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Kundenrezensionen

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am 29. September 2008
Es ist alles über dieses Album gesagt. Von mir nur soviel: Ich war 15 und hatte eine Karte für KISS in Hannover. Ja, ich war KISS-Fan - weil die so schön angemalt waren und die Musik auch ganz OK war. Dann sah ich im Plattenladen eine Scheibe mit einem Monster drauf - und einem roten Aufkleber "Special Guest, KISS-Tour 1980 Germany". Ich habe das Ding blind gekauft, bin nach Hause gegangen und habe die Nadel in die Rille gelegt. Ich konnte es nicht fassen, noch nie vorher in meinem Leben hatte ich solche Musik gehört. Die Platte lief bin zum Konzert (3 Wochen später) jeden Tag immer und immer wieder. Dann kam das Konzert, es war das erste meines Lebens - und es war einfach phantastisch. Ich bin mit Iron Maiden von einem kleinen Jungen zu einem selbstbewussten Jugendlichen gereift.

Heute - 28 Jahre später habe ich über 2.400 komplette Alben. Alles gute bis herausragende Alben. Das Maiden-Debüt nimmt trotzdem einen besonderen Stellenwert ein. Wenn ich es höre - fühle, riche, sehe ich wie damals.

Diese Platte ist eine Zeitmaschine - mehr Emotionen kann Musik nicht erzeugen...!
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am 19. Februar 2007
Meine erstes Iron Maiden Album war das 83er "Piece of Mind". Von der ersten Minute dieses Albums an war ich ein absoluter Maiden Fan und kaufte fortan jedes neu erscheinende Album. Und um als echter Fan eine komplette Sammlung zu besitzen, legte ich mir auch nach und nach die Vorgängeralben zu - wenn es das Taschengeld eben hergab. Vom Debüt Album "Iron Maiden", welches ich als holländische "Nice Price" Pressung für 9,99 DM erwarb, war ich jedoch richtig geschockt. DAS sollten meine geliebten eisernen Jungfrauen sein? Was ist das für ein jämmerlicher Sound? Wie abartig schlecht ist der Sänger im Vergleich zu "The Bruce"! Und überhaupt - die Songs! Kein Vergleich zu den späteren Hammer Alben!

Die Jahre zogen ins Land - in den 90ern waren Maiden dann künstlerisch am Ende. Adrian Smith stieg aus und ich folgte ihm, nachdem ich mich über das wirklich sauschlechte "No Prayer for the Dying" geärgert hatte. Ich kehrte dem Metal den Rücken und wendete mich Grunge, Punk und Alternative zu. Irgendwann waren mir die Maiden Alben in der Plattensammlung sogar richtig peinlich. Diese Spandexhosen! Die Haare! Der operettenhaft-affektierte Gesang! Die peinlichen Monster Plattencover! Iron Maiden waren für mich gestorben.

Mitte 2003 schenkte mir dann meine Frau einen iPod zum Geburtstag.

Wie ein Irrer begann ich meine CDs zu rippen - schließlich wollen 40 GB gefüllt sein ;-) Was ich nicht als CD hatte "besorgte" ich mir im Internet. Schließlich hatte ich die Platten ja erworben. Beim Stöbern stieß ich zufällig auf eine komplette Maiden Discographie im MP3 Format. Ich zögerte kurz - und saugte mit "um der alten Zeiten willen" die Datei. Kurz darauf bescherte mir die "shuffle" Funktion meines iPod ein Wiedersehen mit "The Trooper". Ein kleiner Funke spang über... Natürlich war die Musik aufgeblasen, pathetisch, überkandidelt und .... gut .... erstaunlich gut.

Seit Anfang des Jahrtausend hatte ich mich so an die "Musik" Verbrechen in den Charts gewöhnt, dass ich gar nicht mehr wußte wie gute, handgemachte Rockmusik klingen kann. Mein Interesse war geweckt. Was machten eigentlich meine Helden von damals? Gab es die Band überhaupt noch?

Es stelle sich heraus: Iron Maiden waren aktiv wie schon Jahre nicht mehr und feierten ein echtes Revival. Sie galten jetzt als Kult Band, weil sie sich all die Jahre nicht an modischen Strömungen orientiert hatten, sondern immer sich selbst treu geblieben waren. Und ich war nicht der einzige alte Fan, der Maiden wiederentdeckte. Im Internet traf ich Dutzende Andere, welche ähnliches wie ich erlebt hatten. Endgültig sprachlos war ich dann, als mich meine 15-jährige Tochter fragte, ob ich ihr nich nicht eine Iron Maiden CD kaufen könnte, die seien nämlich richtig "cool".

Zufällig entdeckte ich wenig später auf dem Grabbeltisch eines Media-Markt die "Early Days" DVD. Ich kaufte mir das Ding und ein paar Tage später nahm ich mir die Zeit die Dokumentation anzuschauen. Und das stellte für mich die Initialzündung dar, mir das erste Album noch einmal genau vorzuknöpfen. Auf der "Early Days" sind einige Konzertmitschnitte mit Paul DiAnno als Sänger dokumentiert. Man kommt nicht umhin dem Mann ein gewaltiges Charisma zuzugestehen. DiAnno zappelt nicht auf der Bühne rum oder schwenkt den Union Jack und brüllt "Scream for me xxx" wie das Dickinson seit Jahren in jedem Gig macht. Seine Vocals sind rauh und direkt, die Lederjacke schwarz und schwer und wenn er "Wrathchild" intoniert, nimmt man ihm das wirklich ab. Ich war begeistert und kramte umgehend das erste Album raus. Seitdem ist für mich dieser Erstling ein ganz besonderes Juwel in der Maiden Discographie. Mag sein, dass der Sound nicht der Beste ist (Steve Harris hasst deshalb das Album) das Songmaterial und die Performance der Band, und besonders von Di Anno, sind fantastisch. Phantom of the Opera, Charlotte the Harlot, Sanctuary, Running Free und natürlich Iron Maiden sind zu zeitlosen Klassikern geworden welche bis heute auf fast jedem Maiden Gig gespielt werden. Das Album verdeutlicht auch in welche Richtung sich Maiden hätten entwickeln können, wenn DiAnno nicht wegen seiner Sauferei gefeuert worden wäre. Der erdige Sound und das Underdog Image hatten durchaus Potential. Ich glaube Steve Harris hat sich deshalb später sehr bewußt für Blaze Bayley als Sänger entschieden, nachdem Dickinson die Band verlassen hatte, um vom gekünstelten, operettenhaften Sound mit Songtiteln/Texten die aus SciFi Büchern/Filmen geklaut sind wieder "back to the roots" zu gehen. Die Texte von den beiden unter Mitwirkung von Bayley entstandenen Alben spiegeln dies zum Teil auch wieder (z.B. 2.A.M. auf X-Factor).

Als Fazit möchte ich anmerken: Selbstverständlich ist Dickinson ein großartiger Sänger, natürlich sind Meisterwerke wie "Piece of Mind", "Somewhere in Time" oder "Seventh Son.." unerreicht. Aber Maiden waren auch einmal eine echte Rockband - ohne Monsterfirlefanz, ausufernden Gitarrensolo Orgien und Texten auf dem Niveau von Gymnasiasten die zu viel "Herr der Ringe" gelesen haben. Eine richtig rotzige, dreckige Rockband. Und es macht Spaß dieser Band zuzuhören.
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TOP 1000 REZENSENTam 30. Oktober 2006
Irgendein Freund war 1980 auf der Tournee von KISS. Er erzählte anschließend von der tollen Vorgruppe namens Iron Maiden. Aus dem Radio kannte ich bereits `Running free`, welches mir schon sehr gut gefiel.
Ihr gleichnamiges Debutalbum veränderte, nicht nur für mich, die Hard Rock/Heavy Metal-Welt, da man so einen ungeschliffenen, rohen Sound bisher kaum kannte. Zu den Songs:

Prowler: Ein super Anfang, für ein super Album. Rau, hart und ungeschliffen.
Sanctuary: War auf der ursprünglichen Platte nicht drauf. Super Song, wird heute noch häufig gebracht. War eine Single.
Remember tomorrow: Einer der Höhepunkte des Albums. Sehr abwechslungsreich, mal ruhig, dann geht die Post wieder ab. Sehr viele Breaks. Einfach phantastisch!
Runnig free: War ein kleiner Single-Hit und hat viele Leute aufhorchen lassen. Ist auch heute noch häufig im Live-Set.
Phantom of the opera: Für viele Fans immer noch des beste Stück von ihnen. 7 Minuten lang, sehr abwechslungsreich und wieder Breaks ohne Ende. Der Gesang von Paul Di`Anno ist genial.
Transylvania: Bis heute das beste instrumentale Stück der Gruppe. Rau, hart und diese Breaks...
Strange world: Ein ruhiges Stück mit toller Melodie. Hier merkt man, dass viele der Songs bereits in den 70-ern geschrieben wurden.
Charlott the harlot: Hier wird wieder Fahrt aufgenommen. Guter Song, aber kein Klassiker.
Iron Maiden: Was für ein Abschluß. Knallhart wird alles niedergeprügelt. 1980 war das wirklich was besonderes. Wird (natürlich) heute noch live gespielt.

Maiden waren damals ein wirklicher Rohdiamant. Die Produktion ist zwar nicht so gut wie in den kommenden Jahren, das macht aber nichts, da hier der Sound "ungefiltert" rüber kommt. Besonders Steve Harris kann 1. am Bass und 2. als Songwriter voll überzeugen.
5 fette Sterne für "Iron Maiden".
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am 16. Oktober 2014
Ich konnte mich an die einzelnen Stücke aus Jugendtagen auf der Scheibe gar nicht mehr erinnern. Das grottige Cover habe ich sofort wiedererkannt. Die erste Maiden Platte - sprich CD. Ja eingelegt und los gehts. Die Scheibe ist sowas von genial. Alle Lieder konnte ich sofort wieder mitsingen! Unglaublich nach 34 Jahren!!!!

Die Mischung aus New Wave Heavy Metal mit großen Punk Anteilen, der klaren Stimme von Di Anno einfach großartig. Dazu Lieder wie Strange World das sich in immer neuen Facetten eröffnet. Ach ich komme ins Schwärmen... Gleich nochmal anhören.

Solchen Metal gibt es heute nicht mehr. Unbedingt hören...
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am 16. August 2016
Iron Maiden Fans kennen dieses Album bereits und ich werde es 5 Sterne geben weil ich die Band liebe. Eddie is the best! Iron Maiden fans verstehen diesen Spaß^^ 5 Sterne für diese CD die auch einen super klang hat!
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am 26. Juni 2015
Ich war 14 und Queen sowie Kiss Fan. Dann sah ich im WDR oder vielleicht auch NDR Iron Maiden.....Alles war neu....die Melodien, die ständigen wechsel im Song selber. Die Stimme des Sängers im Inferno des treibenden Bass und der Drums. Kein Heavy Metall wie man ihn kannte. Wahre Opern in Riffs und vorangetrieben von einem grandiosen Sänger. Vom ersten Song an geht diese Scheibe vorran und triebt es immer weiter bis zum letzten Ton. Man holt Luft und spürt die treibende Kraft die dieser Erstling der Band entfacht. Auf der LP ein Cover das alleine zum Kauf anregte. Es war einer meiner Lieblings LP's und lief rauf und runter. Heute noch immer wieder gerne im Player.....weil es einfach eine geniale Platte einer so jungen Band war. Der Sound und die Produktion nicht perfekt, aber ist es nicht das was diese Scheibe so besonders macht? Sie ist roh und kantig. Genauso liebe ich diese erste Iron Maiden.
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am 20. Februar 2015
Das Erste Studio Album. Ein muss für jede Iron Maiden Sammlung. Iron Maiden zeigt bei Ihrem ersten Studio Album welche Qualität sie haben. Mir gefällt das Erste Studio Album sehr gut. Mein Lieblingssong aus diesem Album ist das Lied "Iron Maiden"
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am 23. Januar 2015
Manch ein Metalfan der heutigen Generation mag sich an Aufnahmequalität, Ausgefeiltheit der Songs und Di Annos Gesang stören. Für Metaller der ersten Stunde(Jahrgang 63) ist dieses Album eine Zäsur. Nie zuvor klang eine Rockformation so orchestral, der Gesang so wütend, der Bass so dominant. Rauh und ungeschliffen, eben absolut authentisch. Die Sounds von Judas, Saxon etc. waren seit Ende der 70er etabliert, aber das hier, war etwas völlig neues, mitreißendes, revolutionäres. Eine Metalband, in der der Basser dominierte, tatsächlich spielen konnte und die Songs schrieb. Harris und Di Anno schrieben mit diesem Debutalbum ein Stück Metalgeschichte. In den digitalen Zeiten des Sound Engineering ist dieses Album vor allem eins: analog, roh, authentisch. Wie die Metalpartys der 80er. Aber da waren die meisten Maiden Fans noch nicht geboren...;-)
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am 15. August 2016
Mitte 1979 hatte ich, wie sich beim Schwimmen mit den Mitschülern zeigte, etwas vorzeitig das Stadium einer äußerst verunsichernden Pubertät geentert und natürlich von nix eine Ahnung, und davon viel. Ohne besonderes Vorbild hatte ich ein Faible für Swing der 30er und 40er und für discolastige Songs, die halt von allen gehört wurden. Es war nichts Besonderes, eher Hintergrundmusik, nichts identitätstiftendes, der Bolzplatz stand immer noch an Nummer 1. Und dann krochen aus dem Radio diese gemeinen, niederträchtigen Töne von „Touch Too Much“ und plötzlich war alles anders. Erst danach lernte ich „Highway To Hell“ und „All Night Long“ von Rainbow kennen. Im Haushalt gab es nur ein tragbares Radio mit Tape Deck, keinen Plattendreher, ich hatte kein Geld für Alben und ich hätte auf dem Dorf nicht einmal gewusst, wo ich mir die besorge. Also wurden diese drei Titel auf Kassette mitgeschnitten und ich hielt mich monatelang mit ihnen über Wasser. Bis dann endlich die vierte Nummer dazukam, wiederum bedient aus einer dieser ansonsten kümmerlichen Hit-Sendungen. Ein simpler aber effektiver Bass/Drum-Groove ballerte aus dem jämmerlichen Beschallungs-Equipment, in den nach einigen Sekunden die Gitarren hineinschnitten wie ein scharfes Messer ins Fleisch und dann: „I'm running free, yeah, I'm running free“. Natürlich wusste ich nicht, wovon der Typ da genau sang, aber die Worte „Running Free“ verstand selbst ich. Und das war nun die denkbar schlichteste, aber hochgradig wirksame Parole, die dem vage und neblig aufkeimenden Gefühl der engen Gefangenschaft, bestehend aus Elternhaus, Schule und irgendwie so Gesellschaft oder so etwas entgegensetzen konnte. Keine Ahnung, was ich sein wollte, aber jedenfalls irgendwie anders. Oder woanders. „I'm running free, yeah, I'm running free.“

Ich habe mehrmals gelesen, dass das selbstbetitelte Debüt jenes Album ist, welches Maiden-Mastermind Steve Harris am wenigsten mag. Die Produktion wäre zu schlecht. Der Mann hat natürlich Recht. Und liegt doch falsch. „Iron Maiden“ klingt nicht annähernd so aufwendig, wie heutige Produktionen. Unterproduziert. Wenn überhaupt irgendwie produziert. Wie eine Bande blutjunger Kerle halt, die im Übungskeller mit dem unbedingten Willen, die Welt aus den Angeln zu heben, ein Demo einprügeln. Da nützt auch kein Remastering. Zum Glück. Wenn spätere Maiden-Alben wie der Monolith aus 2001 – Odyssee im Weltraum klingen, nach einer makellosen, undurchdringlichen und unzerstörbaren Oberfläche und auf die zigste Stelle hinterm Komma exakt gerade abgezirkelten Winkeln, dann ist das Debüt ein grauer Fels, mit rauer Oberfläche, voller unregelmäßiger Grate und Risse, verwittert, mit Flechten überwachsen, der nach einem Steinschlag irgendwo in die Botanik fiel und dort jetzt leicht windschief herumsteht, aber noch jeden von uns überleben wird.

Schon die Gitarren von „Prowler“ sägen irgendwie schräg in das Stück hinein. „Remember Tomorrow“ ist ein leiser, unheimlicher Creeper, der sich schließlich zu enormer Wucht aufschwingt, ohne im geringsten an eine eklige „Power-Ballade“ zu erinnern. Es folgt das kurze, knackige „Running Free“ und schließlich die Übernummer des Albums, die jene zusammenbringt, die dieses Album lieben, und die, welche die Bruce-Phase bevorzugen. „Phantom Of The Opera“ kommt mit mehr Ewigkeits-Riffs, Tempo- und Rhythmus-Wechseln daher als jede Black-Sabbath-Nummer und gibt so den Ton vor für eine zukünftige Entwicklung in Richtung Mehr-was--mit-Prog. Die ehemals zweite Seite ist geringfügig schwächer als die erste, also immer noch brillant, und beginnt mit dem stampfenden und dennoch flüssigen „Transylvania“, geht über ins völlig untypische „Strange World“, mit dem Maiden Psychedelic so nahe kommen wie nie mehr wieder, und endet mit den schnellen Nackenbrechern „Charlotte The Harlot“ und eben „Iron Maiden“. Bzw. den zwei hysterischen Schreien von Paul Di'Anno. Und wenn Harris spätere Alben schon auf Grund der besseren Produktion bevorzugt, dann ja vielleicht auch, weil Dickinson technisch der bessere Sänger ist als Di'Anno. Ich hingegen habe mich immer etwas schwergetan mit Ikonen wie Dickinson oder z. B. sogar, bzw. gerade Halford. Zu oft zu viel Pathos, es hört sich manchmal an, als wolle man bedeutungsschwere Oper sein, um dann in kitschige Operette abzustürzen. Auch das durchgehend brünftige, testosteron-mega-männliche Knurren selbst in leisen Passagen gefällt mir nicht sonderlich. Ich weiß nicht, ob Bruce je „Remember Tomorrow“ oder „Strange World“ gesungen hat, aber wenn, dann sicherlich nicht so butterweich dahingeschmelzt wie Di'Anno, der hier, als ansonsten den Hells Angels schon in frühen Jahren verbandeltes, extrem lästiges und rotziges Punk-Kid aus der Nachbarschaft, plötzlich verletzlich, verwirrt, möglicherweise verängstigt, intoniert. Was mich persönlich mehr mitreißt als sauber abgearbeitete Oktaven. Und wieder fühle ich mich an Black Sabbath erinnert, die die ersten 10-12 Jahre ihrer Karriere ja quasi auf einen Sänger verzichteten, zu deren Sound Ozzys erratisches und verstörtes Gegreine aber passte wie A…. auf Eimer.

Mit dem ungleich aufgeräumteren, kompositorisch geringfügig schwächeren Nachfolger „Killers“ wurde dann hinsichtlich Arrangement, Produktion, Instrumentierung und Komplexität die Perfektionierung und Professionalisierung eingeläutet, von da an wird's ausgereifter und -gefeilter, musikalischer, wenn man so will. There's nothing wrong with it. Deepen Respekt und so. Z. B. für eine erkennbare, nachvollziehbar von musikalischen Interessen geprägte Entwicklung. Oder dafür, dass man sich nicht, wie etwa die Kollegen von Saxon, allzu offensichtlich dem Amimarkt angewanzt hat. Oder das ihr mich ob eures Alters ausgerechnet mit dem großspurig überfrachteten "Book Of Souls" doch noch einmal überrascht habt, weil es sich in weiten Teilen so gut anhört, dass ich mir sogar überlege, ob meine Sammlung doch noch ein fünftes Maiden-Album gebrauchen kann. Der Kniefall bleibt aber dem Debüt vorbehalten. Wer die gefährliche, rohe, dilettantische, archaische und menschliche Seite des Rock'n Roll bevorzugt, der ist bei dieser Garage-Rock Version Iron Maidens am besten aufgehoben.

Die 98er-Version des Albums punktet mit einem DVD-Part, der die frühen Maiden live auch im Bild näherbringt, und der als zweiter Track integrierten, selbstverständlich grundguten Single „Sanctuary“. Einen Punkt Abzug gibt es für das Fehlen einer weiteren frühen Single, „Women In Uniform“. Minus 1 also, dann sind wir, selbst nach all den Jahren, in denen ich Metal höchstens am Rande verfolgt habe, weil mich schneller, härter, lauter einfach nicht interessierte und ich eher nach den Wurzeln von Musik grub, bei, tataaaa, 10 von 10 und landen immer noch in meinen Circa-Top-50 der überwältigenden, die selbst einem miesen Tag noch halbwegs zum Guten wenden können.
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am 18. August 2008
Das gleichnamige Debütalbum von IRON MAIDEN ist sicherlich nicht nur ein Meilenstein des Heavy Metal, sondern auch ein Meisterwerk im Kontext der gesamten Popkultur.
Hoben IRON MAIDEN nach "Killers" mit Bruce Dickinson und "Number of the Beast" in neue Spheren ab und begründeten ein Genre, das bist heute unerreicht bleibt, so markierte das Debüt eine grandios rockende Melange aus wütendem Punk und frühem Metal.
Wie sagte Steve Harris einst: "Wir wollten Musik machen und Spaß haben."
Oft wird die Produktion der Platte bemängelt. Doch das, was viele als Makel sehen, ist die eigentliche Stärke des Albums: Punkige Produktion, Low-Fi, stoisch wütender Gesang von Di'Anno und Riffs, die eine unglaubliche Atmosphäre kreieren.
Gerade das Rudimentäre, das Ungestüme, das Unperfekte machen das Debüt-Album zu einem echten Klassiker.
"Prowler", "Iron Maiden", "Running free" - was für urgewaltige Kracher.
"Strange World" - was für eine seltsam-schräge Ballade.
"Phantom of the Opera" - was für eine schaurige Groteske.

Dieses Album bereitet Lust und Angst zugleich. Es zeigt die wilden, ungestümen IRON MAIDEN. Es ist nichts gekünstelt. Nichts klingt wie auf "Somewhere in Time".
Es offenbart Lücken, es schlägt, beißt und jault.
Für wahr: Einer der herrlichsten, räudigsten, genialsten Bastarde der Rockgeschichte.
Hören und genießen!
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