Struktur, ohne Wiedererkennungswert, ohne Spannung plätschert der Song so vor sich hin und bietet nichts, weswegen man die Nummer mal wieder anhören sollte.

10. Judas Be My Guide (Bruce Dickinson, Dave Murray) – 3:08
Gott sei Dank kommt danach gleich "Judas be my Guide". Die Nummer reißt das Niveau wieder erheblich nach oben und schlägt dabei in die Kerbe von "Childhood’s End" : wurde leider nie live gespielt, ist aber tatsächlich ein Highlight des entsprechenden Albums! Tolle melodische Gitarren, herausragender Mitsingrefrain (wie kann man so etwas nicht live spielen??), kommt direkt auf den Punkt, Hammer Melodien, die Nummer muss man einfach lieben.
Da haben Bruce und Dave einen wirklich herausragenden Track aus dem Ärmel gezaubert, den man unbedingt gehört haben muss, wenn man Iron Maiden Fan ist.

11. Weekend Warrior (Steve Harris, Janick Gers) – 5:39
"Weekend Warrior" ist ein weiteres Nicht Highlight mit jedoch guten Momenten. Die Nummer ist ebenfalls eher ein Rocker, von denen es auf diesem Album verdächtig viele gibt, was mit ein Grund ist, weswegen die Scheibe sich so stark von den bisherigen Klassikern abhebt. Toller Mittelpart, einige gute Ideen, aber zu wenig, um gegen solche Götternummern wie "The Trooper", "Wasted Years", "Alexander the Great" oder "The Evil that men do" zu bestehen!

12. Fear of the Dark (Steve Harris) – 7:19
Da isses: Das Titelstück und wohl eine der bekanntesten Iron Maiden Stücke überhaupt. Der Song in einer Metal Disco und die Masse tobt. Die Nummer ist Magie pur und kaum in Worte zu fassen. Trotz längerer Spieldauer kommt keinerlei Langeweile auf. Mit ein Grund dafür sind nicht nur die herausragenden Melodien sondern auch ein ausgereiftes Arrangement. Hier wird nicht zuviel aber auch nicht zu wenig Abwechslung geboten.
Da kommen Gitarren Melodien die nicht von dieser Welt sind mit einem herausragenden Text und einem tollen Gesang von Bruce Dickinson zusammen. Die Gitarrensoli runden da nur noch das perfekte Gesamtgebilde ab. Absolut Top!

Fazit:
"Fear of the Dark" ist ein wirklich tolles Album, das zwar nicht mit den Klassikern der 80er oder "Brave New World" und "The Book of Souls" nach der Reformierung mithalten kann, aber mit Stücken wie "Be Quick or be Dead", "Afraid to shoot Strangers", "Childhood's End", "Judas be my Guide" und "Fear of the Dark" 5 absolute Highlights sowie mit "The Fugitive" und "Wasting Love" zwei dennoch sehr gute Nummern bietet.
Bei mir kommt dazu noch der Nostalgie Faktor, da ich damals nach neuem Material von Iron Maiden lechtzte. Der Hunger wurde mit "Fear of the Dark" sehr gut gestillt, weswegen ich das Album trotz einiger Schwächen gerne weiter empfehle.
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am 19. Oktober 2012
Iron Maidens neuntes Werk "Fear Of The Dark" ist ohne Frage eines der umstrittensten Alben der Eisernen Jungfrau. "Die Platte besitzt zwar einige gute Songs - mit dem Titeltrack sogar einen Klassiker der Band - leidet aber zunehmend an den vielen Fillern", lautet oftmals das Fazit, das ich persönlich zwar nachvollziehen, aber nicht teilen kann.

Die Scheibe beginnt mit "Be Quick Or Be Dead", einem der schnellsten und aggressivsten Tracks Iron Maidens, und macht damit sofort deutlich, dass "Fear Of The Dark" nicht mehr dem progressiven Hauch seiner Vorgänger folgt, sondern sich eher an des Vorgängern Vorgänger orientiert, im speziellen den ersten beiden Alben mit Paul Di'Anno am Mikro. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass sich Bruces Gesang leicht aggressiver, aber immer noch sehr stimmig anhört. Trotz dieser kleinen Abänderungen im Stil, beziehungsweise der Reorientierung am alten Material, sollte "Be Quick Or Be Dead" jedem Maiden-Fan bestens gefallen – für mich ist der Track neben "Aces High" sogar der beste Opener der zahlreichen Iron-Maiden-Platten. Auch mit "From Here To Eternity" liefert Maiden einen klasse Song ab, der mit tollem Solo und einem Refrain, der zum Mitsingen einlädt, zu überzeugen weiß.

Bisher also, gibt es nicht den geringsten Grund zur Kritik – eher im Gegenteil. Mit dem folgenden "Afraid To Shoot Strangers" beginnt nämlich ein Song so herrlich, wie ich nur wenige kenne. Ein langsamer Anfang mündet nach 2,43 unscheinbaren Minuten in einem Melodiefeuerwerk, das einem sofort und ein jedes Mal eine unbeschreibliche Gänsehaut bereitet. Eine Offenbarung in Liedform möchte man sagen.

Der Moment, an dem wahrscheinlich der erste Zweifel an "Fear Of The Dark" zu keimen beginnt, stellt erst "Fear Is The Key" dar, das bei weitem kein schlechter Song ist, sich aber leicht dahinschleppt und recht untypisch wirkt. Zudem überrascht es in der Mitte mit einem Break, auf den schnelle Wechsel zwischen elektrischer und akkustischer Gitarre folgen. Sehr befremdlich das ganze und wahrscheinlich einer der Gründe, warum dieses Album schlechte Kritiken einfahren musste.

Doch alles halb so schlimm. "Fear Is The Key" ist, wie auch schon vorher erwähnt, kein schlechter Song und lässt nicht etwa den Gedanken aufkommen, ihn skippen zu wollen – auch wenn mit "Childhood's End" ein unfassbar guter Song, vom Kaliber eines "Only The Good Die Young" oder "Flight Of Icarus", folgt. "Childhood's End" ist ein traurig-atmosspährisches Meisterwerk, das die perfekte Balance zwischen Epik und Härte meistert und somit neben "Be Quick Or Be Dead" und "Afraid To Shoot Strangers" bereits das dritte richtige Highlight dieser Platte darstellt. Mit den drei herausragenden Songs aus den fünf bisher genannten, ist "Fear Of The Dark" bis hierhin sogar auf dem besten Weg, eines der besten Erzeugnisse Maidens zu sein, zumal sich mit der ebenfalls grandiosen Halbballade "Wasting Love" ein weiterer klasse Song an die Serie anknüpft. Warum also diese schlechten Wertungen?

Den Grund hierfür findet man wohl am wahrscheinlichsten in den drei nächsten Songs "The Fugitive", "Chains Of Misery" und "The Apparition", die alle etwas an den selben Aspekten von "Fear Is The Key" kranken. Alle muten etwas langatmig, eigen und unkonventionell an, überzeugen (mich persönlich zumindest) aber durch einige gute Ideen und klasse Refrains – streckenweise seltsam klingend hin oder her. Und während so manch anderes Album bereits hier sein Ende gefunden hätte, bietet "Fear Of The Dark" noch drei weitere Songs, die allesamt grandios sind. "Judas Be My Guide" und "Weekend Warrior" sind Spaß-Garanten und bringen einem jedes Mal zum Mitgröhlen. Und der Titeltrack? Tja, über "Fear Of The Dark" als Lied braucht man, so denke ich, keine wirklichen Worte verlieren, da ihn so oder so jeder Maiden-Fan kennt und liebt. Und das zu Recht, ist er doch einer der besten Songs der Band.

"Fear Of The Dark" ist also weit davon entfernt, ein schlechtes Album zu sein, auch wenn es - das lässt sich zugeben - nicht von vorne bis hinten einen solch durchgehend starken Auftritt hinlegt, wie es zum Beispiel "Seventh Son Of The Seventh Son", "Powerslave" oder "Somewhere In Time" tun. Dennoch ist die Summe der Hits für meinen Geschmack nahezu gleich. Vermutlich wäre es für die Kritiken daher besser gewesen, das Album mit entschlackter Titelliste herauszubringen, in etwa:

1. Be Quick Or Be Dead
2. From Here To Eternity
3. Afraid To Shoot Strangers
4. Childhood's End
5. Wasting Love
6. Judas Be My Guide
7. Weekend Warriors
8. Fear Of The Dark

Die einstündige Laufzeit hätte es durchaus erlaubt. Aber sei es drum. Schwacher Kritiken zum Trotz sollte sich jeder selbst ein Bild von dieser Platte machen, kann sie allein schon wegen "Fear Of The Dark" und "Afraid To Shoot Strangers" kein Fehlkauf sein.
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am 24. Oktober 2006
Die "Fear of the dark" ist für lange 8 Jahre die letzte Platte mit Bruce Dickinson. War Bruce schon in Gedanken bei seinem Soloprojekt? Oder fehlte Adrian Smith doch irgendwie als Songwriter? Oder fielen Steve Harris diesmal nur 2 oder 3 highlights ein und nicht wie sonst deutlich mehr? Man weiß es nicht. Ich persönlich finde einfach, dass auf der vorliegenden Platte die Durchschnittssongs überwiegen, ja einige sind sogar richtig langweilig. Von der Aufbruchstimmung und der Experimentierfreudigkeit der 80er-Jahre ist nur noch wenig übrig geblieben. Und trotzdem ist die Platte unter dem Strich (natürlich) eine gute Platte, es sind eben doch Maiden. An erste Stelle liegt das aber an zwei Megasongs, nämlich `Afraid to shoot strangers` und `Fear of the dark`. Diese beiden Songs reissen das Album heraus, da sie zu den besten Maidensongs überhaupt gehören! Es wird eine ungeheure Athmosphäre erzeugt, richtig geheimnisvoll und Bruce singt sowas von stark, schon fast unglaublich. Ausserdem ist ein guter Song `From here to eternity` welcher auch eine Single war. Aber es sind auch, wie schon geschrieben, jede Menge Durchschnittssongs wie z.B. `Fear is the key`, `Childhood`s end`, `Chains of misery` und `Judas be my guide` vorhanden.

Unter dem Strich gibt es aber 4 Sterne, weil die beiden Spitzensongs es richten.

Wir schreiben jetzt November 2014. Nachdem ich heute die Platte wieder gehört habe muss ich feststellen, dass `Childhood`s end` doch ein guter Song ist. Daher gehen die 4 Sterne schon in Ordnung.
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am 15. Februar 2016
Ware wurde schnell gelifert. Allerdings hatte ich eine bessere
Klangqualität erwartet. Schade, denn das Album ist wirklich
empfehlenswert. Nu ja
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am 23. April 2014
dort kaufe ich gerne wieder,wie beschrieben gute qualität und alles war in ordnung geht super zum abspielen und war auch gut eingepackt
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TOP 1000 REZENSENTam 3. Januar 2015
Das 1992 erschienene FEAR OF THE DARK war das vorläufig letzte Maiden-Album mit dem stimmgewaltigen und energetischen Bruce Dickinson, der seit dem Klassiker THE NUMBER OF THE BEAST fester Bestandteil der Maiden-Familie und von dort eigentlich ja auch gar nicht mehr wegzudenken war. Spätestens seine fulminante Rückkehr beim (nicht umunstrittenen) Klassiker BRAVE NEW WORLD (2000) unterstrich seinen unantastbaren Status bei Fans und wohl auch innerhalb der Band. Immerhin waren die Mitte- bis Spätneunziger (eben ohne besagten Herren an Bord) für Iron Maiden ziemlich durchwachsen und ganz ehrlich - auch für mich (wenngleich ich kein Fan der ersten Stunde bin, was ich auch gerne zugebe) ist BRAVE NEW WORLD ein Maiden-Klassiker, ebenso finde ich die Alben ohne Mr. Dickinson nicht annähernd so interessant und besitze sie auch nicht. Einzig das Zweitwerk KILLERS hab ich schon des öfteren in der Hand gehabt und damit geliebäugelt... Egal, wie dem auch sei.

FEAR OF THE DARK ist nun also das vorläufige Ende einer ganz, ganz großen Ära, die u.a. solche Kaliber wie SOMEWHERE IN TIME oder auch SEVENTH SON OF... zu Tage gebracht hat. Ich persönlich finde ja auch das nicht allseits beliebte Vorgängerwerk zu hiesigem Album, nämlich das 1990 erschienene NO PRAYER FOR THE DYING, für ziemlich geglückt, aber auch das ist wiederum eine andere Geschichte...

Machen wir's kurz: Vorliegende Platte enthält nüchtern betrachtet im Grunde "nur" einen echten, wahrhaftigen Maiden-Klassiker und das ist der Titelsong, der auch live (nach wie vor) sehr regelmäßig zum Besten gegeben wird. Das Album jetzt aber alleine an diesem Klasse-Track festzumachen wäre fatal. Denn: FEAR OF THE DARK hat tatsächlich noch einige weitere Hochkaräter aufzuweisen, die ich immer wieder gerne auflege.
Das sehr rohe und energetische "Be Quick Or Be Dead" hatte einst auch als Single großen Erfolg, was zum Teil sicher auch dem dazugehörigen Video geschuldet sein dürfte, das einfach gut gemacht ist und den Nerv der Zeit recht gut getroffen haben dürfte. Da mir persönlich die melodiöse Seite der Irons besser gefällt, als die rauhe Ungeschliffenheit (ich mag ja z.B. das recht rohe Debütalbum auch nicht so gerne), ist dies nicht mein Lieblingssong auf der Scheibe, dennoch eine insgesamt gelungene Eröffnungsnummer, die vom Stil her vielleicht auch gar nicht so schlecht auf den Vorgänger (NO PRAYER FOR THE DYING) gepasst hätte.
Dann wären wir schon bei Track Nr. 2, nämlich "From Here To Eternity", ebenfalls (soweit mir bekannt) als Single ausgekoppelt und bis heute unter Maiden-Jüngern höchst umstritten. Ich für meinen Teil zähle diesen Song zu den gelungensten auf diesem Album. Das Riff ist einfach klasse und der Track ist zudem super aufgebaut. So - why not?
"Afraid To Shoot Strangers" ist eher eine Ballade (wenngleich es zum Ende hin schon auch lauter wird) und ufert für meinen Geschmack etwas zu sehr aus. Zwar enthält der Song einige gute Elemente, insgesamt ist er für mich aber keine Offenbarung.
"Fear Is The Key" ist meines Erachtens nettes Beiwerk, wiederum mit einigen guten Elementen, letztlich aber auch kein Dauerbrenner.
Interessanter ist da schon "Childhood's End", das mich überraschenderweise immer und immer wieder aufs neue packt und entzückt. Vor allem das sich immer wiederholende Hauptthema (Refrain) mit seinem Western-Charme macht ganz einfach Spaß und hat Klasse. Ein sehr kurzweiliges und melodiöses Stück, das für meine bescheidenen Begriffe auch sehr gut interpretiert wurde. Für mich eins der Highlights der Platte!
"Wasting Love", der Versuch einer schnulzigen Ballade a la Guns & Roses (bei allem Respekt vor diesen Herren) geht, wie ich finde, gar nicht und wirkt nicht nur hierauf völlig deplatziert. Bitte nicht böse sein und wirklich nichts für ungut, aber diesen Song hätten sich Dickinson & Co schenken sollen. Das Ganze hört sich einfach aufgesetzt, angestrengt und unglaubwürdig an. Am besten einfach überspringen...
Mit "The Fugitive" wird nun ein Block an guten, aber nicht überragenden Songs eingeleitet. Auch "Chains Of Misery", "The Apparition" sowie "Judas Be My Guide" halte ich nicht für besonders hervorhebenswert - ist halt (wie immer) auch Geschmackssache. Gleichzeitig sind das aber allesamt auch keine schlechten Tracks. Sie sind mit Sicherheit alle hörenswert und haben schon ihre interessanten Passagen, dennoch sind die letzten Endes auch nicht mehr als nettes Beiwerk...
Sehr gut hingegen gefällt mir wieder "Weekend Warrior", das meiner Meinung nach auch mehr Live-Präsenz verdient hätte. Ein sehr stimmungsvoller Song mit vielen interessanten Parts, der nie an Atmosphäre verliert. Für mich wiederum ein Highlight auf der Platte!
Über den Abschlusstrack, nämlich "Fear Of The Dark" habe ich zum einen schon geschrieben und zum anderen ist dieser Klassiker ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Ein mehr als würdiger Abschlusstrack - nicht allein auf das Album selbt bezogen, auch mit Blick auf den (zwischenzeitlichen) Ausstieg von Mr. Dickinson. Einfach großartig!

Resümee: In Summe ist FEAR OF THE DARK ein stimmiges Album, auf dem eher melodiöse, verhältnismäßig "ruhigere" Nummern Vorrang haben. Aus heutiger Sicht könnte man diesbezüglich vielleicht sogar von einer gewissen traurigen Grundstimmung sprechen, die diese "Verhaltenheit" (obwohl das eigentlich ein unpassendes Wort ist, aber wurscht) erklärt - es war wohl absehbar bzw. beschlossene Sache, dass Bruce Dickinson sich künftig seinen Solo-Projekten widmen wollte... Oder irre ich mich da?
Die Produktion (Mischung, Mastering) lässt aus meiner Sicht keine Wünsche offen, auch das Songwriting geht nie unter das Mittelmaß, einzig das balladeske und arg verunglückte "Wasting Love" bildet hier eine unrühmliche Ausnahme.
Und, das Wichtigste: Mit "Be Qick Or Be Dead", "From Here To Eternity" (bitte lyncht mich deshalb nicht, liebe Maiden-Fans), "Childhood's End" sowie "Weekend Warrior" und "Fear Of The Dark" enthält vorliegende Platte auch viele Hochkaräter, die bis heute aber rein übrhaupt gar nichts an ihrer Klasse eingebüßt haben!

Schon alleine deshalb, so finde ich, darf dieses Album in keiner Iron-Maiden-Sammlung fehlen (selbst wenn sie, so wie meine, lückenhaft sein sollte). Auch nicht so eingefleischte Fans sollten es einmal mit FEAR OF THE DARK versuchen. Neben BRAVE NEW WORLD ist dies vielleicht jene Maiden-Scheibe, die sich am raschesten erschließen lässt, auch wenn man eigentlich gar kein Metal- und/oder Maiden-Fan ist.

Nur zu: Versucht es einfach... Bleibt nur noch viel Freude zu wünschen beim Hören und Entdecken!

Ein gelungenes Album mit toller Produktion und einigen echten Leckerbissen!

Abschließend möchte ich noch einmal meine persönlichen Anspieltipps preisgeben:
- From Here To Eternity (2)
- Childhood's End (5)
- Weekend Warrior (11)
- Fear Of The Dark (12)
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am 11. Oktober 2015
Das für mich allererste Iron Maiden Album und für Sänger Bruce und Produzent Martin das letzte. Naja Bruce machte ja solo weiter und das auch sehr stark. Jetzt ist Bruce ja länger wieder da aber Birch blieb leider verschollen :-) Aber ich schweife total ab. Es soll ja hier um die Fear gehen und das Album ist sehr stark. Mein allererster Berührungspunkt war das Be quick Video bei der Metal Sendung Headbangers Ball dort infizierte ich mich 17 Jährig mit dem Metal Virus. Was ist das für eine geile Band, jenseits des Grunge dachte ich damals. Dazu dieser geile Sänger am nächsten Tag kratzte ich mein Lehrlings Gehalt zusammen und holte mir die Fear. Und wurde nicht enttäuscht super Opener, dann Form here Tod Eternity ( die zweite Single) gefolgt von dem Über song Afraid to shoot strangers. Super ! Einige kleine Hänger folgen dann ehe dann mit Weekend Warrior und dem Long Titeltrack Fear of the Dark wieder mächtig gerockt wird. Für mich der Einstieg in die Maiden Welt ! Als persönlicher Höhepunkt das Düsseldorfer Konzert in der Phillipshalle zur Virtual Eleven Tour zwar mit Sänger Blaze Bailey steht aber egal.Zurück zur Fear sehr gutes Maiden Werk auch 2015 noch.5 Sterne und Abschluss der ersten Bruce Phase.
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am 19. Oktober 2009
Dies ist das vorerst letzte Album mit Bruce Dickinson aus seiner ersten Phase bei Iron Maiden und das zweite ohne Adrian Smith, dafür mit Janick Gers an der zweiten Gitarre neben Dave Murray. Gers beteiligte sich hier auch zum ersten Mal am Schreiben der Stücke. Die Besprechung der einzelnen Stücke folgt auf dem Fuße:

,Be quick or be dead' kommt gleich zur Sache, es ist ein fetziger Song, bei dem Bruce Dickinson auch durch Schreien wirklich alles gibt, also eine typische Eröffnung für ein Maiden Album. Von mir gibt es 8 von 10 Punkten.

,From here to eternity' geht instrumental sehr stark los, dann kommt der rockige Gesang mit flottem Refrain. Die Melodie weiß zu gefallen, starkes Solo - ein harter, guter Song. 8 von 10 Punkten.

,Afraid to shoot strangers' beginnt mit ganz ruhigen, fast gesprochenen Strophen, die eine düstere Stimmung verbreiten. Nach knapp drei Minuten beginn das Hauptmotiv des Stückes, das aber sehr positiv und melodiös ist und jedem klassischen Stück zur Ehre gereichen würde - Harris ist ein großer Komponist! Nach ca. vier Minuten geht dann richtig die Luzie ab mit verrocktem Solo. 10 von 10, klarer Fall

,Fear ist the key' ist eine schwere Heavy Metal Nummer in etwas langsameren Tempo mit schönem Refrain, das mich etwas an Deep Purple in hart erinnert. Der Bruch gegen Ende des Stückes hat was. Mein Votum ist 8 von 10 Punkten.

,Childhood's end' ist erneut von Harris allein geschrieben und enthält einige schöne Motive und Wendungen. Der Text verbreitet eine gewisse Hoffnungslosigkeit - eine starke Nummer. 9 von 10 Punkten.

,Wasting love' von Dickinson und Gers geschrieben ist eine wunderschöne Ballade, zunächst akustisch begleitet, später erfolgt eine Steigerung in den Hard Rock Bereich - so geht Hard Rock Ballade. 10 von 10 Punkten.

,The Fugitive' handelt von der Fernsehserie ,Auf der Flucht', der Film mit Harrison Ford wurde erst kurz später gedreht. Musikalisch ist es eine starke Maiden typische Nummer für 9 von 10 Punkten.

,Chains of misery' haben Dickinson und Murray zusammen geschrieben und begegnet uns als ein gutes Stück Rock mit bluesigem Solo. 8 von 10 Punkten.

,The Apparition' von Gers und Harris über eine Erscheinung ist ziemlich sperrig mit hartem Solo - ein kleiner Durchhänger. 7 von 10 Punkten.

,Judas be my guide', von Dickinson und Murray geschrieben, kommt da schon wesentlich gefälliger daher. Wunderbar eingängiger Refrain, schöne Ledgitarre. Mir gefällt's. 9 von 10 Punkten.

,Weekend Warriors' behandelt textlich ein klassisches Rock 'n' Roll Thema und hinterfragt die Wochenendritter, die am Ende der Woche aufdrehen und was ist am Montag? Eine gute Rock 'n' Roll Nummer mit schönem Solo. 8 von 10 Punkten.

,Fear of the Dark' ist der überaus grandiose Titelsong des Albums. Wunderschönes ruhiges Intro mit Gitarre, danach die langsame, melodische Strophe nur mit Bass, Synth und Becken begleitet. Nach ca. zwei Minuten geht's dann aber mit Spucke richtig los, super Melodie, super Rhythmus, Hammersolo - ein Spitzensong. Im Solo wird das Hauptmotiv noch ein Mal richtig verjazzt, das ist ganz große Kunst. Im weiteren Verlauf kann man sich richtig vorstellen, wie ein ganzes Stadion bebt bei diesen Klängen. 7:16 Minuten purer Genuss. 10 von 10 waren selten klarer.

Ich kann keine Müdigkeit bei Dickinson auf dieser Platte entdecken. Meiner Ansicht nach singt er wirklich in allen Belangen hervorragend. Ich glaube, dass der ein oder andere hier etwas hineininterpretiert, da sein Weggang bevorstand. Kompositorisch bewegt sich ,Fear of the Dark' auch auf sehr hohem Niveau, die Stücke sind nicht unnötig in die Länge gezogen, nur die herausragenden Nummern haben Überlänge.

Besonders gut gefällt mir das etwas andersartige Albumcover mit Eddie als lebendem Baum; auch die Bilder im Begleitheft auf der Burgruine passen hervorragend zur Stimmung des Albums. Die Synthesizer werden nur im Hintergrund eingesetzt und stören nicht wirklich. Für mich ist Iron Maiden hier genau die richtige Mischung zwischen Härte und schönen Melodien gelungen, für Abwechslung ist auch gesorgt. Also klare 5 von 5 Punkten.
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am 26. Dezember 2012
Nach dem gediegenen, aber leider auch etwas schwachen "No Prayer For The Dying" fanden Iron Maiden mit ihrem 9. Studioalbum wieder etwas zurück zu alter Stärke. Die Betonung soll auf etwas liegen, denn ganz können Maiden nicht an ihre vergangenen Werke anknüpfen. Allerdings blieb "Fear Of The Dark" für einen längeren Zeitraum das letzte Album mit Bruce Dickinson.

Das Album wird mit "Be Quick Or Be Dead" furios eröffnet, so aggressiv, bissig und schnell sind Iron Maiden eher selten gewesen. Doch bleibt der Opener der einzigste Song, der so nach vorne stürmt. Die Lieder sind überwiegend etwas zurückhaltender und gemäßigter, immer noch heavy zwar, aber bei weitem nicht mehr so ungestüm. Das Album wird dabei im Besonderen vom herausragend sensationellen Titelsong und dem nicht minder schlechten "Afraid To Shoot Strangers", die beide alles beinhalten, was Iron Maiden in Höchstform ausmachen, getragen. Im Gegensatz dazu fallen die anderen Lieder leider ziemlich ab, vorallem bei den ersten Durchläufen, wo man desöfteren dazu geneigt ist, sich beinahe zu langweilen. Doch beschäftigt man sich ein wenig mit dem kompletten Album, offenbaren auch andere Songs ihre (etwas versteckten) Vorzüge. Tolle Maiden-typische Melodien und viele gute Ideen und Ansätze findet man auch in den anderen Songs, wie z.B. "Childhood's End", "Judas Be My Guide" und "The Fugitive".

Nichtsdestotrotz ist "Fear Of The Dark" in seiner Gesamtheit eher etwas durchschnittlich ausgefallen, was für Iron Maiden-Verhältnisse aber immer noch ein hohes Niveau bedeutet. Im Prinzip rettet auch Bruce Dickinson den ein-oder-anderen Song vor der totalen Bedeutungslosigkeit, und sorgt dafür, dass man die Scheibe auch mal gut am Stück hören kann. Der Klang und die etwas düstere Stimmung weisen meiner Ansicht nach bereits etwas in die Richtung, die Steve Harris mit "X-Factor" einschlagen sollte. "Fear Of The Dark" ist kein überragendes und spektakuläres, aber ein durchaus starkes Maiden-Album, das seine Anzugskraft in erster Instanz seinen "Über"-Songs "Afraid To Shoot Strangers" und "Fear Of The Dark" verdankt, aber in zweiter Instanz auch ganz gute Maiden-Songs aufweist.
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