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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
101
4,6 von 5 Sternen
Somewhere in Time
Format: Audio CD|Ändern
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TOP 1000 REZENSENTam 5. August 2014
Das 1986 erschienene SOMEWHERE IN TIME (der Titelsong "Caught Somewhere In Time" soll angeblich durch den Film "Blade Runner" inspiriert sein) war das erste Maiden-Studio-Album, das "erst" 2 Jahre nach einem direkten Studiovorgänger herausgebracht wurde - und das hört man meines Erachtens auch! Vergleicht man die Scheibe mit ihren Vorgängern, so fällt einem unweigerlich ein gewisses Mehr an Dichte und durchgehender Atmosphäre auf - was dem Gesamtkonzept der Platte letztlich sehr gut tut. Einzig ein richtiger Überdrüber-Hit fehlt dem Album ein bisschen (ich denke da z.B. an vorangegangene Song-Kaliber wie "The Number Of The Beast" oder "2 Minutes To Midnight"), wenngleich der zweite Track des Albums (nämlich "Wasted Years") als Single ausgekoppelt wurde und in den britischen Charts immerhin den beachtlichen 18. Platz belegen konnte.

Insgesamt ist SOMEWHERE IN TIME jedenfalls eine sehr runde Sache, ohne auszumachenden Ausfall, Schwächen o.Ä. Ich denke, dass man wirklich heraushören kann, dass IM hier etwas mehr Zeit für die Produktion hatten. Nichts auf der Platte hört sich wie eben mal schnell hinkomponiert und aufgenommen an - ganz im Gegenteil. Und was den unleidlichen Einsatz von Synthesizern betrifft - ja, meine Güte! Jede große Band kommt früher oder später einmal in die notwendige Verlegenheit, Neues auszuprobieren. Dass man dabei den alteingesessenen Fans ein wenig vor den Kopf stößt ist - speziell bei Metal-Bands - längst nichts Neues mehr. Und dazu muss noch gesagt werden, dass IM auf hiesigem Werk sehr wohlüberlegt und mit Bedacht mit diesem neueinsetzenden Techniktrend umgegangen sind. Nachhaltigen Schaden hat der Synthie-Einsatz den Songs jedenfalls keinen zugefügt - auch aus heutiger Sicht nicht. Wenn überhaupt, dann verleiht dieser etwas "speziellere" Sound (hier sind aber immer noch ganz klar Iron Maiden am Rocken) eher einen sympathischen 80er-Touch - und das im allerpositivsten Sinne!

Wie schaut's mit den Songs auf SIT aus? Nun, insgesamt sind es (wie damals häufig auf Maiden-Alben) 8 Tracks, die sich aber aufgrund überdurchschnittlicher Einzelspielzeit zu einem normal gearteten Longplayer zusammenfügen. Überhaupt klingt SIT für mich wie eine Scheibe aus einem GUSS. Ich würde ja sogar soweit gehen und behaupten, dass IM mit hiesigem (insgesamt 6.) Studiowerk ein erstes, echtes Konzeptalbum (thematisch und soundtechnisch gesehen) geglückt ist. Auch heute noch ziehe ich dieses Album so manch anderem (vemeintlichem) IM-Klassiker vor!
Die Songs auf SIT sind eigentlich allesamt gut, wobei ich "Wasted Years", "Heaven Can Wait", "Stranger In A Strange Land", "De Ja Vu" und den monumental anmutenden Abschlusstrack (typisch für die Band halt) "Alexander The Great" als meine persönlichen Lieblinge an dieser Stelle etwas herausheben möchte. IM Maiden wirken auf SIT sehr sicher, souverän und zielstrebig und das ist gut so!

Mag sein, dass der Konzeptcharakter auch ein wenig daher kommt, dass sich Steve Harris (der Bandleader und Basser, der insgesamt 5 Stücke auf SIT beigetragen hat) und Gitarrist Adrian Smith (3 Songs gehen auf sein Konto) die Kompositionsarbeit dieses Mal unter sich aufgeteilt haben (nur bei "De Ja Vu" handelt es sich um eine Murray-Harris-Ko-Produktion). Sänger Bruce Dickinson, der sich ausnahmsweise mal "nur" mit dem Interpretieren des vorhandenen Materials befassen/begnügen musste, wollte in jenen Tagen angeblich gerne mit akustischen Elementen herumprobieren, was innerhalb der Band damals aber auf wenig Gegenliebe stieß. Nun - dem Album hat das, wie ich finde, jedenfalls keineswegs geschadet!

Für mich - und ich bin zugegebermaßen noch recht unerfahren im IM-Terrain und möchte auch wirklich niemandem ans Bein pinkeln - ist SIT ein super Album mit tollem Klangbild, das sich auch heute noch phantastisch anhört - vielleicht eben gerade deshalb, weil Synthesizer eingesetzt wurden...

Macht 5 Sterne aus meiner Warte - gerne damit auseinandergesetzt und jetzt freu ich mich schon auf einen erneuten Hördurchgang...
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am 26. Dezember 2016
Nie mehr waren IRON MAIDEN so impulsiv und Future-mäßig drauf wie auf "Somewhere In Time" von 1986! Getreu dem futuristischen LP-Cover, grandios gestaltet von Maiden-Ur-Designer Derek Riggs, spielt man hier absolute Science Fiktion Sounds. Die Songs gehen mit ihren Botschaften in Richtung tiefer Melancholie. Kein Diabolus wird mehr zur Verantwortung gezogen, sondern der Mensch selbst. Sogar Eddie mordet nicht mehr mit der Axt sondern wurde zum Androiden und vollstreckt per Hitech-Waffe.

Soundtechnisch ist dieses Album ein Wunder und zeugt vom immensen Können der Protagonisten. Es wurden zwar erstmals auch Synthi-Gitarren eingesetzt, was diesen Sound erst ermöglichte, aber zu spielen waren sie immer noch händisch. Alles andere wäre für die genialen Saiten-Götter Dave Murray, Adrian Smith und Bassist Steve Harris auch undenkbar. Unerreicht sowieso "Air Raid Siren" Bruce Dickinson. Und ohne Zuchtmeister Nicko McBrain wäre alles nichts. Seine Akrobatik am Schlagzeug bildet nicht nur das Rückgrad der Musik, sondern wird auf Somewhere In Time mit zum bestimmenden Element.
Dieses Album ist wahrscheinlich das aufwändigste Projekt der Londoner Rocker gewesen und möglicherweise auch ihr bestes. Aber das liegt wie immer im Auge des Betrachters, hier viel mehr im Ohr des Hörers / der Hörerin.

Wie gut diese remasterte Vinyl-Version von "Somewhere In Time" im Vergleich zur alten klingt, kann jedermann nachvollziehen, der so wie ich auch das Original von 1986 besitzt. Ein Schritt mit dem Sieben-Meilen Stiefel! Endlich hat dieser Meilenstein DEN Sound gefunden, der ihm gebührt.
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am 21. Dezember 2015
Iron Maiden ist eine Band die mich musikalisch wie fast keine andere Band beeinflusst hat. Als erstes Konzert meines Lebens habe ich mit 12 Jahren Iron Maiden auf der No Prayer For The Dying Tour gesehen.
Ich bin zwar immer großer Fan der ersten beiden Alben mit Paul DiAnno geblieben, habe mich sonst aber musikalisch insgesamt anders orientiert , deswegen ist meine Sammlung der Dickinson Aera sehr lückenhaft. Nun habe ich aber Somewhere In Time für mich (wieder)entdeckt, meiner Meinung nach das beste Album mit Bruce Dickinson und das Cover ist sowieso absolut großartig, deswegen musste es auch das Vinyl sein.

Leider musste ich feststellen, dass die 2014er Pressung einen gravierenden Mangel hat. In The Loneliness Of The Long Distance Runner ist deutlich ein Bandleiern, gefolgt von etwas zerknittertem Band zu hören. Man darf nicht vergessen, dass das Album 30 Jahre alt ist und da kann es natürlich sein, dass die Masterbänder nicht mehr fehlerfrei sind.
Der Fehler betrifft zwar nur etwa 2-3 Sekunden, hätte ich das aber gewusst, hätte ich lieber etwas länger nach einer gut erhaltenen alten Pressung gesucht.

Musikalisch gibt es von mir ganze 5 Sterne, für die Auflage leider nur einen.
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am 16. Oktober 2017
Auf Grund einiger hier vorliegender Bewertungen der neuen Ausgaben von 2014 und der Amazon „3 für 2 – Aktion“ habe ich mir zwei meiner Lieblingsalben bestellt, „Piece of Mind“ und „Somewhere in Time“.
Leider ergibt sich keine Verbesserung gegenüber den Originalen Ausgaben von 1983 bzw. 1986 (Holland-Pressungen), die sich von damals noch in einem sehr guten Zustand in meiner Sammlung befinden, eher im Gegenteil.
Erst nach dem ernüchternden Hördurchgang habe ich dann weiter nachgelesen:
Die Alben wurden auf Basis der analogen Original-Mastertapes hergestellt.
Es gibt also keinerlei klangliche Verbesserung bzw. Veränderung. Das muss ja grundsätzlich nichts nachteiliges sein. Die Reproduktionen des Artworks sind nicht vollkommen überzeugend. Allerdings ist die Pressung ok, die Cover haben eine gute Qualität und auch das Innencover von Somewhere … ist recht stabil gegenüber dem Original.

Somewhere in Time - 2014
Nach meinem Empfinden etwa der gleiche Klang, eher etwas „gedrückter“. Und dann in der Tat: Bei „The Loneliness …“ im zweiten Solo-Part bei ca. 2:54 etwa drei Sekunden Leierei.
Das Artwork wurde anscheinend mit einem Filter bearbeitet, die gelblichen Farbtöne des Original-Covers gehen mehr ins Grüne, insgesamt wirkt das Original matter und schärfer. Die Texte sind leicht verwaschen, die Texte des Originals sind gestochen scharf.

Piece of Mind - 2014
Die Neuauflage ist deutlich leiser als die Pressung von 1983. Selbst wenn die die Lautstärke anpasse, meine ich, dass die alte Pressung transparenter ist. Allerdings ist das schwierig zu beurteilen, weil man ja immer die Plattenwechsel-Pause hat.
Das Artwork wurde anscheinend mit einem Filter bearbeitet, die grünlichen Farbtöne des Original-Covers gehen mehr ins Gelbe, insgesamt wirkt das Original zwar matter und minimal schärfer, die Neuauflage hingegen etwas natürlicher, die Ketten sind auch eher silber. Titelangeben und sonstige Texte auf der Rückseite sind rechts türkis-leuchtend. Bild und Texte auf den Innenseiten des Gatefold-Covers finde ich aber bei der Neuauflage besser.
Am unteren Rand fehlen ca. 12 mm, am rechten Rand ca. 5 mm Bildausschnitt vom alten Cover.

Fazit:
Es sind keine grundsätzlich schlechten Vinylausgaben, wobei die Leierei bei "Somewhere …" an sich nicht zu akzeptieren ist. Die alte" Piece …" klingt nach meiner Auffassung besser. Daher jeweils nur jeweils gute drei Sterne. Wer die Originale in gutem Zustand hat, muss hier nicht noch einmal kaufen. Es lohnt sich nicht! Wer meint, er benötigt noch Vinyl-Ausgaben, der kann sicherlich zugreifen.
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am 26. März 2017
Es ist sehr schnell angekommen. Die Qualität ist sehr gut und der Sound auch. ich habe es sehr genossen.
Sehr empfehlenswert
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am 19. Juli 2017
Richtig gutes Album von Iron Maiden. Platte klang auch sehr gut. Versand lief wie bisher ohne Probleme. Bin voll zufrieden.
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am 26. April 2017
Nach ihrer riesigen "World Slavery Tour 84/85" vom 9. August 1984 bis 5. Juli 1985, waren die Eisernen Jungfrauen ausgelaugt. Doch schon Ein Jahr später rammten die sympathischen Briten den nächsten Longplayer raus! Doch diese Platte war zur Enttäuschung vieler Fans vollkommen anders. Die Jungs experimentierten progressiv mit Bass- und Gitarren-Synthesizern. Und auch Bruce's Stimme wurde bearbeitet. Heraus kam ein Album, welches die Fans zu fernen Planeten führte, wie auch zurück in die Vergangenheit zu Alexander dem Großen.

Also mir gefiel damals SOMEWHERE IN TIME schon beim ersten Durchgang. Sei es nun der Opener CAUGHT SOMEWHERE IN TIME, das tragisch anmutende WASTED YEARS, der doch sehr nach einem Abschied klang, ja nach Bandauflösung. Das mystische SEA OF MADNESS oder der flinke Kracher THE LONELINESS OF THE LONE DISTANCE RUNNER, oder der Megasong STRANGER IN A STRANGE LAND. Und natürlich nicht zu vergessen, der Evergreen ALEXANDER THE GREAT. Im Grunde gibt es hier auf dieser Scheibe keinen Song, den ich nicht hören mag und überspringe. Ich liebe ganz besonders das Flair, die Athmo des Albums.
WOW, und das megagalactische Albumcover - wer das Album mal als Schallplatte in der Hand haben sollte, fallen einem ganz besonders die vielen Anspielungen der Bandgeschichte auf - Kleinigkeiten, die bei der Größe der CD leider verloren geht. Dafür ist aber das CD-Booklet der Hammer. Auf 22 Seiten gibt es tolle Bandfotos, Informationen und vieles mehr- Auch der CD-Rom-Teil bietet ein paar hübsche Extras (darunter auch Musikvideoclips).
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TOP 1000 REZENSENTam 3. Oktober 2006
SOMEWHERE IN TIME: Nach kurzer Pause, um sich von all dem Tourstress zu erholen, begab man sich erneut ins Studio, um "Somewhere in Time" einzuspielen, aber diesmal sollte etwas neues auf die Fans zukommen, was sich schon am Coverbild erkennen ließ, auf dem sich Space-Cop Eddie vor einer Zukunftslandschaft befindet, im Hintergrund die Band. Sehr futuristisch sollte auch die Musik werden, da hier zum ersten mal Synthis für Gitarre und Bass verwendet wurden. Dazu ein Kommentar von Steve Harris: "Wir haben während der Produktion etwas mit Gitarren-Synths experimentiert, eigentlich hätten wir lieber Keyboards benutzt, aber dann hätten wir einen neuen Musiker in die Band holen müssen. Der Gitarrensound hat sicherlich einige Leute überrascht, aber es paßte zu den Songs." Zwar klingen die Songs nicht mehr so rauh wie früher, aber dafür sind sie um ein vielfaches melodischer ("The Loneliness of a long Distance Runner"), auch aggressiver und haben mehr Biss ("Deja-Vu"). Auch kommt Bruce Dickinson‘s Stimme viel mehr zur Geltung ("Sea of Madness"). Für viele mag "Number of the Beast" oder "Powerslave" das beste IRON MAIDEN-Album sein, für mich ist es aber definitiv "Somewhere in Time". Woran das liegt? Keine Ahnung, vielleicht weil es mein erstes Metal-Album war, vielleicht weil es das abwechslungsreichste Album von IRON MAIDEN überhaupt ist, wer weiß? Eröffnet wird "Somewhere in Time" mit dem Song "Caught somewhere in Time", eingeleitet mit träumerisch-dominanten Gitarren-Synthies, die beim ersten Mal hören den typischen IRON MAIDEN-Fan zwar verdutzen dürften, ihn darauffolgend aber definitiv fesseln werden. Anders wie bei den Vorgängeralben ist "Caught somewhere in Time" allerdings kein typischer Opener, da der Song dafür viel zu abwechslungsreich ausgefallen ist, aber dennoch ausgezeichnet seine Aufgabe erfüllt, da "Somewhere in Time" ebenso reich an Facetten und Kurzweile ist. Weiter geht's mit "Wasted Years", der ersten Singleauskopplung, einer relativ kurzen Nummer (mit 5.06 Minuten nach "Deja Vu" das zweit kürzeste Stück auf diesem Album). Hier stechen vor allem die prägnanten Hooklines und die eingängige Songstruktur heraus, allemal das Gitarrenlick ist unbeschreiblich. Mit viel Schmackes geht es weiter und es folgt "Sea of Madness", einer meiner Lieblingssongs, da er wahnsinnig abwechslungsreich ist, sowohl aggressiv und druckvoll, als auch äußerst melodiös und atmosphärisch; hier passt einfach jede Note. Von diesem Stück kann man wirklich behaupten, dass es perfekt ist! Als nächstes ist "Heaven can wait" an der Reihe; die "schwächste" Nummer. Eigentlich ist diese Nummer nicht wirklich schwach und immer noch stark genug, um ca. 98% aller Bands in den Sack zu spielen. Allerdings ist "Heaven can wait" ein kleines bißchen zu rockig ausgefallen, rettet aber durch die starken Riffs, die beeindruckenden Soli als auch den kraftvollen Mittelpart den Gesamteindruck. Was aber jetzt kommt lässt sich nicht wirklich in Worte fassen: Die Musikwerdung von allem was einfach nur geil ist, der göttliche Song, 1000 Orgasmen musikalisch ausgedrückt, ach was weiß ich, einfach der beste Song aller Zeiten: "The Loneliness of the long Distance Runner". Hier stimmt alles, wie auch schon zuvor bei "Sea of Madness". Der Song lässt einfach nichts missen, er drückt einfach alles aus was man braucht. Ich versuche es mal so zu beschreiben: Wenn ich bis an mein Lebensende nur noch einen Song hören dürfte wäre es definitiv "The Loneliness of the long Distance Runner". Doch bevor ich aufgrund meiner euphorischen Ekstase mich noch weiter verausgabe, die Genialität und Perfektion dieser Nummer zu beschreiben, möchte ich lieber weiterfahren und mit "Stranger in a strange Land" fortsetzen. Dies sollte nach "Wasted Years" die nächste Singleauskopplung werden. Im Gegensatz zu den restlichen Songs auf "Somewhere in Time" ist dieser Track sehr ruhig ausgefallen, besticht aber dafür durch eine sehr durchdachte Melodieführung. Die Atmosphäre ist nahezu unbeschreiblich, auf alle Fälle aber sehr düster, allerdings auch verträumt, wobei gelegentlich auch eine leicht bedrohliche Stimmung aufkommt, die aber während des Mittelparts vollends verschwindet . Eben solcher Natur sind ebenfalls die Soli der Herren Murray und Smith, die hier passender nicht sein könnten. Als Kuckucks-Ei entpuppt sich "Deja Vu" da nach anfänglich verträumten Melodien- und Klangteppichen, sich dieses Stück als sehr treibend und aggressiv herausstellen soll / wird. Man könnte diese Nummer als konzentrierte Version von "The Loneliness of the long Distance Runner" bezeichnen, da dieser Song obgleich er sehr kurzlebig ist, eine gigantische Atmosphäre aufbaut. Gutes Stichwort: Atmosphäre! Davon gibt es beim abschließenden Stück "Alexander the Great" mehr als genug. Allerdings wird hier schnell klar welche Eigenkomposition dafür Pate stand, nämlich "Rime of the ancient Mariner" vom Vorgängeralbum "Powerslave", wobei hier viel mehr die Melodien dominieren und wie oben erwähnt auch viel mehr Atmosphäre! Mann höre sich nur mal den megastarken Mittelpart an, der vor Abwechslungreichtum nur so strotzt. "Somewhere in Time", das bedeutet ein rundherum perfektes Album, das alles bietet was man erwartet und nur schwer übertroffen werden kann.
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am 30. Dezember 2005
Als Iron Maiden ankündigte, dass sie erstmals auf diesem Album Syntheziser einsetzen wollen, war der Aufschrei zunächst einmal groß, doch der Erfolg, der mit diesem Album kam gab den Mannen um Bandboss Steve Harris recht. Insgesamt gesehen muss man bei diesem Werk von Iron Maiden von einem herausragenden Meisterwerk sprechen, denn Maiden hat es hier nahezu erstmals geschafft, ein absolut Ausfallsfreies Album zu kreieren, was nichtmal bei dem Klassiker "Number of the Beast" der Fall gewesen ist.
Angefangen wird die Reise durch den 7-minütigen Song "Caught Somewhere in Time", bei dem man erstmals deutlich die Präsenz der Synthezisern merkt. Jedoch wird schnell klar, dass dies den Sound nicht zerstört, sondern durchaus eine Bereicherung des klassischen Maiden-Sounds darstellt.
"Wasted Years" ist ein Song, der großen Ohrwurm-Charakter besitzt.Selbiges gilt meiner Meinung nach für "Sea of Madness".
Nächstes Highlight stellen die beiden Mini-Epen "Heaven Can Wait" und "The Loneliness of the Long Distance Runner" dar. Zwei grandiose Kompositionen, bei denen einfach alles stimmt.
"Stranger in a Strange Land" und "De Ja Vu" fallen qualtitativ etwas ab, sind aber trotzdem noch wirklich gute Songs.
Zum Abschluss kommt Maiden-typisch wieder ein Epos zum Vorschein, nämlich "Alexander The Great", ein super Song, der ein Highlight des Albums darstellt.
Abschließend lässt sich sagen, dass Maiden mal wieder alles richtig gemacht hat und ein weiteres Meisterwerk des Metals entworfen hat, dass mit dem Einsatz von Synthezisern die Metal-Szene revolutionierte.
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am 23. März 2009
Insgesamt war es schon das sechste Album, aber mein erstes von Iron Maiden. Alleine schon das geniale Cover der LP war den Kauf wert, es zeigt vorne Bandmaskottchen Eddie in einer Zukunfsvision.
Was mir erst später auffiel ist, dass überall Hinweise frühere Alben, Cover und Singles der Band zu finden sind. Bis heute habe ich meine freude daran und entdecke noch was neues.

Es war das erste Album, wo Gitarren- und Bass-Synthesizer genutzt wurden und für mich musikalisch ein Quantensprung. Die LP lief damals durchgehend auf meinem Plattenteller und selbst heute noch dreht sie sich sehr oft, wenn auch mittlerweile ein wenig abgenutzt.

Caught Somewhere in Time beginnt mit einem Synthesizer-Intro und ist für mich ein genialer Einstieg in ein klasse Album.

Wasted Years wurde von Adrian Smith geschrieben, ist das einzige Lied von Somewhere in Time, das keinen Synthesizer enthält. Eines meiner absoluten Lieblingstitel von Iron Maiden.

Mit "Sea of Madness" kommt ein wenig Zeit zu erholen, für mich der schwächste Titel der CD, aber nicht weil er wirklich schwach ist, sondern weil die anderen so unglaublich stark sind.

Heaven Can Wait handelt von einer Nahtod-Erfahrung und ist musikalisch ein Offenbarung.

The Loneliness of the Long Distance Runner basiert auf einem Buch und ist textlich genial. Aber auch musikalisch wirklich sehr gelungen.

Stranger in a Strange Land ist mein Lieblingstitel des Albums und ein genialer Höhepunkt. Für mich der Titel der CD. Das Lied handelt von einem Mann, der im Eis eingeschlossen wurde und der Jahre später wieder aufgetaut wurde.

Alexander the Great handelt natürlich von Alexander dem Großen. Geschichtlich sehr an der Realität gehalten und musikalisch ein Ohrenschmaus, für mich eine kleine Hymne.

Insgesamt ein klasse Album das in sich stimmig ist und Highlights vom Albumcover über die Texte bis zur Musik bietet.
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