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VINE-PRODUKTTESTERam 25. April 2014
Es geht schon mal damit los, dass Ian Gillan beim ersten Stück Anleihen beim Rap macht. Sowas mag ja nicht jeder der Purple-Fans, jedenfalls diejenigen eher nicht, die Smoke on the Water immer noch für den Höhepunkt des Schaffens der Band halten. Mir gefällt das Experiment. Weiter geht es mit einem Shuffle über klebrige Flecken auf dem Kneipenboden, sowas kann ja nie falsch sein. Die Ballade, die When a Blindman cries ersetzen sollte, folgt. Schöner Text wieder, wie fast immer bei Gillan. Nun kommen auch schon ein paar recht sperrigee Brocken dahei, die mir zu sehr ins Art-Rock-Fach fallen, allerdings sind sie mit brachialen Sounds versehen, damit niemand zweifelt, mit wem er es hier zu tun hat. Fingers to the Bone ist das zweite ruhigere Stück, es reflektiert die Situation eines Mannes, der seine Mitarbeiter entlassen muss, interessant vorm Hintergrund des Dramas am Ende der Band Gillan. Es folgen einige Songs, die von bösen Stimmen Füller genannt wurden. Jack Ruby, Evil Louie, Shewas. Für mich sind es liebenswerte kleine Versuche, musikalisch wie textlich neue Wege zu gehen. Die Neuauflage des Klassikers Bloodsucker als Bludsucker bleibt unverständlich, weil unnötig. Es war das zweite Album mit Steve Morse, das letzte mit Jon Lord und die Band hatte wieder härtere Töne angeschlagen nach dem eher eklektischen Purpendicular. Auf der folgenden Tour wurden 7 der Songs ins Programm genommen, die allerdings einer nach dem anderen wieder aus der Setlist verschwanden. Heute ist Abandon eher ein Stiefkind im Purple-Kanon. Ziemlich hart und sperrig. Aber ganz gewiss nicht ohne Reiz.
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VINE-PRODUKTTESTERam 8. Oktober 2013
...schon alleine deswegen, daß die ersten 6 Songs das Zeug zum Klassiker haben. Any fule.. ist ein geiler Purple-Opener, Almost Human besticht durch einen schönen Refrain, Don't make me happy hat was im Instrumental-Teil von "When a blind man cries", Seventh heaven geht ab und hat gute Breaks, Watching the sky ist ein wenig düster, aber heftig. Fingers to the bone ist ein Lord-Klassiker an der Orgel. Danach fällt das ein bißchen ab, aber hier gebe ich nicht die Schuld der Band alleine. Wir sind natürlich alle von Purple verwöhnt und da vergißt man ggf mal, dass es auch auf 70iger Alben, die alle 5 Sterne bekamen von den selben Kritikern, auch Durchhänger gab ( Who do you think, Stormbringer, Burn). Ich finde Abandon schließt nahtlos an Purpendicular an, Steve Morse wird gut integriert, die Band rockt. Den neuen alten Bludsucker am Ende des Albums finde ich nochmal ein Sahnehäubchen, gut gemacht Purple!
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am 2. Mai 2014
Studioalbum Nr.16 (von 19) Stand 2014
DEEP PURPLE könnte mich nur enttäuschen, wenn es KEIN weiteres Alben dieser BESTEN BAND DER WELT mehr geben würde.
Die Herren gehen zwar bereits auf die 70 zu, aber kommt Jungs - da geht noch was :-)
Das zweite Album mit STEVE MORSE an der Gitarre (Formation MK VII mit GILLAN - MORSE - GLOVER - LORD - PAICE) der zuverlässig den Part von der "launischen Diva" Ritchie BLACKMORE vergangener Jahre übernommen hat. Auf STEVE ist seit 1994 Verlass - und DAS ist auch GUT SO !
Einen Song zum "mitgröhlen" gibt es zwar auf diesem Album nicht, ist auch aber nicht notwendig ! Ein zweites "Smoke on the Water" (von MACHINE HEAD - 1972), benötigt DEEP PURPLE nicht mehr, um UNSTERBLICH zu bleiben und für STIMMUNG zu sorgen !
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... soll der Titel des neuen Albums "Abandon" bedeuten. Wie schon bei "Purpendicular" wählten DEEP PURPLE auch bei "Abandon" ein Wortspiel für einen Albumtitel aus, "A Band On"-Tour hieß demzufolge auch die dazugehörige Tournee.

Musikalisch waren DEEP PURPLE sehr viel härter als noch auf "Purpendicular" unterwegs, allerdings haben mir die Songs hier noch viel weniger gefallen. Für mich hört sich "Abandon" so an, als ob man um jeden Preis erfolgreich sein wollte, koste es was es wolle.
Deshalb war schon der Opener etwas verwirrend für mich, bei "Any Fule kno that" verheddert sich IAN GILLAN in irgendetwas das sich wie Rap anhört - echt schräg! Auch "Almost Human" ist eine verdammt hektische und wirre Nummer - der Einstieg in dieses Album ist für alte PURPLE-Fans doch sehr hart an der Grenze des Zumutbaren.

Erst mit der Blues-Ballade "Don't make me happy" kommen DEEP PURPLE wieder in ruhigeres und bekanntes Fahrwasser - ich persönlich war wieder etwas beruhigt, die Schnappatmung ließ nach! ;-)
Aber diese Nummer ist definitiv eine Ausnahme, denn das Gros der Songs wurde mit aller Gewalt auf modern getrimmt. Mir ist das im Großen und Ganzen einfach viel zu hektisch, mir fehlen bei "Abandon" die großen Melodien, die Songs sind viel zu sperrig - dieses Album ist definitiv nicht meins!

"Abandon" sollte das letzte Album mit JON LORD sein, 2002 stieg er bei DEEP PURPLE aus um sich verstärkt seinen Solo-Projekten zu widmen. Sein Nachfolger sollte kein Geringerer als DON AIREY werden, der wie JON LORD eine Vorliebe für die Hammond-Orgel besaß. DON AIREY ersetzte LORD auch schon während einer Tournee 2001, als er kurzfristig für den schwer erkrankten LORD einsprang.

Neben dem bereits erwähnten "Don't make me Happy" würde ich noch "Fingers to the Bone" und "`69" als Anspieltipps empfehlen. Der Rest ist für mich einfach grottenschlecht, nichts davon hat bei mir wirklich "gezündet"!

Mein Fazit: Für mich ist "Abandon" das schlechteste PURPLE-Album überhaupt. Die Songs sind einfach schrecklich, für meinen Geschmack wollte man viel zu modern und zeitgemäß sein, so nach dem Motto: "Erfolg muss her - egal wie"! Bis auf sehr wenige Ausnahmen sind die Songs unterdurchschnittlich, ich muss gestehen, dass ich stellenweise schockiert war, was die Briten hier ablieferten.
Mir gefällt es überhaupt nicht, selbst mit einem Fan-Bonus kann ich hier nicht mehr als zwei Sterne vergeben!

Meine Hoffnung nach diesem Album war, dass "Eine Band so nicht weiter macht"! ;-)

Meine Bewertung: 3 von 10 Punkten.
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am 20. Februar 2015
im Vergleich zu anderen großen Hardrock- Vertretern der alten Schule, wie z.B. Black Sabbath, mit Ihrem aktuellen Album "13" oder z.B. Uriah Heep, mit Ihrem aktuellen Album "Outsider", kann ich nur sagen, dass Deep Purple dagegen relativ mager abschneiden. Hier fehlt mir mittlerweile einfach die Dynamik und die Power bzw. der Pepp des Hard-Rocks. Natürlich kann man hier bemängeln, dass man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen kann und Geschmäcker sind eine individuelle Sache. Aber im direkten Vergleich mit der Konkurrenz fällt Deep Purple aus heutiger Sicht schon ziemlich ab. Deep Purple haben Potential und ich bin davon überzeugt, dass sie es besser können. Daher gibt es von mir hier "nur" drei Sterne.
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am 28. Dezember 2012
...so lautet eine alte Weisheit aus den Tonstudios. Und bei "Abandon", dem zweiten DP- Album ohne Ritchie Blackmore, bewahrheitet sich diese.

War Steve Morses Bandeinstieg "Purpendicular" noch von Spielfreude, Vielseitigkeit und gewitzter Progressivität geprägt, setzt "Abandon" mehr auf kompakte Arrangements und klare Struktur - wie seinerzeit beim grandiosen Comeback "Perfect Strangers". Für dieses Toplevel ist jedoch das Songwriting nicht hochklassig genug, hier bleibt einiges im Mittelmäßigen verhaftet. Das war bereits beim Vorgänger streckenweise so, aber dort fanden sich auch Songperlen wie "Sometimes I feel like Screaming" und "Aviator". Außerdem konnten instrumentale Virtuositätsexplosionen und ungewöhnliche Breaks einen enormen Unterhaltungswert erzeugen. Hier wirkt dagegen alles eher professionell, solide und diszipliniert - ein bisschen als ob man die Handbremse angezogen hätte. Mir persönlich macht der Vorgänger mehr Spaß, dennoch kann ich "Abandon" nicht weniger als vier Sterne geben. Bei Deep Purple liegt die selbst auferlegte Messlatte eben höher als bei vielen anderen Bands. Positiv ist ausdrücklich zu vermerken, dass Morse bei seinem eigenen charakteristischen Gitarrensound und -stil bleibt, anstatt Blackmore zu kopieren.

"Abandon" ist Jon Lords DP- Abschiedsalbum, nach ihm stieg Don Airey in die Band ein und debütierte auf "Bananas". Meine Anspieltipps sind der Opener "Any Fule kno that" und das Selbstcover "Bludsucker".
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am 18. Juni 2016
Mittlerweile ist das 1998'er Album der Briten ein öfters gehörtes Purple Album (nachdem es Jahre bei mir eher nicht Beachtung fand). Da ist viell. etwas Selbstmasochismus mit im Spiel ;o).
DP haben/hatten häufig recht unterschiedl. Alben. Auf jeden Fall ist *Abandon* wesentl. eckiger - als einiges zuvor, besonders im Vergleich zu dem mir zu kommerziellem Vorgänger *Purpendicular*. Gillan tobt sich mal wida bei einigen Songs richtig aus, haha.
Eine ganze Menge interessante Stücke gibt's zu hören, die aber keinerlei Ambitionen haben je im Mainstream-Radio gespielt zu werden - was eigentl. für die Songs spricht. Trotzdem ist ausgerechnet mit dem vielleicht eingängisten *Fingers To The Bone* nur ein Song dabei, den ich richtig Klasse finde.
Die Glover-Produktion ist klar - geht für mich i. O.. Das ist nat. auch bisschen abhängig von der jeweiligen Anlage, örtl. Begebenheit usw. - wie das der Hörer eben empfindet.

Deep Purple haben einige Alben, die ich höher einstufen würde, als dieses Letzte mit J. Lord an den Tasten - da hätten sicher viele ihm einen etwas stärkeren Abgang gewünscht.
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am 15. Januar 2016
Die "Abandon" ist für mich die schwächste Purple-Platte mit Steve Morse an der Gitarre. Es sind einfach zu viele mittelmäßige, fast schon langweilige Songs enthalten. Die Lockerheit der "Purpendicular" ist fast vollständig verloren gegangen. Die Gruppe wirkt irgendwie bemüht. Man wollte wohl unbedingt einen weiteren Klassiker rausbringen, um an alte Großtaten anzuschließen. Purple sind aber immer am besten, wenn der Druck, hier selbstauferlegt, nicht so hoch ist.

`Any fule kno that` ist ein guter Opener, aber nichts übermäßig gutes. Die Höhepunkte sind für mich `Seventh heaven`, `Watching the sky` (beide sehr düster und hart) und `Fingers to the bone` (Jon Lord phantastisch am Keyboard). Das war es dann aber schon fast. Dann kommen jede Menge Durchschnitts-Songs. Erst `Bludsucker` als letzter Song ist wieder Klasse. Den kennt natürlich jeder schon von "In Rock". Besser ist er hier selbstverständlich nicht. Ich würde mich ganz knapp für die alte Fassung entscheiden, wenn ich mich denn entscheiden müßte.

Sorry, diesmal ist den Herren um Ian Gillan nur ein Durchschnittsalbum gelungen, kann mal passieren. 3 Sterne für "Abandon".
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am 4. November 1999
Die alten Herren und ihr Neuzugang Steve Morse haben nichts verlernt. Der Sound und die Musik ist rauh und herzlich. So wie seit fast 30 Jahren. Allerdings wagen sich Gillan und Freunde auch an rein gar nichts neues, obwohl ihnen das angesichts ihrer Musikalität und ihrer Leistungen außerhalb von Deep Purple zuzutrauen wäre. Leider vermißt man auch so eine Art Geniestreich wie Child in time oder wie Smoke on the water. Dennoch ein lohnendes Werk für ältere Hard-Rock-Freunde, wie ich einer bin!
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am 3. Dezember 1999
ein sehr gutes und kraftvolles album,...Blackmore verließ die band in 1995, und von MORSE ersatzt worden. Die neue besetzung mit Steve Morse auf Gitarre ist perfekt,..einwandfrei... Blackmore ist ja ein natürlicher Gitarrist, aber Morse ist mehr akademischer und technischer besser gebildet. die lieder sind sehr sehr gut, wie almost Human, Dont make me happy, . MEin lieblings Track ist EVIL LOUIE.
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